Wenn überhaupt. In sämtlichen Naturwissenschaftlichen Fächern, in Musik und in Religion wurden für unseren Jahrgang nicht einmal Bücher gekauft. Für dieses Zwischenjahr bräuchten wir de Facto die Bücher der Klasse 11. Doch die Elftklässer brauchen diese Bücher ja schon selbst. Und für ein einziges Jahr eine doppelte Version der Bücher zu kaufen, lohnt sich nicht. Da ich im Schulvorstand unserer Schule habe ich auch mitbekommen, was das Kultusministerium für Maßnahmen unternommen hat, um unseren Jahrgang an das Wissen der Klasse 11 anzugleichen. Anscheinend ist die Regierung ebenfalls völlig planlos was sie machen soll, und verabschiedet einen Aktionsplan, der allerdings nur marginär helfen wird und überraschender Weise kurz vor der Landtagswahl 2008 erstmals angesprochen wurde: Es wurden für unsere, vergleichsweise recht große Schule, Fördergelder von 9.500 Euro überwiesen um Förderunterricht zu finanzieren, der allerdings nur unregelmäßig auch tatsächlich gegeben wird. Desweiteren sollte es eine Klassengröße von höchstens 27 Schülern geben, was allerdings falsch ist. Denn der Plan beschrieb nur die statistische Durchschnittsgröße der 9. Klassen. Tatsächlich liegt die Höchstgrenze weiterhin bei 32 Schülern. Damit wurde schlichtweg das Versprechen Heister-Neumanns, das sie nach massiven Forderungen der Eltern- und Schülervertreter gab, gebrochen. Ansonsten war das einzige wirkliche Versprechen, dass es im entsprechenden Jahr keine Schulinspektion gäbe, was den Schulträger entlaste, aber uns Schüler auch nicht weiterbringt. Aber auch die Lehrer wissen nicht, wie sie in gleich viel Zeit doppelt so viele Abiturarbeiten kontrollieren sollen. Und nach der Schule wird es einen massiven Mangel an Studiumplätzen geben. Gott sei Dank machen wir zumindest nicht auch noch gleichzeitig mit dem ersten G8-Jahrgang von Nordrhein-Westfalen unseren Abschluss ...