1. FC Union Berlin

:tnx:



Wenn es bei einem One-Timer bleibt, dürfte die Fußball-Welt bei Union wohl nicht untergehen. Denn damit haben sie bereits mehr erreicht, als man ihnen bei bei ihrem Aufstieg vor 4 Jahren zugetraut hätte.

Liest sich ein bisschen so, als ob es nur um die Erwartungshaltung geht. Aber ein Gosens oder Volland müssen ggf über Jahre dann auch ohne CL Einnahmen bezahlt werden. Also ich finde es sehr gewagt, was da gerade passiert... aber gut, ich bin ja generell nicht so risikofreudig, deswegen sehe ich das wahrscheinlich zu pessimistisch.
 
Liest sich ein bisschen so, als ob es nur um die Erwartungshaltung geht. Aber ein Gosens oder Volland müssen ggf über Jahre dann auch ohne CL Einnahmen bezahlt werden.
Da sind die Berliner das geringere Risiko eingegangen, als wenn sie für Gosens noch 10 Mio € draufgelegt hätten für Füllkrug.
Wir hingegen behalten unser Risiko, obwohl wir gar keine CL Qualifikation erreicht haben. Zusätzlich kauften wir mit Keïta noch zusätzliches Risiko bis 2026 ein. Da sind Keïta & Füllkrug zusammen vergleichbar mit Gosens & Volland.

Lustig finde ich jedoch Bonucci. Den wollen sie wohl für seine CL Erfahrung, die deren Trainer nicht hat.
 
Aber ein Gosens oder Volland müssen ggf. über Jahre dann auch ohne CL Einnahmen bezahlt werden.
Nicht zwingend. Wenn ein Club gut wirtschaftet - d.h. ausreichend Eigenkapital anzuhäufen, um Verluste kompensieren zu können - ist dieser aus rein finanziellem Aspekt grundsätzlich durchaus in der Lage, höherwertiger Spieler im Kader zumindest für einen gewissen Zeitraum zu halten. Dennoch ist ein solches Szenario nicht frei von Risiken. Denn die Verpflichtungen von höherwertigen Spielern haben i.d.R. höhere Gehaltskosten zur Folge, so dass der prozentuale Anteil der Personalkosten im Verhältnis zum Gesamtaufwand steigt - und somit prozentual weniger Mittel für andere Aufwendungen wie z.B. Ablösesummen, infrastrukturelle Baumaßnahmen etc. zur Verfügung stehen könnten.

Das könnte bei Union u.U. zu einem Problem werden. Denn dort ist die Personalaufwandsquote schon von 2019 bis 2021 von 42% auf 58% gestiegen - Tendenz weiter steigend. Zum Vergleich: im selben Zeitraum belief sich die Personalaufwandsquote der 1. Bundesliga durchschnittlich bei ca. 40%. Wobei diese hohe Steigerung wohl auch im Erstligaaufstieg von Union 2019 begründet ist, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, denn in der 2. Liga lag die Personalaufwandsquote bei nur 32%.

Zumindest in Teilen ließe dies mit etwas mehr Unabhängigkeit vom Transfermarkt kompensieren, z.B. mit mehr Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Doch so gut es Union in den letzten Jahren es gelungen ist, aus dem Transfermarkt heraus eine schlagfertige Truppe zu formen, so ist deren Nachwuchsförderungsinfrastruktur ähnlich defizitär wie z.B. bei uns.
 
@FatTony und @*Eisbaer*, ich bitte noch mal um Entschuldigung, dass mir Samstag etwas die Nerven durchgebrannt sind und ich Euch etwas höhnisch und unhöflich angesprochen habe. :beer:

eigentlich schätze ich Eure Sichtweisen und Beiträge meistens sehr!

aber wir wollten ja noch mal über Union sprechen. 4:1 gegen Mainz im ersten Spiel, aber der Gegner vergibt 2 Elfmeter. 4:1 bei Darmstadt und 3 Tore nach Standards… ich verstehe, dass man denken könnte, die hätten immer nur Glück. Aber ich glaube, da steckt deutlich mehr dahinter.

Ich bin gespannt, wie sie die Doppelbelastung mit der CL wegstecken, aber traue ihnen absolut wieder eine Top-4 Platzierung in der Liga zu.

wie seht ihr das?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich hab das von dir nicht mal mitbekommen, da ich mich nach Niederlagen grundsätzlich erstmal von hier fernhalten. :D

Aber @topic:

Das Wort Glück ist zu hoch gehängt. So etwas wie Glück oder Zufall gibt es nicht, weder im Fußball, noch sonst irgendwo. Selbst die Lottozahlen sind theoretisch vorhersehbar, wenn man alle nötigen Informationen hat. Es gibt immer einen, bzw. unendlich viele Kausalitätsketten.

