Aktuelle Transferpolitik

Im Ergebnis hat Meister Propper Recht, keine Frage. Es hat einen deutlichen Qualitätsverlust in der Kaderbreite gegeben, auch wenn sich die erste Elf vom Gesicht her kaum verändert hat.

Aber selbst wenn Allofs diese Einsicht eher gehabt hätte, wären die finanziellen Rahmenbedingungen die selben gewesen. Von den genannten Abgängen hat nur Owo eine geringe Ablöse eingespült, und das ist neben den stark gestiegenen Gesamtpersonalkosten der große Unterschied gegenüber den Vorjahren.
Einen Qualitätsverlust in der Kaderbreite hätte man daher m.E. so oder so hinnehmen müssen, weil wir keine 4 Positionen gleichzeitig mit gestanden Spielern besetzen können, es sei denn dieser Verlust wird mit Leihspielern oder ablösefreien Neuzugängen gehoben, die allesamt moderate Gehaltsvorstellungen haben.

Das heißt, zumindst zu einem gewissen Teil wird man sich in Bremen nicht vom alt bewährten Mittel verabschieden können, hoffnungsvolle Talente einzubauen oder es mit Spielern zu versuchen, die woanders nicht berücksichtigt werden. Und da spielt eben neben dem richtigen Riecher auch eine Menge Glück mit. Glück, dass wir beispielsweise mit Ismael, Diego oder Micoud hatten, Glück das man aber auch nicht erzwingen kann.
 
Naja, wir haben ja nicht erst seit gestern diverse Problempositionen und fangen uns nicht umsonst so viele Gegentore ein... Das mag sicherlich auch an der offensiven Spielweise liegen, aber auch an Spielern, die offensichtlich nicht stark genug und überfordert sind... Außerdem haben wir jede Menge verletzungsanfällige Spieler und so einer Situation muss ich eben vor einer Saison vorbeugen... Wie schon gesagt, das Kompensieren dieser Verletzungen mag letzte Saison gut geklappt haben, aber es war, wenn man mal ehrlich ist, abzusehen, dass das so nicht immer läuft... Wann hatten wir denn zuletzt mal eine Saison, in der wir annähernd den kompletten Kader in fittem Zustand hatten? Das ist lange lange her... Jedenfalls kann ich nicht, wenn ich sowieso schon so viele verletzungsanfällige Spieler habe, noch weitere Spieler abgeben und keine vernünftige Neuverpflichtungen (2 Spieler - Pizza und Özil - sind definitiv zu wenig in 2 Jahren, wenn man um eine Meisterschaft mitspielen will) tätigen... Auch wenn Boro, Owo, Klasnic etc. ihre Verletzungen hatten, aber zumindest waren es Alternativen, die nun nicht mehr da sind und das muss man kritisieren... Wen kann man denn bei uns von der Ersatzbank bringen (bei dem man denkt "Ja, der könnte was reissen")? Da fällt mir kein Spieler ein... Es sind zu viele Spieler im Kader, die ihre Leistung nicht konstant über einen längeren Zeitraum abrufen können und solche Spieler braucht man eben, wenn man um die Meisterschaft mitspielen will... Allofs hat ja die Tage in dem einen Interview wenigstens mal offen gesagt, dass der Kader in Sachen Qualität falsch eingeschätzt wurde und dass viele Spieler letzte Saison am Leistungslimit gespielt haben... Nur leider kommt diese Einschätzung viel zu spät...

Das sehe ich (wieder mal :cool:) anders. Man muss doch unterscheiden zwischen den jeweiligen Perspektiven:
Jemand, der mit Werders Kader schon immer unzufrieden war, wird das wahrscheinlich unterschreiben.

Man kann auch in unterschiedlichen Fragen unterschiedlicher Meinung sein. Das heißt aber nicht automatisch, dass die Kritiker von vorher jetzt automatisch im Recht sind.
Das ist so wie beim Backgammonspiel: Ich kann einen Stein so setzen, dass er mit einer 5 geschlagen werden kann oder so, dass er mit einer 4 geschlagen werden kann. Wenn der Spieler (also in dem Fall Werder) den Stein so setzt, dass er mit einer 4 geschlagen werden kann, obwohl sein Ratgeber zu der anderen Variante geraten hat, hatte er nicht dadurch Recht, dass der Gegner tatsächlich die 4 gewürfelt hat.

