Alles rund um Schule & Lehrer

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas matt
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Berufsschule TBZ Mitte, Bremen

Technologie 1
Technische Mathematik 1
Technische Kommunikation/Arbeitsplanung 1
Technische Informatik 1
Wahlpflichtkurs Kraft-Wärme-Kopplung 1
Politik 1

:applaus:
 
Sind Deutschlands Lehrer noch schlechter als die Schüler?

Nach PISA nun der nächste Bildungsschock: Lehramt lockt vor allem Verlegenheits-Studenten mit mittelmäßigem Abi.

Diese Erkenntnis bringt uns eine vom Bildungsökonom Prof. Ludger Wößmann durchgeführte und am Wochenende in der FAZ veröffentlichte Studie, in der erstmals die Abiturnoten von Lehrern mit denen anderer Hochschulabsolventen verglichen wurden. Das besorgniserregende Ergebnis: Lediglich die Gymnasiallehrer belegen Spitzenplätze. Bei den Grund-, Haupt- und Realschullehrern herrscht bestenfalls Durchschnitt.
Während im europäischen Ausland vielerorts strenge Zulassungsbeschränkungen für das Lehramtsstudium herrschen, gilt dieser Studienzweig hierzulande eher als letzte Ausweichmöglichkeit. Numerus Clausus in Bio nicht geschafft? Dann werde ich eben Bio-Lehrer. Mit einem Magister in Anglistik und Germanistik lässt sich kein Geld verdienen? Dann studiere ich halt Deutsch und Englisch auf Lehramt. Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich werden will? Naja, Lehrer werden doch immer gebraucht ...

Wie aber soll eine Lehrkraft, für die ihr Beruf nur zweite Wahl war, Schüler zum Lernen motivieren? Wer ein Fach nur halbherzig und aus Zweckmäßigkeit studiert hat, wird seinen Unterricht kaum ansprechend und mitreißend gestalten können.

Doch gerade jetzt, da die Klassen immer größer werden und ein Lehrer längst nicht mehr nur Stoff vermitteln, sondern zudem ein Dutzend verschiedene Kulturkreise verbinden, Konflikte schlichten und mitunter auch Eltern ersetzen muss, braucht es gut ausgebildetes, motiviertes, junges Personal an unseren Schulen.

Genau dieses lässt sich aber mit antiquierten Hierarchie-Strukturen, überfrachteten Lehrplänen und mittelmäßiger Bezahlung nicht locken. Mittlerweile ist zwischen den Bundesländern ein regelrechter Wettkampf um qualifiziertes Lehrpersonal entbrannt. Während Hessen und Baden-Württemberg den Lehrerberuf mit Plakatkampagnen attraktiver und sympathischer machen wollen, bietet Berlin jedem Pädagogen, der sich für die Hauptstadt entscheidet, einen netten Gehaltsbonus an.

Bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen den gewünschten Erfolg bringen oder ob sich letztendlich die reichsten Bundesländer die besten Lehrer unter sich aufteilen und die restlichen Schüler weiter vor PISA zittern müssen.

Quelle: zeitjung.de
 
Ich halte den Zusammenhang zwischen Abi Note und der Qualifikation für den späteren Beruf äußerst Fragwürdig. Die Ausbildung als Lehrer erfährt man immer noch an der Uni, und später dann im Referendariat.
 
eben.

sowie es auch keine guten oder schlechten lehrmethoden gibt. es gibt eben nur gute oder schlechte lehrer. und da spielt ne abinote keine rolle. sondern größtenteils das persönliche engagement.
von sollchen erhebungen halte ich wie von pisa, äußerst gar nichts.
 
ich kann dem ganzen zum großen teil zustimmen..
in meinem abi-jahrgang haben viele, die nicht wußten, was sie werden wollen, einfach mal ihre besten fächer auf lehramt studiert...und das waren eigentlich alles leute mit nem abischnitt unter 2,5...
das problem des studiums, zumindest in NRW, besteht dann darin, dass solche leute nicht früh genug merken (können), dass der lehrberuf nix für sie ist...fehlende bzw geringe praxisphasen sind der grund...

