Alles zum Hauptsponsor

Mattähai als neuen Trikotsponsor...

  • ...finde ich super

    Votes: 5 38,5%
  • ...kann ich gut mit leben

    Votes: 7 53,8%
  • ...ist mir egal

    Votes: 1 7,7%
  • ...könnte besser sein

    Votes: 0 0,0%
  • ...schlimm

    Votes: 0 0,0%

  • Total voters
    13
Für mich ist das "selbstgemachtes Leid". Hätte man sich mit diesem "Hauptsponsor" etwas besser auseinandergesetzt und nicht nur auf die Kohle geschaut, gäbe es nun nicht irgendwelche Erklärungen, die man abgeben muss und zudem einen Fleck weniger auf der weißen Weste des ansonsten nahezu vorbildlichen Vereins.
 
Wow, da hast du dich ja umfassend geäußert - Respekt

Ich versuch's zumindestens. ;)


Das ist kein Argument das ich gelten lasse. Wer intransparent ist, der muss sich nicht wundern, wenn es Fragen gibt. Wenn es so klar und gut und lieb und nett ist, was haben die dann zu verbergen.
LiveCam im Internet beim Ausstallen, LiveCam von der Haltung 24h - wo ist das Problem. Zugang für Journalisten wenn gewünscht. In der Reportage siehst du ja wie reagiert wird auf Anfragen. Das ein kleiner Bauer Angst hat, dass man ihm das Wort im Munde umdreht glaube ich ja, aber ein Großkonzern wie Wiesenhof? Ne ,ne, wer so akribisch dabei ist zu verbergen, der hat auch was zu verbergen.

Und wer bezahlt all das? Außerdem gibt es leider viel zu viele, die die Nadel im Heuhaufen suchen. Das hängt ja allein schon mit dem Grundsatz zusamemn, dass es oft um Gegner der Massentierhaltung geht. Und da werden oft schon Dinge als "no go" bezeichnet, die objektiv gesehen "normal" sind. Viele meinen sich einfach top auszukennen und zu wissen, wann sich das Tier wohl fühlt und wann nicht. Dass auch die von Wiesenhof so langsam genervt von Journalisten sind, ist mittlerweile mehr als verständlich. Denn die Hetze gibt es ja nicht mehr seit gestern. Als Angehöriger der Branche lernt man mit der Zeit, dass sich der Kraftaufwand der Auseinandersetzung und des "jeden recht machens" gar nicht mehr lohnt. Wie in jeder hitzigen Dauerdiskussion gibt es halt genügend, die es auf schwarz auf weiß haben, aber trotzdem noch was zu meckern haben.

Und mal anders gefragt: Gibt es in anderen industriellen Großbetrieben derartige Transparenz? Siehe z.B. die Kleidungsindustrie an vielen Standorten in Asien, um nur ein Beispiel zu nennen. Denn da geht es sogar um Ausbeutung der Menschen bei knüppelharter Arbeit. Da stellt sich vielen Großbetrieben der Landwirtschaft zurecht die Frage, warum die sich auf die Art und Weise zusätzlich durch "Transparenz" rechtfertigen zu müssen. Und dabei nichtmal mit Aussicht auf Erfolg (s. den Punkt oben).


Mag sein, das ich da falsch liege. Sorry wenn dem so ist. Zugegeben -ich hab keinen Durchblick wie das läuft aber vielleicht erklärst du's mir.
Ich hatte halt angenommen, das WH die Tiere zum Schlachthaus karrt, die bekommen das Tier beigestellt und erbringen die Leistung Schlachtung. WH bezahlt die Leistung (Werkvertrag) und erhällt die Schnitzel zurück. Dann verkauft WH die Schnitzel/Bruzzler, usw. an die Supermärkte.
Wie komme ich darauf: Auf der Ware steht Wiesenhof drauf, nicht Schlachthaus xy. Daher bin ich davon ausgegangen, das die auch der Lieferant sind...
War halt meine Überlegung und erschien mir logisch aber wenn du's besser weißt würde es mich interessieren.

