Vielen von denen aus deinem Mund Diffamierten sind Nachwuchsgenerationen der Gastarbeiter. Das ist alles andere als unkontrollierte Einwanderungspolitik, sondern genau das Gegenteil. Kontrollierte, geförderte und gewollte Integration.
Die erste Generation der Einwanderer wurde nach dem Krieg bewußt angeworben, viele der 2. und 3. Generation fühlt sich hier aber weder heimisch, noch wollen sie Teil unserer Kultur werden. Das nenne ich verfehlte Integration und hat nichts mit Diffamierung zu tun, die Realitäten müssen schon noch angesprochen werden dürfen. Im übrigen geht mir die Opferhaltung vieler dieser Migraten auf den Wecker - übrigens reden wir in der Gesellschaft nahezu ausschliesslich über Zuwanderer aus dem Orient wenn wir über Migranten reden, was natürlich falsch ist - wer hier leben will, der hat gute Chancen sein Glück zu finden. Wer aber nur sein altes Leben mit hierher bringen möchte, am besten alles so zu lassen wie alles "zu Hause" war, der/die sollte möglichst wieder gehen und dann berichten, wie viel besser und toleranter es in der alten Heimat zugeht.
Für was genau?
Dafür, dass Sarrazin empirisch rumschlampt braucht man keine Quelle. Es gibt kein Buch, das da heißt: "Sarrazin lügt". Wer aber auch nur ein bisschen was von Empirie versteht oder seinen gesunden Menschenverstand benutzt sieht, dass eine Statistik, in der drin steht, dass unter sozial schwächer gestellten Schichten vermehrt Ausländer auffindbar sind nicht den Schluss zulässt, dass nicht nur ein Zusammenhang besteht, sondern der Ausländerstatus der Grund für die Zugehörigkeit zu diesem Milieu ist.
Außerdem: Nicht ich muss Sarrazins Thesen wiederlegen, sondern er muss erstmal mittels korrekter Arbeitsweise vernünftig Thesen aufstellen (erst recht, wenn aufgrund dieser ganze Bevölkerungsteile angegriffen werden).
Solltest du eine andere, konkrete These meinen, dann lass mich wissen, welche du meinst und ich schau, was ich für dich tun kann.
Übrigens: Wieder einmal ein "nachweislich" ohne Nachweis.
Das "nachweislich" mußt Du nun permanent ertragen, schliesslich forderst Du von mir Nachweise an Stellen, wo Du TS wissenschaftlichen Ansatz in Frage stellst - Du musst den Gegenbeweis erbringen - Bringschuld nennt man das.
Den hier habe ich mal zitiert, damit der Großinquisitor aus dem Gleichstellungsbüro beleidigter Rechtspopulisten auch mal was aus deiner Verhaltensweise zu lesen bekommt. Wäre ja schade um sein fachlich-fundiertes Urteil, wenn er nicht die Möglichkeit hat sich eine beidseitige Meinung zu bilden. Gern geschehen.
Schon wieder beleidigst Du mich Rechtspopulisten, ich denke über dieses Vorurteil waren wir hinweg.
Du hast dir anscheinend vor Lesen des Buches deine Meinung gebildet und dir dann die Rosinen rausgepickt, die deine Meinung aus dem Kontext gerissen bestätigen. Frau Heisig redet in ihrem Buch über Kriminalität. Diese steht per se schon in einem sozialen Kontext. Strukturen eines (nebenbei fälschlich interpretierter) religiösen Fundamentalismusses können dies unterstützen, aber nur dann, wenn ohnehin bereits kriminelles Potential vorhanden ist.
Natürlich habe ich mir eine Meinung gebildet, aber ich differenziere zwischen integrationswilligen und integrationsunwilligen Menschen. Nochmals, wer sich hier unwohl fühlt soll dahin gehen wo er/sie es besser hat, aber eine Umkehr der Pflichten und Rechte sollten sich die Deutschen verbitten dürfen - im übrigen ist das eine legitime Forderung jedes souveränen Volks.
Dann habe ich dazu noch eine andere Frage: Du nutzt manche Formulierungen ja nicht zum ersten Mal.Was sind eigentlich die deutschen Werte, unsere kulturellen Wertevorstellungen?
Ich kann natürlich nur für mich eine eindeutige Aussage machen, für andere Menschen die ich kenne ist mir eine Tendenz bekannt. Aber am besten kann man es wohl anhand einer Parabel erklären.
Stell Dir vor Du wohnst in einem Mehrfamilienhaus, friedlich Tür an Tür mit Deinen Nachbarn, einige davon sind Dir sympathisch, andere weniger, aber man respektiert sich, lärmt nicht unnötig rum, hält sich an bestimmte Absprachen (keine Angst, es muss keine Hausordnung sein) und vor allem geht man sich gegenseitig nicht auf den Wecker. Das alles geht prima bis plötzlich neue Nachbarn einziehen die ihre ganz eigene Vorstellung von einer Wohngemeinschaft haben. Plötzlich soll alles anders laufen und die alten Regeln (ob ausgesprochen oder nicht) zählen nichts mehr. Dann ziehen Freunde der neuen Nachbarn ein und haben die gleichen Vorstellungen und allmählich fühlen sich die alteingesessenen Bewohner gar nicht mehr wohl, aber man möchte ja keine Konfrontation, weil man ja sonst intolerant ist und möglicherweise sogar jemanden diskriminiert. Plötzlich - man hat es gar nicht gemerkt - sind die alten Nachbarn alle ausgezogen und man ist jetzt der Störenfried.
Wie schön wäre es gewesen, wären die neuen Nachbarn so tolerant gewesen und hätten sich mit den "alten" Nachbarn einen gemeinsamen Weg gesucht, hätten nach deren Befindlichkeiten und Vorlieben gefragt, aber das hätte wohl eine Portion Empathie und vor allem Intelligenz (oder soziale Kompetenz) erfordert.
Verstanden.
Genau sowas ist Standardfloskeln des rechten Lagers, also rechtspouplistischem, erzkonservativen bis zum rechtsextremen Rand. Populistisch deswegen, weil sie in einer herrlich einfachen und für Jeden verständlichen emotional aufgeladenen Logik womöglich gemachte Alltagserfahrungen auf ein politisches Allheilmittel runterbrechen. Genau solche Rhetorik hört man im rechtspopulismus tag ein, tag aus. Und du streitest die Zugehörigkeit dazu ab?
Du musst noch viel lernen, bist resistent gegenüber anderen Meinungen und verfällst wieder in den beleidigenden Ton, den Dein einfaches Lebensbild von anderen oder Andersdenkenden Dir ermöglicht.
Abschließend habe ich gleich noch eine persönliche, aber durchaus ernstgemeinte Frage: Was machst du eigentlich beruflich bzw. welche schulische, berufliche und sozialisierende Vita hast du? Das musst du natürlich nicht beantworten - ich habe da aber eine Vermutung.
Hatte ich schon gesagt - Dipl.Kfm. -, bin viel im Ausland beruflich unterwegs, habe in Frankreich, England und der Schweiz gelebt - Polyglott, mag interessante Menschen mit einem breiten Spektrum an Gedanken, mag keine schwarz/weiss Denker.