Aktuelle Transferpolitik

Man sollte es mal aus der anderen Perspektive sehen: Vielleicht müssen wir mal ein Jahr Geld sparen, um im nä. Jahr umso größer "fischen" zu können.

Das würde bedeuten, dass KATS bewusst keine Investitionen tätigen, obwohl sie es könnten. Das käme dann in etwa einem Festgeldkonto gleich. Das wird es hier ganz sicher nicht geben. Dafür sprechen unter anderem diverse KA und JLB Zitate. Aber auch die Tatsache, dass Werder zwingend auf die CL angewiesen ist. Nicht der Gehälter wegen, die man wohl auch bei Teilnahme am UEFA Cup noch zahlen könnte. Aber wenn Werder schon jetzt, trotz sicherer CL Teilnahme solche Probleme hat, Wunschspieler zu verpflichten, wie soll das erst sein, wenn mit der CL ein großer Perspektivischer Vorteil gegenüber anderen, meist ohnehin schon zahlungskräftigeren Vereinen wegfällt? Werder verfügt auch nicht über ein Renommee wie der FC Bayern, der seinen Spielern auch ohne CL gute Perspektiven bietet. Daher sollte es wie in jedem Jahr das Ziel sein, den Kader weiter zu verstärken. Ein anhäufen liquider Transfermittel kann da nicht das Ziel sein. Die Gefahr ist zu groß, von anderen Vereinen, die über mehr finanzielle Mittel verfügen, überholt zu werden
 
Aber auch die Tatsache, dass Werder zwingend auf die CL angewiesen ist.

Genau das ist man meiner Einschätzung nach eben nicht, weil man immer damit rechnet und gerechnet hat, auch mal ein Jahr oder zwei Jahre die CL nicht zu erreichen, obwohl man einen nominellen CL-Kader hat, man hat ja anhand des Beispiels von Bayern letztes Jahr gesehn, wie schnell das passieren kann.
Daher wird mehr oder weniger doch ein "Festgeldkonto" vorhanden sein, um

Nicht der Gehälter wegen, die man wohl auch bei Teilnahme am UEFA Cup noch zahlen könnte.

eben doch die Gehälter zu zahlen wenns mal nur der UEFA Cup ist, nicht nur eine Saison, sondern ggf auch mal eine zweite, um trotzdem den Kader zusammenzuhalten, um dann schnell wieder aus der "Krise" zu kommen, ohne dann die Mannschaft nochmal von Grund auf aufbauen zu müssen.

edit: btw, kann irgendjemand auf die heutige Transferliste zugreifen?
 
Irgendwo muss man sich als Verein aber immer auch vor Augen halten, dass man einen "großen Fisch" nur dann an Land ziehen kann, wenn man sportlich eine sehr gute Perspektive bieten kann.
Das heißt übersetzt, dass ein Topstürmer im Größenbereich über 10 Mio. € auch nur dann bereit sein wird, zu einem international immer noch nicht zu den ganz Großen zählenden Club wie Werder zu kommen, wenn er CL spielen kann.
Im Vergleich mit England oder Spanien kann ein Verein wie Werder gehaltstechnisch nicht wirklich mithalten. Das bezieht sich ja nicht nur auf Topclubs wie Real oder Chelsea, sondern auch auf das dort recht breite Mittelfeld, die sich um die CL-Quali- und UEFA-Cup-Plätze streiten.

Also muss man dem wechselwilligen Topstürmer eben den sportlichen Anreiz bieten können, den beispielsweise Valencia oder Tottenham (willkürlich gewählte Beispiele) nicht kann, um das Gehaltsdefizit kompensieren zu können.

Die letzten Jahre ging es zwar immer gut, dass die CL erreicht wurde, aber man muss ganz objektiv sagen, dass es das eine oder andere Mal auch hätte schiefgehen können (ich denke da z.B. an Zagreb oder zwei Mal das Auswärtsspiel beim HSV, das zu Saisonende zwar gewonnen wurde, aber das nicht unbedingt, weil man besser war). Wenn dann (z.B. nächstes Jahr) die CL nicht erreicht werden würde, hätte man noch weniger Argumente, um neue Spieler an Land zu ziehen, die wirklich weiterhelfen und nicht nur ergänzen.
Es ist sicher kein Allheilmittel, einfach wild drauf los zu kaufen und es muss nicht heißen, dass Schalke oder Wolfsburg mit ihrer offensiven Einkaufspolitik gleichbedeutend auch großen Erfolg haben werden, aber man muss ohne Vereinsbrille anerkennen, dass speziell diese beiden Clubs im Vergleich der Kader gegenüber Werder bislang deutlich aufgeholt haben.
Es muss nicht so sein, aber es ist durchaus vorstellbar, dass diese beiden diese Saison vor uns landen.