Ich will an sich nichts gegen die Argumente der Transferkritiker sagen. Aber Werder hatte eben auch eine Idee, und die wird nicht schon dadurch schlecht, dass diese Saison bisher misslungen ist:

- Verletzungsanfälligkeit: Sicher gibt es immer ein Verletzungsrisiko. Aber a) hat es z.B. letzte Saison bestens funktioniert mit den Ersatzleuten. b) kann man schlecht (zumindest wenn man nicht Real Madrid oder so ist) einen Kader von 30-4ß Leuten unterhalten, die alle Anspruch auf einen Stammplatz haben i, söörm Gefahren aus dem Weg zu gehen. Das ist eine finanzielle Frage, aber auch eine der Mannschaftsführung.
c) ist die Frage, wie weit man damit rechnen muss, dass eklatante Verletzungsprobleme die Saison beeinträchtigen.
Und abgesehen von allem anderen weiß ich auch gar nicht, ob es wirklich so schlimm ist diese Saison und ob da ein Grund für die Misere zu suchen ist:
Diego hat öfters gefehlt, aber auch mit Diego hat Werder mit die katastrophalsten Spiele der Saison abgeliefert (zugegeben auch einige der besten). Baumann fällt diese Saison kaum aus, Frings im normalen Ma?. Pizarro eher nicht (zumindest nicht wegen Verletzungen), Mertesacker und Naldo auch nicht signifikant. Ich sehe da bei den Schlüsselspielern das große Verletzungsproblem eher nicht. Dass immer mal wieder jemand fehlt, ist relativ normal. Eher ist eine Saison wie 03/04, als Werder mit ca. 14 Spielern über die Saison kam, die Ausnahme und nicht der Maßstab und die Regel.
Und wenn ünerhaupt ist eher das große Problem, dass die genannten Spieler mit ihrer Form zu kämpfen haben und hatten, aber das hämgt nicht signifikant mit Verletzungsmiseren zusammen.

keine vernünftige Neuverpflichtungen 2 Spieler - Pizza und Özil - sind definitiv zu wenig in 2 Jahren, wenn man um eine Meisterschaft mitspielen will
Erstens hat Werder ja nicht so eingelauft, dass man gesagt hat: Uns reichen 2 vermünftige Neuverpflichtungen, den Rest füllen wir mit Mitläufern auf.
Aber es kanh halt auch mal passieren, dass ein Spieler nicht die Erwartungen erfüllt, die ein Verein in ihn setzt. Das ist blöd, kommt aber vor.
Zweitens: Du argumentierst jetzt aus der aktuellen Lage mit einem enttäuschenden Mittelfeldplatz. Gemessen daran kann man sicher darüber reden.
Nur: Als Werder diese Spieler holte, hatte man sich Stück für Stück unter den ersten Drei der Bundesliga etabliert. Sicher ist das kein Ruhekissen, und wahrscheinlich hat Werder da tatsächlich Gefahren unterschätzt und seinen eigenen Status überschätzt. Aber aus der damaligen Situation ist es objektiv absolut nachvollziehbar, dass man die erfolgreiche Mannschaft nicht völlig umkrempelt, sondern versucht punktuell zu verstärken und ansonsten versucht, Talente zu holen und heranzuziehen sowie Ergänzungen holt. (Wobei es wie gesagt unbestritten ist, dass das so nicht geklappt hat).
Erst recht, weil diese Strategie jahrelang super geklappt hatte.


Was den Weggang von Boro, Owo, Klasnic betrifft: Jetzt lässt sich leicht sagen, dass diese nicht optimal ersetzt wurden.
Wobei: Wenn ich es recht besehe, hat Werder im Sturm Klasnic immerhin durch Pizarro ersetzt, eine Schwächung kann ich zumindest hier nicht erkennen.
Dass man den Eindruck hat, dass auch der Sturm schwächelt, liegt also sicher nicht an diesem Tausch, sondern an Form- und Knstanzproblemen bei Rosenberg, Almeida und Sanogo, aber das hat mit der Transferlage vor der Saison nix zu tun.

Über Owomoyela wird es sicher sehr unterschiedliche Meinungen geben: Wenn ich ihn punktuell bei Dortmund sehe, bedaure ich seinen Weggang, da er dort m.E. defensiv wesentlich zuverlässiger spielt als zuvor. Aber das ist entweder eine Frage der Motivation (wenn, dann war das Abgeben ok, da er es eben in Dortmund eher schafft, gute Leistungen zu bringen) oder der Spielsweise (wenn das so ist, war es auch ok ihn abzugeben, da er zumindest im Werder-System defensiv oft eine Achillesferse war).
Sicher - oder besser: vielleicht - könnte man ihn in der jetzigen Situation als Alternative zu Fritz ganz gut gebrauchen. Aber zu fordern, Werder hätte mit Fritz' krassem Leistungsabfall rechnen müssen und deshalb auf einen Spieler bauen sollen, der bei Werder mehr oder weniger auf dem Abstellgleis war (und zudem verletzungsanfällig), halte ich für weit hergeholt. Zudem hatte Werder (Stand Anfang der Saison) als Alternativen ein hoffnungsfvolles Talent, das hier spielen kann (Boenisch) sowie einen Routinier, der in der letzten Saison über lange Phasen zu den besten Außenverteidigern der Liga gehörte (Pasanen).
Dass das nicht geklappt hat, ist auch hier bedauerlich. Aber wenn sich Werder am worst case hätte orientieren sollen, hätte man wahrscheinlich einen Kader von 30, 40 Mann.

