Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie das bei anderen Vereinen gehandhabt wird, kann mir das aber beim Fussball nur schwer vorstellen. Klar, bei solchen Sportarten wie American Football ist das nur sinnvoll, da dort aber auch Offense und Defense zwei komplett unterschiedliche Mannschaftsteile mit komplett unterschiedlichen Spielern sind. Die auch noch getrennt voneinander auf dem Platz stehen. Nur wie will man im Fussball die Grenzen ziehen zwischen der Arbeit eines solchen "Defensivspezialisten" und dem Headcoach? Was würde passieren, wenn man TS bspw. einen Trainertypen wie Huub Stevens an die Seite stellen würde? Ich kann mir nicht vorstellen, wie das im Werder-Konstrukt funktionieren könnte. Zumal wir ja schon mit zwei Co-Trainern zusammenarbeiten, von denen ich gar nicht weiß, welcher Typ Trainer sie eigentlich sind. Vielleicht haben wir da schon einen Defensivspezialisten in der Runde?

Ich weiss natürlich auch nicht, welche speziellen Fähigkeiten unsere Cos mitbringen. Du könntest selbstverständlich recht haben.

Aber ganz grundsätzlich gibt es ja nun auch spezielle Defensivcoaches oder Defensivkoordinatoren nicht nur im American Footbal, sonder auch in anderen Sportarten, in denen keine so extreme Trennung zwischen Defensive und Offensive existiert. Eishockey und Basketball sein da mal genannt.
Die Trennlinie zwischen dem Cheftrainer und einem Defensivtrainer, ist in meinen Augen nicht anders zu ziehen, als zu anderen Cotrainern/Towarttrainer auch. Der Cheftrainer behält grundsätzlich das letzte Wort, aber lässt sich durch seinen Co beraten. Insbesondere könnte ein Defensivco das Spiel von der Tribüne aus verfolgen, wodurch er natürlich einen ganz anderen Überblick hat über die das Verhalten der Mannschaft in der Defensiv und es könnte zeitnah durch Kommunikation mit dem Cheftrainer eingegriffen werden. Man hat schon während des Spiels bessere Analysemöglichkeiten.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich halte solch eine Aufteilung der Aufgaben auch im Fussball für einen gangbaren weg.

Ich persönlich denke, wir haben das alte Problem, dass wir aufgrund zu offensiver Aufstellungen regelmäßig ausgekontert worden, schon recht gut in den Griff bekommen.

Zu diesem Schluss bin ich in der Hinrunde zwischenzeitlich auch gelangt. Aber die Spiele seit Beginn der Rückrunde, sprechen für mich leider wieder eine andere Sprache. Wir fangen uns wieder zu viele Kontertore und relativ harmlose Defensivfehler führen regelmäßig zu einem Gegentor, da auch die Raumaufteilung nicht immer passt.
Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang natürlich, dass wir Defensiv des öfteren mit unterschiedlichen Aufstellungen antreten müssen. Einzig konstant in der Aufstellung ist dabei die IV. Auf der DM oder den AV Positionen mussten wir häufig auf wechselndes Personal zurückgreifen. Ärgerlich sind hier insbesondere die recht langen Verletzungspausen von Boenisch und Bargfrede.

Die aktuelle Unzufriedenheit ob der sportlichen Situation ist nachvollziehbar, trotzdem hatte ich hier in diversen Threads schon meine Meinung dazu geäußert, warum wir derzeit nicht so erfolgreich dastehen, wie wir es vielleicht könnten. Und Beispiele wie aktuell Leverkusen, die seit Jahren immer mal wieder oben mitspielen und trotzdem keinen Blumentopf gewinnen und es jetzt schon wieder zu vergeigen scheinen zeigen mir, dass wir definitiv nicht die einzigen sind, die regelmäßig auf Probleme stoßen.

Leverkusen profitiert hauptsächlich durch die Inkonstanz der Gegner und die fehlende Mehrfachbelastung. Die spielen ja nur Bundesliga und konnten sich daher allein auf diesen Wettbewerb konzentrieren und die eben entsprechen Vorbereiten. Ähnliches gilt für Schalke, da der DFB-Pokal alleine ja nun keine wirklich große Belastung darstellt. Bisher waren das ja lediglich vier Spiele. Das macht man ja mehr Freundschaftsspiele. Für Dortmund gilt das gleiche. Der HSV ächtzt jetzt schon unter der Dreifachbelastung. Wolfsburg bekommt es gar nicht auf die Reihe und die Bayern zeigen auch keine wirklich gute Performance. Bei uns sieht es eben auch nicht anders aus. Bis vergangenen Donnerstag in drei Wettbewerben vertreten. Wenn ich richtig gerechnet habe, dann haben wir bereits 44 Pflichtspiele hinter uns und das ist gerade bei dem Kraftaufwand, den wir häufig betreiben müssen, nicht einfach zu verkraften. Hier muss man übrigens mal ein großes Lob in Richtung Trainerteam loslassen: Von der Fitness her ist die Mannschaft top, was nicht zuletzt die vielen Aufholjagden und die Tore in den letzten Zügen der Spiele zeigen.
 
