Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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@madT hat ja ein paar Posts vorher schön aufgelistet, welche Erfolge Werder zwischen den Jahren 2003 und 2008 aufweisen konnte. Und die lassen sich doch für einen ehemals recht kleinen Verein sehen.

Diese Erfolge konnten meiner Meinung nach nur erzielt werden, weil KATS kontinuierlich ihre Handschrift und ihre Philosophie einbringen konnten.

Wohin blinder Aktionismus und fehlende Kontinuität führt, können wir schön an unserem Nachbarn Hannover 96 sehen. Von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem potentiellen Einzugsgebiet der Fans müsste der Verein theoretisch im oberen Drittel der Liga mitspielen können.

Aufgrund nahezu jährlicher Trainer- und Managementwechsel konnten sich jedoch keine einheitliche Handschrift und kein erfolgversprechendes System entwickeln. Und nun wird es schwer, die Klasse zu halten.

KATS sollten, so lange sie selbst noch Perspektiven sehen, weiterarbeiten. Im Übrigen ist es normal, dass auch einmal ein, zwei Jahre dabei sind, wo es nicht so läuft. Im Grunde ist davon aber jeder Verein in der BL betroffen.

Die Erfolge werden weder in Frage gestellt, geschweige denn vergessen, aber der Ruhm der Vergangenheit hilft bei den Problemen von heute leider nicht weiter. Über Jahre haben KATS kontinuierlich gute Arbeit geleistet, aber die von ihnen zusammengestellte Mannschaft fällt seit gut 2 Jahren dadurch auf, daß sie kontinuierlich überwiegend schlechte Arbeit zeigt, in dem sie auf der selben Art und Weise etliche Punkte fahrlässig "verschenkt". Eine Besserung ist derzeit nicht in Sicht und nach jeder Niederlage hatte man das Gefühl, daß der absolute Tiefpunkt erreicht sei, bis man von der Mannschaft in der folgenden Partie eines besseren (bzw. eines schlechteren) belehrt wurde. Hinzu kommt, daß KATS nicht wirklich souveränen im Krisenmanagement sind; sie lamentierten fleißig und man hörte und laß Durchalteparolen sowie neuerdings sarkastische Äußerungen, aber den Eindruck die Ärmel hochzukrempeln und alles für eine Kehrtwende zu tun, wurde wenn überhaupt nur halbherzig vermittelt, und das ist unabhängig von den eigenen Ansprüchen von Werder Bremen viel zu wenig.

Ich stimme Dir vollkommen zu, daß für erfolgreiches Arbeiten Kontinuität unerläßlich ist, aber diese Kontinuität birgt auch gewisse Risiken, vor allem dann, wenn man den Standpunkt vertritt, daß die in der Vergangenheit zum Erfolg führenden Methoden heute auch noch ihre positive Wirkung haben, auch wenn die Realität anderes aussieht. KA und/oder TS „abzusägen“ wäre jetzt mit Sicherheit der falsche Weg, aber um wieder auf die Erfolgsspur zurück zu kehren, müssen sie den unbequemen Weg gehen „alte Zöpfe“ abzuschneiden und ihre Arbeit entsprechend reformiere. Die besagten zwei Jahre sind fast vorbei, und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
 
In anderen Mannschaften wird es sicherlich auch „Problemfälle“ geben. Nur fallen die beim VfL Bochum (nur ein Beispiel!) weniger auf als bei uns, da die Zielstellung eine andere ist.

Aus meiner subjektiven Wahrnehmung fällt mir beispielsweise Torsten Frings negativ auf. Meiner Meinung nach ist er schon seit längerem außer Form. Für mich folgerichtig erfolgte die Nichtnominierung für Südafrika.

Was macht Frings? Anstatt seine erbrachten Leistungen zu hinterfragen, heult er sich öffentlich in den Medien über die seiner Meinung nach ungerechtfertigte Nichtnominierung aus.

Das finde ich nicht in Ordnung. Ein erfahrener Spieler wie Frings muss selbständig an seinen Defiziten arbeiten. Da bedarf es keinen Trainerkollektivs.

Dein Beispiel mit Bochum ist ja nett, aber laut dem, was du geschrieben hast, müssten dann alle Spieler bei Bayern, Leverkusen, Schalke, HSV... charakterlich besser sein!
Dem ist aber mitnichten so...denen wird nur ordentlich Druck gemacht.

