Alexander Nouri

Naja...
dann wäre man wahrscheinlich zu schnell abgebrannt.

Letztlich sollte man einfach professionell die spiele angehen. Und in so Spitzenspielen wie in einem Derby darf dann gerne das berühmte Prozent in top drauf gelegt werden.

Mit professionell ist gemeint, dass man sich über 90 Spielminuten plus extrazeit einfach 100% konzentrieren muss. Wach sein, aufmerksam und fokussiert.
Im Derby kommt dann auf Grund der emotionalität noch ganz automatisch mehr Aggressivität rein. Hoffentlich im positiven Sinne mit Biss, Kampfgeist und Siegeswille.

Diese Tugenden sollte man jedes Spiel im Blick haben.
Das Problem ist nur, dass das im Vorfeld immer schon alles relativiert wird und schon im Vorfeld Ausreden für Misserfolg geschaffen werden, so dass die genannten Tugenden sicherlich nicht bei 100% liegen in den Spielen gegen zB Bayern.

Ich hab immer den Eindruck, dass man da im Vorfeld aufgibt und sich bei den "kleinen" auf der sicheren Seite fühlt.da liegt der Fehler mMn.

ist sicher viel Wahres dran,
nur geh ich bei einem Mannschaftssport dieser Gehaltsklasse davon aus, dass die Basics erfüllt werden,

auf welcher Seite, das Tor fällt, diese wichtigen Momente, wo Kleinigkeiten entscheiden,
wir brauchen eine geschlossene Power, eine Einheit, die sicher verteidigt,
aber auch einen sicheren Ablauf in die Spitze und wieder gefährlichere Standards.
:schal:
 
l..... Ein öffentliches Anzählen hat für mich 0,0 Vorteile auf allen Ebenen sondern ausschließlich Nachteile.

Deswegen habe ich ja auch vom Mittelweg gesprochen.....der aber auch nicht gewählt wird. Stattdessen ein "keine Gedanken über den Trainer"...während es intern so läuft, wie von Dir vermutet. Welchen Erfolg hat das? Verärgerte Fans infolge intransparanter Kommunikation. Und intern verkrampft Nouri, weil er weiß, dass die Uhr tickt. An diesem Punkt scheiden sich wohl die Geister.
Ich bin gespannt, ob Nouri den Bock umstößt. Wünschen würde ich es ihm....trotz seiner leicht narzistischen Ader.
 
Was würdest du sagen wenn du so deinem Job nachgehst, an nichts böses denkst, morgens die Zeitung aufschlägst und dann einen Artikel liest in dem dein Chef dich anzählt? Würde dich das motivieren? Umgekehrt, was würdest du sagen, wenn dein Chef dich in dein Büro zitiert, dir stundenlang die Leviten liest das die Wände wackeln, und dann schlägst du morgens die Zeitung und liest, "wir sprechen die Themen intern an"? Was ich hier immer wieder lese, und das ist aus Sicht eines Fans ja auch ok, ist das Bedürfnis SELBER mal zu hören was denn da intern angesprochen wird. Mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Die Daily Soap zu bedienen. Ändert zwar intern rein gar nichts, beruhig aber das Fan-Gemüt weil endlich mal Tacheles gesprochen wurde ;)

Es geht eindeutig um den Leistungsanspruch, der mir zu wenig deutlich gemacht wird. Nicht darum Gute Zeiten, schlechte Zeiten nachzuspielen. Nach einer Niederlage, AUCH gegen München, erwarte ich vom Trainer das er Wiedergutmachung fordert und zwar unmittelbar. Ich will wütende Gesichter sehen und mitunter auch Maßnahmen. Spieler, die nicht alles geben sofort auf die Bank. Das geht auch bei uns. Ich erwarte ferner von Baumi, daß er in Summe stärker den Leistungsgedanken im Verein implementiert. Er muß klar machen, das Niederlagen immer schlecht sind. Und jetzt kommt der Witz an der Sache, er braucht dann gar nix mehr explizit zum Trainer zu sagen, weil jeder weiß wie die Ansprüche sind.