Borowski:
Erstens hat Werder ihn versucht zu halten. Zweitens hat Werder Özil als seinen Ersatz eingeplant und das klappt ja trotz allem auch gut. Hinzu kommt als weitere Möglichkeit Jensen. Auch hier völlig plausibel, dass Werder hier vor der Saison keinen weiteren Handlungsbedarf gesehen hat. Und die Probleme in diesem Bereich sind ja auch nicht auf mangelnde Qualität zurückzuführen, sondern auf Formprobleme. Abgesehen davon hat ein Spieler wie Vranjes, wenn Schaaf auf ihn gesetzt hat, in der Regel die Erwartungen erfüllen können.

Wenn es in der gesamten Mannschaft nicht läuft, glaube ich generell aber auch nicht wirklich, dass Leute von der Ersatzbank die Heilsbringer sein können, wie es dir nach meinem Eindruck vorschwebt. Genausowenig wie die Spieler, die Werder verlassen haben. Klasnic hat seine Leistung meist gebracht, sein Weggang ist eine eigene Geschichte, aber die anderen haben eben bei Werder auch gezeigt, dass sie selbst sehr unkonstant waren.

Statt den alten Kamellen nachzutrauern sollte man lieber hoffen, dass Werder die richtigen Schlüsse aus dieser Saison zieht.
Und dazu könnte durchaus auch ein Umbau bis Umbruch bei den Spielern gehören, da stimme ich dir zu. Es ist ja nämlich nicht so, dass ich die Situation schönreden will.

MFG dkbs
 
Das ist natürlich auch Quatsch... Sicherlich sind manche Kommentare ein wenig arg übertrieben, aber man sollte auch mal bedenken, dass es sich hier um Leute handelt, die zum Teil Millionen verdienen und da darf/muss man als Fan eine anständige Leistung erwarten können...

Da ALLE Profis in der Bundesliga extraordinär viel verdienen, bedeutet das im Umkehrschluss: Laut Deiner Sichtweise darf überhaupt NIEMAND jemals schlecht spielen.

"Darf/muss" man "als Fan" wirklich ein Preis-Leistungsverhältnis "erwarten" ...? Oder reden wir hier nicht vielleicht doch noch von einer Art SPORT - und von MENSCHEN ?
 
Naja, wir haben ja nicht erst seit gestern diverse Problempositionen und fangen uns nicht umsonst so viele Gegentore ein... Das mag sicherlich auch an der offensiven Spielweise liegen, aber auch an Spielern, die offensichtlich nicht stark genug und überfordert sind... Außerdem haben wir jede Menge verletzungsanfällige Spieler und so einer Situation muss ich eben vor einer Saison vorbeugen... Wie schon gesagt, das Kompensieren dieser Verletzungen mag letzte Saison gut geklappt haben, aber es war, wenn man mal ehrlich ist, abzusehen, dass das so nicht immer läuft... Wann hatten wir denn zuletzt mal eine Saison, in der wir annähernd den kompletten Kader in fittem Zustand hatten? Das ist lange lange her... Jedenfalls kann ich nicht, wenn ich sowieso schon so viele verletzungsanfällige Spieler habe, noch weitere Spieler abgeben und keine vernünftige Neuverpflichtungen (2 Spieler - Pizza und Özil - sind definitiv zu wenig in 2 Jahren, wenn man um eine Meisterschaft mitspielen will) tätigen... Auch wenn Boro, Owo, Klasnic etc. ihre Verletzungen hatten, aber zumindest waren es Alternativen, die nun nicht mehr da sind und das muss man kritisieren... Wen kann man denn bei uns von der Ersatzbank bringen (bei dem man denkt "Ja, der könnte was reissen")? Da fällt mir kein Spieler ein... Es sind zu viele Spieler im Kader, die ihre Leistung nicht konstant über einen längeren Zeitraum abrufen können und solche Spieler braucht man eben, wenn man um die Meisterschaft mitspielen will... Allofs hat ja die Tage in dem einen Interview wenigstens mal offen gesagt, dass der Kader in Sachen Qualität falsch eingeschätzt wurde und dass viele Spieler letzte Saison am Leistungslimit gespielt haben... Nur leider kommt diese Einschätzung viel zu spät...


Wer ist denn Deiner Ansicht nach so verletzungsanfällig, dass wir ihn aussortieren müssten? Das Wort "verletzungsanfällig" bedeutet für mich übrigens, dass jemand ständig an unterschiedlichen Verletzungen laboriert.

Wann haben denn andere Vereine mal "annähernd den gesamten Kader die gesamte Saison in einem fitten Zustand" ??? Hoffenheim tut sich schwer ohne Ibisevic, die Bayern mussten abwechselnd Klose und Toni ersetzen, bei nur drei echten Angreifern (und haben komischerweise trotzdem nicht Fred geholt, hüstel), bei Schalke haben Farfan und ENgelaar gleich zu Beginn lange gefehlt, Pander und Krstajic sowieso, und beim HSV spielt Marcell Jansen auch erst seit wenigen Wochen verletzungsfrei. Keinder dieser Vereine kann eine größere Anzahl verletzter Leistungsträger ohne weiteres auffangen - und wir auch nicht. Zeig mir den Bundesligaverein, der Spieler von der Kategorie Frings, Pizarro oder Diego ohne Qualitätsverlust ersetzen kann.