Mein Fehler, mit der Wertschöpfungskette der Tierhaltung in der ich mich auskenne natürlich nicht vergleichbar. Da hat man sich mit der Zeit zu sehr auf Experten wie Scheiße 04 Tönnies und Co eingeschossen. ;)

Es wird also bei WH eher so ablaufen wie du gesagt hast. Aber da kenne ich mich zugegebenermaßen zu wenig aus. Mir ging es auch verstärkt um die Kritik an den Zuständen in den Ställen (Vorwürfe des Verstoßes gg. die Tierhaltung etc.). Der Schlachthof ist im Falle von WH wohl nicht das "entscheidende" Mitgleid in der Wertschöpfungskette, sondern nur "Mittel zum Zweck" (Schlachtung). Meine zu wissen, dass Wiesenhof auch in erster Linie selbst schlachtet. Trotzdem bleibt das Prinzip das Gleiche, denn was sonst die Schlachthöfe machen (Preis für die Tierhalter diktieren), hat die Ursache ja am Ende der Kette (Supermärkte/Discounter). Egal ob WH schlachten lässt oder hauptsächlich selbst schlachlet, letztendlich drücken die Supermärkte mit den Ramschpreisen von oben, während weiterhin Qualität verlangt wird. Wenn WH da mit 'ner Ladung Gammelfleisch ankommt, wäre direkt der nächste Skandal am Laufen, den die sich beileibe nicht leisten können. Und auch bei "kleinen" Qualitätseinbußen werden die den Preis drücken wo es nur geht. Bin mir sicher, dass die abnehmenden Supermärkte dementsprechend auch selbst angestellte Qualitätskontrolleure beschäftigen, die derartige Qualitätseinbußen auch schriftlich bescheinigen können. Das Grundprinzip der Industrien, dass sich der Abnehmerpreis v.a. an der Qualität der Ware richtet und sonst Abschläge zu erwarten sind, ist (gerade) in der Massentierhaltung nicht anders. Es mag vielleicht angesichts der hohen Tierzahlen befremdlich klingen, aber sowas können sich selbst Großbetriebe wie Wiesenhof nicht leisten.
 
[...]
„Kritik an diesem bekloppten System“? Was ist daran denn bekloppt?
[...]

Wenn du dir die Frage mal wirklich stellen würdest, würdest du das schon rausfinden!

Wenn man den Konsum der Menschheit kritisiert, oder die Massentierhaltung, die Ausbeutung der dritten Welt, die Klimaschädlichkeit des massiven Fleischkonsums, die gesundheitlichen Folgen, die der Konsum von tierischem Protein (z.B. Kasein) mit sich bringt, wird man eh nur als Möchtegern-Weltverbesserer oder Träumer oder besserwisserisch oder fehlinformiert betitelt. Ankommen wird bei dir nichts davon, also spar ich mir die kostbare Zeit.

Ich werd das hier nicht weiter diskutieren, sonst komm ich nicht mehr zum Arbeiten! Ich werd auch keine vegetarische Alternative für das Werder-Trikot oder gar für die Werder-Wurst (anderer Thread) fordern und auch keine Anti-Wiesenhof-Choreo vorschlagen! :)

Nur noch eins (nämlich zu deinem letzten Post): Den Druck macht letztlich nicht der Discounter/Supermarkt, sondern der Konsument, der scheinbar jegliche Selbstkontrolle verloren hat.
 
(...)

Nur noch eins (nämlich zu deinem letzten Post): Den Druck macht letztlich nicht der Discounter/Supermarkt, sondern der Konsument, der scheinbar jegliche Selbstkontrolle verloren hat.

das ist falsch. der markt kontrolliert und macht den druck auf hersteller.
dem verbraucher wird nur suggeriert das er den druck (preis/quantität) erzeugt.
der machtkampf der discounter/supermärkte findet nur scheinbar über den verbraucher statt. der schon lange abgezockt wird.

fleisch ist das lebensmittel, dass seit mehr als 10 jahre am markt nicht im gleichen preisrahmen gewachsen ist wie alle anderen lebensmittel.
das der verbraucher billiges fleisch verlangt ist schwachsinn. billiges/günstiges fleisch ist ein lockmittel.
seit jeher war fleisch essen zu können ein wohlstandsgefühl. dem verbraucher soll der eindruck vermittelt werden im wohlstand zu leben um andere lebensmittel mit erheblichen gewinn verkaufen zu können.

die massentierhaltung wie sie heute betrieben wird ist im allerhöchsten maße verwerflich und an sich tierquälerei. kein lebewesen hat es verdient in seinem ansonsten kurzen leben, unter solch widrigen umständen leben zu müssen. zudem ist die überproduktion von ca. 25% des tatsächlichen bedarfs nicht nachvollziehbar. tiere sind längst zu einer handelsware wie mehl, zucker o.ä. verkommen ich persönlich empfinde das als widerlich.
kein mensch braucht tgl fleisch.
 
