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Rantanplan2.0
Guest
"Vorgestern" noch leidenschaftlicher Verfechter, "gestern" dann mit leichten Einschränkungen und immer begleitend mit
Anfeindungen statt Akzeptanz einer anderen Denke und "heute"??? heute ist alles anders, heute fordern wir auch den Kopf!![]()
Ich beziehe diesen Absatz jetzt, frecherweise, einfach mal auf mich. Und ich will es dir, in einem sachlichen Ton, auch erklären... auch wenn ich das in diesem Thread schon getan habe. Darüber hinaus fordere ich keinen Kopf, solche marterialischen Metaphern mag ich nicht

Nach den Partien gegen Hertha, Schalke, Wolfsburg und Freiburg gab es meiner Meinung nach auf dem Platz einen, aus der Defensive heraus kontrollierten Fussball, der zwar nichts mit tollem Rasenschach oder attaktiven Angriffsfussball zu tun hatte, aber der kontrolliert war, mit klaren Strukturen die auch in offensiven Aktionen mit Chancen gemündet haben. Es wurde einiges noch falsch, aber einiges auch richtig gemacht. Deswegen war ich nach Freiburg immer noch der Meinung, dass nicht viel fehlt. Dass man den "Bock leicht umstoßen" könnte, das vieles am Kopf der Spieler hängt, vor allem in der Offensive. Es fehlte mMn das Erfolgserlebnis, der Torerfolg und ich verglich die Situation mit der nach BMG in der RR. Zu dieser Meinung stehe ich zu diesem Zeitpunkt nach wie vor.
Ich hatte auch gesagt, dass ich den Trainer nicht zur Diskussion stellen würde, solange die Vorgaben auf dem Platz entsprechend erfüllt wurden, und das wurden sie mMn. Nur leider ohne den Torerfolg. Und dass der Trainer so lange bleiben sollte, wie die Mannschaft ihm folgt, und dass man auf dem Platz noch ein gutes Stück von dem spielerischen (Dutt-Ende) oder defensiven (Skripnik-Ende) Offenbarungseid entfernt war.
Das Hamburgspiel war dagegen dann ersteres, weshalb ich die Zweifel klar kommuniziert habe, Das BMG-Spiel auch defensiv letzteres, was die Zweifel nun bestärkt. Die Mannschaft hat zweimal nicht nur ohne Fortune, sondern auch ohne Herzblut und Überzeugung gespielt, zweimal jegliche Struktur vermissen lassen und die guten Dinge nicht mehr gezeigt, die schlechten dagegen umso mehr. Das bedeutet für mich persönlich, dass ich Nouri immer weniger zutraue das Ruder herumzureißen, weil man sich im Vergleich zu Freiburg von der Grenze zum Positiven wieder viel weiter entfernt hat. Und das ein abgefälschter Schuss zum 1:0 eben nicht mehr den Bock umstoßen kann, weil man sich drei Mauern um den Bock gebaut hat.
Wenn ich nur die nackten Ergebnisse betrachtete hätte, dann wäre ich auch viel früher mit Nouri unzufrieden gewesen. Ich hab aber die Spiele an sich geschaut, und deswegen war mein Empfinden in den Spielen so, wie ich sie dir jetzt beschrieben habe. Und momentan ist mein Empfinden, dass die Mannschaft nicht nur durch den negativen Strudel und fehlendes Selbstvertrauen soweit von einer Besserung entfernt hat, sondern auch vom Trainer entfernt hat. Und deswegen würde ich eine Trennung favorisieren, was ich unterm Strich schade finde.
ich hatte mal die Metapher eines Hauses benutzt. Jedesmal, wenn der Trainer entlassen wird, weil das Haus schwankt, reißt man das Haus ab und fängt beim Fundament wieder an. Bei Nouri hab ich, aufgrund der guten strukturierten Defensive endlich ein gutes Fundament gesehen. Und deswegen finde ich es schade, denn jetzt kommt der Winter und die langsam aufgebauten Mauern hat man sich gegen Hamburg eingerissen, heute hat man dann auch noch das Fundament aufgeweicht. Jetzt braucht man kurzfristige Besserung, notfalls eine Blockhütte, um im Winter nicht zu erfrieren.