Ich hab gerade mal nachgerechnet und unser Thomas hat bereits 889 Spiele als Werder Spieler oder Trainer absolviert! Mit 7 verbleibenden Ligaspielen und maximal 2 Pokalspielen reichts nicht ganz zu den 900 dieses Jahr! Aber noch 2 oder 3 Jahre und wir haben 1000 Spiele Thomas Schaaf!:svw_schal:
 
Bei einer längst überfälligen Konsequenz, zumindest im Fall Rosenberg, muß man wohl eher hinterfragen, warum diese schon nicht wesentlicher eher gezogen wurde...

Aber amüsant war die für TS typische Antwort auf die Journalistenfrage, ob der Sturz von der Startelf auf die Tribühne nicht sehr tief sei: "Weiß ich nicht" :lol:
 
Aha. Danke der Klassifizierung. Jetzt weiss ich, wer sich mit dem Verein identifiziert und wer nicht.
Finde ich interessant, dass ich sowas lesen muss, nachdem ich gerade sehr viel Geld für die nächsten vier Heimspiele, die binnen 9 Tagen stattfinden, ausgegeben habe. Mit zweimal 300 und einmal 180km Anreise. Jedenfalls nicht, um Spieler auszupfeifen oder den Trainer zu dissen, da kannst Du dir sicher sein.

Mick, wieviel Geld und Zeit du für Werder aufwendest hat in der Frage nicht besonders viel zu sagen. Aber du scheinst dich ja ein Stück weit darüber in deinem Fansein zu definieren. Allerdings, wie du ja zugegeben hast, identifizierst du dich nicht immer mit einer wesentlichen Eigenschaft durch die sich der Verein selber definiert. Das kommt mir seltsam vor.

Es änderten sich die Personalien, aber System, Spielführung blieben weitestgehend gleich. Dadurch wurden systembedingte sowie systemimmanente Fähigkeiten von neuen Spielern als auch deren unterschiedliche Individualität neutralisiert und einfach in ein gewolltes, altes System gepresst, welches eigentlich auf ganz andere Spieler ausgelegt war. Es sollte derselbe Fussball gespielt werden, was aber nicht funktionierte. Deshalb wurde nicht derselbe Fussball gespielt. Klingt makaber, war aber leider so.

Ich behaupte das Gegenteil. Werders Spiel hat sich immer durch die neuen personellen Bedingungen verändert und angepasst. Diego wurde nicht gezwungen, wie Micoud zu agieren, oder seine rolle zu übernehmen, er hat seine eigenen Stärken eingebracht, wodurch sich Werders Spiel extrem verändert hat. Erfolgreich waren wir trotzdem.

Es ging um die Frage nach kontinuierlicher Weiterentwicklung anhand dem Arbeiten an chronisch auftauchenden Fehlern, besonders dem, was davon letztlich auf dem Platz zu sehen ist. Eine Frage, die Du mit alten Aussagen geschickt unterwandert hast, um am Thema vorbeizukommen. Clever.

Wenn wirklich chronische Fehler von Schaaf gemacht würden, könnte man darüber dikutieren. Tun sie aber nicht. Einbrüche gehören zur Entwicklung. Sowohl bei einzelnen Spielern, als auch im Spiel der Mannschaft. Sind also normal, damit muss man rechnen, kein Fehler des Trainers. Interessanter ist doch her der Umgang mit solchen Prozessen. Schaaf hat es immer geschafft die Mannschaft aus solchen Mini-Krisen herauszuführen.

Rosa-Wolken-Mentalität vom Feinsten. Dass eine Mannschaft nach einer längeren Spielpause physisch und mental Schwächen offenbart/ offenbaren kann, ist logisch. Wie und mit welchen Mitteln aber dem entgegengewirkt wird, zeigt sich am Auftreten auf dem Platz nach der Sommer- und Winterpause, sogar unabhängig von den Ergebnissen. Bei uns immer schön zu beobachten, zumal schlechte Testspielergebnisse im Winter wie im Sommer fast schon zum Standard gehören. Was sich dann auch beim BL – Start zeigt. Wie war das noch mit extrinsischer Motivation? Interessant die Version, dass das alles unlogisch und nur ein Glaube sei, nach elf Jahren (!).

Schlechte Starts nach der Sommerpause gibt es nicht aussergewöhnlich oft, guck dir die Statistik des ersten Saisonviertels an. Bleibt die Winterpause. Was macht Schaaf deiner Meinung nach in der Winterpause anders als in der Sommerpause, so dass sich diese angeblich schlechten Starts erklären?
 