...oh man Werder macht sich durch die Stellungnahme genauso unglaubwürdig, wie der Sponsor! Was n das bitte für ne Argumentation, das man etwas schlechtes, durch erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit, verbessern will, oder eine Verbesserung stattgefunden hat! Das stinkt doch zum Himmel!
 

Na die die auch die Kosten der Skandale (die durch Intransparenz hervorgerufen werden?) tragen. Am Ende immer der Verbaucher.
Außerdem gibt es leider viel zu viele, die die Nadel im Heuhaufen suchen. Das hängt ja allein schon mit dem Grundsatz zusamemn, dass es oft um Gegner der Massentierhaltung geht. Und da werden oft schon Dinge als "no go" bezeichnet, die objektiv gesehen "normal" sind. Viele meinen sich einfach top auszukennen und zu wissen, wann sich das Tier wohl fühlt und wann nicht.
:zweifeln: Naja, da hab ich einfach ne andere Meinung - sicherlich auch dazu was "normal" ist. Aber so ist das halt manchmal...
Dass auch die von Wiesenhof so langsam genervt von Journalisten sind, ist mittlerweile mehr als verständlich. Denn die Hetze gibt es ja nicht mehr seit gestern. Als Angehöriger der Branche lernt man mit der Zeit, dass sich der Kraftaufwand der Auseinandersetzung und des "jeden recht machens" gar nicht mehr lohnt. Wie in jeder hitzigen Dauerdiskussion gibt es halt genügend, die es auf schwarz auf weiß haben, aber trotzdem noch was zu meckern haben.
Wie im Fußball.
Könnte mir vorstellen TE ist auch von so manchen Journalisten genervt (und TS erst in der Vergangenheit). Trotzdem muss er Pressekonferenzen abhalten. Transparenz ist wichtig.

Und mal anders gefragt: Gibt es in anderen industriellen Großbetrieben derartige Transparenz? Siehe z.B. die Kleidungsindustrie an vielen Standorten in Asien, um nur ein Beispiel zu nennen. Denn da geht es sogar um Ausbeutung der Menschen bei knüppelharter Arbeit. Da stellt sich vielen Großbetrieben der Landwirtschaft zurecht die Frage, warum die sich auf die Art und Weise zusätzlich durch "Transparenz" rechtfertigen zu müssen. Und dabei nichtmal mit Aussicht auf Erfolg (s. den Punkt oben).
Also bitte. Das eine Unrecht rechtfertigt doch nicht das Andere. Nur weil die in China Hungerlöhne zahlen soll das hier auch ok sein?

Mein Fehler, (...) Es wird also bei WH eher so ablaufen wie du gesagt hast.
Glaube ich gar nicht. In der Stellungnahme von Wiesenhof, die hier gepostet wurde steht es so ähnlich wie du geschrieben hast, also denke ich mal es ist eben NICHT so wie ich angenomen hab... Naja, wer weiß?

(...) Egal ob WH schlachten lässt oder hauptsächlich selbst schlachlet, letztendlich drücken die Supermärkte mit den Ramschpreisen von oben, während weiterhin Qualität verlangt wird.
Ja die und der Konsument - der es ja so will
Als ich letztens mal Grillfleisch gekauft habe (für Gäste ich selbst esse keins)
Gab es nur die Supermarkt-Billigmarke, Wiesenhof und eine Alternative - die fast das Dreifache gekostet hat. Die Auswahlmöglichkeiten sagen alles. Und ich hab's fast nicht gefunden, weil es nur ein ganz kleiner Teil im Regal war.

(...)Das Grundprinzip der Industrien, dass sich der Abnehmerpreis v.a. an der Qualität der Ware richtet und sonst Abschläge zu erwarten sind, ist (gerade) in der Massentierhaltung nicht anders. Es mag vielleicht angesichts der hohen Tierzahlen befremdlich klingen, aber sowas können sich selbst Großbetriebe wie Wiesenhof nicht leisten.