Du kritisierst, dass "Boro, Owo und Klasnic" bessere Alternativen waren als die, die nun bei uns spielen. Ich behaupte, dass Almeida im direkten Vergleich mit Klasnic inzwischen die deutlich bessere Perspektive hat, Rosenberg in der Form der Vorrunde auch. Owo hat seine Chance über Jahre nie nutzen können. Es ist etwas unehrlich, ihn jetzt besser zu machen als er bei uns je war. Clemens Fritz spielt erst seit der EM schwach, und Werder sieht es glücklicherweise als erfolgversprechendere Maßnahme, an seine Stärken zu glauben und ihm dabei zu helfen, den alten Leistungsstand möglichst bald wieder zu erreichen. Natürlich kann man jeden Leistungsträger, der in einem Loch steckt sofort für viel Geld einen teuren Ersatzmann vor die Nase setzen. Ich kenne aber kaum einen Klub, der so handelt.

Boro fehlt mir inzwischen auch. Die Frage ist nur: Wer würde für ihn auf der Bank sitzen? Als "Alternative" wäre er als A-Nationalspieler definitiv zu schade - und zu teuer.

Und das mit der ALlofs-Einschätzung ist auch so eine Sache. Wenn es nach den Fans geht, die schon vorher immer alles korrekt einschätzen, dann sind wir seit fünf Jahren viel zu schlecht besetzt. Dann haben wir ein Torwartproblem, eine Schrott-Innenverteidigung, mit Özil einen unfährigen, überteuerten Schalke-Ersatzspieler und mit Pizarro einen satten Absahner. Anschließend weiß man natürlich immer besser, ob es gut lief oder nicht. Werder oder ALlofs nutzen solche Ahnungen nicht viel. Die können nicht wahllos Spielern immer wieder andere Spieler vor die Nase kaufen, weil sie nicht sofort Leistung bringen. Wer Boenisch in Mailand gesehen hat kommt nicht unbedingt zu dem Resultat, dass der eine Null ist und dass man ihm keine positive Entwicklung mehr zutrauen kann. Pasanen dürfte ebenfalls bei den meisten Vereinen der Liga eine ganz gute Rolle spielen. Dass Baumann eine recht gute Vorrunde gespielt hat, haben die meisten hier sowieso nicht gemerkt. Und ein Fritz in Bestform gehörte auf seiner Position zu den besten deutschen Spielern. War es vor diesem Hintergrund wirklich so einfach, schon im letzten Sommer zu sagen, dass wir diesen Spielern teure Alternativen vor die Nase setzen müssen? Oder müsste man nicht mal einräumen, dass ein Verein nicht so planen kann wie seine Fans das gerne hätten?

Als Spieler, die den Ansprüchen der oberen BL-Regionen nicht gerecht werden, sehr ich eigentlich nur Tosic. Man sollte nicht Spieler, die derzeit ihre Form nicht konstant abrufen verwechseln mit Spielern, die für uns zu schlecht sind.
 
Da ALLE Profis in der Bundesliga extraordinär viel verdienen, bedeutet das im Umkehrschluss: Laut Deiner Sichtweise darf überhaupt NIEMAND jemals schlecht spielen.

"Darf/muss" man "als Fan" wirklich ein Preis-Leistungsverhältnis "erwarten" ...? Oder reden wir hier nicht vielleicht doch noch von einer Art SPORT - und von MENSCHEN ?

Natürlich darf ein einzelner Spieler mal schlecht spielen, weil er einfach nen schlechten Tag hat oder einfach in einem Tief steckt, das ist normal, hat jeder mal... Was ich als Fan jedoch erwarten kann ist, dass jeder Spieler bedingungslosen Einsatz zeigt und alles dafür tut, um zu gewinnen bzw. eine solide Leistung zu zeigen! Wenn dabei nicht alles klappt, okay, aber zumindest die Bemühung muß da sein!

Und das hab ich gerade diese Saison bei einigen Spielern vermisst...
 
Wer hat sich denn nicht bemüht? Nenn' mal konkrete Beispiele, bitte.

Hunt nach verlorenem Ball gegen Dortmund, Fritz wild gestikulieren trabend gegen Cottbus, Merte rennt zusammen mit Baumi weg vom Ball obwohl der gegner bereits 12 m vor dem eigenen Tor ist (und dreht sich beim Schuss auch noch weg)................
Und vlt waren die gezeigten Leistungen der letzten Saison bei einigen Spielern ja Topleistungen und nicht Normalform. Soweit ich weiss, hat Allofs in inem Interview bereits angedeutet, dass wohl einige Spieler letzte Saison besser gespielt haben, als sie eigentlich sin. Jetzt kannst du natürlich unterstellen, KA redet da absoluten Blödsinn, oder deine Theorie von dem baldigend erreichen der Normalform ist falsch. Naja, so kann man sich da eben auch widersprechen.
 
