Und nun? "Freuen" wir uns auf einen jammernden, aufgewühlten und Hilfe suchenden Ralf Rangnick, der mit jeder Menge Melodramtik in seinen durch Brause aufgepuschten Worten wieder alles verdammen wird, was älter als zehn Jahre ist, der für künftige Auswärtsspiele seiner selbsternannten Robin-Hood-Brigade den guten alten Satz von der "Bundeswehr im eigenen Land" aufleben lassen wird, der natürlich nicht umhin kommt, in seiner Glaskugel blutüberströmte Ratten zu sehen, wenn man diesem blinden Hass auf RB keinen Einhalt gebietet, und der damit als Rattenfänger von Leipzig Heerscharen von Journalisten, Politikern, Funktionären und wahren Fußballfans hinter sich herziehen wird, die betroffen, fassungslos und auch etwas aufgebracht sind, um Worte ringen und dabei doch so viel Blödsinn reden - und vor allem vergessen, dass zwischen Kiel und Burghausen, zwischen Aachen und Cottbus schon Feuerzeuge geflogen sind, als Leipzig noch Bier im Auerbachs Keller trank und keine Brause im Zentralstadion.
Sprich: Niemand muss diskutieren, wie dumm es ist, Gegenstände aufs Spielfeld zu werfen. Manche Menschen begehen nun mal Dummheiten, wenn sie emotional noch nicht im Stadium der Leichenstarre angekommen sind, und die einzig logische Konsequenz, um das zu verhindern, liegt darin, Fußball komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen. Das wird nicht passieren, also bleibt vielen anderen Fans - auch bei den Auswärtsfahrten von Werder - zu hoffen, dass Idioten auch künftig wie Mädchen werfen und niemals treffen werden. Osna hat heute Pech gehabt, dass da wirklich mal einer getroffen hat, geht jetzt ein paar Tage durch die mediale Hölle und wartet darauf, bis die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird. Am Irrsinn der Sippenhaft wird sich nichts ändern.