Kann schon sein. Aber daneben scheint die Fa. die das Ausstallen erledigt ja auch ihre (recht engen?) Zeitvorgaben zu haben. Ob man da jedes Tier behutsam fangen, streicheln und in die Box setzen kann bezweifle ich mal. Die sind da natürlich auch gefrustet von dem Druck.
Und wenn man dehnen mehr Zeit (das doppelte, dreifache, ...?) gibt, kostet das auch. Und ob nun dem Subunternehmer mehr gezahlt wird oder Qualitätseinbußen in Kauf genommen werden (für die der Subbi dann in Regress genommen wird), das ist wohl leider oft eine rein betriebswirtschaftliche Frage - kann ich mir vorstellen. Es sollte aber eine moralische Frage sein...
 
Zitat von systemanalyse:
[...]das ist falsch. der markt kontrolliert und macht den druck auf hersteller.
dem verbraucher wird nur suggeriert das er den druck (preis/quantität) erzeugt.

du bist doch als konsument nicht willenlos, oder? kaufst du alles, was du dir leisten kannst, ohne herkunft, produktion, konsequenzen u.ä. zu hinterfragen? man kann den verbraucher doch nicht immer als opfer hinstellen! keiner wird gezwungen im supermarkt wurst oder milch, im stadion ne brat oder im restaurant n steak zu kaufen/bestellen.

wiesenhof ist natürlich nicht schuld an der behandlung der tiere, NEIN, das sind die ausstallungsfirmen, die konkurrenzlos günstig mit billiglohn-osteuropäern anrücken! da kann wiesenhof doch nichts für! :crazy:

der verbraucher ist natürlich nicht schuld am (billig-)fleischkonsum, NEIN, das sind die discounter, die so konkurrenzlos günstig fleisch anbieten, weil sie die fleischproduzenten zu sparmaßnahmen bei platz, tierschutz und moral ZWINGEN! :crazy:
 
du bist doch als konsument nicht willenlos, oder? kaufst du alles, was du dir leisten kannst, ohne herkunft, produktion, konsequenzen u.ä. zu hinterfragen? man kann den verbraucher doch nicht immer als opfer hinstellen! keiner wird gezwungen im supermarkt wurst oder milch, im stadion ne brat oder im restaurant n steak zu kaufen/bestellen.

wiesenhof ist natürlich nicht schuld an der behandlung der tiere, NEIN, das sind die ausstallungsfirmen, die konkurrenzlos günstig mit billiglohn-osteuropäern anrücken! da kann wiesenhof doch nichts für! :crazy:

der verbraucher ist natürlich nicht schuld am (billig-)fleischkonsum, NEIN, das sind die discounter, die so konkurrenzlos günstig fleisch anbieten, weil sie die fleischproduzenten zu sparmaßnahmen bei platz, tierschutz und moral ZWINGEN! :crazy:

ich habe nicht zwingend lust mich mit deinen aussagen auseinander zu setzen bzw sie einzeln zu kommentieren.
fakt ist, der verbraucher hat zwar zunächst die wahl, aber durch den schwierigen arbeitsmarkt und den immer weiter sinkenden löhnen ist der verbraucher verdammt dem druck der discounter/supermärkten nachzugeben. fleisch ist inzwischen eines der günstigsten lebensmittel.


die discounter/supermärkte knebeln die prodzuenten mit irrsinnigen verträgen, die sie dazu zwingen die kostenstruktur so niedrig zu halten wie irgendwie möglich. aldi ist da einer der ganz großen drin.

und nun zu mir persönlich. ich kaufe weder wiesenhof-artikel noch andere fleischprodukte aus einer massentierhaltung. da ich es mir nicht nur finanziell leisten kann, sondern auch fachlich ein wenig ahnung habe, kaufe ich mein fleisch bei dem dealer meines vertrauens. und sei sicher, ich überzeuge mich immer von der qualität, als auch von der haltung der tiere. ich verarbeite und esse das von mir gekaufte fleisch mit dem notwendigen respekt dem tiier gegenüber.
 
Mit dem Sponsor haben wir uns ein "dickes Ei ins Nest gelegt"! :(

Als hätten wir nicht genug eigene Probleme! :zweifeln:
 
(...)fakt ist, der verbraucher hat zwar zunächst die wahl, aber durch den schwierigen arbeitsmarkt und den immer weiter sinkenden löhnen ist der verbraucher verdammt dem druck der discounter/supermärkten nachzugeben. fleisch ist inzwischen eines der günstigsten lebensmittel.
(...)