Ein neuer Topstürmer ist nicht die Garantie dafür, dass man deshalb mindestens Zweiter wird, aber er wäre in meinen Augen ein richtiger Schritt in die richtige Richtung und das zum richtigen Zeitpunkt.
Werder lebt nunmal vom Offensivspiel und auch, wenn Merte bald wieder fit sein sollte oder Prödl sich auch defensiv als Volltreffer entpuppt, so ist wieder davon auszugehen, dass unsere Stärke vorne liegen muss, um zu kompensieren, was hinten alles reingeht. So ist einfach unser Spiel ausgerichtet und das ist auch gut so.
Aber dann muss auch dafür gesorgt werden, dass der Angriff standesgemäß besetzt ist.
Ich mag Hugo, ich mag Rosenberg und ich mag auch Sanogo, aber wenn wir ehrlich sind, hätte keiner dieser drei einen Stammplatz bei einem Verein, mit dem wir uns messen müssen, wenn wir in der CL über die Vorrunde hinaus erfolgreich sein wollen.
Nicht, dass ich damit alles schlecht reden und zum Aktionismus aufrufen möchte, im Gegenteil, ich bin immer wieder zufrieden, wie KATS es schaffen, jedes Jahr aufs Neue eine schlagkräftige Truppe zusammenzubauen.
Und ich denke ja auch, dass im Verein erkannt wurde, dass speziell nach Klasnic' Abgang die vakante Stelle durchaus besetzt werden muss, aber alles in allem würde ich mir schon wünschen, dass etwas mehr Risikobereitschaft gezeigt wird.

Wenn die Saison ohne neuen Stürmer beginnt und nicht so verläuft, wie man sich das erhofft, dann wird der Unmut aller laut und ob in der Winterpause unbedingt mehr Auswahl und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis vorherrschen, wage ich zu bezweifeln.

Nichtsdestotrotz blicke ich zuversichtlich in die Saison, denn irgendwie hat es ja immer geklappt :)
 
Edit: vielleicht sollt ich mal schneller zum Punkt kommen, deshalb edit.
Ein Spieler, der uns weiterbringt wird teuer. Ohne viel zu bezahlen wird es kaum gehen.
Nun scheint es so, als würden uns Spieler durch die Lappen gehen, weil Werder gewisse finanzielle Grenzen selbst setzt. Das kann nach hinten los gehen. Die Preise sind nun mal so. Damit muss man sich abfinden. Wer nicht mitmacht, der bekommt halt nur nen Lauth. Wäre schade, würde man vorhandene Ressourcen aus übertriebenem Sicherheitsdenken nicht einsetzen.

Wie gehst du denn bei Neuanschaffungen vor? Setzt du dir da keine Grenzen? Na dann viel Spaß in der privaten Insolvenz.

Ich glaub es geht eher nach hinten los, wenn Werder dieses Spielchen mitmacht.
 
Dazu aber müssen die Voraussetzungen stimmen. Der Rechtsverteidiger plädiert deshalb für die Verpflichtung eines hochkarätigen Stürmers. Schließlich habe der Angriff zwar Qualität, "aber auch mit Ivan Klasnic einen wichtigen Stürmer abgegeben". Auch im Weggang von Tim Borowski, Patrick Owomoyela oder Pierre Wome macht Fritz einen Aderlass aus. Ein Ausgleich muss her.

Allzu viel Zeit sollte sich Werder mit der Suche nach einem Neuen allerdings nicht lassen, rät Fritz. "Je knapper die Zeit wird, desto schwieriger ist es, was Geeignetes zu finden." Gut fünf Wochen ist das Transferfenster noch geöffnet, doch ausreizen dürfe man diesen Rahmen nicht - Fritz hält das gar für kontraproduktiv: "Es nutzt ja nichts, kurzfristig einen zu holen, der dann noch nicht richtig im Saft steht." Und das sollte ein potenzieller Zugang. In Schruns allerdings ist laut Trainer Schaaf eher nicht mit neuen Gesichtern zu rechnen.
Quelle: Weser-Kurier von heute.

http://www.werder.de/aktuelles/presseschau/presse_text.php?id=13030
 
So in etwa sehe ich das auf einen kurzen Nenner gebracht auch.

