Adrian Maleika - Für immer einer von uns

Am 16. Oktober 1982 besiegte der Hamburger SV in der zweiten Runde des DFB-Pokals Werder Bremen mit 3:2. Horst Hrubesch und Lars Bastrup (zwei) erzielten die Tore für die Hanseaten bei Gegentreffern von Thomas Schaaf und Johnny Otten. 20.000 Zuschauer waren im Hamburger Volksparkstadion zugegen - ein junger Bremer Fan wäre auch gerne dabei gewesen, doch er erlebte den Anpfiff des Spiels nicht: Adrian Maleika wurde auf dem Weg ins Stadion von HSV-Hooligans von einem Stein getroffen . Der 16 Jahre alte Glaserlehrling starb am Tag darauf im Altonaer Krankenhaus. Sein Tod bedeutete eine Zäsur in der Hamburger und Bremer Fußball-Fanszene. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Verhältnis zwischen den Werder- und HSV-Anhängern als recht normal gegolten. Bremer Fan-Veteranen charakterisieren es rückblickend sogar als "teilweise fast freundschaftlich".
 
Wie die Irren haben sie während der Choreo "Bremer, Bremer, Hu-ren-söhne" gebrüllt ... und schräg gegenüber von uns hing ein Transparent der Hamburger Löwen - und das auch noch in Schwarz-Weiß. Geschmackloser geht's nicht, Hamburg!

Die Fahne hängt da doch immer, meine ich, genauso wie es die Rufe immer gibt. Sollen jetzt alle auf "Wir haben uns alle lieb" machen, nur weil da ne "Adrian unvergessen" Fahne hing oder was? Entweder ganz oder gar nicht.
 
Das ist doch genau das, was ich meinte. Deswegen hat man da nicht so eine Choreo zu machen.
 
Nein. Man hat den Namen Maleika aus Respekt vor ihm und seinem sinnlosen Tod aus den heutigen Animositäten gefälligst rauszuhalten. Möge er in Frieden ruhen.

Wenn man an ihn in einem Fußballstadion gedenken will, dann doch wohl gemeinsam mit den Hamburgern, unter dem Motto: Soetwas soll nie wieder passieren, lasst uns die Rivalität in einem vernünftigen Rahmen halten. Mir wird aber schlecht, wenn man Maleika zu einer Moralkeule macht, mit der man dem HSV eins überbrät und sein Gesicht so überdimensional dort zeigt. Was soll das für ein lächerlicher Totenkult bitte sein? Maleika war kein Held, sondern ein normaler Fußballfan, der völlig unsinnigerweise durch einen Hool-Angriff starb, eine tragische Person. Warum soll man sein Gesicht riesengroß zeigen? Was soll das?
 
Nein. Man hat den Namen Maleika aus Respekt vor ihm und seinem sinnlosen Tod aus den heutigen Animositäten gefälligst rauszuhalten. Möge er in Frieden ruhen.

Wenn man an ihn in einem Fußballstadion gedenken will, dann doch wohl gemeinsam mit den Hamburgern, unter dem Motto: Soetwas soll nie wieder passieren, lasst uns die Rivalität in einem vernünftigen Rahmen halten. Mir wird aber schlecht, wenn man Maleika zu einer Moralkeule macht, mit der man dem HSV eins überbrät und sein Gesicht so überdimensional dort zeigt. Was soll das für ein lächerlicher Totenkult bitte sein? Maleika war kein Held, sondern ein normaler Fußballfan, der völlig unsinnigerweise durch einen Hool-Angriff starb, eine tragische Person. Warum soll man sein Gesicht riesengroß zeigen? Was soll das?

da war er schon wieder Dein Denkfehler! Man wollte eben NICHT "dem HSV einen überbraten", sondern eines Jungen gedenken der damals bei haargenau diesem Anlass auf tragische Weise zu Tode kam durch Mörder und Verbrecher die zufällig Kleidung des HSV trugen, aber wohl kaum im Sinne des HSV gehandelt haben! Hier ging es um nackten, blanken Hass!
Das hat mit dem HSV ansich sowas von GARNICHTS zu tun! Aber es war nunmal dieses Schicksalsträchtige Derby bei dem es passierte! Und darum ist der Ort und der Zeitpunkt genau richtig um ihm zu Gedenken!
 
Es hat ihn ja keiner zu einem Held ernannt.
Ich persönlich fand die Choreo vollkommen in Ordnung.
Allerdings hab ich das ganze nicht als Huldigung aufgenommen.
Für mich war es eine Erinnerung an einen der dunkelsten Tage des Fußballs an dem ein Mensch sinnlos ums Leben kam.

So etwas sollte nun wirklich niemals in Vergessenheit geraten.
Das natürlich immer Leute diesen Ernst der Lage nicht raffen, bzw. diese Geste als Provkation oder unnötig ansehen, kann keiner vermeiden.
Ein paar Vollidioten aus Hamburg wollten das Ding anscheinend ja sogar "verhindern".