Im Fussball ist das im Prinzip genauso. Union setzt seit Jahren auf absoluten Ergebnisfussball und holt dafür mit Investorenhilfe die nötigen Spieler zusammen, teilweise sogar richtig viele. Das hat wunderbar funktioniert, weil man mit Ergebnisfussball nicht unbedingt die Superstars im Team hat, die dir sofort alle weggekauft werden. Union scheisst auf schönen Fussball, aber sie spielen gut und effektiv. Ist jetzt nicht so, als würde Union da unberechtigt stehen.
Aber: Es steht und fällt alles mit der Effektivität. Wenn die plötzlich wegfällt, sei es durch normal vorkommende Leistungslöcher, Abgänge, Verletzungen, whatever, dann kommt der Absturz.
Im Moment kommt bei Union noch ein Faktor hinzu, den sie nicht kennen. Sie spielen soweit oben, dass Spieler entweder abwandern werden oder so teuer werden, dass der Kader auf Dauer sehr teuer wird. Das Problem hatten wir ab 2004 auch und es führte letztendlich zum Komplettabsturz. Irgendwann war der Kader satt und neue Spieler wollten viel Geld, waren aber absolute Wundertüten aus dem Teuerregal. Union kommt langsam in den Bereich wo Spieler selbst für ihren kleinen Investor nicht mehr zu stemmen sein werden.
Nicht zu vergessen das Problem, was z.B. RBL auch hat. Der Verein ist international zu uninteressant für Spieler. Werder z.B. ist immer noch ein großer Name. Für RBL oder Union interessiert sich keine Sau. Daher sind Spielertransfers sehr viel schwerer.

Dass ich Union nicht mag, hat mit dieser Prognose allerdings nichts zu tun. Bin nur kein Fan dieser Art Fussball und mich nervt, dass Union so hochgejubelt wird als angeblicher Underdog, der sie nicht sind und nie waren. Sie sind lediglich ein kleiner Verein mit mehr Tradition als Hoppenheim und die Dosen.
 
Union setzt seit Jahren auf absoluten Ergebnisfussball und holt dafür mit Investorenhilfe die nötigen Spieler zusammen, teilweise sogar richtig viele.
Hüstel³... in verschiedenen Quellen, wie z.B. dieser hier, ist folgendes zu lesen:
6,3 Millionen Euro stellte laut einer „Kicker“-Recherche der Investmentfonds „Quattrex German Opportunities“ zur Verfügung - 2016 und 2017 war das, als die Köpenicker noch in der zweiten Liga kickten. Zurückzuzahlen sei die Summe bis 2026, so das Fußballfachblatt. Einen festen Zinssatz gebe es nicht, stattdessen profitiere der Fonds von den TV-Prämien, die mittlerweile in Liga eins höher ausfallen.

Wie soll unter diesen Aspekten dass Union von Quattrex gerade einmal 6,3 Mio. bekam, dies ca. 7 Jahre her ist und diese Summe in 3 Jahren zurückgezahlt werden Union deiner Ansicht nach mit Investorenhilfe die nötigen Spieler zusammen, teilweise sogar richtig viele holt...
 
Hüstel³... in verschiedenen Quellen, wie z.B. dieser hier, ist folgendes zu lesen:


Wie soll unter diesen Aspekten dass Union von Quattrex gerade einmal 6,3 Mio. bekam, dies ca. 7 Jahre her ist und diese Summe in 3 Jahren zurückgezahlt werden Union deiner Ansicht nach mit Investorenhilfe die nötigen Spieler zusammen, teilweise sogar richtig viele holt...
Hüstel³... in verschiedenen Quellen, wie z.B. dieser hier, ist folgendes zu lesen:


Wie soll unter diesen Aspekten dass Union von Quattrex gerade einmal 6,3 Mio. bekam, dies ca. 7 Jahre her ist und diese Summe in 3 Jahren zurückgezahlt werden Union deiner Ansicht nach mit Investorenhilfe die nötigen Spieler zusammen, teilweise sogar richtig viele holt...

Genau das hatte ich hier vor geraumer Zeit auch bereits dieser Anti-Union Fraktion entgegen gehalten. Ich hatte sogar noch einen
Link eingestellt. In diesem Link wurde ganz klar das Investoren-Projekt herausgestellt. Die Anti-Fraktion zeichnet sich durch
konsequente Beratungs- und Informationsresistenz aus. Scheißegal, es werden weiter Unwahrheiten behauptet.
 