Die Mannschaft war sehr gut eingestellt. Kein blindes Anrennen, defensiv absolut konzentriert gestanden. Die Balance hat gestimmt, was auch für die Zukunft das Erfolgsrezept sein könnte. T. Schaaf - Ihr Finale. :svw_applaus:
 
Überzeugende Leistung der Mannschaft, bis auf das Abwehrverhalten bei den 2-3 Großchancen für Augsburg. Aber egal, noch einmal davongekommen. Mit der Einstellung und der Startaufstellung klappts doch.
 
@Crystal Palace
Du siehst es so, ich sehe es anders. Dieses Drehen im Kreis ist tatsächlich ermüdend, zumal einige Deiner erneut aufgerollten Einwürfe aus obigem Beitrag hier über JAHRE bestimmt schon 75mal definiert und mMn auch sehr detailliert widerlegt wurden. Von vielen geschätzten Usern. Wenn Du möchtest, schicke ich Dir die links per PN, ich selbst habe keine Lust mehr auf mantrenhafte Wiederholungen. Besonders aber diese Sätze....
Diego wurde nicht gezwungen, wie Micoud zu agieren, oder seine rolle zu übernehmen, er hat seine eigenen Stärken eingebracht, wodurch sich Werders Spiel extrem verändert hat. Erfolgreich waren wir trotzdem.
Einbrüche gehören zur Entwicklung. Sowohl bei einzelnen Spielern, als auch im Spiel der Mannschaft. Sind also normal, damit muss man rechnen, kein Fehler des Trainers. Interessanter ist doch her der Umgang mit solchen Prozessen. Schaaf hat es immer geschafft die Mannschaft aus solchen Mini-Krisen herauszuführen.
Was macht Schaaf deiner Meinung nach in der Winterpause anders als in der Sommerpause, so dass sich diese angeblich schlechten Starts erklären?
... zeigen, dass Du es wohl kaum verstehen wirst bzw. eher nicht willst, wodurch sich jede weitere Diskussion erübrigt. Würde nur dem Rest der Userschaft auf den Senkel gehen.
Abschliessend passt dann der Satz....
Allerdings, wie du ja zugegeben hast, identifizierst du dich nicht immer mit einer wesentlichen Eigenschaft durch die sich der Verein selber definiert.
Genau. Anders als Du identifiziere ich mich nicht ausschließlich mit allem, was mir vorgesetzt wird. Was nichts über das grundsätzliche Fansein aussagt. Du wärst wahrscheinlich jedes Arbeitgebers liebster Mitarbeiter und jedes Vereins liebster Fan.
 
Immer wenn die AVs "Fehler" machen, die auch in anderen Mannschaftsteilen vorkommen, wird das hier in der Regel überbewertet. Unsere Innenverteidigung, unser Mittelfeld und auch der Sturm machen ähnlich viele Fehler, aber da kommt eher selten eine solch massive Kritik (Einzelfälle natürlich ausgenommen!).

Wenn ich allein die Kritik an den Flanken herausnehme, wird da teilweise oft echt ungerecht geurteilt ... immer im Gegensatz zu anderen Mannschaftsteilen, versteht sich.
:tnx: :tnx: :tnx:
Man sieht seit geraumer Zeit, dass es ein massives Problem im Raum zwischen Abwehr und Defensivemmittelfeld gibt. Dann ereignen sich bestimmte individuelle Fehler erst gar nicht oder sie haben her keine Auswirkung. Die Raumaufteilung ist einfach schlecht, da haben die Gegenspieler viel zu häufig viel zu viel Platz. Auch das Spiel auf einer Linie muss geübt werden, wenn man denn auf Abseits spielen will in bestimmten Situationen.
Das ist einerseits richtig. Nur sehe ich bspw. die Probleme weitaus tiefgründiger und keinesfalls damit gelöst:
Glaube, dass das in der Analyse zu einfach ist und nicht das gesamte Problem erfasst, da wie gesagt sich ähnelnde Fehler seit mehr als zwei Jahren stetig wiederholen. Und wir dort eben auch unterschiedlichstes Personal zur Verfügung hatten.
Bleibe bei meiner Einschätzung, dass eine spezielle Defensivschulung durch einen spezialiserten zusätzlichen Trainer hier Wunder wirken könnte.
Diese Einschätzung teile ich wiederrum ganz und gar nicht.
Habe mir noch einmal in den letzten drei Spielen live die Mühe gemacht, genauer auf das generelle Verhalten unseres Teams im Raum, welches die Defensive mit einschließt, zu achten.
Immer wieder auffällig, dass Werder nicht in der Lage ist, die Breite des Spielfeldes zu nutzen. In der Regel zaubern, dribbeln oder schieben sich unsere Dreigestirn-Edeltechniker plus Pizarro die Bälle gerne in einem Bereich zwischen Strafraumgrenze und 15m davor auf engstem Raum hin und her, solange, bis es noch enger und unmöglicher wird und das Spielgerät verloren geht. Die individuelle Klasse wird nicht platzgreifend ausgenutzt, da das anschließend nicht mit dem Pass auf Außen oder einem Diagonalball veredelt wird. Gestern mehrfach zu beobachten, wie sich Pasanen oder Bargfrede im freien Halbraum anboten, aber der Pass dort rüber praktisch nie kam. Ausserdem ist auch Frings dahinter oftmals außerstande, sowohl das Spiel schnell zu machen (Ausnahmen wie gestern auf Pizarro oder in Bochum auf Boro bestätigen die Regel), als auch das Spielfeld mit einer geschickten Spielverlagerung oder einem Flankenwechsel groß zu machen. TF ist und bleibt ein abgezockter Zweikämpfer, ein laufstarker Antreiber, ein Führungsspieler, der aber in der Spielgestaltung ziemlich untauglich ist. Dadurch ist die Raumaufteilung dann an bestimmten Tagen so schlecht, dass wie gesagt bei Ballbesitz die Wahrscheinlichkeit, die Kugel zu verlieren, immer höher wird und umgekehrt bei Ballverlust klaffende Räume für den Gegner entstehen. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Viererkette, die so entweder noch höher aufrücken muss, um mehr Druck auf den Ball auszuüben oder sie muss grosse Lücken zwischen den Mannschaftsteilen hinnehmen und auf ihr Stellungsspiel hoffen - Gladbach als exemplarisches Beispiel.
Wir haben so einen Ballbesitz-Komplex, der keinen Raumgewinn schafft und eher das Gegenteil bewirkt.