Was du zu Frings sagst, hat durchaus mit dem Charakter zu tun...ist aber keineswegs ein Einzelfall. Bei unserer Mannschaft müssen sich doch 85% des Kaders hinterfragen...und das kann man eben nicht mehr mit einzelnen Charakteren begründen
 
Das Problem für Werder ist ja, dass wenn man weiterhin erfolgreich sein will, also zu den besten Teams der Liga gehören will, wie über weite Strecken, der letzten 10 Jahre, dann müssen wir international vertreten sein. Sind wirs nicht, dann fehlen die finanziellen Mittel an allen Ecken und Enden. Offensichtlich hat schon das Nichterreichen der CL für einen massiven Einschnitt bei den finanziellen Möglichkeiten nötig gemacht. Wenn etwas im heutigen Fussballgeschäft nicht hat, dann ist das Zeit.

Alles richtig.

Und der Satz verdeutlicht vielleicht, wie schwierig es ist, einen Verein über Jahre erfolgreich zu "bearbeiten". Denn es ist eine Gratwanderung zwischen Schnelllebigkeit der Umgebung und zeitlichem Druck auf alle Handlungen einerseits und überlegtem Handeln und notwendiger Geduld im Handeln andererseits.

Wenn ich sage, dass es für mich trotz des Drucks immer ein gewisses Maß an Zeit braucht, dann meine ich hier nicht Zurücklehnen und Abwarten, sondern eine Art und Weise des Arbeitens, die gern mal mit "Nachhaltigkeit" phrasiert wird.

Man kann sich damit abfinden eine mittlere BuLi-Mannschaft zu sein, die immer mal wieder Ausschläge nach Oben verzeichnet, ähnlich wie Stuttgart. Aber man hatte und in gewisser Weise hat man in Bremen immernoch die Möglichkeiten auch zukünftig zu den besten Vier der Liga zu gehören. Da bring einem das Prinzip Hoffnung reichlich wenig. Vor allem erinnert das mehr an so etwas wie die HRE oder die HSH Nordbank.
In meinen Augen sind die Baustellen - ausser im Sturm - im Sommer nicht angepackt worden. Die AV-Positionen blieben unangetastet. Obwohl Baumi verlassen hat, haben wir keinen Ersatz geholt. Sorry, das ist einfach zu wenig.
Zudem bleibt es nun einmal dabei, dass die taktischen Schwächen in der Defensive nicht neu sind. Diese ziehen sich schon sehr lange hin. Und ich persönlich bleibe dabei, dass die Hinrunde bei weitem nicht so gut war, wie viele immernoch glauben.

Was ich zum Prinzip Hoffnung schrub, bezog sich nur auf einzelne Spieler. Das dies endlich ist, werden wir mMn im Sommer sehen und sehen wir jetzt schon.

Und auch wenn ich Dir in einigen obigen Punkten - zustimme, war in der Hinrunde eine positive Veränderung zu sehen und das erstmal unabhängig davon, wie lange sie anhielt und was bis heute daraus wurde. Es zeigt mir, dass noch einiges gehen kann. Und zwar mit Schaaf. Und mit Allofs.

Bei allem, was den beiden vorgeworfen wird und was viel mit ihren öffentlichen Äußerungen zusammen hängt, wird in meinen Augen ein Aspekt negiert und das ist der Glaube an die eigene Arbeit, die eigenen Handlungen, Vorstellungen und Entscheidungen. Wohin sie führen und was kurzfristig dabei rum kommt, ist eine Sache. Die andere ist, dass ich davon überzeugt bin, dass eben dieser Punkt weiterhin vorhanden und immens wichtig ist. Und dass er hier mitunter viel zu schlecht weg kommt oder gar keine Rolle spielt.

Naja, Nerlinger wurde mir zumindest nicht unsympathisch, als er von Einsparungen beim Gehalt sprach. Ein Anfang.
Man sollte in dieser Sache europaweit solidarisch vorgehen und eine Gehaltsobergrenze von maximal 500,-€ pro Spiel festsetzen. Plus 50,- € pro Punkt. Essen, Trinken, Duschen gratis...
Fällt der Sieg enorm hoch aus, oder wird mehr als dreinmal hintereinander zu null gespielt, gibt es eine Runde Whirlpool im naheliegenden Freudenhaus.