Und jetzt mal intern/extern Gelaber. Wenn ich 20 Jähriger Millionär wäre würde mich interner Druck nur peripher interessieren. Ich sage es nochmal, im Profifussball herrscht eine Asynchronität in Punkto Machtverteilung. Dort haben nämlich die Arbeitnehmer extrem grosse Stellhebel. Da muß man flächendeckend den Spannungsbogen bzw. die Motivation hochhalten und vor allem auch öffentlich seine Ansprüche klarmachen. Bei Werder hat doch nun der letzte Spieler schon geschnallt, daß man munter verlieren kann, man aber allerhöchstens intern ein bißchen DuDuDu abkriegt und am Ende wenns eng wird man zusammen mit den Fans den entscheidenen Sieg holt.

Am Anfang hatte Nouri Feuer ist da rum getanzt wie ein Irrer und jetzt ist er selbst ein grünweisser Phlegmatiker. Sorry aber in Bremen führt alles früher oder später in Richtung Kaffeekränzchen. Alle wollen zurück in die sorgenfreien Zeiten unter Otto und Thomas. Nichts sagen müssen, alles läuft von alleine und alle können sich jeden Tag gegenseitig auf die Schulter klopfen. Diese Comfort-Zone will jeder, aber sie funktioniert in der Regel im Fussball äußerst selten.
 
Deswegen habe ich ja auch vom Mittelweg gesprochen.....


Du widersprichst dir schon wieder.

Ich an Baumanns Stelle hätte Nouri jetzt, vor dem nächsten Spiel angezählt (ich gehe davon aus, dass Nouri so normal tickt, dass er ohnehin weiß, dass er liefern muss). Sowohl intern wie extern.


Verärgerte Fans infolge intransparanter Kommunikation.

Das ist wohl eher ein Problem von den verärgerten Fans, die immer noch nicht geblickt haben, dass öffentliche Statements darauf ausgelegt sind, dem Verein und der Mannschaft Gutes zu tun bzw nicht zu schafen, statt die Wahrheit oder Transparenz widerzuspiegeln.

Und intern verkrampft Nouri, weil er weiß, dass die Uhr tickt.

Das wird sich nicht vermeiden lassen. Besser, als wenn man durch ein, von dir bevorzugtes, öffentliches Anzählen die Mannschaft ebenso verkrampfen lässt und den Medien noch mehr Fackeln und Mistgabeln in die Hand drückt, als sie sowieso schon hat.


Kennst du ihn privat, oder wie kommt man auf sowas? :denk:
 
Am Anfang hatte Nouri Feuer ist da rum getanzt wie ein Irrer und jetzt ist er selbst ein grünweisser Phlegmatiker.

Das allerdings ist ein wunderschön bezeichnender Satz. Nicht weil er von dir kommt sondern generell für wol und worum. Als er wie ein Irrer an der Linie rumgetanzt ist fanden das viele aufgesetzt, zu emotional, irgendwie nicht ok. Jetzt ein grün-weißer Phlegmatiker, auch nicht ok. Same procedure bei Skripnik, seine Sprache und sein Habitus waren cool, es wurden sogar Lieder über ihn getextet. Dann ging es irgendwie bergab, schon war das Problem seine Sprache, sein Kaugummi, sein Habitus. Es ist genau das was du sagst, Gute Zeiten Schlechte Zeiten. Und wir verlangen Input. Öffentlich. Für uns, nicht die Spieler denn die Show Bundesliga findet nur 90 Minuten auf dem Platz statt, der größte Teil läuft außerhalb. Und dem 20-Jährigen Millionär geht es glaube ich kreuzweise am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) vorbei ob in der Syker Kreiszeitung Kritik vom Trainer steht. Wenn er auf der Tribüne sitzt, das kapiert er schon eher denn genau wie du sagst, es gibt da eine Asynchronität in der Machtverteilung aber die kann der Trainer ja durchaus zurechtrücken. Der Manager aber eher weniger.
 
Es geht eindeutig um den Leistungsanspruch, der mir zu wenig deutlich gemacht wird.

