Du meinst wohl Mittelmäßig funktioniert! Wenn es sehr gut gehen würde, dann hätten wir nicht die Schießbude der Liga! Hier widersprichst du dir doch selbst.
Klar: Die Offensive funktioniert besser als die Defensive, da gebe ich dir ja recht. Nur klang dein F 1 Beispiel so, als würde Werder meilenweit hinter dem Feld hinterhertuckern, und so ist es ja nun auch wieder nicht. Die Gesamtergebnisse sollten in die Beurteilungen schon auch noch eingehen.
Und noch was, selbst ein mittelmäßiges Formel Eins Team versucht sich stätig zu verbessern um in der nächsten Saison mehr Punkte einzufahren. Sei es mit neuem Personal oder neuer Technik in Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten! Es ist mir zu billig zu behaupten, dass wir mit dem zufrieden sein sollen was gerade ist! Ich gebe mich nicht damit zufrieden zu sehen, wie jedes Jahr die gleichen Fehler gemacht werden. Vor allem dann nicht, wenn genau diese Dinge zu genüge Eingestanden worden sind von KATS und behauptet wurde, daran zu arbeiten. Mit welchem Erfolg sehen wir auf dem Platz und vor allem an der Statistik, die in diesem Fall nicht trübt, sondern genau unser Problem wiederspiegelt. Und ich sage es noch mal: Stillstand in diesem Geschäft ist = Rückschritt! Andere Mannschaften schlafen nicht, sondern holen ständig auf. Siehe Dortmund, Leverkusen, Wolfsburg,....!
Richtig. Die Bilanz der letzten Jahre beweist allerdings, dass Werder auch nicht schläft. Nach vorne ist die Luft dünner und der Spielraum für deutliche Verbesserungen nicht mehr so groß wie dort, woher Wolfsburg oder Dortmund kommen. Natürlich muss sich Werder auch weiterentwickeln und ich habe auch Vorstellungen davon, wo und wie. Aber dass Stillstand in jedem Sinne Rückstand ist, stimmt nicht, denn auch wenn sich Werder in den letzten drei Jahren nicht groß entwickelt zu haben scheint, ist es auch eine Form der Weiterentwicklung und des Fortschritts, den Status, den man sich durch das Double geholt hat, zu behaupten und zu zementieren.
Außerdem: Mich nerven die Fehler auch, erst recht, wenn verlorene Spiele sich ähneln: Aber eigentlich ist es Quatsch zu sagen, es dürften nicht die gleichen Fehler vorkommen.
Natürlich erwartet man zurecht, dass an ihnen gearbeitet wird. Aber Fehler sind ja auch system-, wesens- und charakterbedingt und wenn man eine junge, angriffslustige, auf spielerische Lösungen gedrillte Mannschaft hat, dann wird die Mannschaft eben zu anderen Fehlern neigen als eine Mannschaft wie Schalke, die erfahren, ordnungs- und ballkontrollorientiert ist sowie besser gegen den Ball spielt als bei eigenem Ballbesitz.
Jetzt mal ernsthaft: Was erwartet man, wenn man von den immer gleichen Fehlern lamentiert (tue ich ja auch!): Sollen sich die Spieler an schlechten Tagen immer neue Fehlerarten ausdenken und was sollte das beweisen? Natürlich lautet die naheliegende Antwort: Sie sollen keine Fehler machen, aber das ist dann eher eine Frage der Konzentration und auch ein bisschen unrealistisch, aber ich habe den Eindruck, darum geht es einigen tatsächlich.
Wir haben nicht mal 1/3 der Saison hinter uns und schon min. zwei Spiele der Jungs gesehen, wo man anscheinend satt ist oder man denk man sei die Übermannschaft die nur durch reine Anwesenheit das Spiel gewinnen kann.
Zustimmung. Wobei die Spekulationen über die Art der unangemessenen Einstellung allerdings spekulativ sind.
Wenn die Herren den Titel wollen, dann müssen sie das in jedem Spiel zeigen.