Dem möchte ich mal wiedersprechen.
Sicherlich ist Fleisch nicht so teuer wie es sein sollte aber nicht günstig.
Es gibt durchaus Alternativen die deutlich(!) kostengünstiger sind.
Das pflanzliche Alternativen immer teurer sind ist ein Märchen. Wenn es nur darum ginge seinen Protein/Vitamin Bedarf zu decken gibt genügend günstige Alternativen.
 
fleisch ist das lebensmittel, dass seit mehr als 10 jahre am markt nicht im gleichen preisrahmen gewachsen ist wie alle anderen lebensmittel.
das der verbraucher billiges fleisch verlangt ist schwachsinn. billiges/günstiges fleisch ist ein lockmittel.
seit jeher war fleisch essen zu können ein wohlstandsgefühl. dem verbraucher soll der eindruck vermittelt werden im wohlstand zu leben um andere lebensmittel mit erheblichen gewinn verkaufen zu können.

die massentierhaltung wie sie heute betrieben wird ist im allerhöchsten maße verwerflich und an sich tierquälerei. kein lebewesen hat es verdient in seinem ansonsten kurzen leben, unter solch widrigen umständen leben zu müssen. zudem ist die überproduktion von ca. 25% des tatsächlichen bedarfs nicht nachvollziehbar. tiere sind längst zu einer handelsware wie mehl, zucker o.ä. verkommen ich persönlich empfinde das als widerlich.
kein mensch braucht tgl fleisch.

Absolut richtig! :daumen:

Solange Wiesenhof auf den werder Trikots oben ist, gibt's sicher keine Kohle dafür von mir. Das ist mir einfach zu peinlich.
 
Mit dem Sponsor haben wir uns ein "dickes Ei ins Nest gelegt"! :(
....

Sehe ich nicht so, ist nur ein weiterer Namenszug auf dem Trikot, mit dem ich mich nicht identifiziere und der mir egal ist und mit dem ich auch länger leben könnte. Wiesenhof hat zwar ein schlechtes Image, aber da, falls ich mich nicht irre, der Vertrag eine Laufzeit von 2 Jahren hat, dürfte der Spuk Ende der Saison ein Ende haben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Fehler wiederholt, sprich der Vertrag verlängert wird und der nächste Sponsor mit ewas mehr Bedacht ausgewählt wird.
 
Dem möchte ich mal wiedersprechen.
Sicherlich ist Fleisch nicht so teuer wie es sein sollte aber nicht günstig.
Es gibt durchaus Alternativen die deutlich(!) kostengünstiger sind.

Fleisch ist eindeutig viel zu billig. Schau dir doch mal die Dinger in den Discount Ketten an. Da schreit einen das 500g Stück Fleisch um 2-3€ an und du meinst es ist nicht günstig?

An welche Alternativen denkst du da? Reis? Getreide? Viel mehr kann es nicht sein, denn Fleisch steht schon jetzt am unteren Ende der Preisskala im Supermarkt. Sämtliche Produkte aus Soja, also Fleischersatzprodukte wie Tofu, sind teurer als Fleisch selbst. Und da läuft gewaltig was falsch!
 
Fleisch ist eindeutig viel zu billig. Schau dir doch mal die Dinger in den Discount Ketten an. Da schreit einen das 500g Stück Fleisch um 2-3€ an und du meinst es ist nicht günstig?

An welche Alternativen denkst du da? Reis? Getreide? Viel mehr kann es nicht sein, denn Fleisch steht schon jetzt am unteren Ende der Preisskala im Supermarkt. Sämtliche Produkte aus Soja, also Fleischersatzprodukte wie Tofu, sind teurer als Fleisch selbst. Und da läuft gewaltig was falsch!

Ich hab ja gesagt es ist nicht teuer genug.

Proteine bekomme ich hauptsächlich über Tofu, extrudiertes Soja, Seitan, Bohnen und sonstige Hülsenfrüchte.

Also 500g für 2-3€ ist schon arg billig. aber egal:
200g Tofu kosten ca. 2€,
Extrudiertes Soja ca. 2€/kg
der Rest (Seitan und Hülsenfrüchte) ist noch günstiger
 
Ich hab ja gesagt es ist nicht teuer genug.

