Na die die auch die Kosten der Skandale (die durch Intransparenz hervorgerufen werden?) tragen. Am Ende immer der Verbaucher.
Zum einen werden die Skandale hochgepusht und stehen in keinem Verhältnis zu der Anzahl an Ställen, die sämtliche Auflagen erfüllen. Aber Statistiken dazu gibt es ja zufällig nicht. Zum anderen ist das Geschrei dann doch gerade von den Kritikern wieder groß, dass die wieder für sowas aufkommen sollen.
:zweifeln: Naja, da hab ich einfach ne andere Meinung - sicherlich auch dazu was "normal" ist. Aber so ist das halt manchmal...
Normal heißt für mich "was den zu erfüllenden Auflagen" entspricht. Dass die für einige nicht zufriedenstellend sind, ist mir mehr als bewusst. Zeigt mir aber auch, dass sich die Kritiker in der Regel noch nie damit auseinander setzen mussten - der eigenen Existenz wegen.
Wie im Fußball.
Könnte mir vorstellen TE ist auch von so manchen Journalisten genervt (und TS erst in der Vergangenheit). Trotzdem muss er Pressekonferenzen abhalten. Transparenz ist wichtig.
Klar ist es das. Aber auch alles eine Frage der Machbarkeit. Solche Dinge sind logistisch einfach nicht möglich bzw. werden die Großbetriebe aus aller Liebe nicht tragen, und auch der Verbraucher nicht.
Und hinsichtlich der Anspielung auf die Pressekonferenzen: Auch in der Landwirtschaft gibt es stellvertretende Organe, die sich den Fragen stellen müssen, so ist es ja nicht. Nur wie das der Landwirt selbst machen soll, der 365 Tage im Jahr arbeitet, musst du mir mal erklären. Whatever, auch ein Herr Eichin beantwortet abseits der offiziellen Konferenzen sicherlich nicht jede Frage. Vor allem wenn es ständig um "lästige" Fragen in der Dauerschleife geht für die man sich schon des öfteren rechtfertigen musste.
Also bitte. Das eine Unrecht rechtfertigt doch nicht das Andere. Nur weil die in China Hungerlöhne zahlen soll das hier auch ok sein?
Davon spreche ich nicht, sollte nur ein Extrembeispiel aus 'ner anderen Industrie sein. Und in der gibt es infolge der bewussten Missstände ja auch keine erhöhte Transparenz.
Glaube ich gar nicht. In der Stellungnahme von Wiesenhof, die hier gepostet wurde steht es so ähnlich wie du geschrieben hast, also denke ich mal es ist eben NICHT so wie ich angenomen hab... Naja, wer weiß?
Die Schlachthöfe sind - wie Wiesenhof selbst - ein Teil der AG unter Paul-Heinz Wesjohann. Die gesamte Fleischproduktion läuft also innerhalb dieser Gruppe ab. Als Fertigprodukte wird das Fleisch dann erst an den Lebensmitteleinzelhandel, der diese dann auf die Supermärkte & Discounter verteilt.
Ja die und der Konsument - der es ja so will
Als ich letztens mal Grillfleisch gekauft habe (für Gäste ich selbst esse keins) Gab es nur die Supermarkt-Billigmarke, Wiesenhof und eine Alternative - die fast das Dreifache gekostet hat. Die Auswahlmöglichkeiten sagen alles. Und ich hab's fast nicht gefunden, weil es nur ein ganz kleiner Teil im Regal war.
Das gehört in den Bereich der Supermarktpolitik und Verträgen hinter den Fassaden. Da kann ich nichts zu sagen. Für mehr Auswahl geht man halt in der Regel zum Fleischer, wenn es einem die Qualität wert ist mehr zu bezahlen.
Kann schon sein. Aber daneben scheint die Fa. die das Ausstallen erledigt ja auch ihre (recht engen?) Zeitvorgaben zu haben. Ob man da jedes Tier behutsam fangen, streicheln und in die Box setzen kann bezweifle ich mal. Die sind da natürlich auch gefrustet von dem Druck. Und wenn man dehnen mehr Zeit (das doppelte, dreifache, ...?) gibt, kostet das auch. Und ob nun dem Subunternehmer mehr gezahlt wird oder Qualitätseinbußen in Kauf genommen werden (für die der Subbi dann in Regress genommen wird), das ist wohl leider oft eine rein betriebswirtschaftliche Frage - kann ich mir vorstellen. Es sollte aber eine moralische Frage sein...
Klar macht sich bei gewissen Mitarbeitern auch irgendwann der Zeitdruck bemerkbar. Dann trennt sich aber die Spreu vom Weizen, was die Angestellten hinsichtlich ihrer Eigngung zum Job angeht. Wenn der ein oder andere meint die Tiere mit einer harten Gangart auf die Ladeflächen zu bringen, wird sich der Tierhalter das nicht lange angucken, weil das schlimmstenfalls eigene Qualitätseinbußen bewirken kann. Dementsprechend wird Druck auf den Viehhändler ausgeübt, der infolgedessen wiederum gezwungen ist zu handeln.
Long story short: Ungeignete Angestellte der Viehhändler werden sich ruppige Gangarten nicht lange ohne weiteres angucken, weil sich der Kunde sonst den nächsten sucht. Viehhändler gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.
Fleisch ist eindeutig viel zu billig. Schau dir doch mal die Dinger in den Discount Ketten an. Da schreit einen das 500g Stück Fleisch um 2-3 an und du meinst es ist nicht günstig?
An welche Alternativen denkst du da? Reis? Getreide? Viel mehr kann es nicht sein, denn Fleisch steht schon jetzt am unteren Ende der Preisskala im Supermarkt. Sämtliche Produkte aus Soja, also Fleischersatzprodukte wie Tofu, sind teurer als Fleisch selbst. Und da läuft gewaltig was falsch!
So sieht's aus. Keine Ahnung, was man heutzutage z.B. für 'ne Pute kriegt, aber bei 'nem Mastschwein bleibt abzüglich sämtlicher Kosten fast nichts mehr über. Das kriegt man erst über die Masse wieder raus, und trotzdem muss man immer mal sinngemäße Nullrunden einplanen. Wenn Fleisch mal das kosten würde, was es eigentlich "wert" ist, würde es solche Aufstockungen der Tierzahlen gar nicht geben. Der Landwirt sieht halt auch zu auf Dauer rentabel wirtschaften zu können, so wie auch jeder andere (Groß)Betrieb.