Diese enrome Risikoangst, oder vernünftiges wirtschaften unterscheidet uns von Clubs wie Schalke udn Dortmund, die unter normalen Umständen gar nicht mehr in der BUli spielen dürften. Denn diese haben eben genau so gehandelt, wie es einige hier fordern und sind damit jämmerlich auf die Schnauze gefallen.Diese enorme Risikoangst
der letzten Transferperioden hat die Mannschaft aber zu einerm bunten Sammelsurium von
1. Alten, erfahrenen, langjährig bei uns aktiven, satten, fast immer gesetzten und gut verdienenden Spielern (Borowski, Frings, Fritz, Jensen)
2. Jungen, mit Narrenfreiheit ausgestatteten, technisch hoch talentierten, aber in wichtigen Spielen zu wenig kämpfenden Spielern (Özil, Hunt, Marin)
3. Technisch einfach zu limitierten Spielern (Almeida, Rosenberg, Prödl, Niemeyer, Moreno, Boenisch)
4. Wenigen konstanten Leistungsträgern (Wiese, Naldo, Mertesacker, Pizarro)
gemacht. Da stimmt für meine Begriffe das Gleichgewicht überhaupt nicht mehr.
Also genau genommen betrachtet haben wir mit Frings, Fritz, Boro und Jensen (Piza könnte man durchaus auch dazu zählen) erfahren
Spieler, die grunsätzlich Potential haben und dieses auch schon bewiesen haben. Also in gewisser Weise mit Davala und Renke vergleichbar, nur dass sie nicht extra gekauft werden mussten.
Mit Özil, Hunt und Marin kommende dt. NM-Stammspieler mit riesen Potential, die einfach noch Zeit brauchen um sich zu entwickeln.
Hinzu kommen konstante Größen mit Wiese, Naldo, Mertesacker und Piza.
Einzig bei Rosi, Niemeyer und Prödl bin ich geneigt dir zuzustimmen. Aber wie schon geschrieben: Nicht jeder Transfer kann ein voller erfolg sein.
Für mich stimmt grundsätzlich die Mischung und die Klasse ist ebenfalls vorhanden. Ob die notwenide Masse vorhanden ist, steht auf einem anderen Blatt. Vor der Saison war ich davon überzeugt, auch weil ich mir von einigen Spielern mehr erhpofft hatte. Leider greifen diese Mechanismen momentan einfach nicht so in einander, wie das gerne gewünscht und auch möglich wäre. denn dass die MAnnschaft fussball spielen kann, hat sie bereits gezeigt.
Wieso wurden seit Jahren keine zwei harmonierenden Stürmer aufgestellt? Warum spielt auf der 6er-Position seit Jahren niemand, der in der Lage ist, durch sein Stellungsspiel diese ewigen Kontergegentore zu unterbinden? Warum reagiert dann keiner mit einer Änderung der taktischen Grundordnung? Warum haben wir auf den AV-Positionen seit der Hinrunde 06/07, wo Wome und Fritz stark waren, dauernd nur Probleme? Warum bricht die Mannschaft seit Beginn 08/09 immer ein, wenn Leistungsträger fehlen? Die Konkurrenz von Dortmund, Leverkusen oder Hamburg macht doch vor, dass ein zweiter Anzug nicht zu teuer sein muss und trotzdem überzeugen kann.
Alles drei Mannschaften, die vom wirtschaftlichen Standort besser dastehen und damit auch wesentlich bessere finazielle Mittel haben. Bayer sogar einen direkten Mega-Sponsor im Rücken. Dortmund dürfte gar nicht mehr in der Buli spielen. Dennoch sit die Abreit, die dort momentan geleistet wird, als sehr gut zu bewerten. Sie gehen den Weg, den Werder ab 1999 gegangen ist. Auch dort wird es irgendwann mal Rückschläge geben. Was wäre z.B. wenn Barrios nicht so eingeschlagen hätte???
Die anderen Fragen kann ichdir nciht beantworten, allerdings bi ich davon überzeugt, dass KATS sich diese ebenfalls stellen.
Das Spiel am Samstag war sozusagen eine selbsterfüllende Prophezeihung, die weniger mit "jetzt kommen die Kritiker wieder aus ihren Löchern und machen alles schlecht" zu tun hat, sondern mit langfristigen Eindrücken, die immer weniger widerlegt werden können. Es frustriert mich, dass wir nach dem 1:0 Sieg gegen Chelsea damals auf der Schwelle waren, uns national und international auf höchstem Level zu etablieren und es danach langsam fast nur noch bergab ging.
Das nicht alles optimal läuft, dass auch KATS Fehler machen und das es im nachhinein(!!!) besser gewesen wäre, einige Entscheidungen anders zu treffen, bestreite ich gar nicht. Aber dass dieser erfolgreiche Weg, den Werder in den letzten 5 - 10 Jahren gegangen ist, nicht ewig so weiter gehen kann, sollte auch jedem klar sein. Dass auch andere Manager und Trainer ihr Handwerk verstehen und daraus resultierend auch hin und wieder mal gute oder sehr gute entscheidungen treffen sollte ebenfalls keinen überraschen.
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