Auf diese Weise können dann auch schwächere Teams, die dem Kompaktheit und Laufbereitschaft entgegensetzen, Werder mit diesen einfachen Tugenden relativ sicher vom Tor weghalten - Frankfurt, Schalke, Gladbach, Enschede. Es sei denn, Marin`s Gedankenschnelligkeit blitzt hin und wider auf oder MÖ spielt den ein oder anderen Diagonal-Pass in die Schnittstelle, was bei ihm zuletzt sehr selten vorkam (gestern wenigstens drei-, viermal) oder Pizarro netzt einen "unmöglichen".

Das ist aber keine Frage von zusätzlicher Defensivschulung, sondern von fussballerischer Intelligenz. Typen wie Baumann oder Ernst fehlen eminent. Hier wurde mMn schon seit mehreren Jahren in der Kader-Zusammensetzung nicht die richtige Mischung gefunden. Wir sind individuell Bundesligaspitze, aber strategisch minder bemittelt. Ich denke auch, dass Schaaf das schon lange erkannt hat - zaghafte Versuche wie mit Tziolis oder Cana deuten darauf hin - aber vermutlich, wenn es irgendwie geht, rein offensiv veranlagtes und technisch gutes Personal taktisch geschultem vorzieht.

Auch die 2-Stürmer-Taktik- Diskussion finde ich in diesem Zusammenhang unangebracht. Hugo hätte gestern auch als einziger Stürmer mit seiner physischen Präsenz und dem hohen Einsatz gegen einen abbauenden Kontrahenten frischen Wind gebracht.
Mit 2 Stürmern haben wir zuletzt in 10 Spielen in Folge nur einmal gewonnen, am Schluss fünfmal nacheinander verloren. Seit Schaaf umstellte, haben wir nur noch einmal in Enschede verloren. Besonders Marin profitiert seither enorm davon, da er jetzt mehr aus der Tiefe kommen kann. Ich finde das gut und nicht nur, weil ich das schon lange hier gefordert habe, sondern weil es zumindest einigermaßen auf die vorhandenen Spieler stimmig ist. Dass nach wie vor, wie gesagt, das Spielerpersonal taktisch nicht optimal zusammenpasst, kann Schaaf während dieser Spielzeit auch nicht mehr ändern.
 