Das wiederum ist unrealistisch. Zumindest wenn es um die "Leistung" geht. Wenn es um Kampfgeist, Einstellung usw geht, muss man unterscheiden.
Was auf der Tribüne oder im TV so aussieht wie Leistungsverweigerung o.ä., ist es in den seltensten Fällen. Dennoch ist eine professionelle Einstellung natürlich Voraussetzung. Aber auch hier: Vorsicht mit zu einfachen Diagnosen.
Ehrlich gesagt habe ich keine Lust 200€ für einen Trip nach Stuttgart zu bezahlen um dann Arbeitsverweigerung von denen zu sehen, denen wir alle sehr viel Herzblut und Geld schenken! Mann kann immer mal einen aussetzter Haben in einer Saison. Niemand verlangt von ihnen zu funktionieren, jedoch erwarte ich zumindest eine gewisse Einstellung. Und das fängt schon bei Einhaltung gewisser Trainingszeiten an!!!
Vollstes Verständnis. Professionelle Einstellung ist Voraussetzung für alles.
Man kann wahrscheinlich lange spekulieren und diekutieren ob und wo die fehlt, denn nicht alles ist so, wie es ausschaut. Dennoch ist auch mein Eindruck, dass vielleicht eines der Probleme bei Werder ist, dass - in dem verständlichen und richtigen Bemühen, den Eigenantrieb zu fördern, auf Kreativität zu setzen usw, um das zu erreichen, was man Jahr für Jahr an vielen Ergebnissen ablesen kann und was im Endeffekt auch richtig ist - manchmal etwas aus dem Blickfeld gerät, dass es sich gleichzeitig um einen "Wettkampf" handelt, bei dem auch Dinge wie Konzentration, Spannung, Disziplin und Härte entscheidend und notwendig sind.
Nehmen wir an genau dieses wurde auch versucht in der Vorbereitung, dann sollte man sich kritisch hinterfragen habe ich es richtig angepackt? Wurde es von den Spielern verstanden? Wenn nicht, was können wir noch tun? Kann der Trainerstab das nicht vermitteln oder ist das vorhandene Personal nicht in der Lage dazu? Dann sollte der nächste Schritt in Form von neuem Personal in Erwägung gezogen werden. Denn nach Aussagen der Beteiligten werden die vielen Gegentreffer nicht in so einfach in Kauf genommen mit der Hoffnung wir werden schon vorne eins mehr Schießen als wir rein bekommen. Also bedeutet das für mich, dass in irgendeiner Form der Hebel angesetzt werden muss. Sowohl in Taktischer als auch in Mentaler Form. Zumindest die Ordnung auf dem Platz kann man üben. Nebenbei gesagt: Ecken auch!
Auch da durchaus Zustimmung. Niederlagen wie die in Stuttgart sind auch immer der Beleg dafür, dass irgendwas vorher nicht geklappt hat. Ich beteilige mich ja auch gerne an der Diskussion um Schwächen und Ursachen. Dass da "in irgendeiner Form der Hebel angesetzt werden muss" ist klar. Ich bin aber auch sicher, dass das getan wird. Das wird bei Vielen ggf. für ein Seufzen sorgen, weil die Art und Weise, wie auf sowas reagiert wird, zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus geht. Alles bekannt seit Jahren. Aber ohne dass die Grundlagen der Arbeit irgendwo – trotz allem – stimmen müssen, steht man nicht da, wo Werder steht - das wollte ich mit meinem Lada-Beispiel ausdrücken. Natürlich heißt das nicht, dass es nicht besser geht und weitergearbeitet werden muss.
Wobei ich glaube, dass die tragenden Mauern unter Schaaf sich ebensowenig mehr ändern wie die daraus entstehenden bzw. damit verbundenen "Schwächen". Und damit muss man glaube ich auch lernen zu leben, ohne nach Niederlagen, auch harten, im Karee zu springen.
Nun hoffe ich auf positive Veränderung und einem Hunger der Spieler auf Titel!:svw_schal:
MFG dkbs