Man muss die Dinge ja nur in der Entscheidungsfindung der Verantwortlichen historisch genau betrachten und man wird sehr schnell die Gründe für die Gesamtsituation aufgezeigt bekommen.
Baumann war bereits der Urvater des Abstiegs in die zweite Liga, unnötige Vertragsverlängerungen und viel zu langes festhalten an Kohfeldt damals, der die inkompetenten Kaderzusammenstellungen schon damals nicht ausreichend kompensieren konnte.
Bereits damals wurden Spieler als Konzept am Deadlineday als mögliche günstige Gelegenheiten verpflichtet, die aber letztendlich nicht die stetige Stabilität und zeitlich gesehen finanziellen Mehrwert generieren konnten. Hinzu wurden bereits da Spieler in einem nicht ausreichenden körperlich stabilen Zustand (Toprak) für viel Geld und hohes Gehalt verpflichtet.
Der teure Abstieg konnte dann durch Werner mit einer Aufbruchstimmung und dem direkten Aufstieg nochmal stabilisiert werden.
Leider führte die mangelnde Kompetenz der Geschäftsführer weiterhin dazu, dass auch Ole immer wieder sehr spät zusammengestellte Kader in der Vorbereitung zur Verfügung hatte und auch beweitem nicht die stabilisierende Qualität für mehr frühzeitig verpflichtet werden konnte.
Ich ziehe hier auch die Ära Nick Woltemade nochmal mit ein, wie unfassbar fatal und fehlerhaft auch aufgrund mangelnder Kompetenz dieser sportliche und finanzielle Spielerabgang gelaufen ist.
In der Entscheidungsfindung vom mittlerweile an mangelnder sportlicher Kompetenz zusammengestelltem Aufsichtsrat, mit der Installation eines Nachfolger von Baumann wurde dann sein Ziehsohn Fritz hier von der Werderfamilie auf dieser sportlichen Hauptposition installiert trotz möglicher Kandidaten von zum Beispiel Schicker, der jetzt bei Hoffenheim die Fäden zieht (aktuell stabil Platz drei in der Liga) .
Jahns wurde als Kaderplaner installiert, ich muss mittlerweile sagen, völlige Fehlplanung, mein Gefühl sagt mir, hier wird nur noch nach Profilen gescoutet, aber wenn ich mir die Spieler und ihre Fähigkeiten "real" anschaue, dann komme ich zu dem Schluss, dass sich die verpflichteten Spieler vorab hier mit Sicherheit keiner mal in "real" vorab angeschaut hat, Alvero, Hansen-Aaröen, Deman, Schmidt, Puertas, Wöber, Boniface, Keita, Malatini, Grüll, Topp, Köhn, Jung, Silva, Burke, alles Spieler die überhaupt keinen Mehrwert erzielen, sowohl sportlich auf dem Platz und damit auch nicht finanziell, um nur einige aufzuzählen.
Fritz hat dann mit Niemeyer einen zusätzlichen in meinen Augen schwachen Sportdirektor unter sich installiert und wie war es anders zu erwarten, sie setzten die gelernten mangelnden Baumann Qualitäten weiterhin um nur eben noch eine Stufe drunter.
Keita, Boniface, Wöber, teure Hoffnungsträger die das zur Verfügung gestellte finanzielle Investorenbündnis obendrauf dahinschmelzen lassen ohne Mehrwert. Hinzu kommt die Kaderplanung, man muss sich nur mal anschauen mit welchen Verletzungen Werder jedes Jahr zubringen muss, Weiser, Agu, Wöber, Boniface Toprak, Füllkrug, um auch hier nur einige in der Vergangenheit zu nennen.
Das Spiel gestern hat für mich alles gezeigt, warum z.B. Horst Steffen auch in seiner Idee auf gewisse Spieler setzt und eben auf gewisse Spieler nicht in dieser sportlichen Situation.
