Übrige Spielethread

Seh ich nicht so extrem, im Grunde mussten alle drei Teams nicht ausscheiden.
Selbst Dortmund hat im Rückspiel gezeigt, dass sie mit Barça mehr als mithalten können.
Das war auch keine B-Elf von denen, du darfst halt im Hinspiel keine 4 Tore Differenz haben.
Sehe das aktuell nicht dramatisch.
Wie geschrieben, hat Tottenham mehr als doppelten Kaderwert.
Natürlich spielt Kohle ne Rolle.

Ehrlicherweise muss man sagen, dass Barca nie im Leben 3:1 in Dortmund verloren hätte, wenn sie das Hinspiel nur 2:0 gewonnen hätten. Denke da fehlte im Rückspiel die Motivation, bzw. sie haben halt gedacht, der 1. Gang reicht aus
 
Ehrlicherweise muss man sagen, dass Barca nie im Leben 3:1 in Dortmund verloren hätte, wenn sie das Hinspiel nur 2:0 gewonnen hätten. Denke da fehlte im Rückspiel die Motivation, bzw. sie haben halt gedacht, der 1. Gang reicht aus
Oder es war die Vorgabe von Flick, den Vorsprung aus dem Hinspiel zu "verwalten", denn besonders am Saisonende gilt es, Kräfte zu schonen und Verletzungen zu vermeiden, auch weil Barca ja noch Chancen auf 3 Titel hat.
 
Hier sieht man ja, was möglich sein kann. Daher war es für mich ein katastrophales Europa-Jahr für Deutschland. Selbst in der Conference League bringen wir Jahr für Jahr nichts, extrem peinlich.
So ist es! Wobei ich Heidenheim keinen Vorwurf mache. Die haben einfach zu viele Spieler abgeben müssen und einen zu schwachen Kader um europäisch was reißen zu können. Die schaffen es ja kaum sich in der Liga zu halten. Aber der Rest... puuuh! Keine deutsche Mannschaft im Halbfinale. Das ist schon sehr schwach.
 
1 Elfer entscheidet das Spiel.

Frankfurt liegt "statistisch" (z.B 61 % Ballbesitz) überall "vorn" schafft es aber nicht auch nur 1 Tor zu erzielen. :ugly:

Phasenweise für mein Empfinden chaotisches Anrennen, insgesamt aber das nächste unnötige Ausscheiden. Der Gegner war definitiv nicht besser.
 
So ist es! Wobei ich Heidenheim keinen Vorwurf mache. Die haben einfach zu viele Spieler abgeben müssen und einen zu schwachen Kader um europäisch was reißen zu können. Die schaffen es ja kaum sich in der Liga zu halten. Aber der Rest... puuuh! Keine deutsche Mannschaft im Halbfinale. Das ist schon sehr schwach.
Dortmund im Viertelfinale, das ist für mich angesichts deren Kaders okay.

Bayerns Ausscheiden gegen Inter war knapp, das kann passieren. Inter hat aktuell auch ein hervorragendes Team zusammen. Viertelfinale an sich ist in Ordnung, die gesamte CL-Saison, insbesondere die Gruppenphase war aber sehr durchwachsen. Bei Bayern gab es für mich in diesem Jahr ein mentales Einstellungsproblem. Die dachten, Vorrundengegner wie Aston Villa und Feyernoord schlagen sie im "Vorbeigehen".

Richtig schwach war RB Leipzig. Viel, viel zu wenig für einen Kader dieses Formats. Ist es ein Problem des deutschen Fussballs, dass solche Konstrukte in der Liga sportlich reüssieren können? Wonöglich, ja?

Das Vorrunden-Aus des VfB Stuttgart, möglicherweise auch enttäuschend?, bestätigt mich allerdings in der Auffassung, dass schnelles, sportliches "Hochschiessen" oft nicht nachhaltig ist/sein kann. Der VfB hat gezeigt, dass eine Sensations-Saison nicht einfach wiederholt werden kann. Trotzdem freut es mich, dass auch solche Teams in der CL spielen können und wünsche mir mehr davon. Nicht immer und immer wieder dieselben Starter und Begegnungen in diesem Wettbewerb.