Dein Beitrag hat zwar eine gewisse Logik, aber er ignoriert doch zu sehr, dass es sich hierbei nicht um ein abbstraktes Spiel mit ebenso abstrakten Mitteln/Spielfiguren/Chips handelt.

Die Preise gerade für Stürmer sind teilweise exorbitant. Bremen steht bislang für die Position, diese Preistreiberei nicht mitzumachen. Dann bekommt man aber die Spieler nicht. Das ist völlig trivial. Wie will man einen 15Mio € teuren Oliveira bekommen, wenn man nicht bereit ist, 15Mio €zu bezahlen? Oder einen 12Mio € teuren Fred? (Keine Ahnung, ob Werder ernsthaft an denen dran ist, spielt auch keine Rolle, das Prinzip bleibt dasselbe.) Entweder man macht das mit oder eben nicht. Macht man das nicht mit, dann braucht man auch nicht auf Klassespieler zu schielen. Dann wird man sich strecken müssen, auf Dauer seine sportlichen Ziele zu erreichen.

Wird man auch. Die Rahmenbedingungen sind ja ungefähr so, wie du sie schilderst.
Aber vielleicht doch nicht ganz so. Es gibt immer die Möglichkeit, jüngere Spieler zu "entdecken", es gibt die Möglichkeit, Spieler zu holen, die keiner (mehr) haben will, es gibt die Möglichkeit, anderen Vereinen zuvorzukommen, indem man schneller ist oder geduldiger, indem man mit Spielern in Kontakt bleibt usw.
Aber das ist eben ein Geduldsspiel und wahrscheinlich auch oft ein Pokerspiel. Zum Beispiel kann es ja sein, dass die Zeit im Falle Freds in Wirklichkeit für Werder spielt und Allofs herausgefunden hat, dass Lyon ihn abgeben will, sodass es Sinn macht, zu warten. Oder es gibt einen anderen Spieler, bei demman noch abwarten muss, ob andere Dinge realisiert werden.

So plump dass Allofs sagen würde: "Wir ham kein Geld, wir könen nix zahlen" ist es ja auch wieder nicht. Aber man muss eben mehr tun und immer damit rechnen, dass Wunschspieler nicht kommen. So ist es nunmal, wenn wir davon ausgehen, dass Allofs nicht aus Spaß das Geld bunkert, warum auch immer.



Ich bin der Ansicht, dass ein wenig mehr Mut nicht verkehrt wäre. Wir befinden uns langsam in qualitativen Höhen, da machen Kleinigkeiten den Unterschied. Spieler wie die genannten können diesen Unterschied in unser Spiel bringen. Ein Sanogo konnte das wenn überhaupt dann bislang nur ansatzweise. Gerade jetzt, wo wir seit Jahren Erfolg haben, sollte man doch investieren. Wann sonst will man etwas Geld in die Hand nehmen? Wenns mal schlechter läuft? Dann Durchschnitt kaufen?

Du kannst davon ausgehen, dass Allofs schon bereit wäre, Geld in die Hand zu nehmen. Aber a) nicht mehr als verantwortbar wäre, also ich sag mal nicht viel mehr als 10 Mio, und b) nicht einfach so, um einfach einen Stürmer zu holen, um sein Gewissen zu beruhigen und die Fans zu beruhigen. Denn letztlich geht es immer darum, ob ein Spieler wirklich eine sinnvolle Verpflichtung ist und nicht darum, gegenüber anderen Vereinen angeben zu können oder die Fans in den Foren Wolfsburgs oder Schalkes neidisch zu machen.
Ich weiß nicht, ob das alles so klappt, da es ja wie gesagt nicht ganz einfach zu sein scheint. Aber es wäre ja umgekehrt auch doof, sagen wir mal einen Fred für 15 Mio zu holen (nebenbei eine Verdoppelung des bisherigen Transferrekordes), wenn man ihn z.B. in einem Monat für 10 bekommen würde.



Stillstand ist im Sport, wo sich jede Mannschaft permanent versucht weiterzuentwickeln faktisch ein Rückschritt. Wenn selbst die sportliche Leitung einen Personalmangel im Angriff feststellt, dann wäre keine Verpflichtung eben dieser Stillstand ergo Rückschritt.

