Werder hat die Lizenz für die erste Liga ohne Auflagen erhalten und wird dieses Geschäftsjahr wohl leicht positiv abschließen. Wo da jetzt also die Dringlichkeit ist, das musst du erklären. Grundsätzlich müssen wir verkaufen, aber weder ist gesagt, dass es dieses Jahr sein muss, noch muss es Coulibaly sein. Backhaus wurde bereits verkauft und ein paar Spieler stehen noch zur Debatte.
Also da kann Werder durchaus spekulieren. Kommt keiner, dann eben nächstes Jahr.
Jeder Bundesligaverein muss jährlich 7 Kategorien (Auflagen der DFL) erfüllen, u.a. ist hier Planung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entscheidend. Als Maßstab wird der 31.12 des Vorjahres bis zum 30.06. (aktuelles Jahr) herangezogen, hier wird vor allem mit planerischen Daten (Plan-GuV) gearbeitet. Es ist einfach abzuleiten, dass die prognostizierten Transfererlöse dazu führten, dass einerseits der Jahresabschluss und andererseits die Lizenzvergabe positiv ausfiel. In dieser Planrechnungen wurden als Transfererlöse antizipiert, wovon sich der Backhausverkauf realisieren konnte. Wir reden hier also von einem Vertrauensvorschuss.
Nun geht das Spiel in die nächste Runde und auch dann müssen wieder Transfererlöse erzielt werden, daher auch die absurd hohe Summe für Coulibaly. Man hat noch Zeit die erforderlichen Transfers zu erzielen, dürfte aber in schwieriges Fahrwasser geraten, sollte sich der einzig wirklich lohnenden Verkauf in die Winterpause hinziehen.
Nun befindet man sich in der Situation in der man die weitere Entwicklung von Coulibaly gar nicht absehen kann und sich der Marktwert in alle Richtungen entwickeln könnte. Sehen wir gerade an Mbangula oder Njinmah, deren Marktwerte sind deutlich gesunken und es gibt noch einige junge (vormalige) Hoffnungsträger, die den Verein bald für kleines Geld verlassen werden.
Wer ist überhaupt auf die blödsinnige Idee gekommen, man könne als erfolgloser Verein der Außenwelt suggerieren, in Bremen würde man Gewinner ausbilden.