Genauso stimmen dann einige Experten im Gästeblock (mit der Pappe in der Hand) Scheiß HSV oder Sonstiges an...:face:
Wird sich in einem Fußballstadion nie vermeiden lassen.

Aber genauso sollte man die Geschichte immer weiter tragen und in gewissen Maßen "aufklären".
Wer sich dagegen stellt, stellt sich dagegen, wer sich fragt "was war denn mit diesem Adrian", den hat man zumindest mal erreicht.

Und da sich dieses tragische Ereignis um ein Fußballspiel ereignete, sehe ich ein Fußballspiel nicht als den falschen Ort an, um an dieses zu erinnern.

Wer sich während einer solchen Aktion nicht benehmen kann, beweist eben wenig bis kein Sozialverhalten. Man kann nie alle ändern. Der Versuch sollte aber immer erlaubt sein!

P.S: Das sind meine ganz eigenen Ansichten. Wenn die Beweggründe der Initiatoren der Choreo andere sind/waren, teile ich diese nicht.
Für mich war es ein Trauermoment, der aufklären soll und das finde ich nicht falsch "punkt"
 
Das hat mit dem HSV ansich sowas von GARNICHTS zu tun! Aber es war nunmal dieses Schicksalsträchtige Derby bei dem es passierte! Und darum ist der Ort und der Zeitpunkt genau richtig um ihm zu Gedenken!

Dass Ort und Zeitpunkt, neben der Art und Weise, eben nicht richtig waren, sieht man doch schon an Reaktionen wie zum beispiel von Commando Tasdorf. Die Choreo wird bei denen, die ähnlich wie er denken, die Abneigung gegen die Hamburger noch verstärkt haben, nur weil die es gewagt haben, ihr normales Derbyprogramm abzuspulen. Da kommt dann diese moralische Überlegenheit: wir sind die besseren, weil wir richtig trauern können (und zwar um jemanden, den ihr umgebracht habt), während ihr uns beschimpft.

Die einzige Möglichkeit, vernünftig zu gedenken, wäre mMn gewesen, sich mit Chosen Few und Poptown zusammenzusetzen und sich etwas gemeinsam zu überlegen.
 
Richtig. Wenn es dort Ansprechpartner gegeben hätte.

Und richtig wäre es auch, sowas vielleicht nicht bei einem Fußballspiel zu machen, sondern vielleicht in einem privaten Rahmen - oder dass man sich vielleicht mal inhaltlich mit Problemen wie Rivalität oder Gewalt beim Fußball anlässlich dieses Ereignisses auseinandersetzt. Ein Bild hochzuhalten stellt dafür keinen adäquaten Ersatz dar.
 
Dass Ort und Zeitpunkt, neben der Art und Weise, eben nicht richtig waren, sieht man doch schon an Reaktionen wie zum beispiel von Commando Tasdorf. Die Choreo wird bei denen, die ähnlich wie er denken, die Abneigung gegen die Hamburger noch verstärkt haben, nur weil die es gewagt haben, ihr normales Derbyprogramm abzuspulen. Da kommt dann diese moralische Überlegenheit: wir sind die besseren, weil wir richtig trauern können (und zwar um jemanden, den ihr umgebracht habt), während ihr uns beschimpft.

Die einzige Möglichkeit, vernünftig zu gedenken, wäre mMn gewesen, sich mit Chosen Few und Poptown zusammenzusetzen und sich etwas gemeinsam zu überlegen.

Das haben unsere Fans wohl verpennt. Die Hamburger kamen doch gestern vorm Spiel hoch und wollten reden. :D
 
Ich war damals im Oktober 1982 beim Pokalspiel dabei in Hamburg. Nach fast 31 Jahren danach ist das alles immer noch schwer zu begreifen, zu welchen "Straf"taten Menschen in der Lage sind,obwohl es nur um unseren
geliebten Fußball geht.

:x: R. I. P. Adrian
 
saudumm :crazy:

allerdings hilft es auch nicht weiter, sondern, im gegenteil, provoziert solche aktionen nur, wenn von bremer seite aus den hamburgern das thema maleika immer wieder unter die nase gerieben wird.
 
Am kommenden Montag, dem 17. Oktober wird der Hamburger SV anlässlich des 40. Todestags von Adrian Maleika eine Gedenktafel am Volksparkstadion enthüllen.

https://www.hsv.de/news/adrian-maleika-tod-eines-fussballfans

Es ist ein trauriger Tag für Fußballfans und insbesondere für die Familie Maleika .
Es war vor vielen Jahren als ein Nordderby anstand , ich befand mich auf dem Weg zum Stadion der Weser entlang , zufällig begleitete ich
den damaligen österreichischen Nationaltrainer Marcel Koller zum Stadion , wir unterhielten uns über das große Aufgebot an Polizisten ,
ich erzählte ihn dann die Geschichte von Adrian Maleika , er blieb stehen , und ich konnte sein erschrecken in seinen Augen sehen , stillschweigend gingen wir zum Stadion .
 
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