Naja, so neu ist 3D nun auch wieder nicht - eigentlich ist die Technik sogar nicht viel jünger als der Film an sich. 3D hat immer mal wieder Hochphasen (bspw. in den 50ern, in den 70ern, heute), diese Hochphasen profitieren dann natürlich immer von den technischen Weiterentwicklungen zum Zeitpunkt ihres Auftretens. Sprich, 3D heute wird anders bearbeitet und kommt damit visuell beeindruckender daher, der Effekt ist aber alt und jahrzehntelang erprobt. Das lustige ist: das Prinzip hat sich nie wirklich durchgesetzt und ist auf Dauer eigentlich nur in den Freizeitparks gelandet, wo es dann bisweilen sogar in 4D daherkommt. Immer, wenn die Filmindustrie mit finanziellen Problemem zu kämpfen hat, wird 3D wieder aus der Filmvorführer-Schublade geholt. Jetzt gerade ist das so, weil den Kinos infolge von DVD-Boom (und in meinen Augen auch wegen mangelnder Qualität der Filme) die Leute wegrennen - vernünftiges 3D ist aber nach wie vor nur in Kinos möglich, vor dem Fernseher kommt´s nicht so gut. Deswegen produziert man derzeit einen Kracher nach dem anderen in 3D, spielt damit ein vielfaches der hohen P.-Kosten wieder rein und freut sich über die Mehreinnahmen. Für Streifen, in denen Bewegungen, schnelle Kamerafahrten, actiongeladene Plots und/oder fantastische Welten eine übergeordnete Rolle spielen, mag das ganz lustig sein. In Arthouse-Produktionen und vermutlich auch weiterhin in vielen Hollywood-Filmen wird 3D allerdings keine Rolle spielen - das passt weder vom Budget noch vom Erscheinungsbild her, glücklicherweise...