Frankfurt hat gemacht, was sie machen konnten. Kein Vorwurf.

Insgesamt sehe ich nicht, dass sich durch diese Europapokalsaison ein Problem offenbart, was vorher nicht vorhanden war. Dazu demnächst ggf. mehr.
 
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Dortmund im Viertelfinale, das ist für mich angesichts deren Kaders okay.

Bayerns Ausscheiden gegen Inter war knapp, das kann passieren. Inter hat aktuell auch ein hervorragendes Team zusammen. Viertelfinale an sich ist in Ordnung, die gesamte CL-Saison, insbesondere die Gruppenphase war aber sehr durchwachsen. Bei Bayern gab es für mich in diesem Jahr ein mentales Einstellungsproblem. Die dachten, Vorrundengegner wie Aton Villa und Feyernoord schlagen sie im "Vorbeigehen".

Richtig schwach war RB Leipzig. Viel, viel zu wenig für einen Kader dieses Formats. Ist es ein Problem des deutschen Fussballs, dass solche Konstrukte in der Liga sportlich reüssieren können? Wonöglich, ja?

Das Vorrunden-Aus des VfB Stuttgart, möglicherweise auch enttäuschend?, bestätigt mich allerdings in der Auffassung, das schnelles, sportliches "Hochschiessen" oft nicht nachhaltig ist/sein kann. Der VfB hat gezeigt, dass eine Sensations',Saison nicht einfach wiederholt werden kann. Trotzdem freut es mich, dass auch solche Teams in der CL spielen können und wünsche mir mehr davon. Nicht immer und immer wieder dieselben Starter und Begegnungen in diesem Wettbewerb.

Frankfurt hat gemacht was sie machen konnten. Keun Vorwurf.

Insgesamt sehe ich nicht, dass sich durch diese Europapokalsaison ein Problem offenbart, was vorher nicht vorhanden war. Dazu demnächst ggf. mehr.
Also als Problem sehe ich das auch nicht,. Ich finde es eher überraschend.
Liegt wohl auch einfach am schwächeren Abschneiden der Bayern. Wenn die mal nicht das zeigen was man schon fast ein bisschen von ihnen erwartet, ist halt meistens keine andere Mannschaft da, die die deutschen Kohlen aus dem Feuer holt. Und dann schaut es halt so aus wie dieses Jahr.
 
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Also als Problem sehe ich das auch nicht,. Ich finde es eher überraschend.
Liegt wohl auch einfach am schwächeren Abschneiden der Bayern. Wenn die mal nicht das zeigen was man schon fast ein bisschen von ihnen erwartet, ist halt meistens keine andere Mannschaft da, die die deutschen Kohlen aus dem Feuer hilt. Und dann schaut es halt so aus wie dieses Jahr.
Genau. DAS Problem des deutschen Fussballs ist die viel zu dominante Stellung des Rekordmeisters für die Eliteliga, für den DFB als Verband, für viele konkurrierende Vereine.

Insbesondere die 74er Weltmeister Beckenbauer, Hoeness, Breitner, dazu der etwas jüngere Rummenigge haben die Machtposition eines einzelnen Vereins innerhalb der Liga über Jahrzehnte zementiert, den Verband vor sich hergetrieben und erpresst. Deren Anspruch war immer, die Geschicke des deutschen Fussballs von München aus zu diktieren, Einfluss auf UEFA und FIFA auszuüben, von lukrativen Koooerationen und Veträgen des Verbandes einsritig zu profitieren (adidas, Katar), am besten zu Ungunsten oder gar unter Ausschluss der konkurrirenden Vereine in der Heimat.

"Wenn der FC Bayern hustet, kränkelt der gesamte deutsche Fussball". Das ist keine Zufalls-Entwicklung, das war so gewollt. Aber, es war unnltig.
 