Sorry, aber dieses Argument bringt mich wirklich auf die Palme, weil es bloß eine zeitgeistige Floskel ist.
Wenn es stimmen würde, dass es immer voran geht, alles besser wird, gerade durch Neuverpflichtungen, dann müsste in der Bundesliga ja unglaublicher Weltklassefußball gespielt werden und dann hätte sich Werder schon in den letzten Jahren unglaublicher Angriffe immer stärker werdender Gegner erwehrt haben müssen. Richtig ist aber, dass, auch wenn immer mehr Geld im Spiel ist, der Fußball keineswegs im selben Maße immer besser wird, dass Werder 03/04 z.B. besseren Fußball spielte als jetzt, dass Stuttgart letztes Jahr mit einer nominell geschwächten Mannschaft Meister wurde usw.

Ich kann es nur immer wiederholen.
Entscheidend für die Entwicklung einer Mannschaft ist in erster Linie die sportliche Leitung, das Vorhandensein einer Spielphilosophie, Kontinuität, Vernunft, entscheidend für langfristigen Erfolg weniger die Verpflichtung teurer Starspieler, sondern das Schaffen eines Kaders, der qualitativ hochwertig ist, vor allem aber zueinander passt.
Dass man unter den vorhandenen Bedingungen versucht, eine möglichst gute Mannschaft zusammenzustellen, und dafür auch Geld einsetzt, versteht sich von selbst.

Höchstwahrscheinlich bin ich viel zu früh dran und in 2 Wochen präsentiert Werder einen neuen Stürmer. Geeignete Kandidaten scheint es aber bereits gegeben zu haben. Wenns dann "nur" am Geld scheitert (bei Moreno waren die Diffenrenzbeträge nicht gerade exorbitant), dann wäre es schade, müsste man sich mit einem Spieler begnügen, der nicht der Wunschkandidat gewesen ist.

Das ist aber die Regel, oder glaubst du, dass Bayern München immer seine Wunschspieler bekommt oder die meisten anderen?
Und ich warne einfach nur immer wieder davor, aus dem Blauen heraus zu behaupten, den und den Spieler hätte man aber wirklich holen sollen, dass die Differenzbeträge doch nur gering seien und sonst so ein Zeug. Ich traue mich das nicht ohne insiderkenntnisse über die Finanzen von Werders und die Preise, die für die jeweiligen Spieler aufgerufen wurden.


Mein Standpunkt also: Die Balance muss natürlich gehalten werden. Aber ein Stürmer der uns weiterbringt in qualitativer Hinsicht (was nötig wäre. Oder sind wir letztes Jahr Meister geworden? Nein? Also muss etwas nachgebessert werden) wird schwer zu realisieren sein, ist man nicht bereit einen neuen Rekordbetrag auszugeben.
Oder kann man das anders sehen?

Der Tatsache, dass es schwer wird, einen Werder verstärkenden Spieler zu bekommen, ohne sehr viel Geld auszugeben, wird man wohl zustimmen können. Liegt auf der Hand.
Aber schon bei der Begründung der Notwendigkeit besteht ein krasser Widespruch:
Die Frage wäre zunächst mal, ob Werder desswegen nicht Meister geworden ist, weil der Sturm zu schlecht gewesen wäre. Das kann ich nicht unbedingt erkennen angesichts der Zahl der Stürmertore.
Ein Spieler wie Toni mag einen neidisch machen, aber so einer war und ist für Werder außer Reichweite und darüber hinaus sehe ich nicht viele Stürmer, die besser gewesen wären als z.B .Rosenberg.

Vor allem ist aber die Frage schon völlig falsch gestellt. Aus der Tatsache, dass Werder nicht Meister geworden ist, irgendwelche Ansprüche auf die Meisterschaft in diesem Jahr abzuleiten, geht völlig an der Sache vorbei. Denn Bayern ist realistisch gesehen einfach kein Maßstab. Denn dann müsste man außer (mindestens) einem Stürmer konsequenterweise noch einen Torwart, ca. zwei Abwehrspieler und ungefähr drei Mittelfeldspieler holen.
Wenn Werder sich irgendwo mit Bayern messen will, dann muss man das anders anfangen als damit, sich finanziell und status-personell mit ihnen zu messen.