Ich würde es begrüssen wenn man anstatt so "Wundertüten" wie Ross oder Huseijnovic oder Niemeyer holt, mal einfach gestandene Buli-Spieler holt! Bei so No-Names aus dem Ausland brauchst du schon ne Menge Glück das die sofort einschlagen.......Gestandene Bundesliga-Spieler die seit Jahren sich dort bewiesen haben zb Ochs oder Russ aus Frankfurt oder wie damals ein Aogo aus der 2.Liga in Freiburg.....Das fände ich den richtigen Weg für Werder. Um Spieler aus dem Ausland zu bekommen die uns sofort weiterhelfen, glaube dazu ist Werder finanziell nicht in der Lage (soll heissen, das uns locker ein englischer Mittelclub überbietet zb)......Würde mein Hauptaugenmerk vielmehr auf den deutschen Markt legen!
Will deine Meinung nicht runtermachen,aber das sehe ich komplett anders!
Um international wettbewerbsfähig zu bleiben oder es noch mehr zu werden,muss man Spieler aus dem Ausland holen.Auch mal eine "Wundertüte".
Mit spielern wie Ochs oder Russ kann man nämlich international nicht in Konkurenz treten,da sie totaler Bundesligadurchschnitt sind.
Da sind mir Talente wie Huseijnovic oder Niemeyer doch lieber.
Außerdem hat Werder in den letzten Jahren oft bewiesen,wie oft solche Spieler einschlagen können.Beispiele:Ailton,Pizza,Micoud,Diego,Naldo.
Nebenbei bemerkt ist auch nicht jeder Spieler aus dem Ausland eine Wundertüte,auch dort gibt es natürlich gestandene Spieler.Die Chance,dass die nicht einschlagen ist ebenso groß, wie die bei einem deutschen Spieler.
Dass Bremen finanziell nicht in der Lage ist international zu konkurieren halte ich auch für aus der Luft gegriffen.
Mit Clubs wie ManU,Mailand,Madrid,ManCity etc. (eben den Spitzenclubs bzw."hoffenheimartigen" Vereinen der europäischen Top-Ligen) vielleicht nicht,aber mit einem englischen Mittelclub können wir allemal mithalten wenn wir wollen.
Werder wirtschaftet ja seit Jahren gut!
 
Natürlich darf ein einzelner Spieler mal schlecht spielen, weil er einfach nen schlechten Tag hat oder einfach in einem Tief steckt, das ist normal, hat jeder mal... Was ich als Fan jedoch erwarten kann ist, dass jeder Spieler bedingungslosen Einsatz zeigt und alles dafür tut, um zu gewinnen bzw. eine solide Leistung zu zeigen! Wenn dabei nicht alles klappt, okay, aber zumindest die Bemühung muß da sein!

Und das hab ich gerade diese Saison bei einigen Spielern vermisst...

Ich höre hier immer: "...Was ich als Fan erwarten darf?..."

Wenn überhaupt, dann darf die Gesellschaft Werder Bremen etwas erwarten. Als Fan zahlst du nicht einmal 2 Sekunden des Spielergehalts.

Ich habe ein Konto bei der Deutschen Bank. Darf ich jetzt erwarten, dass mir Ackermann den Kaffee bringt?

Sarkasmus beiseite: Wie der Linienrichter schon sagte, handelt es sich hier um Menschen und nicht nur das: Es handelt sich um sehr junge Menschen mit einer sehr hohen Verantwortung.

Um eine vergleichbare Gehaltsklasse zu nennen, ein Investmentbroker hat (zumindest noch bis letztes Jahr ;) ) bis zu 15 Millionen Euro im Jahr verdient, dabei ist aber selbst der jüngste Broker nicht jünger als 25 und wird dazu nur durch 4-8 Augen bei seiner Arbeit beobachtet, nicht von 30.000-90.000 Augen...
 
Hunt nach verlorenem Ball gegen Dortmund, Fritz wild gestikulieren trabend gegen Cottbus, Merte rennt zusammen mit Baumi weg vom Ball obwohl der gegner bereits 12 m vor dem eigenen Tor ist (und dreht sich beim Schuss auch noch weg)................

Das sah im Einzelnen sicher scheiße aus. Aber ich warne davor, das auf dem Platz für die Fans sichtbare Verhalten der Spieler so vordergründig zu interpretieren. Es ist eine außergewöhnliche Situation, dass man bei seiner Tätigkeit derart minutiös unter Beobachtung steht. Zum einen würde ich behaupten, dass da bei jedem Einzelnen, der sich in einer stressigen Wettbewerbssituation befindet, auch Gesten und Handlungen des Frustes zu sehen wären, wenn es nicht läuft.
Außerdem kann man die aufgezählten Verhaltensweisen schlecht gleichsetzen: Das Verhalten von Baumann und Mertesacker war schwaches Defensivverhalten, aber es ist grundsätzlich durchaus üblich, durch Zurückweichen Zeit zu gewinnen und zu verhindern, dass der Gegner völlig frei wird. Lustigerweise habe ich seitdem in irgendeiner Reportage ein ähnliches Verhalten gesehen (wobei der entscheidende Unterschied war, dass es bei Mertesacker und Baumann zu nah am Tor war), wo der/die Verteidiger ausdrücklich für dieses kluge Verhalten gelobt wurden. Ein bisschen ist es eben so, dass die Kritik sich nach dem Erfolg einer Aktion richtet.