ich persönliche werde auch lehrer, befinde mich momentan im examensstress, aber ich habe diesen berufswunsch schon seit meinem ersten schuljahr...
ohne von mir behaupten zu wollen, dass ich mal ein "guter" lehrer werde, werde ich viel spaß an meinem job haben..und das ist doch schon mal ne gute voraussetzung...
man sagt ja häufig, dass man für diesen beruf "geboren sein muss"...irgendwie trifft das bei mir zu...

vor 15 jahren hat fast jeder BWL/VWL studiert, momentan halt lehramt..gute berufsaufsichten und die möglichkeit der verbeamtung sind halt einfach verlockend....

btw: mein abi war auch nicht pralle, nur um den artikel wieder aufzugreifen...;)


EDIT: schlechtes abi = schlechter lehrer will ich damit nicht bestätigen...
 
Also was die Qualität von Lehrern angeht - grade im meist verschuldetsten Landkreis Deutschlands (wo ich wohne :D) - ist es teilweise echt mies. Wir haben jetzt grade 3 frische Lehrer bekommen, die grade mit dem Studium fertig sind...zudem ist unser bester Physiklehrer in Wirklichkeit "Wissenschaftler" und kein Lehrer und unser "bester" Kunstlehrer kommt am Anfang der Stunde rein, gibt uns ne Aufgabe und kommt 20 min. vor Schluss wieder und will Ergebnisse sehen. Genau dieser Lehrer hat auch eine 30 cm dicke Beschwerdeakte - genau wie der Deutsch und Englisch Lehrer, der in einem Jahr in Englisch von 10 Units in Englisch 4 geschafft hat, weil er 30 min. der Stunde damit verbringt, den Schülern von Premiere und norwegischen Gummibärchen zu erzählen. Und? In den ersten 2 Monaten vielen bei uns über 30 Stunden aus - wir haben keine Lehrer - wir freuen uns über jede Lehrkraft, egal wie "gut" sie ist. (Nur so: wir sind ein Gymnasium (ich glaube das schlechteste Gymnasium Niedersachsens))


Aber was die Noten der Lehrer angeht hab ich keine Ahnung - auch wenn 40% unserer "Lehrer" keine Lehrer sind. Aber die Noten der Lehrer haben auf jeden fall nichts mit dem Unterricht zutun - zumindest nicht zwangsläufig. Wenn man einen Lateinlehrer eine Vokabel fragt, muss er die wissen. Oder wenn im Bio Unterricht nur das Buch durchgerattert wird - weil man da eig. keine Ahnung von hat bzw. gar nicht unterrichten kann. Aber es gibt durchaus gute Lehrer mit nicht soo guten Noten.
 
ich werd auch lehrer. hab nen abi von 2.8 aber bei mir stand auch schon länger vor dem abi fest, dass ich richtung lehramt gehen möchte.

teilweise sieht man den leuten in der vorlesung aber schon im gesicht an, dass sie das studieren, weil ihnen auf dem arbeitsamt nichts besseres geraten wurde :D
 
Nur so nebenbei:

Ich spiele auch mit dem Gedanken, Lehrer zu werden. Allerdings wär mir Grundschullehrer lieber. Aber ich habe vieles, was ich werden möchte.

- Journalist
- Mediengestalter
- Innenarchitekt
- Biochemiker (bzw. Lehrer für Bioligie)
- Wenn Lehrer wie gesagt für Bio und wenn dann glaube ich Kunst und evtl. Deutsch (auch wenn ich alles an alter Literatur hasse).
 
Lieblingsfächer Bio und Kunst sowie der Wunsch nach dem Grundschullehramt. Sonst noch feminine Adern an dir? :grinsen:
 
Nur so nebenbei:

Ich spiele auch mit dem Gedanken, Lehrer zu werden. Allerdings wär mir Grundschullehrer lieber. Aber ich habe vieles, was ich werden möchte.