Back to the Roots...:grinsen:

Nette Idee. :D

Im Übrigen hat Allofs Nerlinger in dem Punkt zugestimmt und zwar nicht nur ganz allgemein, sonder auch und vor allem auf Werder bezogen.
 
Yeah.... Jetzt geht´s mit den Schwanzvergleichen richtig los..... Ich habe schon 1000....und ich 2000...und ich 5000. Beiträge. :svw_applaus:

:stirn:

Nö, das geht hier sicher nicht los. Dass Du aber über ein Jahr nach Deiner Registrierung zufällig im selben Zeitraum Deiner seltsamen Internetauktion und ihres Bekanntwerdens erstmals hier auftauchst und bis dato alle Beiträge thematisch und inhaltlich eine gewisse "Linie" haben, kann und darf man... "bemerkenswert" finden.
 
... Ich würde ums Verrecken gerne mal unseren Trainer persönlich die Frage stellen, ob der denn diese Probleme nicht sieht, bzw. warum er nicht mal versucht, was anderes zu machen? Warum nicht mal ne Doppel-Sechs mit Frings und Niemeyer, die mal ordentlich zerstört und wenigstens dem Gegner keine Räume gibt? Dann würde vielleicht der tollen Offensivfussball auf der Strecke bleiben, aber zu dem könnte man vielleicht dann wieder zurückfinden, wenn Jensen oder Bargfrede wieder fit sind, mit denen das defensiv besser lief (im Falle von Jensen: besser laufen könnte).
...

Das treibt mich auch um. Das sind so Dinge, wo ich manchmal nur noch ein Fragezeichen vor mir sehe.

Auch sonst bin ich d'accord mit Deinem Posting.
 
... Hinzu kommt, daß KATS nicht wirklich souveränen im Krisenmanagement sind; sie lamentierten fleißig und man hörte und laß Durchalteparolen sowie neuerdings sarkastische Äußerungen, aber den Eindruck die Ärmel hochzukrempeln und alles für eine Kehrtwende zu tun, wurde wenn überhaupt nur halbherzig vermittelt, und das ist unabhängig von den eigenen Ansprüchen von Werder Bremen viel zu wenig. ...

Erfolgreiches Krisenmanagement beruht mMn nicht darauf, öffentliche Eindrücke zu vermitteln. Die öffentlichen Aussagen dienen eher dazu, ein Krisenmanagement dahingehend zu begleiten, dass man es halbwegs in Ruhe durchziehen kann. Alles andere als die hier viel gescholtenen öffentlichen Aussagen würde dem wohl eher schaden, denn nützen. "Ärmel krempelt" man nicht durchs Mikrofon "hoch".
 
@kastemato
Frings hatte ich nur exemplarisch genannt. Ich gehe natürlich davon aus, dass sich charakterlich "schwierige" Fälle in nahezu jeder Bundesligamannschaft befinden.

Für eine positive Entwicklung einer Mannschaft ist es natürlich unerlässlich, dass sich jeder Spieler ständig hinterfragt. ;)

@Bremen
Natürlich hilft der Ruhm der Vergangenheit heute nicht weiter. Und so wie die Spieler ihre Leistungen hinterfragen müssen, so müssen dies natürlich auch der Trainerstab und das Management tun.

Aber noch mal: Ich halte es nicht für sooo schlimm, wenn einmal eine schlechtere Platzierung herausspringt. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass dummerweise noch 17 andere Mannschaften in der Liga mitspielen, die ja auch Interesse daran haben, gut abzuschneiden.

Also sollten Trainer und Manager in einer „Krise“ ruhig mal zeigen dürfen, was sie draufhaben.
 
@kastemato:

Ich spreche da ja auch nicht von allen Spielern. Habe ja auch darauf hingewiesen, dass mit Pizza und Bargfrede zwei Stammspieler und mit Jensen eine sehr gute Option aus der 2. Reihe wieder mal sehr lange gefehlt haben. Einen Merte, Naldo und Fritz nehme ich da z.B. raus aus dieser Kritik. Was sollen die machen, wenn das Mittelfeld schon immer solche Räume bietet, dass drei oder vier gegnerische Spieler völlig frei auf sie zulaufen? Da würde auch die Abwehr von Real Madrid schlecht aussehen.
 