Nun scheint es so, als würden uns Spieler durch die Lappen gehen, weil Werder gewisse finanzielle Grenzen selbst setzt. Das kann nach hinten los gehen. Die Preise sind nun mal so. Damit muss man sich abfinden. Wer nicht mitmacht, der bekommt halt nur nen Lauth. Wäre schade, würde man vorhandene Ressourcen aus übertriebenem Sicherheitsdenken nicht einsetzen.

Da ist sehr, sehr einseitig.

- Wer redet von Lauth?
Du tust so, als wären weder Diego, noch Mertesacker, noch Naldo, noch
Prödl, noch Frings bei Werder.

- Wer sagt, dass es sich um "übertriebenes Sicherheitsdenken" handelt?

Werder macht die Preisspirale mit so gut es geht und soweit es die eigenen Möglichkeiten zulassen, finanzielle Grenzen existieren nun mal. Zumindest in der Realität, in der ich mich befinde. Und in dieser ist es so ohne weiteres nicht möglich, sich durch "Mut" und mit dem Motto "Stillstand ist Rückschritt" auf Xzig Fantastiliarden hochzuzocken. Zumindest nicht ohne die Gefahr, das Ganze gegen die Wand zu fahren. Dummerweise kann man aber hier nicht so ohne weiteres notfalls auf "Spiel neu starten" gehen.

MFG dkbs

PS:
Während hier vielfach konkret oder sinngemäß gefordert wird, dass Werder nicht so kleinlich sein soll und das Angebot für Fred auf 15 Mio aufstocken soll, lese ich, dass Real Madrd für van der Vaart (der wie Fred noch ein Jahr Vertrag hat), also einen aktuellen Nationalspieler und zur Zeit überragenden Spieler, 6 Millionen geboten hat.
Auch wenn das nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, nicht das letzte Angebot sein muss und auch nicht dem Marktwert von vdV gerecht wird, sollte dieses Beispiel dazu dienen, da mal die Dimensionen gerade zu rücken und in Erinnerung zu rufen, wieviel 15 Mio eigentlich sind, erst recht, wenn es um Werder Bremen und nicht um Real Madrid geht.
 
PS:
Während hier vielfach konkret oder sinngemäß gefordert wird, dass Werder nicht so kleinlich sein soll und das Angebot für Fred auf 15 Mio aufstocken soll, lese ich, dass Real Madrd für van der Vaart (der wie Fred noch ein Jahr Vertrag hat), also einen aktuellen Nationalspieler und zur Zeit überragenden Spieler, 6 Millionen geboten hat.
Auch wenn das nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, nicht das letzte Angebot sein muss und auch nicht dem Marktwert von vdV gerecht wird, sollte dieses Beispiel dazu dienen, da mal die Dimensionen gerade zu rücken und in Erinnerung zu rufen, wieviel 15 Mio eigentlich sind, erst recht, wenn es um Werder Bremen und nicht um Real Madrid geht.[/QUOTE]


:tnx: Volle Zustimmung.
Wir müssen mal auf dem Teppich bleiben.
 
Keiner will das man unvernünftiges macht - Werder steht eher dafür Talente zu verpflichten udn deren Wert zu erhöhen.

Aber Meister geworden sidn wir mit Verpflichtungen die auf dem Papiert keine Verpflichtungenw aren wo man sich dachte, die können wir mal zum 2-3 fachen Wert verkaufen.

02/03 holte man schon einen erfahrene Micoud von Parma die das gehalt nicht emrh zahlen konnte - das war so ne besodnere gelegenheit.

Das war Allofs Königstransfer - dieser Transfer machte uns zum CL-Dauergast.
Das war ein erfahrener Spieler, ein Leader. Dazu 03/04 Davala udn Ismael, man brachte Erfahrung in eien Mannschaft mit guten Anlagen - das brahcte uns den Erfolg.

Und so sehr ich mir auch nen Nr 1 Stürmer wünsche, bin ich eigentlich der meinung, das uns in erster Linie Leader fehlen - ist Frings nicht auf dem Platz haben wir nen Haufen talentierter hoch veranlagter Spieler - aber wenig Erfahrung und kaum Führungsspieler - spielen wir uns in nen Rausch können wir fst jeden Gegner auseinander geben - sind aber auch sehr labil, bekommen wir ein Gegentor, können es auch schnell kopflos zu 1-2 weiteren kommen.