- Journalist
- Mediengestalter
- Innenarchitekt
- Biochemiker (bzw. Lehrer für Bioligie)
- Wenn Lehrer wie gesagt für Bio und wenn dann glaube ich Kunst und evtl. Deutsch (auch wenn ich alles an alter Literatur hasse).

von den ersten dreien würd ich dir dringend abraten ... es sei denn es ist wirklich deine Berufung ... ansonsten siehts bei den dreien ziemlich schlecht aus Arbeitsmarkttechnisch :(

Btt:
Fällt mir aber auch auf ... die hälfte des Jahrgangs macht jetzt Lehramt, viele auch einfach weil ihnen nix besseres einfällt ... ob die dann auch gute Lehrer werden hat damit aber nur bedingt was zu tun
 
Zitat von Werder-Wü;263953:
Fällt mir aber auch auf ... die hälfte des Jahrgangs macht jetzt Lehramt, viele auch einfach weil ihnen nix besseres einfällt ... ob die dann auch gute Lehrer werden hat damit aber nur bedingt was zu tun

Sehe ich anders. Notlösungen oder Alternativen sind immer eine schlechte Voraussetzung, dabei bestätigen Ausnahmen die Regeln.

Diese Lehrer sind es dann irgendwann, die eine Verantwortung den Schülern gegenüber haben. Lehrer ist ein "Beruf mit Berufung".
 
Lehramt ist gut, wenn ihr das studieren wollt (kommt aber auch drauf an, welche Fächer). Die werden gebraucht, besonders Mathe und Naturwissenschaften sind gefragt. Was auch empfehlenswert ist, ist ein Ingeneursstudium, egal welcher Art. Die werden immer gesucht. Lasst bloß die Finger von BWL o.ä., das studieren nur die, die keine Eier in der Hose haben und sich nen lauen Lenz machen wollen.
 
Leider bekommen viele Referendare einen Praxisschock, weil sie das Fach studiert haben, aber plötzlich vor Schülern stehen, die absolut keinen Bock haben zu lernen, renitent sind, nicht erzogen sind, und und und.
Es genügt leider nicht, nur Bock auf ein bestimmtes Unterrichtsfach zu haben, man muss gut mit Menschen umgehen können und das auch wollen. Und man muss bereit sein, Erziehungsaufgaben zu übernehmen, da die von zu Hause aus leider oft nicht mehr geleistet werden.
Aber an alle, die Lehrer werden wollen - you are very welcome, denn es fehlt an allen Ecken und Enden ...... :applaus:
 
Zitat von [SVW]Andi;264009:
Lasst bloß die Finger von BWL o.ä., das studieren nur die, die keine Eier in der Hose haben und sich nen lauen Lenz machen wollen.

Ich habe es damals aus Interesse studiert und einen lauen Lenz hatte ich weder während des Studiums noch danach. Und ich werde da bestimmt nicht die rühmliche Ausnahme gewesen sein. Aber verallgemeinert hier ruhig weiter.;)
 
Ich habe es damals aus Interesse studiert und einen lauen Lenz hatte ich weder während des Studiums noch danach. Und ich werde da bestimmt nicht die rühmliche Ausnahme gewesen sein. Aber verallgemeinert hier ruhig weiter.;)

Ein paar Kollegen studieren das Fach an versch. Unis. Wenn ich sehe, was die da machen, kann ich nur den Kopf schütteln. Deren "Rechnungswesen" ist reine Schulmathematik. Daher u.a. mein Eindruck. Wollte dir nicht auf den Schlips treten ;)
 
Zitat von [SVW]Andi;264023:
Ein paar Kollegen studieren das Fach an versch. Unis. Wenn ich sehe, was die da machen, kann ich nur den Kopf schütteln. Deren "Rechnungswesen" ist reine Schulmathematik.

Man sollte aber nie eine ganze Gruppe von Menschen als faule Luschen abstempeln.;)

Zu Deinem Beispiel: Das bilanzielle Rechnungswesen ist mathematisch gesehen natürlich nicht sehr anspruchsvoll. Der Haken liegt in diesem speziellen Fach bei ganz anderen Dingen. BWL hat aber auch Fächer wie z.B. die Produktionswirtschaft, bei denen es - sofern Du den Schwierigkeitsgrad des Studiums an Mathematik bemisst - etwas komplexer wird.

Allerdings bedingen sich Mathematik und kaufmännisches Handeln bei den Grundrechenarten. Darüber hinaus sind in der BWL noch ganz andere Dinge gefragt, die auch vom Talent der jeweiligen Person abhängen. Es mag jeder BWL studieren, aber es wird nicht jeder automatisch ein guter Kaufmann, nur weil er rechnen kann.
 
Back
Top