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Mick_666
Guest
Ist die Frage ernst gemeint? Oder Ironie?Was hat er sonst falsch gemacht bzw. was muss geändert werden?
Ich denke, letzteres...Wir treten auswärts an und haben 180 Minuten vor der Brust, ein mögliches Weiterkommen zu entscheiden. Dann schieben wir schon in der ersten von vier Halbzeiten - auswärts!
wall
- die Mannschaftsteile nach vorn (Glück, dass das Abseits immer funktioniert hat), versuchen wieder mal über viel Ballbesitz und spielerische Mittel zu dominieren. Wo ist das notwendige Kalkül? Es gibt genug Zeit. Wir aber wollen in der ersten HZ Spiele entscheiden. Wo ist die defensive Dominanz zum Erringen eines Vorteils, zum Abtasten und Schwachstellen-ausloten des Gegners, vor allem auswärts? Geduld ist in solchen Spielen extrem entscheidend. Wir aber sind davon abhängig, dass schon in der ersten Halbzeit die Chancen sitzen. Wir spielen nicht kraftsparend, obwohl schon am Sonntag das nächste wichtige Heimspiel ansteht. Jetzt haben wir die Situation, dass wir, wenn weiterkommen wollen, nächste Woche Donnerstag schon wieder Vollgas geben müssen. Weil wir wieder mal von Anfang an nicht in der Lage waren, strategisch zu spielen.
Allerdings, wenn ich dann vorher in Interviews von Schaaf (so sinngemäß) höre: "Wir wollen überall unser Spiel durchziehen, egal, ob auswärts oder zu Hause.", dann wird mir vieles klar. Meint er das ernst oder will er den Medien Futter geben? Obwohl, wenn ich mir das Spiel anschaue.... Eine Ausrichtung fast komplett ohne Einbeziehung des Gegners ist in der Zwischenrunde eines Europa-Cups eigentlich ein Witz.
McLaren erzählt vorher, dass Werder klarer Favorit sei usw. - und erreicht mit dieser Taktik des Einlullens sein Ziel. Naja, das Übliche. Auch Magath schwärmte vor dem Spiel bei uns von Werders Spielstärke und dass Schalke keinesfalls eine Spitzenmannschaft wäre, anders als wir. Mittlerweile haben sie elf Punkte Vorsprung....:18:
Genau. Wir haben tatsächlich etwas angeboten. Den Zuschauern. Dem Fernsehen. Das stimmt. Und dass wir am Ende wieder wie Deppen dastehen, ist auch ein altbekanntes Szenario.War doch ein tolles Spiel.
@Robbery
Es stimmt, dass wir konstruktiv gespielt haben. In der ersten Halbzeit hatte ich sogar teilweise das Gefühl, der One-Touch würde wiederbelebt. Selbst Marin integrierte sich in dieses. Kontrolliert nach vorne spielten wir mMn nur bedingt, denn zu oft standen die Mannschaftsteile zu weit in Gegners Hälfte, wir haben uns da auf übliche Manier rauslocken lassen. Glücklicherweise funktionierte die Abseitsfalls und der Linienrichter war stets auf der Höhe. Die taktische Formation des 4-2-3-1 war angemessen.
Aber die Spielführung war völlig falsch. Wir waren dort in unserer Ausrichtung total falsch eingestellt, eindimensional, auf Ball- nicht auf Gegnerkontrolle fixiert. Das Übliche eben. Es hätte keinesfalls etwas dagegen gesprochen in dieser Partie, mit betont defensiverem Verschieben der Mannschaftsteile oder Vortäuschen von Passivität eben genau so den Gegner zu mehr Aktivität zu zwingen. Ist Dir das erst gelungen, dann hast du wieder die Lücken, die du brauchst, um mit vertikalem Passspiel - und dazu weniger Leuten vor dem Ball in die Senkrechte spielen zu können. Selbst wenn der Kontrahent das nicht macht, egal, dann wird`s halt ein dreckiges 0:0, ausserdem haben wir noch ein Heimspiel. Ich stimme da Puwaldo und Totti vollkommen zu.

An taktischer Unbeholfenheit ist Werder im Europa-Pokal-Vergleich zu allen anderen Verbliebenen kaum zu überbieten.
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