Vor allem zeigen solche Spiele wie dieses heute, dass Fußball immer noch jede Menge Kopfsache ist. Vielleicht waren in den vergangenen Wochen zu viele "quasi-Selbstläufer" drin. Jedenfalls hatte Werder in der ersten Halbzeit kaum einen zweiten Ball, die Raumaufteilung stimmte nicht. Delaney ungewohnt langsam im Kopf und oft den Schritt zu spät, obwohl genau das Eigenschaften sind, die ansonsten zu seinen großen Stärken zählen. Denke aber, er hat noch mit der zweiten Verletzung innerhalb von drei Monaten zu kämpfen, wirkt deshalb mental nicht auf der Höhe. Plus Junzovic und Grillitsch davor, die wenig nach hinten arbeiten, und dahinter Sane, der öfter mal zu spät und verkehrt zum Ball steht, weil an diesem Tag zu unkonzentriert. So gibts Du das Zentrum preis und schenkst gegen spielerisch eigentlich schwache Kölner die Punkte ab. Was Werder die letzten Wochen auszeichnete, fit im Kopf und in den entscheidenden Momenten zur Stelle zu sein, hat heute abgesehen von den Toren 60 Minuten lang gefehlt. Parallel dazu war Köln hochfokussiert, taktisch gut eingestellt, hat mit enormen Laufaufwand Werders Spiel zerstört und Kruse lange Zeit entscheidend eingeengt. Das kostet natürlich Kraft, was in der letzten halben Stunde zu sehen war. Aber wenn Du dann führst, geht der Plan auf und Du hast am Ende das nötige Glück.Schaaf raus! Nee, ernsthaft: Nouri wird daraus lernen, aber das sind genau die Chaosspiele, die ich seit TS nicht mehr sehen will und die "den neutralen Fan" immer so freuen. Serie gerissen- so what. Nächste Woche besser machen und Theo und Robert nicht mehr die Seiten tauschen lassen. Wenn gegen Hopp irgendwas gehen soll, brauchen wir unglaubliche taktische Disziplin über 95 Minuten.
Dieses Spiel hat Werder heute im Kopf verloren, ich sehe da auch keine Zusammenhänge zur Vergangenheit oder irgendwelchen Legenden. Irgendwann endet die Serie. Schlussendlich ist so eine Niederlage nicht tragisch, auch wenn Köln dadurch vorbeiziehen konnte. Ich bin da voll bei Dir. Das Entscheidende ist der Lerneffekt daraus. Wir dürfen gespannt sein.