Wir brauchen egal ob für MF oder Sturm 1-2 Spieler die schon Erfahrung haben - die das zeug dazu mitbringen hier Führungsrollen einzunehmen.

Talent udn fussballerisches Potenzial läuft hier genug rum, gerade was Talente angeht sind wir ligaweit super aufgestellt.

Erfahrung wichtiger als möglicher Wiederverkaufswert.

Und diese Spieler würden das Gehaltsbudgets stärker betreffen als die Ablösen die zu zahlen wären.

Insgesamt bin ich trotzdem enttäuschtd as eigentlich nix passiert ist.
Die Situation im Kader ist lange klar, man hat seit Anfang Mai Planungssicherheit wie wir sie bei Werder nur haben kann, wir sind sicher in der CL - bessere Voraussetzungen als "Kader bleibt hauptsächlich zusammen" udn man hat CL Teilnahme sicher kann man nicht haben.

Und trotzdem hat man scheinbar nichts so gut vorbereitet um dann mit den verfügbaren Mitteln sie umzusetzen.

Außer bei Moreno schien man nirgends bisher vorb ereitet gewesen zu sein.
Und ich denke wenn man da von Anfang das bezahlt häätte, was man am Ende bgeboten hat, wäre der Junge hier, der wäre gar nicht erst in die Ukraine geflogen und hätte weiter geglaubt da ist es immer kalt, dann wäre das für den gar keine Option gewesen.

Wennn man weiteres gut vorbereitet hätte, das man dann abwartender agiert OK - aber das war ja allem Anschein nach nicht der fall, und das ist schon enttäuschend.

Unter für den Verein Werder best möglichen Voraussetzungen für die Neue Saison (CL Quali, frei gewordene Budget bei den Gehältern durch Abgängen) und trotzdem konnte man sich noch nicht verstärken. :zweifeln:
 
2 Sachen würde ich noch gerne anmerken, da ich das Gefühl habe, sie seien falsch angekommen.

Mit der Aussage, Werder setze seine finanziellen Grenzen selbst, meine ich natürlich, man könne überdenken, den Gürtel nicht ganz so eng zu schnallen. Selbstverständlich MUSS man seine Grenzen definieren. Und mir ist das Bremer Modell im Zwiefel sympathischer als Hoffenheimer oder Dortmunder Verhältnisse vor einigen Jahren.

Stillstand = Rückschritt.
Natürlich wird der Fußball nicht immer schneller, schöner und besser. Aber man muss trotzdem daran arbeiten, sich stetig zu verbessern. Dazu gehört auch die Qualitätssteigerung im Kader. Macht man das nicht, dann verharrt man eben nicht auf seinem Niveau, sondern wird tendenziell schwächer.
Spieler werden älter, vielleicht langsamer. Das eigene Spiel wird vom Gegner leichter durchschaubar, da man keine neuen Komponenten und Spielertypen der Mannschaft beigefügt hat. Diese natürlichen Faktoren führen schon zur Schwächung. Stillstand ist also kein starres Verharren, sondern tatsächlich ein Zurückfallen.

Ich möchte auch gar keine irrwitzigen Aktionen führen und ihr habt ja auch alle vernünftige Ansichten.
Ich bleibe aber dabei:
Wenn man investieren möchte, dann muss man das in sportlich guten Zeiten machen. Denn diese könnten auch mal wieder vorbei sein. Dann helfen die Investitionen nichts. Also ist in meinen Augen jetzt der Zeitpunkt, das Geld in sportliche Qualität anzulegen.

Das ist nämlich auch eine Art der seriösen Wirtschaftsführung.

PS: natürlich bleibt das eine Schlupfloch - teuer bedeutet nicht zwangsweise gut und billig nicht zwangsweise schlecht.
Diesen Rettungsanker hat Werder schon häufig gefunden.
Allerdings liegen die Chancen auf sportlichen Gewinn bei renommierten (ergo teureren) Spielern doch höher als bei recht unbekannten Newcomern.

Edit:
Ach ja, noch ne kleine Anmerkung.
Es wäre auch mal schön, die wichtigen Neuverpflichtungen nicht während der laufenden Saison begrüßen zu dürfen, sondern mit in die Vorbereitung nehmen zu können. Das lässt sich nicht erzwingen, klar.
Aber esscheint doch im Frühjahr stets recht wenig zu passieren. Selbst ein Prödl, den wir diesmal früh an Land ziehen konnten, kommt eigentlich mit nem halben Jahr "Verspätung".
In München und Gelsenkirchen gehen sie mit den Neuzugängen in die Vobereitung. Bleibt zu hoffen, dass ich diesen Vorteil überschätze....
 