Genau. DAS Problem des deutschen Fussballs ist die viel zu dominante Stellung des Rekordmeisters für die Eliteliga, für den DFB als Verband, für viele konkurrierende Vereine.

Insbesondere die 74er Weltmeister Beckenbauer, Hoeness, Breitner, dazu der etwas jüngere Rummenigge haben die Machtposition eines einzelnen Vereins innerhalb der Liga über Jahrzehnte zementiert, den Verband vor sich hergetrieben und erpresst. Deren Anspruch war immer, die Geschicke des deutschen Fussballs von München aus zu diktieren, Einfluss auf UEFA und FIFA auszuüben, von lukrativen Koooerationen und Veträgen des Verbandes einsritig zu profitieren (adidas, Katar), am besten zu Ungunsten oder gar unter Ausschluss der konkurrirenden Vereine in der Heimat.

"Wenn der FC Bayern hustet, kränkelt der gesamte deutsche Fussball". Das ist keine Zufalls-Entwicklung, das war so gewollt. Aber, es war unnltig.
Ob sich das über so viele Jahrzehnte angebahnt hat, weiß ich nicht wirklich, aber wenn du das schreibst, wird es wohl so gewesen sein. Du bist ja kein Schaumschläger wie einige andere hier.
Der letzte Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Schade, dass man es soweit hat kommen lassen.
 
Ob sich das über so viele Jahrzehnte angebahnt hat, weiß ich nicht wirklich, aber wenn du das schreibst, wird es wohl so gewesen sein. Du bist ja kein Schaumschläger wie einige andere hier.
Der letzte Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Schade, dass man es soweit hat kommen lassen.
Ja hat es, war da zwar noch nicht geboren aber allein das Stadion war seinerzeit schon ein immenser Vorteil gegenüber den Anderen und die hatten halt Sponsoren, Hoeneß und Schwan.
 
Ohne die Verletzten wäre Bayern weitergekommen..da bin ich mir sicher..Musiala allein hebt selbst die Bayern noch auf ein anderes Niveau offensiv..Upamecano und Ito ( ja hat noch 0 Impact gehabt) plus Davies und Neuer ist auch für die Defensive noch mal ein Qualitätsverlust..Dennoch denke ich,dass gegen Barca Schluss gewesen wäre..auch mit den Spielern..
War halt "schade " ( wie man es eben.nimmt), dass Bayern und Leverkusen im Achtelfinale gegeneinander ran mussten..
 
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Mit Havertz & Co. hast du oberflächlich betrachtet selbstverständlich Recht. Dennoch mangelt es dem deutschen Fußball im Vergleich zu 3 der 4 andern Top-Fußball-Nationen Europas in der Breite an Top-Kickern. Bei TM gibt es ein variabel einstellbares Tool mit den wertvollsten Spielern; und wenn man dort den Filter auf die Spieler der UEFA-Nationen setzt, gehören zu den ersten 100 in diesem Ranking 21 Engländer, 16, Franzosen, 15 Spanier und dahinter mit größeren Abständen 6 Italiener sowie 5 nur Deutsche
https://www.transfermarkt.de/spiele...rgang=0&land_id=0&kontinent_id=6&yt0=Anzeigen