Immer wieder auffällig, dass Werder nicht in der Lage ist, die Breite des Spielfeldes zu nutzen. In der Regel zaubern, dribbeln oder schieben sich unsere Dreigestirn-Edeltechniker plus Pizarro die Bälle gerne in einem Bereich zwischen Strafraumgrenze und 15m davor auf engstem Raum hin und her, solange, bis es noch enger und unmöglicher wird und das Spielgerät verloren geht.
Korrekt. Das fiel mir auch gestern wieder besonders auf. Vor´m 16er wird dann zwar ein teilweise gepflegtes und nett anzusehendes, meist direktes Kurzpassspiel aufgezogen, leider zu oft ohne nennenswerte Durchschlagskraft. Das klein-klein mittig ca. 20m vor´m Tor ist mir manchmal zu viel des guten. Vor dem 1:0 hat man es zielstrebig mit einem "einfachen" Doppelpass versucht und Erfolg geerntet. Zu oft wird der Ball dort allerdings noch vertändelt. Ein Punkt, den ich Marin nach wie vor noch vorwerfe. Er sucht mir noch zu sehr die Menschenmassen vor dem Tor. Wobei er grade in den letzten Spielen eine sehr gute Entwicklung genommen hat und den kopf weit öfter hebt, als noch zu Beginn der Saison. Weiter so.
Ausserdem ist auch Frings dahinter oftmals außerstande, sowohl das Spiel schnell zu machen (Ausnahmen wie gestern auf Pizarro oder in Bochum auf Boro bestätigen die Regel), als auch das Spielfeld mit einer geschickten Spielverlagerung oder einem Flankenwechsel groß zu machen.
Jein. Ein Spielgestalter ist er sicherlich nicht, allerdings macht er recht häufig das Spiel mit präzisen, langen bällen schnell. Das war gestern wahrlich keine absolute Ausnahme.
Auch die 2-Stürmer-Taktik- Diskussion finde ich in diesem Zusammenhang unangebracht. Hugo hätte gestern auch als einziger Stürmer mit seiner physischen Präsenz und dem hohen Einsatz gegen einen abbauenden Kontrahenten frischen Wind gebracht.
Grade gestern war Pizza vorne kpl. auf sich allein gestellt und von 2, 3 Gegenspielern umgeben. Dort fehlte Hugo in meinen Augen um in vorderster front Pizza zu entlasten, bzw. zum gegenseitigen "Ballablegen". Pizza mußte in der Regel den Ball annehmen, sich zunächst gegen mehrere samt Ball behaupten und dann warten, bis einer der 3 MF´s nachrückt. Ungünstig.
 
Grade gestern war Pizza vorne kpl. auf sich allein gestellt und von 2, 3 Gegenspielern umgeben. Dort fehlte Hugo in meinen Augen um in vorderster front Pizza zu entlasten, bzw. zum gegenseitigen "Ballablegen". Pizza mußte in der Regel den Ball annehmen, sich zunächst gegen mehrere samt Ball behaupten und dann warten, bis einer der 3 MF´s nachrückt. Ungünstig.

ist Pizarro vorne ganz alleine, werde/wird der/die Verteidiger frei die den 2. Stürmer nicht bewachen müssen. Dadurch ist die verteidigende Mannschaft in der Lage unser Dribbelkünstler zu doppeln und zu stellen. Der sich ergebende Vorteil durch ein 5er Mittelfeld egalisiert sich nicht nur, der Gegner kann hier eine Überzahl schaffen. Folge: Ballverluste bereits vor dem 16er.
Nur durch Einzelaktionen (zumeist durch Marin) schafft man Freiräume. Das bedeutet wiederum: mehr laufen, mehr Kraft lassen.
 
@Crystal Palace
Du siehst es so, ich sehe es anders. Dieses Drehen im Kreis ist tatsächlich ermüdend, zumal einige Deiner erneut aufgerollten Einwürfe aus obigem Beitrag hier über JAHRE bestimmt schon 75mal definiert und mMn auch sehr detailliert widerlegt wurden. Von vielen geschätzten Usern. Wenn Du möchtest, schicke ich Dir die links per PN, ich selbst habe keine Lust mehr auf mantrenhafte Wiederholungen. Besonders aber diese Sätze.... ... zeigen, dass Du es wohl kaum verstehen wirst bzw. eher nicht willst, wodurch sich jede weitere Diskussion erübrigt. Würde nur dem Rest der Userschaft auf den Senkel gehen.
Abschliessend passt dann der Satz.... Genau. Anders als Du identifiziere ich mich nicht ausschließlich mit allem, was mir vorgesetzt wird. Was nichts über das grundsätzliche Fansein aussagt. Du wärst wahrscheinlich jedes Arbeitgebers liebster Mitarbeiter und jedes Vereins liebster Fan.

Mick, es geht mir nicht um die Frage, wer hier der tollere Fan ist. Du beanspruchst hier anscheinend soetwas wie die Deutungshoheit, die du dir deiner Meinung nach hier in den letzten Jahren zusammen mit "vielen geschätzten Usern" erstritten hast. Andere Meinungen sind dadurch natürlich von vornherein nicht möglich, neue User haben schonmal gar nix zu melden. Diese Haltung ist lächerlich. Ich kann deine Reaktionen aber verstehen, Kritik und Widerworte erschüttern natürlich deinen mühsam und wortreich erstrittenen Status, vor allem, wenn du sie nicht widerlegen kannst.

Ich bin jedenfalls heilfroh, dass wir einen vernünftigen Trainer haben, der weit davon entfernt ist so einen Unsinn wie du ihn hier zum Teil forderst umzusetzen.
 
