Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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lies meine beiträge richtig bevor du mit deinen vor intelligenz geradezu überschäumenden beiträgen antwortest. es geht nicht darum, dass du schaaf kritisierst, ich rege mich zuhause auch über manche wechsel usw auf. es geht um diese unerträgliche art und weise, mit der du zu vermitteln versuchst, dass dein taktisches verständnis von fussball im allgemeinen und werder im speziellen größer als das des trainers sei. ich glaube nicht, dass es dir darum ginge, den trainer zu "dissen" und wenn doch soll es mir egal sein, auf die wirklich dummen, trolligen beiträge reagiere ich hier doch gar nicht; es geht auch nicht darum, dass man als fan nicht kritisieren dürfe, sondern darum, dass eben die unter anderem von dir an den tag gelegte, herablassende art, mit der der eindruck vermitteln wird, du und andere verstünden es besser, meiner ansicht nach keinem fan zusteht. dazu steckt man einfach zu wenig drin in der materie. und egal ob du deine intelligenz vortäuscht oder wirklich n ganz schläues bürschchen bist, es ist verdammt naiv und dumm, zu glauben, dass werder seit jahren, wie du es darstellt, dieselben taktischen fehler mache, ohne dass dies jemandem aus dem umfeld auffalle. ihr müsst euch vor augen führen, dass da profis arbeiten, die sich den ganzen lieben langen tag fast nur mit fussball befassen. es ist unmöglich, dass jemand von uns tiefere einblicke hat als sie. das mag nach blindem vertrauen usw klingen, realistisch betrachtet ist es einfach wahr.
"Aber ich kann sehr wohl beurteilen, was die Arbeit eines Trainers auf tieferer Detailebene, auf niedrigerer Basis ausmacht." das könntest du vlt, aber dafür bräuchtest du einen tieferen einblick in seine arbeit, als 40-50 spiele in einer saison (von denen du, wie ich vermute, nicht jedes 5 mal schaust und ausgiebig analysierst), hast du dir darüber schon einmal gedanken gemacht

ps. du schreibst von "anregung zur diskussion" und wenn alle so argumentieren würden wie ich und ein paar andere, dann müsse das forum zu. lass dir doch, angesichts dieser aussagen deinerseits, deine reaktion auf kritik an deinen beiträgen durch den kopf gehen. ich kann mich, ohne dir nahe treten zu wollen, des gefühls nicht erwehren, dass dir das stände gefeiertwerden in diesem forum als ach so toller analytiker ein wenig zu kopf gestiegen sein könnte.
 
:tnx:

Mich stört auch zunehmend der Duktus von Mick_666, vor allem wie er gerne mal oben herab andere Diskussionsteilnehmer dafür lobt, dass sie ausnahmsweise auch mal etwas gepeilt haben... :rolleyes:
 
So habe ich das noch gar nicht gesehen. Weil ich eigentlich und grundsätzlich davon ausgehe, dass ein BL-Trainer in dieser nicht unerheblich wichtigen (und gut bezahlten) Position zumindest solche Minimaltugenden für erfolgreiches Fussballspiel, wie den Anweisungen des Coaches zu vertrauen und Folge zu leisten, gänzlich rüberbringen und auch durchsetzen kann.

Mal im Ernst gefragt: Ich würde in diesem Zusammenhang gerne mal wissen, wenn das tatsächlich so wahr wäre, wie Du vermutest, wie schätzt Du dann den Auftrag eines BL-Trainers ein bzw. glaubst, dass er dem gewachsen wäre??

Mick, mal ganz im Ernst zurückgefragt...wirst du jetzt etwas aggro, weil du so viel Gegenwind bekommen hast? Oder aus welchem Grund antwortest du sonst derart sarkastisch?

Es dürfte ja wohl klar sein, dass ich das SO nicht gemeint habe.
Aber ich spinne deine Aussage hier gern mal weiter:

Weil ich eigentlich und grundsätzlich davon ausgehe, dass ein BL-Trainer zumindest solche Minimaltugenden für erfolgreiches Fussballspiel, wie den Anweisungen des Coaches zu vertrauen und Folge zu leisten, gänzlich rüberbringen und auch durchsetzen kann.

Deiner Meinung nach werden Anweisungen also immer zu 100% umgesetzt. Dann hat TS also bei Spielen, wo wirklich alles schief geht (die wir NICHT aufgrund individueller Fehler sondern aufgrund der Mannschaftsleistung im Gesamten verlieren) einfach komplett falsche Anweisungen gegeben? Es kann unter keinen Umständen sein, dass eine Mannschaft von 11Spielern im Spiel vielleicht auch eine Art menschliche Eigendynamik entwickelt? Es ist keineswegs so, dass gerade bei jungen Spielern auch die Psyche eine gewisse Rolle spielt? Es ist bei Werder noch nie so gewesen, dass die Mannschaft wie ein wilder Hühnerhaufen rumrennt und nach der HZ-Pause ganz anders auftritt? Hat TS dann auf einmal seine Anweisungen geändert?