Ich hab das von dir nicht mal mitbekommen, da ich mich nach Niederlagen grundsätzlich erstmal von hier fernhalten. :D

Aber @topic:

Das Wort Glück ist zu hoch gehängt. So etwas wie Glück oder Zufall gibt es nicht, weder im Fußball, noch sonst irgendwo. Selbst die Lottozahlen sind theoretisch vorhersehbar, wenn man alle nötigen Informationen hat. Es gibt immer einen, bzw. unendlich viele Kausalitätsketten.

Im Fussball ist das im Prinzip genauso. Union setzt seit Jahren auf absoluten Ergebnisfussball und holt dafür mit Investorenhilfe die nötigen Spieler zusammen, teilweise sogar richtig viele. Das hat wunderbar funktioniert, weil man mit Ergebnisfussball nicht unbedingt die Superstars im Team hat, die dir sofort alle weggekauft werden. Union scheisst auf schönen Fussball, aber sie spielen gut und effektiv. Ist jetzt nicht so, als würde Union da unberechtigt stehen.
Aber: Es steht und fällt alles mit der Effektivität. Wenn die plötzlich wegfällt, sei es durch normal vorkommende Leistungslöcher, Abgänge, Verletzungen, whatever, dann kommt der Absturz.
Im Moment kommt bei Union noch ein Faktor hinzu, den sie nicht kennen. Sie spielen soweit oben, dass Spieler entweder abwandern werden oder so teuer werden, dass der Kader auf Dauer sehr teuer wird. Das Problem hatten wir ab 2004 auch und es führte letztendlich zum Komplettabsturz. Irgendwann war der Kader satt und neue Spieler wollten viel Geld, waren aber absolute Wundertüten aus dem Teuerregal. Union kommt langsam in den Bereich wo Spieler selbst für ihren kleinen Investor nicht mehr zu stemmen sein werden.
Nicht zu vergessen das Problem, was z.B. RBL auch hat. Der Verein ist international zu uninteressant für Spieler. Werder z.B. ist immer noch ein großer Name. Für RBL oder Union interessiert sich keine Sau. Daher sind Spielertransfers sehr viel schwerer.

Dass ich Union nicht mag, hat mit dieser Prognose allerdings nichts zu tun. Bin nur kein Fan dieser Art Fussball und mich nervt, dass Union so hochgejubelt wird als angeblicher Underdog, der sie nicht sind und nie waren. Sie sind lediglich ein kleiner Verein mit mehr Tradition als Hoppenheim und die Dosen.

Seit der Aufstiegssaison 19/20 bis zur Saison 22/23 arbeitete Union mit einer fast ausgeglichenen Transferbilanz (- 2 Mio.). Lediglich in dieser
Saison verbuchen sie auf der Ausgabenseite 32,0 Mio. und auf der Einnahmenseite lediglich 2,1 Mio. . dafür wurde der Kader aber auch
in Richtung CL ausgerichtet. Daher kann man deine Feststellung (fett) nicht so undifferenziert stehen lassen. Also wenn solche Feststellungen
getroffen werden, sollte man auch differenzieren. Dies scheint dir allerdings schwer zu fallen, auch wenn du hier versuchst eine "objektive"
Herangehensweise darzustellen. Dein letzter Absatz sagt sehr viel über deine wahre Gesinnung bzgl. Union aus und da nutzt dir auch keine
Schutzbehauptung.
Schön sind auch immer deine "Wahrsagungen" über die Entwicklungsverläufe dieser Vereine wie Union oder auch Freiburg. Du siehst sie
als kleine Vereine (wie Emporkömmlinge/Fahrstuhlmannschaft) und prophezeist einen Niedergang, welcher so jetzt nicht absehbar und
eigentlich auch nicht Thema ist.
Was Werder anbelangt, solltest du mal der Realität ins Auge schauen und unseren Ist-Stand der letzten 15 Jahre betrachten. Union ist
für Spieler mit internationalen Flair also uninteressant? Gosens? Ich glaube auch, dass ein Urs Fischer gar nicht so wild darauf ist
irgendwelche internationalen Spieler massenhaft zu verpflichten.
Werder ist also noch immer ein großer Name? Genau diese Haltung geht mit einer gewissen Arroganz bzw. Romantik einher. Wie hat
uns denn dieser große Name bisher geholfen? Wie wurde denn dieser Name genutzt?
Noch kurz zu Werder im Vergleich zu der Transferbilanz von Union. In dem genannten Zeitraum hat Werder eine positive Bilanz.
Die Ausgaben betrugen 33,5 Mio., die Einnahmen 47,6 Mio. also ein plus von 14,1 Mio.. Allerdings muss man dieses Transferplus dem
Abstieg zuschreiben, der Ausverkauf brachte insgesamt bereinigte 29 Mio. ein. (Ausgaben -4,5 Mio./Einnahmen33,5 Mio.).
Martwert Union: 200 Mio.
Martwert Werder: 98 Mio
 
ich verstehe, dass man denken könnte, die hätten immer nur Glück. Aber ich glaube, da steckt deutlich mehr dahinter.