Schließlich ist es m.E. auch problematisch, Veraltensweisen so "moralisch" zu beurteilen. Auch wenn man dabei manchmal auf mangelnden Einsatz o.ä. schließen möchte: Die Körpersprache ist unterschiedlich, von ihr auf mangelnden Einsatz zu schließen, ist gefährlich und eine Unterstellung. Gerade bei dem. was du bei Fritz beschreibst, würde ich meinen, dass das höchstens die Unzufriedenheit mit Raumaufteilung, Freilaufen oder irgendwas in der Art zeigt, und die war bestimmt nicht unberechtigt.

Und vlt waren die gezeigten Leistungen der letzten Saison bei einigen Spielern ja Topleistungen und nicht Normalform. Soweit ich weiss, hat Allofs in inem Interview bereits angedeutet, dass wohl einige Spieler letzte Saison besser gespielt haben, als sie eigentlich sin. Jetzt kannst du natürlich unterstellen, KA redet da absoluten Blödsinn, oder deine Theorie von dem baldigend erreichen der Normalform ist falsch. Naja, so kann man sich da eben auch widersprechen.

Das Eine schließt das Andere nicht aus. Es wäre sehr sinnvoll, sich bewusst zu machen, dass die letzten 5 Jahre kein Normalfall waren, sondern dass Werder etwa historisches aufgebaut hat, dass es zumindest national die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgescchichte waren. Das kann man m.E. nicht als Standard setzen.
Was in dieser Saison bisher passiert ist, ist allerdings genausowenig die Normalform geschweige denn die Topleistung, zu der Werder in der Lage ist.

MFG dkbs
 
Hunt nach verlorenem Ball gegen Dortmund, Fritz wild gestikulieren trabend gegen Cottbus, Merte rennt zusammen mit Baumi weg vom Ball obwohl der gegner bereits 12 m vor dem eigenen Tor ist (und dreht sich beim Schuss auch noch weg)................
Und vlt waren die gezeigten Leistungen der letzten Saison bei einigen Spielern ja Topleistungen und nicht Normalform. Soweit ich weiss, hat Allofs in inem Interview bereits angedeutet, dass wohl einige Spieler letzte Saison besser gespielt haben, als sie eigentlich sin. Jetzt kannst du natürlich unterstellen, KA redet da absoluten Blödsinn, oder deine Theorie von dem baldigend erreichen der Normalform ist falsch. Naja, so kann man sich da eben auch widersprechen.

Wenn Du argumentierst als seien die Spieler Beamten, von denen man immer dieselbe Sorgfalt einfordern darf, dann darfst Du Dich auf der anderen Seite aber auch nicht beschweren, wenn sie wie Beamten spielen.

Ich will weiterhin Menschen und Sportler sehen, die zu besonderen Dingen in der Lage sind, aber auf der anderen Seite dann eben auch fehlbar sind und Dinge tun, die sie beim nächsten Mal anders tun würden. Wer von uns seinen Job immer zu 100 % perfekt erledigt, der werfe den ersten Stein.

@ Sopho und dkbs

:tnx:
 
Ich höre hier immer: "...Was ich als Fan erwarten darf?..."

Wenn überhaupt, dann darf die Gesellschaft Werder Bremen etwas erwarten. Als Fan zahlst du nicht einmal 2 Sekunden des Spielergehalts.

Ich habe ein Konto bei der Deutschen Bank. Darf ich jetzt erwarten, dass mir Ackermann den Kaffee bringt?

Sarkasmus beiseite: Wie der Linienrichter schon sagte, handelt es sich hier um Menschen und nicht nur das: Es handelt sich um sehr junge Menschen mit einer sehr hohen Verantwortung.

Um eine vergleichbare Gehaltsklasse zu nennen, ein Investmentbroker hat (zumindest noch bis letztes Jahr ;) ) bis zu 15 Millionen Euro im Jahr verdient, dabei ist aber selbst der jüngste Broker nicht jünger als 25 und wird dazu nur durch 4-8 Augen bei seiner Arbeit beobachtet, nicht von 30.000-90.000 Augen...

Wenn ich mit dem Druck nicht umgehen kann, dann muss ich mir eben einen anderen Beruf aussuchen... Dass man von 30.-90.000 Augen beobachtet wird, bringt der Beruf des Profifußballers mit sich... Ich finde schon, dass ein Spieler eine gewisse Leistung bringen muss... Natürlich in erster Hinsicht dem Arbeitgeber gegenüber, aber auch dem Fan, der etwas geboten bekommen möchte... Dass ein Spieler mal ein schlechtes Spiel macht oder mal eine Krise hat, ist normal, keine Frage... Dass ein Spieler aber meint, sich nach einer guten Hinrunde auf den Lorbeeren ausruhen zu müssen (bsp. Sanogo), ist absolut nicht akzeptabel... Das ist in meinen Augen kein Profi, sondern ein reiner Abzocker und von solchen Leuten würde ich mich rigoros trennen...
 