Erfolgreiches Krisenmanagement beruht mMn nicht darauf, öffentliche Eindrücke zu vermitteln. Die öffentlichen Aussagen dienen eher dazu, ein Krisenmanagement dahingehend zu begleiten, dass man es halbwegs in Ruhe durchziehen kann. Alles andere als die hier viel gescholtenen öffentlichen Aussagen würde dem wohl eher schaden, denn nützen. "Ärmel krempelt" man nicht durchs Mikrofon "hoch".

:tnx:

Internes und die Außendarstellung wird hier viel zu oft miteinander verrührt!
 
@kastemato:

Ich spreche da ja auch nicht von allen Spielern. Habe ja auch darauf hingewiesen, dass mit Pizza und Bargfrede zwei Stammspieler und mit Jensen eine sehr gute Option aus der 2. Reihe wieder mal sehr lange gefehlt haben. Einen Merte, Naldo und Fritz nehme ich da z.B. raus aus dieser Kritik. Was sollen die machen, wenn das Mittelfeld schon immer solche Räume bietet, dass drei oder vier gegnerische Spieler völlig frei auf sie zulaufen? Da würde auch die Abwehr von Real Madrid schlecht aussehen.


Ich verstehe dich schon und bin vollkommen bei dir ;)
Aber irgendwie scheine ich nicht richtig artikulieren zu können, was ich meine.
 
Überraschung beim Werder-Training!

Coach Schaaf ließ beim obligatorischen Spielchen eine andere Grundformation antreten. Statt wie üblich zwei Spitzen schickte der Übungsleiter mit Claudio Pizarro nur einen Stürmer ins Rennen.

Marko Marin wurde als rechte Flügelzange eingesetzt, Hunt wirbelte auf der linken Bahn, Mesut Özil war eine Art hängender Stürmer.

Mit dieser Taktik trat die Nationalelf unter Bundestrainer Jogi Löw zuletzt regelmäßig ran. Will Schaaf mit der Löw-Taktik gegen Hertha die wacklige Defensive stärken? Er selbst äußert sich nicht.

Gewinner der Umstellung könnten Petri Pasanen und Peter Niemeyer sein. Sie standen gestern statt Abdennour und Borowski in der A-Elf...

Auch wenn Marble mich gleich hauen wird wegen den scheiss Bild krams...

Sieht interessant aus.

Özil über TS:

Özil nimmt ihn in Schutz: „Es liegt nicht am Trainer, wir Spieler machen die Fehler. Eine Scheiß-Situation. Da müssen wir schnell raus.“
 
Auch wenn es bis zum Spiel ja noch ein bisschen hin ist: die Aufstellung klingt doch ganz nett.

Sogar die taktische Ausrichtung hat mir auf den ersten Blick gefallen.
"Geniale Idee" dachte ich. -

Bis ich gelesen habe, dass Bundes-Jogi sowas auch macht.
 
Naja das ist ne Flügelformation wer nutzt sowas nicht irgendwann mal?? Den Bundeskasper hat die Blöd ins Spiel gebracht aber rein gar nix mit dem zu tun. :lol:

Würde die Formation zu gern gegen Hertha sehen.
 
Na ja, bei Werder habe ich das als Startformation - zumindest mit dem aktuellen Kader, in dem eine (formstarke) zweite Spitze fehlt - noch nicht gesehen.

Dass weder Thomas noch Joachim das erfunden haben, ist mir schon klar. Ging mehr darum, dass ich in letzter Zeit alles, was Löw so von sich gibt, ablehne.

Okay, so weit dass wenn er sagen würde: "Der Abschied von Tosic war eine gute Entscheidung" ich dafür wäre, ihn zurück zu holen geht es noch nicht.

Insofern: freue mich auch darauf, die Formation gegen Hertha zu sehen. Überhaupt freue ich mich auf dieses Spiel, ist ja vielleicht die vorerst letzte Gelegenheit, die "alte Dame" im Weserstadion zu treffen.
 
Ja stimmt schon ohne gleich groß schwarz zu malen ich denke Hertha rechnet fest mit mindestens 1 Punkt in unserer momentanen Fassung, wünsche mir aber klare 3 Pkte für uns :) somit Hertha nun langsam Sachen für Liga 2 packen kann.
 
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