Ich bin gespannt, wie sie die Doppelbelastung mit der CL wegstecken, aber traue ihnen absolut wieder eine Top-4 Platzierung in der Liga zu.

wie seht ihr das?

Es ist viel zu früh in der Saison um dazu was zu sagen. Gosens ist ein Transfer um den man Union beneiden kann, den wollte ich immer schon gerne bei uns sehen (utopisch, schon klar). Auch mit Kral haben sie sich einen echt guten geholt, konnte man bei Schalke schon sehen und auch bei dem habe ich gehofft, ihn mal bei uns zu sehen. Wie die abschneiden, schaun mer mal. Sie sind ein wenig zu Erfolg verdammt durch ihre Transfers (Gosens, Leite, Volland, Toussart, Kral und Schwolow verdienen allesamt sicher ziemlich gut)
 
Es ist viel zu früh in der Saison um dazu was zu sagen. Gosens ist ein Transfer um den man Union beneiden kann, den wollte ich immer schon gerne bei uns sehen (utopisch, schon klar). Auch mit Kral haben sie sich einen echt guten geholt, konnte man bei Schalke schon sehen und auch bei dem habe ich gehofft, ihn mal bei uns zu sehen. Wie die abschneiden, schaun mer mal. Sie sind ein wenig zu Erfolg verdammt durch ihre Transfers (Gosens, Leite, Volland, Toussart, Kral und Schwolow verdienen allesamt sicher ziemlich gut)

ja, okay, der 2. Spieltag ist zu früh für eine Saison Prognose.

Aber Teams, die 2x mit einem 4:1 gestartet sind (1x davon 70 Minuten auswärts in Unterzahl), haben bisher in 60 Jahren Bundesliga Geschichte wahrscheinlich am Ende immer ganz gut abgeschnitten. Und bisher hat Union in ihrer Bundesliga Geschichte ja auch nie Anlass dafür gegeben, dass man denken könnte, dass sie am Ende in unteren Gefilden landen.

für mich ist Union ein nachhaltigeres Leister City und ich finde Fußball Fans sollten eigentlich auf ihrer Seite sein.

was mich an der Kritik an Union stört, ist dass sie angeblich anti Fußball spielen und das sehe ich komplett anders. Hinten gut zu stehen, im Mittelfeld kompakt und schnörkellos zu sein und über die Außen und Stürner schnell nach vorne zu spielen, ist moderner Fußball und keiner kann behaupten, dass Kampf, Leidenschaft und Wucht gepaart mit einigen technischen Feinheiten nicht attraktiv wäre.
 
Unions gute Transfer Politik hat übrigens spätestens schon mit Rany Khedira und Robin Knoche angefangen, die damals auch für uns bezahlbar zu haben gewesen wären… deren Management und Urs Fischer erinnern mich latent an Willy, den frühen Allofs, Born und Rehhagel.
 
was mich an der Kritik an Union stört, ist dass sie angeblich anti Fußball spielen

Das ist, von mir, keine Kritik. Union muss es mir nicht recht machen. Das was ich von denen gesehen habe, LETZTE Saison, bezeichne ich als Anti-Fussball. Hat Werder auch schon gemacht, nur nicht so erfolgreich. Die meisten Mannschaften spielen am Ende des Tages Antifussball. Aktiv spielen tun die wenigsten.
 
Das ist, von mir, keine Kritik. Union muss es mir nicht recht machen. Das was ich von denen gesehen habe, LETZTE Saison, bezeichne ich als Anti-Fussball. Hat Werder auch schon gemacht, nur nicht so erfolgreich. Die meisten Mannschaften spielen am Ende des Tages Antifussball. Aktiv spielen tun die wenigsten.

als Werder Fan würde ich das Wort Anti-Fußball besser nicht in den Mund nehmen, es könnte bald gegen einen verwendet werden. :beer:
 
Auf jeden Fall hält sich die Empörung in Grenzen. Es ist nicht die allgemeine Auffassung, wenn Bonucci bei Union spielt, habe er die Kontrolle über sein Leben verloren.
 
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