Nochmal: Es gibt Zulassungsvoraussetzungen für die Dritte und Vierte Liga, die von kleinen Vereinen nur schwer erfüllt werden können. Bei vielen kleinen Verein können nämlich auch gerade durch viel ehrenamtliche Engagement bestimmte Aufgaben erfüllt werden. Die II Mannschaften profitieren durch die Infrastruktur der Bundesligamannschaften, die eine naturgemäß wesentlich bessere finanzielle Ausstattung verfügen.
Gerade die DFL-Clubs haben dafür gesorgt, weil man mehr Fernseheinnahmen generieren will, dass durch die neuen Anstoßzeiten in den Bundesligen den kleinen Clubs zusätzliche Einnahmen wegbrechen. Gleichzeitig kommt es zu einer sportlichen Wettbewerbsverzerrung. Zugegeben in der 3. Liga ist es besser geworden durch die Eingleisigkeit. Gleichzeitig hat man das Problem in die Regionalligen verschoben.
Im Übrigen sollten ja bei der Eingleisigkeit der 3. Liga keine II. Mannschaften mehr in selbiger spielen. Das Startrecht ist durch die DFL-Clubs mit dem Verzicht auf Fernsehgelder und dem Startrecht im DFB-Pokal "erkauft" worden. Löst aber das Problem der Amateurligen nicht. Sagen nochmal, dass in entscheidenen Spielen häufig Profis aus der Bundesliga eingesetzt wurden und werden. Diese kann sich natürlich kein kleinerer Verein leisten. Das Beispiel der Relegationspiele zwischen dem VfB Oldenburg und der II. Mannschaft des HSV aus dem Jahr 2002 ist ein Paradebeispiel dafür. Für die Aufsteigspiele wurde damals Roda Antar sogar extra eingeflogen um mitwirken zu können. Im Hinspiel gab es trotz dem Einsatz von Profis ein 0:0. Im Rückspiel setzte der HSV, dann noch mehr Profis ein. Und der VfB Oldenburg ging in der AOL-Arena natürlich völlig unter. Man fragt sich eben wie Viertligist gegen eine Bundesligamannschaft aufgefüllt mit Amateuren gegen halten sollte.
Für die Amateurmannschaften bleibt folglich nur die Verpflichtung von erfahrenen ehemaligen Bundesligaspielern, die natürlich wesentlich teurer wurden. Beispiel auch aus Oldenburg: Der VfB hatte 1996 in der 2. Bundesliga einen Etat von 5 Mio DM. Für diese Saison hätte bei einem möglichen Aufstieg in die Regionalliga mit einem Etat von wiederum 2,5 Mio Euro (5 Mio DM) geplant. Man sieht wie extrem die Kosten für die Amateure gestiegen sind, um konkurrenzfähig zu sein.