Will deine Meinung nicht runtermachen,aber das sehe ich komplett anders!
Um international wettbewerbsfähig zu bleiben oder es noch mehr zu werden,muss man Spieler aus dem Ausland holen.Auch mal eine "Wundertüte".
Mit spielern wie Ochs oder Russ kann man nämlich international nicht in Konkurenz treten,da sie totaler Bundesligadurchschnitt sind.
Da sind mir Talente wie Huseijnovic oder Niemeyer doch lieber.
Außerdem hat Werder in den letzten Jahren oft bewiesen,wie oft solche Spieler einschlagen können.Beispiele:Ailton,Pizza,Micoud,Diego,Naldo.
Nebenbei bemerkt ist auch nicht jeder Spieler aus dem Ausland eine Wundertüte,auch dort gibt es natürlich gestandene Spieler.Die Chance,dass die nicht einschlagen ist ebenso groß, wie die bei einem deutschen Spieler.
Dass Bremen finanziell nicht in der Lage ist international zu konkurieren halte ich auch für aus der Luft gegriffen.
Mit Clubs wie ManU,Mailand,Madrid,ManCity etc. (eben den Spitzenclubs bzw."hoffenheimartigen" Vereinen der europäischen Top-Ligen) vielleicht nicht,aber mit einem englischen Mittelclub können wir allemal mithalten wenn wir wollen.
Werder wirtschaftet ja seit Jahren gut!


Micoud würde ich nicht als Wundertüte bezeichnen. Immerhin war er Nationalspieler. Ich denke Leverkusen macht es besser mit den verpflichtingen wie Helmes oder Kiesling.
 
Wenn ich mit dem Druck nicht umgehen kann, dann muss ich mir eben einen anderen Beruf aussuchen... Dass man von 30.-90.000 Augen beobachtet wird, bringt der Beruf des Profifußballers mit sich... Ich finde schon, dass ein Spieler eine gewisse Leistung bringen muss... Natürlich in erster Hinsicht dem Arbeitgeber gegenüber, aber auch dem Fan, der etwas geboten bekommen möchte... Dass ein Spieler mal ein schlechtes Spiel macht oder mal eine Krise hat, ist normal, keine Frage... Dass ein Spieler aber meint, sich nach einer guten Hinrunde auf den Lorbeeren ausruhen zu müssen (bsp. Sanogo), ist absolut nicht akzeptabel... Das ist in meinen Augen kein Profi, sondern ein reiner Abzocker und von solchen Leuten würde ich mich rigoros trennen...

Ich finde es mehr als bedenklich, was einige hier von einem Fussballer in jungen Jahren verlangen, während sie selbst im gleichen Alter wahrscheinlich gerade Zeitungen ausgetragen haben.
Denkt doch einfach mal zurück, wozu man selbst in diesem Alter im Stande war.
Von einem Profifussballer erwarte ich Talent und Einsatz, der Rest wird mit der Zeit erlernt.
Nur weil dir eine Mannschaft für dein Talent ein paar Millionen Euro hinterherschmeisst, heisst das noch lange nicht, dass man automatisch schwankungsresistent wird.

Dass es auch einige schwarze Schafe gibt (nicht auf Sanogos Hautfarbe zu beziehen), zieht natürlich auch andere mit runter und erhöht zugleich den Druck.
 
Ich finde es mehr als bedenklich, was einige hier von einem Fussballer in jungen Jahren verlangen, während sie selbst im gleichen Alter wahrscheinlich gerade Zeitungen ausgetragen haben.
Denkt doch einfach mal zurück, wozu man selbst in diesem Alter im Stande war.
Von einem Profifussballer erwarte ich Talent und Einsatz, der Rest wird mit der Zeit erlernt.
Nur weil dir eine Mannschaft für dein Talent ein paar Millionen Euro hinterherschmeisst, heisst das noch lange nicht, dass man automatisch schwankungsresistent wird.

Dass es auch einige schwarze Schafe gibt (nicht auf Sanogos Hautfarbe zu beziehen), zieht natürlich auch andere mit runter und erhöht zugleich den Druck.

:tnx:
 
Ich finde es mehr als bedenklich, was einige hier von einem Fussballer in jungen Jahren verlangen, während sie selbst im gleichen Alter wahrscheinlich gerade Zeitungen ausgetragen haben.
Denkt doch einfach mal zurück, wozu man selbst in diesem Alter im Stande war.
Von einem Profifussballer erwarte ich Talent und Einsatz, der Rest wird mit der Zeit erlernt.
Nur weil dir eine Mannschaft für dein Talent ein paar Millionen Euro hinterherschmeisst, heisst das noch lange nicht, dass man automatisch schwankungsresistent wird.

Dass es auch einige schwarze Schafe gibt (nicht auf Sanogos Hautfarbe zu beziehen), zieht natürlich auch andere mit runter und erhöht zugleich den Druck.

