Naja, jetzt übertreiben wir mal nicht.
Was viele immer nicht ganz einordnen können, es gibt zwei Sorten von Spielern.
1. Spieler, die individuell so stark sind, dass sie Leistung bringen können, unabhängig von Mitspielern, Trainer, Position, etc.
2. Spieler, die in Abhängigkeit von Faktoren wie Mitspielern, Trainer, Position, etc. Leistung bringen können.
Selbst ein 100 Mio.-Spieler kann zur Kategorie 2 gehören.
Keita kann man hier gar nicht einrechnen. Der hält sich selbst für Kategorie 1 und meint daher, dass Training, Einsatzbereitschaft und Fitness egal sind für einen Stammplatz in der Bundesliga. Das trifft aber so nicht auf Boniface zu. Der Mann ist Invalide, aber er ist vor allem auch aus der Kategorie 2.
Das ist nichts als Sophisterei, sowohl Boniface, als auch Keita wurden den Fans als die Superstars präsentiert, die diese in ihren Vereinen eine Zeit lang waren und schlussendlich bei Werder die angenehme Situation vorfanden, sorglos das nötige Geld einheimsen zu können. Beide Spieler haben es zu keiner Zeit vermocht, die hohen Vorschusslorbeeren in der Realität umzusetzen. Beides waren PR Aktionen, die Werder für eine kurze Zeit in die Schlagzeilen brachte, nur um dann schnell wieder vergessen zu werden.
Fakt ist doch, dass man es ratsam gewesen wäre, beide Spieler realistisch zu beurteilen und zu erkennen, dass der Blick in den Rückspiegel, niemals die Gegenwart beschreibt. Keita hat den Fehler gemacht, seine Position zu überschätzen und fiel hierdurch in Ungnade. Boniface hat auch dies sichtbare Attitüde, ist aber wohl nicht dumm genug, sich unnötig aus dem Spiel zu nehmen. Es sind Nuance in der Art- und Weise wie sich die beiden Rohrkrepierer unterscheiden, aber ausser viel Lärm, ist nichts gekommen.