Ich sprach auch davon, welche Rolle Ignjovski bei Dutt bis vor kurzem gespielt hat. Und um diesbezüglich zu einem Fazit zu gelangen, genügt doch ein einfacher Blick auf die Statistik(en), denn wäre Dutt mit Ignjovski nur ansatzweise zufrieden gewesen, hätte er auch anstelle von Fritz, vor allem aber anstelle von Gebre Selassie während des Fritz' Ausfalls, gespielt. Falls nicht, sind wir auf der Trainerposition definitiv falsch besetzt.
Natürlich ist Ignjovski ein flexibler Spieler und variabel einsetzbar, allerdings halte ich von diesen Spielertypen bekanntlich wenig. Werders Ziel sollte es sein, den Kader auf den relevantesten Positionen mit je zwei Spielern zu besetzen und nicht auf Allrounder wie Ignjovski angewiesen zu sein. Denn diese Allrounder können zwar viele Lücken füllen, ihnen gelingt es aber in der Regel nicht, sich auf einer Position mit guten Leistungen festzuspielen, was im Enddefekt auf Kosten des Gesamtgefüges geht, da Automatismen auf diese Art und Weise nur langsam zu greifen lernen.
Dass Ignjovski hier auch keineswegs zu den Topverdienern zählen wird, steht wohl auch außer Frage. Dennoch haben genau diese Entscheidungen, die Eichin jetzt anscheinend im Falle Ignjovski ebenfalls getroffen hat, nämlich die Verträge von Reservespielern zu verlängern, zu dieser wirtschaftlich angespannten Lage geführt. Man muss wieder versuchen, die ersten ~15 Kaderplätze mit gestandenen Profis zu besetzen, die Übrigen Backuppositionen kann man auch mit Nachwuchsspielern ausfüllen.