Aha, letzte Saison hat TS dann wohl immer gesagt: Jungs, bei kleinen Gegnern bitte nicht anstrengen. Das klappt auch mit Sparflamme:rolleyes:

Ich bitte dich! Diese meine Ergänzung hat jetzt genauso viel Sinn wie deine Antwort auf meinen Beitrag, nimm´s mir nicht übel. Wenn du genervt bist, brauchst du mir einfach gar nicht antworten, aber spar dir dann so was ;)

Nur mal ein Beispiel was ich eigentlich meinte:
TS hat den AV klar die Anweisung gegeben, dass sie sich zunächst defensiv orientieren und vorallem stabilisieren sollen. Sie sollen zunächst abschätzen inwieweit sie ihren direkten Gegenspieler im Griff haben und nur wenn sie sich 100% sicher sind, dass sie dort nix anbrennen lassen...nur DANN sollen sie sich am Offensivspiel über die Grundlinie hinaus beteiligen, ansonsten den Pass zum MF suchen und sich auf den Rückweg machen. Ich sehe einen AV zwar eigentlich grundsätzlich so, aber TS legt diese Saison offenbar gesteigert Wert darauf, denen das auch klar zu machen.(mal kurz zusammengefasst, denn ich habe keine 20min Erklärung im Kopf)

Wenn Basti Boenisch sich aufgrund seiner Unerfahrenheit jetzt täuscht, ob er seinen Gegenspieler im Griff hat, planlos nach vorne rennt und ein gefährlicher Konter entsteht, ist das zunächst ein individueller Fehler. Wenn es immer und immer wieder geschieht, KÖNNTE man TS dann takische Sturheit unterstellen, weil er die AV einfach immer nach vorn schickt...ICH sehe es so, dass es diese Anweisung nicht so weit aufzurücken zwar gibt, aber eventuell kriegt es TS nicht hin, Basti begreiflich zu machen, was er wirklich sehen will.

Abgesehen davon würde mich mal interessieren, was genau eigentlich deine Vorstellung der Schaafschen Philosophie ist, da du dir ja immer so sicher bist. (Meine ich jetzt nicht als Angriff)
 
lies meine beiträge richtig .....
es geht um diese unerträgliche art und weise, mit der du zu vermitteln versuchst, dass dein taktisches verständnis von fussball im allgemeinen und werder im speziellen größer als das des trainers sei.
......es ist verdammt naiv und dumm, zu glauben, dass werder seit jahren, wie du es darstellt, dieselben taktischen fehler mache, ohne dass dies jemandem aus dem umfeld auffalle.
Liest Du eigentlich meine Beiträge richtig? Nenne mir eine Textpassage oder irgendeine Zeile, wo die Behauptung geschrieben steht "ohne dass dies jemandem aus dem umfeld auffalle"! Ich stimme Dir zu, dass TS`Arbeit niemand richtig beurteilen kann, da wir ja die tägliche Arbeit nicht kennen. Deshalb schrieb ich ja "es wäre anmassend".

Was wir Fans allerdings sehen, trotz aller Naivität und Dummheit, ist das, was ich mal aus dem Schalke-Thread mit rübernehme:

"Der Trainer hat gesagt, die wollen uns auskontern und wir Idioten fallen drauf rein" Frings nach dem 1:4 in Stuttgart März 2007, wo Werder das Spiel komplett bestimmt hatte, aber auswärts ausgekontert wurde. Stuttgart wurde Meister.
"Wir wurden brutal ausgekontert, die Balance hat auf dem Platz nicht gestimmt." Merte nach dem 3:6 in Stuttgart fast genau ein Jahr später im März 2008.
"Es war wie letztes Jahr hier. Konter-Tor, Konter-Tor." Wiese nach dem 1:4 in Stuttgart Hinrunde 08/09.

Im Rückblick auf das Jahr 2005 - da hatte es Werder geschafft, viermal (!) auf Schalke zu verlieren (erstes Rückrundenspiel 04/05 im Januar - 1:2, DFB-Pokal-Halbfinale 04/05 - Aus im Elfmeterschießen, Ligapokal - Halbfinale 2005 - 1:2, Hinrunde 05/06 - 1:2) jammerte seinerzeit schon Nelson Valdez,: „ viermal verloren, dreimal waren wir klar besser.“ Die Spiele liefen da schon im selben Schema ab.

