Die Bewerbung als solche ist sicherlich das erste KO Kriterium. Das (hoffe ich) sollte/ müsste auch den meisten bekannt sein. Wobei auch hier die Geschmäcker unterschiedlich sein können. Kurz gesagt: Was bei einer Behörde gefällt muss nicht auch in einer Werbeagentur passen und Tipp- und sonstige Fehler sollten natürlich immer vermieden werden. Daher macht es auch immer Sinn eine zweite Person zu Rate zu ziehen.
Das viele potentielle neue Mitarbeiter bei Bewerbungen dazu neigen zu übertreiben ist den meisten Personalern sicherlich nicht unbekannt, auch sind diese (teilweise) in der Lage einiges aus Lebensläufen zu erfahren bzw. meinen es zu können.

Für den einen mag z. B. die Angabe von Reisen als Hobby sicherlich kulturelles Interesse und Offenheit bedeuten, während der andere daraus mangelndes Interesse am Job herauslesen möchte.

Ich persönlich habe meine Hobbys übrigens nie angegeben (dummes Zeug in Foren zu schreiben gehört sicherlich nicht dazu

). Die Angabe von z.B. ehrenamtlicher Arbeit kann hier aber auch durchaus Sinn machen.
Die meisten Qualifikationen und Angaben im Lebenslauf müssen/ können aber eh über Zeugnisse nachgewiesen werden.
Hier kann z. B. auch ein Fehlen von Unterlagen/ Zeugnissen/ Referenzen ein Ausschlusskriterium sein.
Spätestens bei einem persönlichen Gespräch sollte zumindest ein guter Personaler in der Lage sein die "Hard Skills" entsprechend abzuklopfen.
Ich meinte aber eher, dass die meisten Firmen eine gewisse Vorstellung von ihren zukünftigen Mitarbeitern haben unabhängig von ihrer fachlichen Kompetenz.
Hier können "auch" Dinge wie das Alter und das Geschlecht (Stichwort Team) oder z. B. Sozialkompetenz, Zuverlässigkeit und die so oft geforderte Teamfähigkeit eine Rolle spielen.
Während bei der Auswahl von Mitarbeitern für gehobene Positionen oder/ und in größeren Firmen immer öfter auch Psychologen zum Einsatz kommen, die Gespräche und mehrtägige Tests betreuen, um genau diese "Soft Skills" herauszufinden, ist diese Art der Mitarbeiterfindung für kleinere Firmen oder für nicht gehobene Positionen schlichtweg zu aufwendig/ teuer.
Da werden Bewerber stattdessen lieber in solche "Schablonen gepresst" - auch wenn das sicherlich nicht so kommuniziert wird- wie ich es in meinem Beitrag etwas "überspitzt" dargestellt habe. Wobei insbesondere der letzte Punkt von mir auch ironisch gemeint war.
Sachgemäße bzw. ehrliche Begründungen wird der Bewerber auf Nachfrage, genau aus diesen Gründen, oftmals nicht bekommen. Kurz gesagt, entscheidet "häufig" Sympathie oder einfach nur ein Gefühl bei der Auswahl eines neuen Mitarbeiters.
Teilweise werden Stellenausschreibungen ausgeschrieben, obwohl intern längst eine Entscheidung zu Gunsten eines anderen gefallen ist, wie ich häufig in meiner ehemaligen Firma erleben durfte. Mir war als Mitarbeiter der Personalabteilung - nicht nur einmal- schon vor den ersten offiziellen Gesprächen bekannt, wer eingestellt wird.
Daher sollte sich auch niemand zu viele Gedanken machen, wenn es mal nicht klappt. Der nächste Entscheidungsträger wird Euch vielleicht genau aus dem Grund lieben bzw. einstellen, weswegen ihr bei Eurer letzten Bewerbung durchgefallen seid. Letzten Endes gehört auch jede Menge Glück und Hartnäckigkeit dazu seinen Traumjob zu bekommen.
