[...]Zum Thema: Betrachten wir das übriggebliebene Sechzehnerfeld inklusive der schon Ausgeschiedenen, dann wirken auf mich von den sechs Mannschaften Argentinien, Brasilien, Deutschland, Belgien, Holland und Frankreich, die in Summe die individuell deutlich besseren Kicker haben als der übrige Rest, Holland und Frankreich bisher als beste Teams, also im mannschaftlichen Sinne, noch mehr Frankreich. Brasilien hat den Heimvorteil. Deutschland hat die beste Mannschaft, dafür aber taktische Defizite und ist was Positionen und Mannschaftsteile angeht, falsch zusammen- sowie aufgestellt. Ich glaube zum Beispiel nicht, dass Fernandinho, Hulk oder Fred in der deutschen, ersten Elf spielen würden. Auf der anderen Seite wären Leute wie Draxler oder Schürrle in 29 von 32 Teams gesetzt. Mindestens. Was allerdings aus diesem Potential gemacht wird, ist mitunter ärgerlich.
Zu allem Überfluß wirkt mir Löw wie ein komischer Sturkopf, der manchmal, warum auch immer, konsequent das Falsche durchzieht (irgendwo her kommt mir das nur allzu bekannt vor). Als ob er allen beweisen will "ich mach das so und fertig, egal was dabei raus kommt". Mich nervt mittlerweile sehr, dass deswegen diese überragende Spielergeneration regelmäßig bei Turnieren leer ausgeht.
Und anders als Mezzo fehlt mir der Glaube, dass diese Mannschaft in Tempo und flexibler Spielgestaltung innerhalb einer Partie gut variieren kann. Kam es auf Spitz und Knopf, hat D unter Löw zu oft das Gegenteil bewiesen. Die USA haben nie wirklich am Spiel teilgenommen, besonders offensiv, wollten und mussten kaum einmal im Verlauf. Daher würde ich das "kaum was zugelassen" an der Stelle nicht überbewerten.[...]