Du beanspruchst hier anscheinend soetwas wie die Deutungshoheit, .....
Nein, denn im Gegensatz zu vielen Usern kommt fast immer und schrieb ich auch, dass ich es anders sehe oder mMn, was jeweils die Möglichkeit für andere Deutungen offen lässt. Es geht nicht damit einher, dies als empirische Wahrheit verkaufen zu wollen. Ich lasse mich da auch gern bekehren - wenn es denn stichhaltig ist. Jedoch halte ich es umgekehrt natürlich für genauso wichtig, die eigene Deutung der Umstände sinnhaftig zu unterlegen. Das versuche ich zumindest.
Andere Meinungen sind dadurch natürlich von vornherein nicht möglich, neue User haben schonmal gar nix zu melden. Diese Haltung ist lächerlich.
Nur scheint die Aufgabe von dir und deinesgleichen (Linienrichter J. ist ja auch so ein Kandidat), die hier die grosse Gesinnungspolizei Werder`s spielen, zu sein, jeden, egal bei welcher Argumentation, davon überzeugen zu müssen, dass 100%ig alles im Verein richtig läuft und jeglicher kritische Ansatz absolut fehl am Platze ist. Das führt dann sogar soweit, dass hieb- und stichfeste Daten über einen vergleichsweise sehr langen Zeitraum von Dir auch noch irgendwie als "zufällig" hingestellt werden müssen. Diese "Haltung" ist dann genauso "lächerlich" wie umgekehrt das tumbe Rumgetrolle gewisser Spezialisten hier im Forum, und zeugt meines Erachtens, nebenbei gesagt, weder von aufrichtiger Ehrlichkeit, noch von wirklichem "Werder-Herzblut".
Ich kann deine Reaktionen aber verstehen, Kritik und Widerworte erschüttern natürlich deinen mühsam und wortreich erstrittenen Status, vor allem, wenn du sie nicht widerlegen kannst.
Abgesehen davon, dass Du diesen Satz in ähnlicher Form schon ein-, oder zweimal gebracht hast und dabei erneut wohlwollend ignorierst, DASS deine Argumentation (Bsp. Wahrscheinlichkeitstheorie, die ohnehin auf die Materie Fussball unpassend ist) bereits widerlegt oder deutlichst relativiert wurde, unterstreicht das nur die oben genannte "Haltung". Zweitens habe ich Dir bereits angedeutet, dass Du die Gegenargumentation zu deinen hanebüchenen Aussagen in vorangegangenem Beitrag per link bekommen kannst.
Ich bin jedenfalls heilfroh, dass wir einen vernünftigen Trainer haben, ....
Ich auch.
.....der weit davon entfernt ist so einen Unsinn wie du ihn hier zum Teil forderst umzusetzen.
Tja, den wesentlich im Kern geforderten "Unsinn" wie "tiefer stehen und schneller umschalten, Gegnerorientierung" hat TS vom 2. bis zum 10. ST und die Variante der offensiven Dreierreihe hinter einem Mittelstürmer seit dem 21. ST umgesetzt. So weit davon entfernt, wie Du schwadronierst, scheint er also nicht zu sein. ;) :eek:
 