Stillstand = Rückschritt.
Natürlich wird der Fußball nicht immer schneller, schöner und besser. Aber man muss trotzdem daran arbeiten, sich stetig zu verbessern. Dazu gehört auch die Qualitätssteigerung im Kader. Macht man das nicht, dann verharrt man eben nicht auf seinem Niveau, sondern wird tendenziell schwächer.
Spieler werden älter, vielleicht langsamer. Das eigene Spiel wird vom Gegner leichter durchschaubar, da man keine neuen Komponenten und Spielertypen der Mannschaft beigefügt hat. Diese natürlichen Faktoren führen schon zur Schwächung. Stillstand ist also kein starres Verharren, sondern tatsächlich ein Zurückfallen.

Und gerade in dem Punkt muss ich dir widersprechen. Da wir keine Altherren-Mannschaft haben, sondern eine recht junge Truppe (bis auf Baumi und den Lutscher) glaube ich, dass sich die jungen Spieler im letzten Jahr eher weiterentwickelt haben. Auf gar keinen Fall sind sie schlechter geworden oder haben in ihrer Entwicklung stagniert.
Ein Özil, Hunt oder Husejinovic werden zudem schon einige neue elemte in unser Spiel bringen. Ich wünsch mir auch noch einen gestanden Spieler für den Sturm, aber wenn es aus finanziellen Gründen nicht klappt, auch ok.
Denke schon, dass auch diese Saison wieder eine Weiterentwicklung zu erkennen sein wird. Ob mit oder ohne neuen Superstürmer.
 
VETO. Eine Weiterentwicklung gab es auch zuletzt nicht. Besonders aussagekräftig hierfür ist die Champions League. Das Meisterjahr 2004 war der Ausgangspunkt für tolle Jahre bei Werder. Einführung des One-Touch-Fußballs (und ich würde Micoud immer über Diego stellen..:-) Den nächsten Schritt hat Werder sicher gemacht, indem man sich etabliert hat. Aber wirklich weiterentwickelt hat sich diese Mannschaft nicht. Das Spielsystem ist von Perfektion weit entfernt, die Probleme auf der LV-Position seit Jahren nicht gelöst, Top-Stürmer fehlt, jedes Jahr gibt es miserable Phasen in der Saison.

Um das klar zu sagen, ich bin insgesamt begeistert von den Werder-Jahren, natürlich vor allem seit 2003, aber wenn ich etwas wirklich vermisse, ist es eine echt erkennbare Weiterentwicklung.
 
VETO. Eine Weiterentwicklung gab es auch zuletzt nicht. Besonders aussagekräftig hierfür ist die Champions League. Das Meisterjahr 2004 war der Ausgangspunkt für tolle Jahre bei Werder. Einführung des One-Touch-Fußballs (und ich würde Micoud immer über Diego stellen..:-) Den nächsten Schritt hat Werder sicher gemacht, indem man sich etabliert hat. Aber wirklich weiterentwickelt hat sich diese Mannschaft nicht. Das Spielsystem ist von Perfektion weit entfernt, die Probleme auf der LV-Position seit Jahren nicht gelöst, Top-Stürmer fehlt, jedes Jahr gibt es miserable Phasen in der Saison.

Um das klar zu sagen, ich bin insgesamt begeistert von den Werder-Jahren, natürlich vor allem seit 2003, aber wenn ich etwas wirklich vermisse, ist es eine echt erkennbare Weiterentwicklung.


die Weiterentwicklung fällt eben schwer, Werder hat einen deutlich höheren "Potenzialausschöpfungsgrad" erreicht als ich würde sagen alle anderen Teams unter den Top 6/7.

Daher heißt es für Werder eher "Qualität" halten - Spieler langfristig binden um von ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu profitieren, und wenn möglich punktuell verstärken. Aber diese punktuelel Verstärkung ist sehr schwierig, denn seien wir ehrlich, kalr könnte Werder jederzeit nen "guten" Stürmer für rund 6-7 Mio holen - aber der wäre dann eben auch nicht besser als Rosenberg, Alemida, Sanogo.

So ein Transfer macht dann eben keinen Sinn, das Geld was man hat muss man bündeln in einen Spieler der eine echte Verstärkung darstellt.