Ein altbekanntes Problem hier. Nach 7 (saisonübergreifend 10) Punktspielen ohne Sieg wird hier - überspitzt formuliert - Händchen gehalten und ein Herbsttänzchen um den Baum mit seinen symbolisch fallenden Blättern getanzt. Der Baum soll beleibe nicht brennen, aber es bricht sich auch keiner der Verantwortlichen einen Zacken aus der Krone, wenn er die Mannschaft öffentlich in die Pflicht nimmt.
 
Und dem 20-Jährigen Millionär geht es glaube ich kreuzweise am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) vorbei ob in der Syker Kreiszeitung Kritik vom Trainer steht. Wenn er auf der Tribüne sitzt, das kapiert er schon eher denn genau wie du sagst, es gibt da eine Asynchronität in der Machtverteilung aber die kann der Trainer ja durchaus zurechtrücken. Der Manager aber eher weniger.
Warum nicht? Auch ein in der Hierarchie nächst höherer Vorgesetzer kann Mitarbeiter bis Mißfallen deren Leistungen maßregeln.
 
Ein altbekanntes Problem hier. Nach 7 (saisonübergreifend 10) Punktspielen ohne Sieg wird hier - überspitzt formuliert - Händchen gehalten und ein Herbsttänzchen um den Baum mit seinen symbolisch fallenden Blättern getanzt.

Hübsches Bild. Ein Waldbrand wie es beim HSV in Krisensituationen Usus ist, scheint da wohl erstrebenswerter zu sein. Und der jeweilige Erfolg spricht für sich, bei solchen Flächenbränden ;)

wenn er die Mannschaft öffentlich in die Pflicht nimmt.

Die Mannschaft wird vor jedem Spiel in die Pflicht genommen. Oder gibt es eine Quelle zu einer Aussage von Nouri/Baumann, dass es nicht so schlimm ist, wenn man das nächste Spiel verliert.
 
Warum nicht? Auch ein in der Hierarchie nächst höherer Vorgesetzer kann Mitarbeiter bis Mißfallen deren Leistungen maßregeln.

Kann schon, aber der normale Dienstweg ist es, daß der direkte Vorgesetzte disziplinarische Maßnahmen durchsetzt. Würde mich mein Direktor an der Abteilungsleitung vorbei vor die Tür setzen, müsste ich schon einiges veranstaltet haben. Und die übergangene Abteilungsleitung ebenso.
 
Ein altbekanntes Problem hier. Nach 7 (saisonübergreifend 10) Punktspielen ohne Sieg wird hier - überspitzt formuliert - Händchen gehalten und ein Herbsttänzchen um den Baum mit seinen symbolisch fallenden Blättern getanzt. Der Baum soll beleibe nicht brennen, aber es bricht sich auch keiner der Verantwortlichen einen Zacken aus der Krone, wenn er die Mannschaft öffentlich in die Pflicht nimmt.

Während ich dein psychodelisches Bild so vor mir auflodern lasse,
frage ich, mich, was will der?
Bremen, die Verantwortlichen sollen brennen, sich einen Zacken aus der Krone brechen, um die Mannschaft öffentlich in die Pflicht zu nehmen und das von einem, dessen Logo ein sinkendes Schiff ist.
ja gut,
öffentlich heißt wohl über Bild Zeitung,
da soll nun stehen: Baumann will, dass die Mannschaft in die Pflicht genommen wird,
die Pflicht zu gewinnen, genaue Pflichterfüllung,
da bin auch dafür
:schal:
 