Der Kader wurde auch vor der Saison in seiner leider fatalen Fehlidee viel zu spät zur Verfügung gestellt und schwerwiegend zum Großteil aus einem viel zu großen Leihspielerkonzept, was im Hintergund durch ein Jugendkonzept mit dem entstehenden Leistungszentrum für die Zukunft untermauert werden sollte. Übrigens sind für mich die einzigen akuellen Glücksgriffe, Coulibaly, Covic, Sugawara, Mbangula und Hein, die ihre Klasse beweisen konnten, wenn sie spielen.
Die Grundidee zur neuen Saison war eine 4-2-3-1 Spielidee, die Horst Steffen hier von seiner Spielidee aus Elversberg mit tollem Fussball installieren sollte, auf die der Kader auch mit Spielern wie Mbangula zugeschnitten wurde. Ehemalige Wunschspieler von Elversberg (Asllani und Fellhauer) haben sich anderweitig sportlich entschieden.
Zu Beginn der Saison bekam es diese spät zusammengewürfelte Mannschaft dann gleich mit den oberen stabilen Clubs der Liga zu tun und und Schritt für Schritt ging es zunächst mal Richtung untere Tabellenregion, im Verlauf gab es auch Überraschungen wie das 4:0 gegen Gladbach, aber die Unsicherheit aufgrund mangelnder Ergebnisse und verletzungsbedingter Ausfälle steigerten sich.
Leider entschied man sich dazu, Friedl überhaupt und viel zu lange als Linksverteidiger einzusetzen und das führte zu weiterer Unzufriedenheit in der Mannschaft und beim Kapitän und ich gehe ganz stark davon aus, dass letztendlich auf Druck von Friedl als Sprecher die Entscheidung fiel wieder zum alten System zurückzukehren, was aber letztendlich mit diesem nicht mehr darauf ausgerichteten Kader und nur kurzer Winterpause nicht die richtige und auch nicht die zielführende Lösung ist, denn die würgt unser sowieso nicht mehr vorhandes Offensivspiel nun komplett ab, vorne sind wir Tod und hinten weiterhin nicht stabil und somit ist diese Mannschaft mittlerweile da angekommen wo fussballerisch eben ausser individueller Verunsicherung und mangelnder Führungsqualität in der Mannschaft diese Ergebnisse und das gezeigte gnadenlos die schweren Fehlentscheidnungen offenbart werden.
Dann noch dieser schwerwiegende Fauxpas mit der Unkenntnis der sportlichen Führung mit der Leihspieler Möglichkeit und der daraus resultierenden ebenfalls später Leihe "ohne" Kaufoption von Milosevic.
Man merkt zusätzlich die mittlerweile nur noch genervten Äusserungen von Schmid (der im Sommer schon geistig weg war, was sich leider zerschlagen hat) und Friedl gestern im Interview, wie frustiert diese Spieler mittlerweile sind und hier kommt hinzu, dass dies der "Sportdirektor" der in eine Mannschaft reinhören muss dies alles viel zu lange im stillen Kämmerlein mitträgt.
Und da sind wir nun angekommen im tiefen Tal der Tränen, mitten in der Saison zeigen sich nun all diese schwerwiegenden sportlichen Fehlentscheidungen der Vergangenheit.
In der Aussenbetrachtung alles erwartbar und leider alles altbekannte komplett hausgemachte Probleme die zu dieser schwerwiegenden sportlichen und finanziellen Dauerbaustelle SV Werder Bremen führen und an der selbst dem neuen Aufsichtsrat leider die Fähigkeiten nicht gegeben sind, dieses komplette Fehlkonstrukt aufzubrechen.
Die Selbstreinigung wird erfolgen, aber nur aus einer am Ende Selbstauflösung in fast allen Bereichen, davon gehe ich definitv beim jetzigen sportlichen und finaziellen Iststand aus.
Es müsste JETZT längst zielgerichtet knallhart gehandelt werden, bis in die obersten Etagen, aber das wird es nicht, auch genau dafür wurden die Strukturen geschaffen.