Proteine bekomme ich hauptsächlich über Tofu, extrudiertes Soja, Seitan, Bohnen und sonstige Hülsenfrüchte.

Also 500g für 2-3€ ist schon arg billig. aber egal:
200g Tofu kosten ca. 2€,
Extrudiertes Soja ca. 2€/kg
der Rest (Seitan und Hülsenfrüchte) ist noch günstiger

ich denke das sich tofu nicht zu einem vergleich mit fleisch eignet. nur ein sehr geringer teil der bevölkerung isst tofu.
fleisch ist ein massentaugliches produkt.
natürlich wäre es möglich und nötig die mengen an fleisch im wöchentlichen speiseplan zu reduzieren. da bin ich voll bei dir. getreide und gemüse sind da nicht teilweise nicht nur günstiger, sondern auch gesunder.
da wir aber so leicht steuerbar sind (nein, wir nehmen zum größten teil keine verantwortung wahr) nutzen die discounter/supermärkte unsere schwächengnadenlos aus. wer ahnung hat von verkaufspsychologie der wird wissen wie es funktioniert. nicht die nachfrage regelt das angebot, das angebot regelt längst die nachfrage.
 
Nur noch eins (nämlich zu deinem letzten Post): Den Druck macht letztlich nicht der Discounter/Supermarkt, sondern der Konsument, der scheinbar jegliche Selbstkontrolle verloren hat.

Sicherlich kommt dem Konsumenten diesbezüglich auch 'ne Schlüsselrolle zu. Aber letztendlich geht es darum, was diesem von Anfang an vorgesetzt wurde. Lebensmittel in Deutschland sind so billig wie fast nirgends anders in Europa. Das ist Gewohnheit geworden und danach haben sich die Supermärkte schon lange ausgerichtet. Der Konsument rafft doch selber schon gar nicht mehr, was für'ne Lawine er durch ständige Billigeinkäufe von Fleisch ausrichtet.

Na die die auch die Kosten der Skandale (die durch Intransparenz hervorgerufen werden?) tragen. Am Ende immer der Verbaucher.

Zum einen werden die Skandale hochgepusht und stehen in keinem Verhältnis zu der Anzahl an Ställen, die sämtliche Auflagen erfüllen. Aber Statistiken dazu gibt es ja zufällig nicht. Zum anderen ist das Geschrei dann doch gerade von den Kritikern wieder groß, dass die wieder für sowas aufkommen sollen.

:zweifeln: Naja, da hab ich einfach ne andere Meinung - sicherlich auch dazu was "normal" ist. Aber so ist das halt manchmal...

Normal heißt für mich "was den zu erfüllenden Auflagen" entspricht. Dass die für einige nicht zufriedenstellend sind, ist mir mehr als bewusst. Zeigt mir aber auch, dass sich die Kritiker in der Regel noch nie damit auseinander setzen mussten - der eigenen Existenz wegen.

Wie im Fußball.
Könnte mir vorstellen TE ist auch von so manchen Journalisten genervt (und TS erst in der Vergangenheit). Trotzdem muss er Pressekonferenzen abhalten. Transparenz ist wichtig.

Klar ist es das. Aber auch alles eine Frage der Machbarkeit. Solche Dinge sind logistisch einfach nicht möglich bzw. werden die Großbetriebe aus aller Liebe nicht tragen, und auch der Verbraucher nicht.

Und hinsichtlich der Anspielung auf die Pressekonferenzen: Auch in der Landwirtschaft gibt es stellvertretende Organe, die sich den Fragen stellen müssen, so ist es ja nicht. Nur wie das der Landwirt selbst machen soll, der 365 Tage im Jahr arbeitet, musst du mir mal erklären. Whatever, auch ein Herr Eichin beantwortet abseits der offiziellen Konferenzen sicherlich nicht jede Frage. Vor allem wenn es ständig um "lästige" Fragen in der Dauerschleife geht für die man sich schon des öfteren rechtfertigen musste.


Also bitte. Das eine Unrecht rechtfertigt doch nicht das Andere. Nur weil die in China Hungerlöhne zahlen soll das hier auch ok sein?