@Rantanplan2.0: Und wieder versuchst Du, Haare zu spalten und vom eigentlichen Kern abzulenken. Wie ein Werder-Pressesprecher.....und dann wunderst Du Dich, dass Dich manche in die grün-weiße Ecke einordnen......lch widerspreche mir nicht, ich sage, dass ich anders kommunizieren würde. Direkt. Wenn man das nicht so machen würde, könnte man den Mittelweg wählen. Könnte. Aber bei Werder wird der dritte Weg gewählt....und der ist in meinen Augen der schlechteste.
Wenn ich Sportdirektor oder Trainer wäre, würde ich dran arbeiten, im Training die aktuell geforderten Fertigkeiten weiterzuentwickeln (aktuell: Präzision). Und als Kommunikationsmensch würde ich dran arbeiten, zu vermelden, dass das Training angepasst wird. Sonst schreiben die Zeitungen, was sie wollen. Das ist kontraproduktiv, wenn man die Fans mitnehmen will. Wie der Syker sagt: Die Fans in Bremen sind megawichtig. Man sollte sie nicht verlieren. Damit das nicht passiert, muss man als Verein schon erkennen, was Phase ist. Baumann macht nicht den Eindruck, normal geerdet zu sein. Sonst hätte es solche Eskapaden mit Skripnik und den abqualifizierenden Bemerkung von Problemen außerhalb des Vereins nicht gegeben.
Ich hoffe echt, dass Nouri sich nicht der Werder-Trägheit anpasst. Tut er das, ist er vor Weihnachten raus.
 
@Maternus
Und wieder versuchst du mit persönlichen Angriffen gegen mich (im vorherigen Beitrag habe ich sie noch wohl wissentlich ignoriert) irgendwie abzulenken, dass du dir widersprichst.

Zuerst sagst du, du würdest öffentlich den Trainer unter Druck setzen, woraufhin ich dir die jeweiligen Nachteile nenne. Als Reaktion erwähnst du den Mittelweg... ja was denn nun.

Gleichzeitig nennst du Nouri "narzistisch"... ich finde dass man sowas beurteilen kann, wenn man einen Menschen persönlich kennt. Ansonsten ist das eine Unterstellung, die auf keiner Basis fußt. Sowas mag ich persönlich nicht, musste es aber von dir ja leider auch schon erleben ("scheint so").

Ich spalte keine Haare, ich reagiere auf deine Beiträge und versuche dir meinen Standpunkt zu erklären, bzw den Grund zu erklären, warum der Verein (wie übrigens fast alle Vereine in der Liga, ausser vllt Bayern (die können es sich leisten) und der HSV (die sind doof genug dazu)) eben versuchen, öffentlich mit Ruhe zu reagieren, statt Trainer und Mannschaft zu kritisieren oder öffentliche Ultimatas aufstellen. Und ich versuche zu erklären, warum man klar abgrenzen sollte, was öffentlich gesagt wird und intern kritisiert wird.

Dazu erwähne ich, dass die Mannschaft oft genug in die Pflicht genommen wird, da vor jedem Spiel von den Verantwortlichen erwähnt wird, das Punkte hermüssen. Deswegen bin ich der Meinung, das eben der von dir propagierte Mittelweg an Kommunikation längst gewählt wird. Mittelweg aus Ruhe "Der Trainer sitzt sicher" und zarten Druck "es müssen Punkte her", denn genau das sind die Statements. Es hat noch kein Statement gegeben, was den deinigen (und anderer) Vorwurf wirklich standhalten würde, dass ein Verantwortlicher gesagt hat, dass es wurscht ist ob wir gewinnen oder nicht. Das ist eben nicht wahr.

Ich denke, der Vorwurf kommt daher, dass dir und anderen der gewählte Mittelweg (obwohl von dir propagiert) eben nicht "hart" und "populistisch" genug ist. Es sollen die Fetzen fliegen. Es sollen Trainer angezählt und kritisiert werden, es sollen Spieler an den Pranger gestellt werden. Erstens ist die eigene Gier nach Kritik, die man sowieso im Überfluß hat und hier kundtut, befriedigt, und zweitens könnte man für das falsche Vorgehen einer solchen Politik auch den Urheber, in dem Fall die GF ebenfalls wieder kritisieren, sogar zurecht.

Das ist meine Vermutung. Der Vorwurf, das hier alles zu ruhig, händehaltend und ohne jeden Druck hingenommen wird, ist einfach falsch und an den Haaren herbei gezogen und fußt aus der eigenen Unzufriedenheit über die gezeigte Leistung. Wie man es macht, macht man es verkehrt. :)
 
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