Dass Gábor Vona und seine Rechtsextremen einen solchen Erfolg hatte finde auch ich ziemlich erschreckend.
Ungarn zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es relativ wenig "Stammwähler" zu geben scheint.
Bei der letzen Wahl hatten die Sozialisten noch über 40% der Stimmen erreicht. Die MDP, eine gemäßigt konservative Partei, hatte im ersten frei gewählten Parlament nach Zusammenbruch des Ostblocks noch 43% der Sitze. Jetzt ist sie mit 2,66% nicht mehr ins Hohe Haus eingezogen. Der Bund freier Demokraten (SZDSZ) stellte mit Árpád Göncz von 1990-2000 den Staatspräsidenten, ist zur aktuellen Wahl aber nich mal mehr mit eigenen Kandidatenlisten angetreten.
Bemerkenswert finde ich auch noch, dass die LMP, eine grün-alternativ-bürgerliche Sammlungsbewegung mit dem hübschen Namen "Lehet más a politika" - eine andere Politik ist möglich / machbar - 7,43% erreicht hat.
Die Bereitschaft, es auch mal mit anderen Parteien als den Etablierten zu versuchen finde ich vom Ansatz her allerdings begrüßenswert. Schauen wir uns doch mal an, wie es hier läuft. 1998 waren die Wähler der CDU überdrüssig und wählen ihn ab, die SPD kommt an die Macht. 2002 verhilft nur ein grenzdebiler US-Präsident und die Tatsache, dass der Kanzler sich ans Grundgesetz hält und keinen Angriffskrieg gegen den Irak startet sowie übermäßiger Regen in Ostdeutschland Schröder zum Machterhalt. 2005 dann hat der Wähler auch von der SPD genug; hat also eigentlich erkannt: die CDU kann es nicht, die SPD kann es nicht - och, lassen wir es die beiden doch mal zusammen versuchen.
Dass der Bundeskanzler zwingend Mitglied der CDU/CSU oder der SPD sein muss halte ich nicht wirklich das, was ich von einer Demokratie erwarte.
Ungarn zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es relativ wenig "Stammwähler" zu geben scheint.
Bei der letzen Wahl hatten die Sozialisten noch über 40% der Stimmen erreicht. Die MDP, eine gemäßigt konservative Partei, hatte im ersten frei gewählten Parlament nach Zusammenbruch des Ostblocks noch 43% der Sitze. Jetzt ist sie mit 2,66% nicht mehr ins Hohe Haus eingezogen. Der Bund freier Demokraten (SZDSZ) stellte mit Árpád Göncz von 1990-2000 den Staatspräsidenten, ist zur aktuellen Wahl aber nich mal mehr mit eigenen Kandidatenlisten angetreten.
Bemerkenswert finde ich auch noch, dass die LMP, eine grün-alternativ-bürgerliche Sammlungsbewegung mit dem hübschen Namen "Lehet más a politika" - eine andere Politik ist möglich / machbar - 7,43% erreicht hat.
Die Bereitschaft, es auch mal mit anderen Parteien als den Etablierten zu versuchen finde ich vom Ansatz her allerdings begrüßenswert. Schauen wir uns doch mal an, wie es hier läuft. 1998 waren die Wähler der CDU überdrüssig und wählen ihn ab, die SPD kommt an die Macht. 2002 verhilft nur ein grenzdebiler US-Präsident und die Tatsache, dass der Kanzler sich ans Grundgesetz hält und keinen Angriffskrieg gegen den Irak startet sowie übermäßiger Regen in Ostdeutschland Schröder zum Machterhalt. 2005 dann hat der Wähler auch von der SPD genug; hat also eigentlich erkannt: die CDU kann es nicht, die SPD kann es nicht - och, lassen wir es die beiden doch mal zusammen versuchen.
Dass der Bundeskanzler zwingend Mitglied der CDU/CSU oder der SPD sein muss halte ich nicht wirklich das, was ich von einer Demokratie erwarte.