Davon spreche ich nicht, sollte nur ein Extrembeispiel aus 'ner anderen Industrie sein. Und in der gibt es infolge der bewussten Missstände ja auch keine erhöhte Transparenz.


Glaube ich gar nicht. In der Stellungnahme von Wiesenhof, die hier gepostet wurde steht es so ähnlich wie du geschrieben hast, also denke ich mal es ist eben NICHT so wie ich angenomen hab... Naja, wer weiß?

Die Schlachthöfe sind - wie Wiesenhof selbst - ein Teil der AG unter Paul-Heinz Wesjohann. Die gesamte Fleischproduktion läuft also innerhalb dieser Gruppe ab. Als Fertigprodukte wird das Fleisch dann erst an den Lebensmitteleinzelhandel, der diese dann auf die Supermärkte & Discounter verteilt.

Ja die und der Konsument - der es ja so will
Als ich letztens mal Grillfleisch gekauft habe (für Gäste ich selbst esse keins) Gab es nur die Supermarkt-Billigmarke, Wiesenhof und eine Alternative - die fast das Dreifache gekostet hat. Die Auswahlmöglichkeiten sagen alles. Und ich hab's fast nicht gefunden, weil es nur ein ganz kleiner Teil im Regal war.


Das gehört in den Bereich der Supermarktpolitik und Verträgen hinter den Fassaden. Da kann ich nichts zu sagen. Für mehr Auswahl geht man halt in der Regel zum Fleischer, wenn es einem die Qualität wert ist mehr zu bezahlen. ;)

Kann schon sein. Aber daneben scheint die Fa. die das Ausstallen erledigt ja auch ihre (recht engen?) Zeitvorgaben zu haben. Ob man da jedes Tier behutsam fangen, streicheln und in die Box setzen kann bezweifle ich mal. Die sind da natürlich auch gefrustet von dem Druck. Und wenn man dehnen mehr Zeit (das doppelte, dreifache, ...?) gibt, kostet das auch. Und ob nun dem Subunternehmer mehr gezahlt wird oder Qualitätseinbußen in Kauf genommen werden (für die der Subbi dann in Regress genommen wird), das ist wohl leider oft eine rein betriebswirtschaftliche Frage - kann ich mir vorstellen. Es sollte aber eine moralische Frage sein...

Klar macht sich bei gewissen Mitarbeitern auch irgendwann der Zeitdruck bemerkbar. Dann trennt sich aber die Spreu vom Weizen, was die Angestellten hinsichtlich ihrer Eigngung zum Job angeht. Wenn der ein oder andere meint die Tiere mit einer harten Gangart auf die Ladeflächen zu bringen, wird sich der Tierhalter das nicht lange angucken, weil das schlimmstenfalls eigene Qualitätseinbußen bewirken kann. Dementsprechend wird Druck auf den Viehhändler ausgeübt, der infolgedessen wiederum gezwungen ist zu handeln.

Long story short: Ungeignete Angestellte der Viehhändler werden sich ruppige Gangarten nicht lange ohne weiteres angucken, weil sich der Kunde sonst den nächsten sucht. Viehhändler gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.


Fleisch ist eindeutig viel zu billig. Schau dir doch mal die Dinger in den Discount Ketten an. Da schreit einen das 500g Stück Fleisch um 2-3€ an und du meinst es ist nicht günstig?

An welche Alternativen denkst du da? Reis? Getreide? Viel mehr kann es nicht sein, denn Fleisch steht schon jetzt am unteren Ende der Preisskala im Supermarkt. Sämtliche Produkte aus Soja, also Fleischersatzprodukte wie Tofu, sind teurer als Fleisch selbst. Und da läuft gewaltig was falsch!

So sieht's aus. Keine Ahnung, was man heutzutage z.B. für 'ne Pute kriegt, aber bei 'nem Mastschwein bleibt abzüglich sämtlicher Kosten fast nichts mehr über. Das kriegt man erst über die Masse wieder raus, und trotzdem muss man immer mal sinngemäße Nullrunden einplanen. Wenn Fleisch mal das kosten würde, was es eigentlich "wert" ist, würde es solche Aufstockungen der Tierzahlen gar nicht geben. Der Landwirt sieht halt auch zu auf Dauer rentabel wirtschaften zu können, so wie auch jeder andere (Groß)Betrieb.
 
Back
Top