Und es redet auch keiner davon das wir jetzt Catenaccio extrem praktizieren sollen, aber mal etwas intelligenter zu spielen...

Eben.
....und in Hinblick auf einen vollen Spielplan etwas ökonomischer, sollte doch endlich mal drinnen sein.
Hör bloß auf, für manche hier heisst ökonomischer spielen gleich wieder reiner Ergebnisfussball.

Das zu verstehen, ist nicht jedem gegeben.
Auf der einen Seite findet man Zuschauer, die das Spiel eher nüchtern betrachten und bei denen das Ergebnis über allem steht, .....
Naja, ein bisschen differenzieren wäre angebracht! Nicht immer steht das Ergebnis über allem, entscheidend ist, WIE dieses zustandekommt. Wenn ich ein 0:0 auf hohem taktischen Niveau sehe, welches eindeutig einen Trend, eine Entwicklung aufzeigt, die erahnen lässt, dass das zwingend zu dem schönen, aber eben auch erfolgreichen Fussball führen kann, bin ich damit zufrieden. Aber ich war auch mit dem 4:4 gegen Valencia trotz des Ausscheidens zufrieden, weil ich a) so eine Stimmung im Weserstadion lange nicht mehr erlebt habe und b) uns ein individueller Aussetzer zum 0:1 erst in diese Lage versetzt und in diese Spielweise gezwungen hat, nicht irgendwelche taktischen Fehler.
In Hamburg oder in Enschede haben wir dämlich rumgeeiert, da war die Mannschaft völlig falsch eingestellt, hat mit den total falschen Mitteln agiert. Ebenso bei den Unentschieden im Heimspiel gegen Wolfsburg und in Köln. Im Spiel gegen Schalke haben wir rein gar nichts aus der Vergangenheit gelernt. Das sind dann schon Unterschiede.
.....und auf der anderen Seite sind diejenigen, die sich zwar auch über Siege freuen, aber denen daneben auch Schönheit und Leidenschaft am Herzen liegen.
Ich glaube kaum, dass es Fans gibt, denen dies nicht am Herzen liegt. Der Unterschied liegt nur darin, dass einige auch über den Tellerrand hinaus schauen.
Beide Betrachtungsweisen haben ihre Berechtigung.
Zitat von Lothar Matthäus;955517:
Hier wird so getan, als stünde eine offensive, gestaltende Spielweise in direktem Zusammenhang, mit dem einen oder anderen Misserfolg. Hat sich schon irgendeiner hier mal Gedanken gemacht, ob eine destruktive Spielweise, wie sie z.B. Schalke praktiziert, überhaupt zum Erfolg geführt hätte? Passt das überhaupt zur ganzen Kaderbesetzung? Meine Antwort lautet darauf "nein".
Da stimme ich Dir zwar zu, aber letztlich geht es ja in der Diskussion meist darum, dass wir allzu oft, besonders in den letzten vier Jahren, einen Fussball spielen wollen, der ebenso nicht zur Kaderbesetzung passt. Und somit eben auch oft die Quittung dafür kriegen. Da liegt doch die Crux.
Es geht nicht um Schalke`s Spielweise, es geht darum, den gesunden Mittelweg zu finden. Und den findet Werder - meiner Meinung nach - immer wieder phasenweise in der Saison nicht, bevorzugt dann, wenn wir erstmal eine gute Ausgangsposition erarbeitet haben, geben wir diese, völlig ohne Not und aus mir unerfindlichen Gründen wieder auf.
Auch mit der Art und Weise, wie wir gegen Valencia aufgetreten sind, ....Aber wir haben auch 4 Tore erzielt, die Mannschaft hat eine tolle Moral trotz diverser Rückstände gezeigt. Das kann man auch mal anerkennen, ohne Grundsätzlichkeiten unseres Spiels infrage zu stellen.