Also mit Anfang 20 stehen viele auch schon mitten im normalen Berufsleben und müssen eine gewisse Leistung bringen... Viele Spieler in der heutigen Zeit meinen anscheinend, dass ein gutes Spiel langt, um sich dann wieder mal für eine Weile auszuruhen... Und das ist, so leid es mir tut, keine Profieinstellung... Ich rede ja hier nicht nur von Talenten, sondern allgemein vom Profifußballer jeden Alters... Für das viele Geld, was ein Spieler in der Buli bekommt, muss er sich eigentlich jedes Spiel den A.... aufreissen und das hat mir bei unserer Mannschaft in der letzten Zeit öfter gefehlt... Man muss dann eben auch mal ein Spiel durch Kampf gewinnen... Hacke, Spitze, eins, zwei, drei ist sicherlich schön, wenn das funktioniert, aber das geht eben nicht immer...
 
Also mit Anfang 20 stehen viele auch schon mitten im normalen Berufsleben und müssen eine gewisse Leistung bringen... Viele Spieler in der heutigen Zeit meinen anscheinend, dass ein gutes Spiel langt, um sich dann wieder mal für eine Weile auszuruhen... Und das ist, so leid es mir tut, keine Profieinstellung... Ich rede ja hier nicht nur von Talenten, sondern allgemein vom Profifußballer jeden Alters... Für das viele Geld, was ein Spieler in der Buli bekommt, muss er sich eigentlich jedes Spiel den A.... aufreissen und das hat mir bei unserer Mannschaft in der letzten Zeit öfter gefehlt... Man muss dann eben auch mal ein Spiel durch Kampf gewinnen... Hacke, Spitze, eins, zwei, drei ist sicherlich schön, wenn das funktioniert, aber das geht eben nicht immer...

Was ich von einer Mannschaft erwarte, ist dass sie sich im Training den Hintern aufreissen und VERSUCHT dies im Spiel umzusetzen.

Wer vielleicht schonmal Vorträge gehalten hat, weiss wie frustrierend es ist, wenn man trotz harter Vorbereitung, am entscheidenden Tag einige Aussetzer hat.
Auch, wenn es den Anschein hat, man habe es vielleicht nicht ernst genommen, heisst das nicht, das man nicht mit Einsatz dabei war.

Im Übrigen glaube ich, dass die von dir angesprochenen 20-jährigen, die im Berufsleben stehen

a) in den geringsten Fälle in dem Alter grosse Verantwortung tragen
b) die Leistung nicht vergleichbar ist. Ist schon ein Unterschied, ob man einen geregelten Arbeitsablauf hat oder, wie im Falle eines Fussballspielers, diese Leistung mit Kreativität und höchster Konzentration verbinden muss. Bis auf die Elfmeter sehe ich keinen Bewegungsablauf, der einem vorigen gleicht.
 
Sopho & Jablonski: :tnx:

@ Meister_Propper2:
Ich glaube, du unterschätzt die "Leistung" von Profifußballern etwas: Du sprichst davon, man müsse eine "gewisse Leistung" erwarten können. Das ist sicher wahr, aber ich behaupte, dass du das in jedem Spiel von jedem Spieler zu sehen bekommst. Wenn da Spieler abfallen, dann im Vergleich zu den anderen und innerhalb eines Systems. Das ist dumm, kann aber passieren und wird ausschließlich deshalb so dramatisiert, weil die Spieler so im Fokus der Öffentlichkeit stehen.
Ich z.B. vertippe mich hin und wieder mal. Das hat aber keine großen Auswirkungen, weil ich es korrigieren kann und weil es zumindest im Forum irgendwo auch egal ist, weil der Inhalt zählt. Aber im Fußball wäre jeder Tippfehler sofort ein Ballverlust, Stellungsfehler oder Gegentor. Weil da der kleinste Fehler nicht mehr gut zu machen ist. Das allein unterscheidet Fußballer von den meisten anderen Berufen. Hinzu kommt, dass es sich um eine Tätigkeit handelt, bei der es in hohem Maße auf selbständiges Agieren und auf Kreativität, aber auch auf Antizipation ankommt, man also mit buchhalterischer Sorgfalt nicht weiterkommt. Ein Spieler kann durchaus richtig, in sich logisch handeln und steht doch doof da, wenn der Gegner anders handelt als er sich das gedacht hat. Und so weiter.
Man kann das wirklich nicht beurteilen, indem man das mit irgendwelchen anderen Sachen gleichsetzt. Das bedeutet keinen Welpenschutz. Immerhin kann es Profifußballern z.B. auch passieren, dass sie plötzlich arbeits- oder (in Spielen) beschäftigungslos sind, obwohl sie irgendwie nichts falsch gemacht haben.

MFG dkbs
 
Immerhin kann es Profifußballern z.B. auch passieren, dass sie plötzlich arbeits- oder (in Spielen) beschäftigungslos sind, obwohl sie irgendwie nichts falsch gemacht haben.

MFG dkbs

Das betrifft anderen Arbeitnehmern auch, frag doch mal bei Opel oder Nokia nach. Aber dem Rest stimme ich vollkommen zu. Es handelt sich hier um Sport
und dort entscheiden Nuancen. Und genau das macht diesen Sport ja aus, es gewinnt (zwar häufig, aber) nicht immer der, der das meiste Geld hat, weil noch Menschen auf dem Platz stehen.

Ich bin zufrieden, wenn sich die Spieler reinhängen und kontrolliert kreativ agieren (das klappte die letzten Jahre sehr gut).
 
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