Zu oft wird der Ball dort allerdings noch vertändelt. Ein Punkt, den ich Marin nach wie vor noch vorwerfe. Er sucht mir noch zu sehr die Menschenmassen vor dem Tor. Wobei er grade in den letzten Spielen eine sehr gute Entwicklung genommen hat und den kopf weit öfter hebt, als noch zu Beginn der Saison. Weiter so.
:tnx:
Erwähnenswert wäre an dieser Stelle, dass @Klasnic#17 und andere schon in der Hinrunde die Meinung vertraten, dass Marin uneigennütziger spielen würde, wenn er im Mittelfeld agiert. Sie hatten wohl recht.
Nur ist Marin kein Halbpositionsspieler der Raute, dort wäre er völlig ungeeignet. Als Zehner in diesem System halte ich ihn allerdings für geeigneter als bspw. seinerzeit Diego, da er über mehr Spielintelligenz verfügt. Was aber mit Özil kollidiert, der dort geradezu prädistiniert ist. Auch in das am ersten Spieltag praktizierte Bayern-System der Doppelsechs und der beiden Flügelspieler passte Marin mE gut rein. Nur Özil eben nicht. Deshalb wählte Schaaf nun mMn mit der offensiven Dreierreihe, dem Barcelona-System, genau die richtige Variante, um seine stärksten Spieler einsetzen zu können. Nur für Hugo ist es schade, aber er zeigt ja oft genug, was er als Joker wert ist. Und fällt einer der drei Fummelbubies aus, ist das System mit Pizza hängend und HA als Mittelstürmer in meinen Augen das sinnvollste. Summasumarum finde ich, dass TS derzeit zumindest systemisch vieles richtig macht. Die Einstellung und Spielführung ist ein anderes Thema.
Jein. Ein Spielgestalter ist er sicherlich nicht, allerdings macht er recht häufig das Spiel mit präzisen, langen bällen schnell. Das war gestern wahrlich keine absolute Ausnahme.
Absolut sicher nicht. Doch das "häufig" stelle ich mal in Frage. Ich saß jetzt dreimal OK Oberrang, von dort sieht man das Spielfeld wunderbar vor sich. Gegen Valencia hat TF in meiner Erinnerung zweimal den wichtigen Flankenwechsel gebracht, zweimal hatten wir dadurch Platz (Hunt, Pizza) und wurde es richtig gefährlich. Demgegenüber standen etwa 10 bis 12 Szenen, wo er, obwohl die Option durchaus bestand, den Sicherheitsquer- oder Rückpass wählte oder gar den Ball dorthin spielte, wo es ohnehin schon eng war. Der schnell gespielte, präzise, lange Pass kam gegen Valencia noch seltener und gegen Augsburg drei- bis viermal. Das ist mMn aber kein Problem des Willens seitens TF, sondern geschieht viel mehr in Ermangelung von Spielübersicht, die ihm nun mal allzu oft fehlt. Gegenbeispiel: Baumann wählte - in der Regel - etwa in drei von fünf Fällen die Spielverlagerung hin zum freieren Raum, spielte zudem viele Diagonalbälle in die Tiefe. Er hat dadurch das Spiel extrem schnell gemacht, was nur in den letzten drei Jahren nicht mehr so wie vorher zur Geltung kam, weil oftmals Diego diese Spieleröffnung mit seiner anderen Spielauffassung wieder zerstörte. Aber eben eine Eigenschaft Baumann`s, die ich bei Frings in dieser Form vermisse. Bargfrede hat diese übrigens auch nicht - vielleicht noch nicht. Niemeyer erst recht nicht. Deshalb sehe ich in Frings aufgrund seiner Stärken gegen den Ball einen idealen Halbpositionsspieler der Raute, keinen Sechser in diesem System und in der jetzigen Formation funktioniert er als Teil der Doppelsechs hauptsächlich, wenn ein zweiter mit ähnlichen Stärken daneben spielt (Boro ist da sicher der Falsche). Dann halten wir zumindest defensiv die Ordnung, wenn auch die Spieleröffnung durchschnittlich bleibt.
Grade gestern war Pizza vorne kpl. auf sich allein gestellt und von 2, 3 Gegenspielern umgeben. Dort fehlte Hugo in meinen Augen um in vorderster front Pizza zu entlasten, bzw. zum gegenseitigen "Ballablegen". Pizza mußte in der Regel den Ball annehmen, sich zunächst gegen mehrere samt Ball behaupten und dann warten, bis einer der 3 MF´s nachrückt. Ungünstig.
Ungünstig deshalb, weil er zu oft das kurze Spiel auf engem Raum bevorzugt. Ich bin nicht der Meinung, dass Pizza das immer "musste", sondern dass er es einfach tat, ob sinnvoll oder nicht. Es ist richtig, das ab und an nicht schnell genug nachgerückt wurde. Doch gerade weil es vorne bei diesen Unterzahlsituationen für einen Mittelstürmer zu eng ist, muss derjenige den Bällen entgegen gehen, was CP sogar manchmal tut, aber dann auch direkt prallen lassen, wenn nötig weit in den Rückraum, damit das geballte Mittelfeld in die Lücken stoßen kann. Pizza tut allerdings zu oft genau das Gegenteil, sucht für meinen Geschmack zu oft zuerst das Eins-gegen-Eins, nimmt erst an und dreht sich in Torrichtung, statt den Ball laufen zu lassen oder beim ersten Kontakt den direkten Seitenwechsel zu suchen. Eine spieltaktische Schwäche, die er mit unserem Fummel-Dreigestirn teilt.
Dadurch ist die verteidigende Mannschaft in der Lage unser Dribbelkünstler zu doppeln und zu stellen. Der sich ergebende Vorteil durch ein 5er Mittelfeld egalisiert sich nicht nur, der Gegner kann hier eine Überzahl schaffen. Folge: Ballverluste bereits vor dem 16er.
Nur durch Einzelaktionen (zumeist durch Marin) schafft man Freiräume. Das bedeutet wiederum: mehr laufen, mehr Kraft lassen.
Der Vorteil durch das 5er Mittelfeld egalisiert sich nur deswegen, weil nicht oft genug schnell, direkt und geradlinig gespielt wird, die Raumaufteilung nicht stimmt. Dafür fehlt uns, wie erwähnt, das Spielermaterial. So sind wir gezwungen, unökonomisch zu spielen.
 
