Allgemeiner Politik Thread

Man mag im Fall Gäfgen zwar der Ansicht sein, dass ihm das Androhen von Schmerzen nicht geschadet hat und dass er sogar für seine abscheuliche Tat jede Menge Schmerzen verdient hätte, aber dennoch hat das Folterverbot absolute Berechtigung. In diesem Fall hat es zwar eine durch und durch verabscheuenswerte Kreatur getroffen, aber wenn man solche Vorgehensweisen zuließe, bestünde auch die Gefahr, dass früher oder später ein Unschuldiger betroffen wäre. Deswegen muss Folter ebenso wie die bloße Androhung verboten bleiben, und deswegen steht dem Unhold auch ein Schmerzensgeld zu. Mit etwas Glück wird er davon aber keinen Cent genießen können, da er - wenn ich mich recht erinnere - noch Gerichtskosten aus seinen vorherigen Prozessen schuldig geblieben ist.

:tnx:
Da bin ich voll und ganz Deiner Meinung. Sonst begibt man sich auf eine schiefe Ebene und rutscht nur tiefer in den Sumpf mit irgendwelchen Ausnahmen. Trotzdem fand ich es imposant gestern, beide Artikel im Spon untereinander zu finden und war überrascht den Unterschied hinsichtlich des qualitativen Niveaus der Rechtstaatlichkeit derart präsentiert zu bekommen.

Hier ist sicher nicht alles Gold was glänzt, aber es geht weitaus schlechter.
 
Wie geil ist das denn?:lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol:
Und wofür? Vllt. dafür, dass man Griechenland und Co. immer wieder künstlich
beatmet ?
 
Wie geil ist das denn?:lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol:
Und wofür? Vllt. dafür, dass man Griechenland und Co. immer wieder künstlich
beatmet ?

:tnx: Das ist in der Tat die lächerlichste / peinlichste Entscheidung an die ich mich erinnere. Die Kluft in der EU ist durch den EURO stark gestiegen, Ungarn schafft stückchenweise die Demokratie ab (nicht nur Ungarn) und den ansonsten symphatischen Norwegern fällt nichts anderes ein - ein Stück aus dem Tollhaus....:wild:
 
Wie geil ist das denn?:lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol:
Und wofür? Vllt. dafür, dass man Griechenland und Co. immer wieder künstlich
beatmet ?

Mmmmh... Wenn ich mir vorstelle, wie man in Europa solche Verwerfungen vor den Europäischen Gemeinschaften und schlussendlich vor der EU gelöst hätte und auch hat, ist die diskussionswürdige Unterstützung Griechenlands wahrlich kein Grund gegen einen Friedensnobelpreis.
 
Der Nobelpreis wird ja v.a. auch mit der Friedensstiftungsfunktion der EU verbunden, ihre Mitgliedsländer, die sich vorher andauernd bekriegt haben, miteinander verhandeln zu lassen. Ich denke aber, dass wir auch ohne die EU in den jetzigen Mitgliedsländer, aber ganz besonders in des westeuropäischen Kernländern, keine Kriegszustände auffinden würden. Das verdanken wir nicht der EU, sondern der Demokratie mit Demokraten und dem Kapitalismus.
 
Schade, daß das Nobel-Komitee nicht die Courage hatte, aufgrund Mangel an geeigneter Kandidaten in diesem Jahr von der Verleihung des Friedensnobelpreis Abstand zu nehmen - die Verleihung in diesem Jahr ist nicht nur beknackt, sondern sie verwässert auch die Verdienste der Vorgänger(innen), die diesen Preis im wahrsten Sinne des Wortes verdient haben.
 
Schade, daß das Nobel-Komitee nicht die Courage hatte, aufgrund Mangel an geeigneter Kandidaten in diesem Jahr von der Verleihung des Friedensnobelpreis Abstand zu nehmen - die Verleihung in diesem Jahr ist nicht nur beknackt, sondern sie verwässert auch die Verdienste der Vorgänger(innen), die diesen Preis im wahrsten Sinne des Wortes verdient haben.

Da hast Du völlig recht. Die Vergabe macht nur dann Sinn, wenn der Preis an eine oder zwei Personen geht, die herausragendes in ihrer Disziplin geleistet haben. Den Nobelpreis an einen Staatenbund zu vergeben führt die Geschichte hingegen komplett ad absurdum. Das einzig positive - wenn es das denn überhaupt gibt - an dem Ergebnis ist, dass Birne Kohl wieder leer ausgegangen ist.:tnx:
 
Wie kann der "Euro" als Währung daran bittesehr schuld sein? Der Euro ist nur ein Tauschmittel.

Für die Griechen steht der Euro als Sinnbild der Verelendung. Hör Dich mal bei den Griechen um. Ist leider so und wird in anderen EU-Ländern wohl auch noch passieren. Wenn es dazu kommt, dass Menschen auf die Straße gehen weil sie z.B. den Arztbesuch für ihre Kinder nicht mehr bezahlen können, und das in der
heutigen Zeit, brauchen wir uns über den Friedensnobelpreis für ein geeintes Europa nicht unterhalten. Und dass man sich in einem Teil Europas, nämlich Jugoslawien, vor nicht allzu langer Zeit noch die Köpfe eingehauen hat, ist glaube ich , auch bei den meisten noch nicht in Vergessenheit geraten. :tnx:
 
Für die Griechen steht der Euro als Sinnbild der Verelendung. Hör Dich mal bei den Griechen um. Ist leider so und wird in anderen EU-Ländern wohl auch noch passieren. Wenn es dazu kommt, dass Menschen auf die Straße gehen weil sie z.B. den Arztbesuch für ihre Kinder nicht mehr bezahlen können, und das in der
heutigen Zeit, brauchen wir uns über den Friedensnobelpreis für ein geeintes Europa nicht unterhalten. Und dass man sich in einem Teil Europas, nämlich Jugoslawien, vor nicht allzu langer Zeit noch die Köpfe eingehauen hat, ist,glaube ich , auch noch nicht bei den Meisten in Vergessenheit geraten. :tnx:

Ok, aber was hatte Jugoslawien mit der EG/EU zu tun? Und was haben die EG/EU-Länder gemacht, als es in Jugoslawien knallte und vor allem was haben diese Länder gemacht, als der bewaffnete Konflikt vorbei war? :p

Ich find eine Vergabe an einen Staat, Staatenbund und auch an Politiker immer als schlechtere Wahl. Zumal, wie @maddin bereits schrieb, ist der Preis durch einige vorhergegangene Verleihungen leider eh schon verwässert.
 
Kannst du deine Behauptung mal erläutern? Ich halte die nämlich für völligen Blödsinn.

Wenn Du eine Erläuterung benötigst, wie kann sie dann blödsinnig sein - ein Widerspruch in sich.

Wenn Du Deine Augen aufmachst, dann wird Dir die Euro-Krise auch nicht entgangen sein und natürlich hat die einheitliche Währung nur dazu geführt, dass die (bei flexiblen Wechselkursen) Wettbewerbsfähigkeit offen zu Tage tritt. Ohne die einheitliche Währung konnte man gut und friedlich in der EU reisen, nun treten durch Verlust von Wohlstand und hoher Arbeitslosigkeit, Animositäten verstärkt zum Vorschein. Die Einführung des Euros war schlampig und die Folgen hiefür werden wir noch alle zu spüren bekommen.
 
Fritz Kuhn tatsächlich zum Stuttgarter OB gewählt!

Auweia! Dieser "Schlaumeier"!? :wild: Was jetzt wohl aus dem Bahnhof wird?
 
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