Bremen
Moderator
Natürlich kann man das, obwohl das nach wie vor von Teilen beider Parteien als verlogen und Verrat an den eigenen Idealen gebrandmarkt wird. Genauso gut kann man aber auch beispielsweise die Entscheidung für den Atomausstieg als "Setzen der Bedürfnisse und Anforderungen der Zeit über die eigene Ideologie" betrachten - oder es verlogen finden.
Die Frage, ob eine Entscheidung verlogen oder mutig ist, folgt keinen objektiven Kriterien, sondern hängt vor allem von der persönlichen Einstellung zum Entscheider ab. Deswegen mein Einwurf, dass du grundsätzlich jede Partei, die mal Regierungsverantwortung hatte, als verlogen bezeichnen kannst, weil zur Verantwortung immer auch die Gefahr gehört, dass sachliche Erwägungen schwerer wiegen als persönliche Überzeugungen.
Stimme dir weitesgehend zu und ich habe (auch wenn ich es in dem betreffenden Post nicht erwähnte) den Einwurf als parteiübergreifende Verlogenheit auch so verstanden, wie er gemeint war.


Dazu ein Auszug aus der unionsnahen 