Pizza tut allerdings zu oft genau das Gegenteil, sucht für meinen Geschmack zu oft zuerst das Eins-gegen-Eins, nimmt erst an und dreht sich in Torrichtung, statt den Ball laufen zu lassen oder beim ersten Kontakt den direkten Seitenwechsel zu suchen. Eine spieltaktische Schwäche, die er mit unserem Fummel-Dreigestirn teilt.
Seh ich nicht so, den Ball "laufen lassen" kann er ja gar nicht. Wohin? zu wem? Sehr oft gibt es die Situation, daß er alleine von 2 Bewachern umgeben lang und/oder hoch angespielt wird. Hat er dann den Ball, ist oft ein großes loch zum MF, so daß es schwer ist, den Ball abprallen zu lassen. Dann ist er mit sich und dem Ball auf sich allein gestellt. Entweder versucht er es dann im 1gegen1 oder er hält so lange den Ball, bis er eine nachrückende Anspielstation findet. Das ist alles für die Abwehrreihe sehr berechenbar. Hätte er mit Hugo bspw. einen Partner in vorderster Front, könnte er den Ball tatsächlich weiterleiten. Oder den Ball annehmen, währenddessen Hugo startet und somit die Abwehr "aufreißt" und von Pizza bedient werden kann. Auch ein Kreuzen zweier Stürmer sorgt dafür, daß die gegenerische Ordnung durcheinander gebracht werden kann und auch darf nachrückende MF mehr Raum bekommt. So haben wir es jahrelang praktiziert und das nicht unbedingt erfolglos. Auch ist mir momentan das Mittelfeld mit Hunt, Özil, Marin einfach zu "voll". Man steht sich oft gegenseitig auf den Füßen und spielt nutzlos klein-klein, weil einfach auch vorne neben Pizza jemand fehlt, den man "schicken" könnte.
Daher wünsche ich mir für die kommende Saison einen technisch einigermaßen versierten Partner für Pizza.
 
Seh ich nicht so, den Ball "laufen lassen" kann er ja gar nicht. Wohin? zu wem? Sehr oft gibt es die Situation, daß er alleine von 2 Bewachern umgeben lang und/oder hoch angespielt wird. Hat er dann den Ball, ist oft ein großes loch zum MF, so daß es schwer ist, den Ball abprallen zu lassen. Dann ist er mit sich und dem Ball auf sich allein gestellt. Entweder versucht er es dann im 1gegen1 oder er hält so lange den Ball, bis er eine nachrückende Anspielstation findet. Das ist alles für die Abwehrreihe sehr berechenbar.
Gegen Augsburg gab es mehrfach die Situation, dass er nach solchen Anspielen zwischen zwei, drei Gegenspielern und einem Abstand von ca. 15-20m zum eigenen Mittelfeld in Ballbesitz kam. Es gab dort außer den von Dir beschriebenen zwei Möglichkeiten noch c) den direkten Seitenwechsel zu suchen, wo der Raum für die nachrückenden Leute freier und daher der Ball konträr den Gegenspielern einfacher zu erlaufen gewesen wäre (wie es bspw. S04 gestern zwei-, dreimal gut gemacht hat) oder d) wenn er aussen oder halbaussen war, den 10m-15m Rück-Pass Richtung Aussen-Linie zu wählen, um es breit zu machen und wo der Mitspieler oder AV dann wieder aufbauen, sukzessive mit dem Spiel vor sich die Optionen - Spielverlagerung oder Steilpass - wahrnehmen könnte. Deine beiden Möglichkeiten sind eben meist der falsche Weg (sofern die gegnerische Abwehr nicht patzt), bringen weder Zeit- noch Raumgewinn und sind tatsächlich zu berechenbar.
Hätte er mit Hugo bspw. einen Partner in vorderster Front, könnte er den Ball tatsächlich weiterleiten. Oder den Ball annehmen, währenddessen Hugo startet und somit die Abwehr "aufreißt" und von Pizza bedient werden kann. Auch ein Kreuzen zweier Stürmer sorgt dafür, daß die gegenerische Ordnung durcheinander gebracht werden kann und auch darf nachrückende MF mehr Raum bekommt.
Sehe ich grundsätzlich genau so. Nur ist das systemimmanent, denn diese Aufgaben wie Kreuzen oder in der Breite anspielbereit zu sein, könnte ein in der Raumaufteilung geschickter agierendes, offensives Mittelfeld ebenso gewinnbringend übernehmen. Nur haben wir da ja bekanntlich Schwierigkeiten in der Umsetzung. Der einzige Unterschied ist Hugo`s Physis inklusive der Kopfballstärke, die fehlt, was aber, wenn er von Beginn an spielt, auf Dauer ebenso berechenbar wird. Es spricht nichts gegen eine Änderung im Spielverlauf, aber als taktische Grundformation zu Spielbeginn halte ich die jetzige für richtig.
Daher wünsche ich mir für die kommende Saison einen technisch einigermaßen versierten Partner für Pizza.
Mal sehen, wie sich Wagner entwickelt. Ich halte es für ein überschaubares Risiko, mit einem Trio Pizza, Wagner, Hugo plus einem zurückgeholten Leihstürmer in die neue Saison zu gehen. Werder schiesst nach wie vor die meisten Tore, kreiert die meisten Chancen, hat ein individuell offensivstarkes Mittelfeld, das ligaweit das Beste sein dürfte. Aber Aufwand und Ertrag stehen schon jahrelang in keinem Verhältnis. Deshalb hoffe ich in erster Linie auf die Verpflichtung eines oder zwei strategisch/taktisch denkender Spieler.
 
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