Obwohl es sich beim DFB um den größten Sporteinzelverband der Welt handelt. D.h. in England, Frankreich und Spanien ist die Aus- und Weiterbildung besser als hierzulande. Und das trägt neben den hohen Summern, die in den anderen v.g. Nationen kursieren, auch einen Teil dazu bei, dass deutsche Clubs vergleichsweise selten das Halbfinale eines europäischen Club-Pokal-Wettbewerbs erreichen.
Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, die Erfolge eines Verbandes hingen in erster Linie von dessen Grösse ( Anzahl der gemeldeten Mitglieder) ab. Tatsächlich hat der DFB oft und gern selbst auf seine Grösse und Bedeutung hingewiesen und damit kokettiert. Der Verband ist mit u.a. 4 WM- und 3 EM-Titeln tatsächlich einer der erfolgreichsten der Welt, hat über Jahrzente also Vieles richtig gemacht, ist aber irgendwann (meiner Meinung nach nach dem verlorenen EM-Finale 2008 gegen Spanien) "falsch abgebogen". Von da an orientierte man sich plötzlich vielmehr an den "best practices" der erfolgreicheren Gegner als an den eigenen Stärken undcTugenden. "Ballbesitz und Tikitaka" verdrängten Vertikalität, Standards und Kopfballstärke. Ballsichere Pass-Maschinen wurden körperlich robusten Innenverteidigern bzw. Zentrumsstürmern vorgezogen. Der deutsche Fussball verlor damit seine Identität und beraubte sich damit selbst einiger oft erfolgreicher "Waffen".

Oberflächlich betrachtet könnte man behaupten, die Stärke einer Mannschaft und damit deren Erfolgs-Chancen würden sich in erster Linie am Marktwert der Auswahl-Spieler bemessen. Die Praxis zeichnet oft andere Phänomene. Als Werder-Fans wissen viele von uns, wie wichtig der "Ausputzer" Dieter Eilts für die Erfolge der Mannschaften in der Rehhagel-Ära war, obwohl dieser niemals im Verdacht stand, den höchsten Marktwert im Vergleich zu seinen jeweiligen Mitspielern gehabt zu haben. Auf die Neuzeit bezogen ist die Bedeutung eines Robert Andrich für den Erfolg seiner Teams sicherlich nicht annähernd soviel schwächer im Vergleich zu der eines Florian Wirtz, wie es die jeweiligen Marktwerte beider ausdrücken würden.

Die Situstion ist vielschichtiger.

Warum sind Nachwuchsteams aus Spanien, Frankreich und England erfolgreicher? Warum werden in den angesprochenen Ländern deutlich mehr Spitzenspieler entwickelt? Liegt es an der Talentsichtung? Liegt es an der Talentförderung? Ganz sicher lag es viele Jahre lang an der zu einfömigen, wenig individualisierten Art des Trainings in Deutschland. Da scheint sich immerhin seit einiger Zeit etwas in die richtige Richtung zu verschieben.

Ein weiterer Aspekt für mich ist die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland, eine sich breit machende Sattheit, alternde Gesellschaften, schwindende Vereinsstrukturen insbesondere in der Fläche, geringere Bereitschaften zum Ehrenamt, höhere Konsumorientierung im Vergleich zu früheren Generationen. Für mich Ausdruck eines gewissen Wohlstandseffekts. Kann ich mich im Fussball, im Sport allgemein, in Deutschland noch hocharbeiten? Gelingt mir dadurch der soziale Aufstieg? Ohne genaue Einblicke zu haben, könnte ich mir vorstellen, dass das in Frankreich, Spanien und Italien in bestimmten Milieus noch anders interpretiert wird als in vielen Regionen in Deutschland. Viele der in der französischen Statistik gelisteten Spieler stammen aus den Banlieues rund um Paris.

Der in Deutschland nach 1945 installierte Förderalismus, die bewusste Dezentralisierung von Strukturen, wirkt sich auch auf den Sport und den Fussball aus, mit Vor- wie auch mit Nachteilen. Wie auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen geht man auch im Sport sukzessive zu einer immer stärkeren Zentralisierung über. Der DFB orientiert sich hinsichtlich des Baus des neuen DFB-Campus' am Vorbild des französischen Verbandes FFF in Clairefontaine. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Insgesamt hat der DFB auf verschiedenen Ebenen reagiert. Die aktuelle Situation resultiert aus den Fehlern und Nachläsdigkeiten vergangener Jahre. Mögliche Erfolge werden ggf. noch auf sich warten lassen, die Richtung aber stimmt in meinen Augen.
 
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