Bremen
Moderator
@madT hat ja ein paar Posts vorher schön aufgelistet, welche Erfolge Werder zwischen den Jahren 2003 und 2008 aufweisen konnte. Und die lassen sich doch für einen ehemals recht kleinen Verein sehen.
Diese Erfolge konnten meiner Meinung nach nur erzielt werden, weil KATS kontinuierlich ihre Handschrift und ihre Philosophie einbringen konnten.
Wohin blinder Aktionismus und fehlende Kontinuität führt, können wir schön an unserem Nachbarn Hannover 96 sehen. Von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem potentiellen Einzugsgebiet der Fans müsste der Verein theoretisch im oberen Drittel der Liga mitspielen können.
Aufgrund nahezu jährlicher Trainer- und Managementwechsel konnten sich jedoch keine einheitliche Handschrift und kein erfolgversprechendes System entwickeln. Und nun wird es schwer, die Klasse zu halten.
KATS sollten, so lange sie selbst noch Perspektiven sehen, weiterarbeiten. Im Übrigen ist es normal, dass auch einmal ein, zwei Jahre dabei sind, wo es nicht so läuft. Im Grunde ist davon aber jeder Verein in der BL betroffen.
Die Erfolge werden weder in Frage gestellt, geschweige denn vergessen, aber der Ruhm der Vergangenheit hilft bei den Problemen von heute leider nicht weiter. Über Jahre haben KATS kontinuierlich gute Arbeit geleistet, aber die von ihnen zusammengestellte Mannschaft fällt seit gut 2 Jahren dadurch auf, daß sie kontinuierlich überwiegend schlechte Arbeit zeigt, in dem sie auf der selben Art und Weise etliche Punkte fahrlässig "verschenkt". Eine Besserung ist derzeit nicht in Sicht und nach jeder Niederlage hatte man das Gefühl, daß der absolute Tiefpunkt erreicht sei, bis man von der Mannschaft in der folgenden Partie eines besseren (bzw. eines schlechteren) belehrt wurde. Hinzu kommt, daß KATS nicht wirklich souveränen im Krisenmanagement sind; sie lamentierten fleißig und man hörte und laß Durchalteparolen sowie neuerdings sarkastische Äußerungen, aber den Eindruck die Ärmel hochzukrempeln und alles für eine Kehrtwende zu tun, wurde wenn überhaupt nur halbherzig vermittelt, und das ist unabhängig von den eigenen Ansprüchen von Werder Bremen viel zu wenig.
Ich stimme Dir vollkommen zu, daß für erfolgreiches Arbeiten Kontinuität unerläßlich ist, aber diese Kontinuität birgt auch gewisse Risiken, vor allem dann, wenn man den Standpunkt vertritt, daß die in der Vergangenheit zum Erfolg führenden Methoden heute auch noch ihre positive Wirkung haben, auch wenn die Realität anderes aussieht. KA und/oder TS „abzusägen“ wäre jetzt mit Sicherheit der falsche Weg, aber um wieder auf die Erfolgsspur zurück zu kehren, müssen sie den unbequemen Weg gehen „alte Zöpfe“ abzuschneiden und ihre Arbeit entsprechend reformiere. Die besagten zwei Jahre sind fast vorbei, und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.



somit Hertha nun langsam Sachen für Liga 2 packen kann.