Seit Januar 2005 sind das inklusive Liga- und DFB-Pokal sowie des Spiels vom Samstag 12 Spiele mit der Bilanz: 1 Bremer Sieg, 3 Remis, 8 Schalker Siege, Torverhältnis 10:16. Werder hatte in diesen letzten 12 Aufeinandertreffen in allen Spielen ein Übergewicht an Ballbesitz und Torschüssen, nur zweimal ein schlechteres Chancenverhältnis, nur einmal weniger Spielanteile. Die beiden verlorenen Spiele
1.) im Februar 2007 mit 0:2 im Weserstadion, gleiche Ausgangsposition wie vorher am letzten Samstag – Werder (Erster) punktgleich mit Schalke (Zweiter), danach Schalke mit drei Punkten Vorsprung vorne
2.) Die 0:1 - Pleite auf Schalke im Februar diesen Jahres letzter Saison
liefen sogar exakt nach dem selben Muster wie dieses am Samstag ab.

Unabhängig von diesen Direktvergleichen lassen sich hier eine ganze Menge Spiele rausnehmen, die ebenso liefen, insbesondere - auch das ist statistisch nachweisbar - die jeweiligen Startphasen zu Saisonbeginn und nach der Winterpause. Auch das, was sich seit dem Bochum Spiel so auf dem Platz tat und letztlich in dem mündete, was wir gegen Schalke erlebten.

Ich weiss nicht, ob es mir alleine so geht, aber nur DAS ist für mich der Stein des Anstosses, leider immer wieder. DAS ist es, was ich nicht verstehe. Vielleicht bin ich auch zu naiv und dumm, aber was ich mich frage, ist nicht, warum wir die oder die Niederlage kassieren, was immer mal dazugehört, sondern, warum wir so oft und über so einen langen Zeitraum die GLEICHEN Niederlagen kassieren.

"Schaaf raus" habe ich nie gerufen, gerade WEIL ich in dem Punkt Deiner Meinung bin, dass da eben mehr dazugehört und WEIL trotz allem seine Erfolge unbestritten sind. Dem Umfeld fällt das auf, der Trainer weiss es schon lange, den Spielern fällt das auf und sogar den dummen und naiven Fans und Usern fallen Parallelen und verblüffende Analogien auf. Wo am Ende immer die dumme und naive Frage steht: WARUM ÄNDERT SICH DAS NICHT?

Auch wenn das nun wieder herablassend und arrogant klingen mag: Kannst Du es uns erklären?

... du schreibst von "anregung zur diskussion" und wenn alle so argumentieren würden wie ich und ein paar andere, dann müsse das forum zu. lass dir doch, angesichts dieser aussagen deinerseits, deine reaktion auf kritik an deinen beiträgen durch den kopf gehen.
Habe ich. Und ich nehme gern Hinweise und Ratschläge an. Dennoch komme ich immer wieder zu dem Schluss, dass es Sinn macht, das oben Geschriebene zur Diskussion zu stellen. Bei allem Gegenwind.;)

Deiner Meinung nach werden Anweisungen also immer zu 100% umgesetzt. Dann hat TS also bei Spielen, wo wirklich alles schief geht (die wir NICHT aufgrund individueller Fehler sondern aufgrund der Mannschaftsleistung im Gesamten verlieren) einfach komplett falsche Anweisungen gegeben?
Denke ich nicht! Das klappt im ganzen Leben ganz, ganz selten. Nur war ja Deine Aussage unter anderem "Nur dass er eben Fehler auf der menschlichen Ebene hat, die es ihm unmöglich machen, dem Team dies langfristig beizubringen bzw. einfach diese Disziplin einzufordern, dass sich auch dran gehalten wird." Ist es daraufhin so falsch zu fragen, wenn das tatsächlich wahr wäre, wovon ich persönlich nicht ausgehe, dann nach der Eignung zu fragen? Immerhin reden wir hier nicht von einem Aushilfs-Sportlehrer an der Grundschule, sondern von einem hochbezahlten Job, der zudem in der Öffentlichkeit eine Vorbildfunktion darstellt.

Es kann unter keinen Umständen sein, dass eine Mannschaft von 11Spielern im Spiel vielleicht auch eine Art menschliche Eigendynamik entwickelt? Es ist keineswegs so, dass gerade bei jungen Spielern auch die Psyche eine gewisse Rolle spielt? Es ist bei Werder noch nie so gewesen, dass die Mannschaft wie ein wilder Hühnerhaufen rumrennt und nach der HZ-Pause ganz anders auftritt? Hat TS dann auf einmal seine Anweisungen geändert?
Sehr wohl kann das sein. