Nach Lobbies für Gegner der Massentierhaltung muss man ja auch hier nicht lange suchen, ach was fein...
ich bin weder Peta-, Greenpeace- oder sonst-ein-Aktivist, aber ihr könnt Kritik an diesem bekloppten System nicht immer als "Tierschutz-Propaganda" abtun...
Kritik an diesem bekloppten System? Was ist daran denn bekloppt
Offensichtlich seid IHR irgendeiner Propaganda erlegen, dass ihr so gar nicht drüber nachdenkt, was ihr da seht! Was gibt es da großartig kritisch zu hinterfragen? Es wird nicht gesagt, dass das überall so ist, aber die Tatsache, dass es immer wieder dokumentiert werden kann, zeigt, dass es immer wieder vorkommt.
Nö, keiner Propaganda erlegen. Im Gegensatz zu vielen anderen kenn mich mit der Branche halt nur aus. Warum kritisch hinterfragen? Schonmal dran gedacht, dass jede Reportage auch einem bestimmten Zweck dient? Und im Falle der Massentierhaltung haben sich die Medien schon länger drauf eingeschossen, bringen bis heute gute Quoten. Wie alt die Bilder sind, wo aufgenommen etc. interessieren da doch den ahnungslosen Konsumenten nicht. Und dass es überall so ist, wird leider oft genug impliziert. Dafür brauchste dir nur mal die Videos der lieben PETA angucken.
Das gezeigte ist keine Propaganda... das ist Realität. wenn es Propaganda wäre, wer profitierte dann davon? Die Tiere? Die mächtige Tofu-Industrie? Ein gigantischer Verband von Freilandputenhaltern, die im untergrund agieren? Die ARD, weil sie abends um 21:45 Uhr riesen Einschaltquoten mit solchen Beiträgen erzielt und damit Werbeeinnahmen generiert oder einfach nur verpflichtet ist Sendezeiten mit Aufdeckungsjournalismus zu füllen?
Kann ich auch nur sagen: Süß!
Wer davon profitiert? Der Sender/das Magazin, weil es Quoten bringt. Die Gegner der Massentierhaltung, weil es den Tierhaltern immer mehr Gegenwind bringt. Aufdeckungsjournalismus, haha, der ist auch nicht schlecht. Hinsichtlich dessen sind die gerne mal ins Oldenburger Münsterland eingeladen, um sich einige Ställe nach heutigem Standard anzugucken. Aber achja, die will ja keiner sehen, süß!
Leider kommt immer das Totschlagargument von wegen: Wieviele Ställe hasst du denn schon gesehen? Als ob man sich die legal ansehen dürfte. Wenn es da halbwegs Transparenz geben würde, bräuchte da auch keiner einbrechen. Aber das sind ja alles Einzelfälle...
Wieviel vorbildliche Ställe mit glücklichen Hühnern habt ihr Befürworter denn schon gesehen?
Totschlagargument? Das einzige worauf man noch bauen kann, wenn sich jeder Moralapostel zum Experten aufspielt und die Bilder als Realität und Ist-Zustand in den Ställen abstempelt. Und hinsichtlich der von dir geforderten Transparenz: Wer hat da heutzutage denn noch Lust zu, die Experten brechen doch nicht erst seit gestern in die Ställe ein. Dazu die ewige Hetze gegen die Tierhalter, irgendwann haste da keinen Bock mehr drauf. Das haben sich die Pseudo-Tierschützer selbst verbockt
Edit:
PS @ap3x: der Schlachthof ist Lohnfertiger. Er bekommt Geld für seine Verarbeitungsleistung, wird aber nicht Eigentümer der "Ware". Der drückt gar nichts. Dem ist die "Qualität" sch*** egal.
Dem Konsumenten ja auch...
Und wer ist Eigentümer der Ware, der Supermarkt?
In dem Moment der Warenverarbeitung ist der Schlachthof Empfänger und neuer Eigentümer der Ware. Und dementsprechend muss sich der Tierhalter dem diktierten Preis beugen. Dass der in erster Linie durch die Ramschpreise in Supermarkt und von Leuten gemacht wird, die nicht mehr als 1,10 fürn Chickenburger ausgeben wollen, versteht sich doch von selbst. Qualität scheiß egal? Geflügel ist nicht so mein metier, aber dann erklär mir mal, wenn es u.a. wegen zu hoher Fett- oder Mageranfleischanteile bei Schweinen Abschläge gibt. Das wird bei Wiesenhof nicht groß anders sein. Je schlechter die Verfassung der Tiere, desto weniger bekommst du auch. Und so können selbst große Firmen wie Wiesenhof nicht rentabel wirtschaften.
Du wohnst auch in Wolkenkuckucksheim, oder? Das Einzige was Wiesenhof bei den Transfers bezahlt, sind die Putenschnitzel beim Geschäftsessen! Frei nach Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!"
Bist du bewölkt oder wat? Wenn du das nicht verstehst, lies am besten gar nichts mehr von mir. Für Leute wie dich schreib ich sicher nicht Sarcasm on/off
Was mich allerdings brennend interessiert: argumentieren diejenigen, die sich mehr oder weniger schützend vor Wiesenhof stellen, aus Überzeugung oder weil es der Werder-Sponsor ist? Bzw. würden sie auch so argumentieren, wenn der Schriftzug der Fleischfirma z.B. auf den Trikots des HSV zu sehen wäre?
Weil ich in der wirtschaftlich starken Kleinregion VEC/CLP im Oldenburger Münsterland aufgewachsen bin, das der Landwirtschaft viel verdankt. Dazu selber vom Hof komme und mich dementsprechend auskenne. Als Werdersponsor wären mir auch Sponsoren lieber, die nicht soviel Diskussionspotential haben, das kannste mir glauben.
Da schon der Bericht Report Mainz drin steht hier nun auch die Stellungnahme Wiesenhof.
http://www.wiesenhof-news.de/stellun...0-august-2013/
Wenn Ihr euch den Beitrag genau anschaut, sind die gezeigten Bilder zu 80% Bilder aus 2011. Aktuell 2013 wird immer wieder nur die gleiche Bildeinstellung gezeigt. Nur zum Nachdenken über sachliche Berichterstattung.
Unabhängig davon sind Tierschutzverletzungen zu ahnden!!
Danke für die Anmerkung. Aber viele interessiert das leider eh nicht. Habs schon lange aufgegeben mit Gegnern der Massentierhaltung zu diskutieren. Letzte Auseinandersetzung war noch nach Rachs Pseudo-Aufdeckung im Verbund mit der PETA
Ich stehe der Massentierhaltung eigentlich auch eher skeptisch gegenüber und habe es mir aus Qualitätsgründen angewöhnt, mein Fleisch beim Schlachter meines Vertrauens zu kaufen, aber solchen Berichten schenke ich keine große Glaubwürdigkeit. Das ist für mich eine ähnliche Stimmungsmache, wie sie auch von einem bekannten Boulevardblatt betrieben wird. Die illegalen Aktionen der Tierschutzorganisationen erzeugen bei mir ein größeres Stirnrunzeln als das Ergebnis, das uns mit fragwürdigen Mitteln aufgetischt wird.
Wie alt sind die Aufnahmen wirklich? Um welchen Mastbetrieb handelt es sich? Wer kann mit Sicherheit sagen, dass solche Mitschnitte nicht gefakt sind?
Unrühmliche Ausnahmen von der Regel wird es bei der riesigen Anzahl der Mastbetriebe sicherlich geben, denen unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden muss, aber ich würde dem Wahrheitsgehalt des ganzen bei einer Untersuchung von offizieller Seite mehr Glauben schenken.

so siehts aus!
Gerade für die letzten Jahre gilt: Seit das Herzblut immer mehr fehlt und Geld wichtiger wie Menschlichkeit geworden sind, geht es in der Tabelle immer weiter abwärts. Wiesenhof ist da für mich ein sehr anschauliches Beispiel und bedeutet für mich negative Energie, die mir auf den Magen schlägt - ich bin dadurch weniger FANatisch und auch wenn Werder noch meine Nummer 1 ist - meine Begeisterung ist geringer und dadurch ist auch die Begeisterung meines Umfeldes geringer.
Stimmt, Wiesenhof ist schuld an unserer Misere
Wie wärs mit VW? Ach ne, haben ja schon Wolfsburg im Boot und seit 2000 beachtlichen Erfolg
Wieso ist es so schwer zu akzeptieren, dass bei den Aktivisten und Investigativjournalisten ein gewisser Idealismus dahinter steckt und nicht - wie in der Fleischindustrie und leider oft auch viel zu sehr in der Politik - ein wirtschaftliches Interesse?!
Du nennst es Idealismus, ich Träumerei. Fakt ist, dass deren Bilderbuchwelt ohne Massentierhaltung so nicht funktioniert. Wäre eine riesige Säule der Nahrungsversorgung, die ohne jegliche Kompensation wegbrechen würde. Außerdem sind die ständigen Argumente gg. Massentierhaltung und dem leidenden Tier totaler Schwachsinn. Jeder der einen Stall nach heutigen Standards von innen kennst, müsste das wissen. Außerdem ist es im Interesse eines jeden normal wirtschaftenden Landwirts die schwarzen Schafe aus dem Spiel zu werfen. Denn denen ist es ja schließlich zu verdanken, dass solche Diskussionen wie diese hier überhaupt stattfinden.
Will ja gar nicht dementieren, dass bei Wiesenhof nicht alles tip top ist. Aber das ist ein komplexes Geflecht aus zig Ställen, Beschäftigten etc. Da muss viel über Vertrauen in die Mitarbeiter laufen. Da kann die Geschäftsführung da oben in vielen Fällen herzlich wenig dafür. Einige Missstände wurden in der Vergangenheit aufgezeigt und dann liegt es an denen diese zu beheben. Wenn dann aber wieder eine Reportage auftaucht, in der zu 80 % alte Bilder auftauchen, irritiert das einfach nur unnötig den Verbraucher und hetzt gegen den Tierhalter.
Und die illegalen Aktionen der Tierschutzorganisationen sind ja offensichtlich nötig, weil die Politik (gerade im Raum CLP/VEC, um den es geht) sehr landwirtschaftlich geprägt ist. Wenn du in soner Region als Politiker, ohne solche Berichte, einfach mal initiativ anschiebst, dass alles kontrolliert wird (unangemeldet!), biste schneller weg vom Fenster als du bis 3 zählen kannst. Von zuständigen Politikern, die oft auch Vorsitzender im Bauernverband und Aufsichtsrat bei entsprechenden Marktführern sind, bzw. in ihrem Wahlkreis davon profitieren, dass diese Betriebe angesiedelt sind, wirst du sowas nicht erwarten können, also sind die "illegalen" Aktionen nötig um auf die Missstände aufmerksam zu machen
Und woher ziehste deine Infos? Die Kontrollen sind strenger als sich manch einer von euch vorstellen mag. Dazu empfindliche Strafen, die man sich als Tierhalter bei den ständigen Preisschwankungen nicht leisten kann. Du kriegst schon welche an den Sack, wenn du n Lohnunternehmen mit der Abfuhr von Gülle beauftragst und die Fahrer bei den Touren nicht jedes Detail auf dem Lieferschein ausfüllen. Da brauchste mit Verstößen gegen die Tiere gar nicht erst anfangen...
Dazu die Auflagen, die du für den Neubau von gr. Ställen erfüllen musst, da werden sich die wenigsten ein Bild von machen können. Für den letzten Stall mussten wir zusätzlich einen offenen 500 m³ Löschteich daneben setzen, um im Brandfalle besser vorbereitet zu sein. Und das ist nur ein Punkt der ellenlangen Liste.
Bei mir in der Gegend wohnte auch 'n ziemlich fertiger "Landwirt", der Hühner gehalten hat. Die Haltung war unter aller Sau und der hat von uns umgehend 'ne Anzeige am Hals gehabt, Nachbar hin oder her. Der durfte seinen Laden dichtmachen und nie wieder im Leben Tiere halten. Und genau so muss das auch sein. Nur die Leute müssen langsam mal verstehen, dass der allgemeine Tierhalter für solche Leute nichts kann. Mehr als die dann anzeigen kann man auch nicht, und das hat in diesem Fall ja auch was gebracht.