Das hat KA durchaus anders rübergebracht (den Auszug habe ich zufällig live mitverfolgt) - aber interessant, wie man Aussagen deuten kann, die eigentlich gar keine Deutungsnotwendigkeit beinhalten.
KA hat sich wie folgt ausgedrückt:
1. Dass man mit einem Spielmacher weitermacht (ihm mehr Verantwortung zugedenkt), der zuvor bereits unter Vertrag stand, habe man im Falle des Weggangs von Diego schon einmal so praktiziert, als man Özil (der ja auch schon neben dem Spielmacher Diego auflief) mehr Verantwortung zugedachte (anstatt einen 1:1 Ersatz für Diego zu verpflichten).
2. Man habe - quasi nach gleichem Muster - Aaron Hunt zugetraut, mehr Verantwortung zu übernehmen und die Spielgestalter-Lücke zu schließen, die Özil hinterließ (anstatt sich um einen 1:1 Ersatz für Özil zu bemühen).
3. Aaron Hunt habe dieses in der Hinrunde (noch) nicht so umsetzen können, wie man sich das erhofft habe. Hinzu seien aber auch massive Probleme durch Verletzungen von Stammspielern gekommen, so dass eine vernünftige Einschätzung im Moment (noch) nicht getroffen werden könne.
4. Wenn sich zeige, dass Aaron Hunt auch in der Rückrunde nicht weiter in diese Rolle hineinwachse und es damit im spielgestalterischen Bereich bei den Eindrücken/Defiziten der Hinrunde bleibe, werde man im Sommer sicher über eine Verstärkung auch in diesem Bereich nachdenken müssen.
Diese Aussagen werte ich als vernünftig, positiv rübergebrachte Ansage an Aaron Hunt (aber durchaus auch an die anderen "Kreativ-Helden"), dass da jetzt langsam mal was kommen muss. Das bleibt dann aber ja erstmal abzuwarten. So Spüche wie: "(Auch) KA hat (jetzt endlich) erkannt, dass das mit Hunt nix bringt (was wir natürlich schon vorher wussten ...)" gehen an den Aussagen im Doppelpass vorbei. KA hat lediglich angemerkt, dass es in der Hinrunde nicht lief - auch bei Aaron Hunt nicht. Soviel ist klar und soviel dürfte nicht einmal Hunt selbst anders sehen. In dem Zusammenhang hat KA - sehr treffend, wie ich finde - auch angemerkt, dass Mesut Özil bei den ganzen Verletzungssorgen des Teams wahrscheinlich auch nicht der gewesen wäre, der das Ruder allein hätte rumreißen können. Diese Aussage relativiert auch noch einmal die Feststellungen zu Aaron Hunt's Leistungen in der Hinrunde.