Ich dachte auch die letzten Jahre, endöich mal keine großen Schwächungen, jetzt mit 2-3 Verpflichtungen den nächsten Schritt machen - aber das ist wohl leider nicht möglich.

Ich tendiere da ganz klar für das Geld Erfahrung in Form von Führungspersönlichkeiten dazuzuholen, Spielsystem und Offensivgefahr entwickeln wir eh. Ideal wäre natürlich ein Stürmer mit Erfahrung und Führungsqualitäten der auch Status Nr 1 Stürmer wäre.
 
Da kann ich Mattlok nur zustimmen. Sehe ich eigentlich genau so. :tnx:

@weserjunge
Eine Gesamtentwicklung konnte man im letzten Jahr wirklich nicht erkennen, dass lag m.M.n. aber daran das unsere Oldies (Baumi und Frings) zu selten fit waren und in wichtigen Momenten fehlten. Desweitern mussten wir fast jeden Spieltag eine neue Startelf auflaufen lassen.
Die einzelnen Spieler haben sich sehr wohl weiterentwickelt. Bestes Beispiel ist ein Daniel Jensen und in meinen Augen auch Rosenberg. Die beide einen ordentlichen Sprung gemacht haben.
Zusätzlich tut jedes Jahr unseren jungen Spielern verdammt gut. Wer hat soviele CL-Einsätze von U23 Spieler wie wir?!
Ohne so ein Verletzungspech, wie letzte Saison, wird eine Gesamtentwicklung zu erkennen sein. Mit zusätzlichem Topstürmer natürlich noch mehr.

Edit: Der One-Touch Fussball mit/unter Micoud war natürlich super und an Attraktivität kaum zu überbieten.
 
@reschpektiv
Sehe ich durchaus wie Du, auch in Bezug auf Jensen oder Rosenberg. Ich meinte es eher im Gesamten, aber ich bin ja auch nicht unzufrieden. Und vor allem total gespannt, wie Werder sich mit der eingespielten Truppe den Investitionen von Wolfsburg, Schalke oder Leverkusen erwehrt.

Bin nur etwas skeptisch und glaube, den 2. Platz zu verteidigen, wird sehr schwer. Und in der CL bin ich leider auch eher pessimistisch für Werder. Aber sei es drum, wenn alles paßt, geht vielleicht was.

:applaus:
 
Auf dem Platz muss man in der Tat feststellen, dass kaum eine Entwicklung stattgefunden hat. Ob man nun das Verletzungspech dafür verantwortlich macht oder das insgesamt (für Werders Verhältnisse) schon recht hohe Niveau, ist jedem selbst überlassen.

Beispiele wie Jensen, Rosenberg oder auch Pasanan zeigen für mich aber, dass auf der Ebene des gesamten Kaders eben doch eine positive Entwicklung stattgefunden hat. Man muss bedenken, dass wir die größten Verletzungssorgen in der Hinrunde hatten, wo wir dennoch soviel Qualität besaßen, um mit den Bayern gleichauf zu marschieren. Vor 3 Jahren wäre es schwer gewesen, einen solchen Qualitätsverlust aufzufangen - in der vergangenen Saison haben wir es geschafft.

Deswegen finde ich, dass man eine Weiterentwicklung nicht allein daran festmachen kann, wie sich die jeweiligen 11 Spieler gerade auf dem Platz schlagen. Für eine erfolgreiche Saison spielt der gesamte Kader eine Rolle, und hier kann man in den letzten Jahren in meinen Augen nicht von Stillstand sprechen.

Zu der Entwicklung gehört für mich übrigens auch steigender finanzieller Handlungsspielraum, so dass man sich einerseits gezielt verstärken kann und andererseits die Preisentwicklung mitgehen kann. Durch die regelmäßen CL-Teilnahmen haben wir zumindest einen kleinen Wettbewerbsvorteil.

Ein weiterer Punkt der positiven Entwicklung ist, dass effektiver und professioneller gearbeitet werden kann. Es wird Personal aufgestockt, um das Training zu individualisieren und steht Innovationen offen gegenüber.

Wenn wir von Entwicklung sprechen, geht es sicherlich in erster Linie um die Spieler, die auch zum Zuge kommen. Aber alle weiteren von mir genannten Punkte sind ebenfalls wichtig, sofern sie zusätzlich noch ein paar % rauskitzeln können.
 
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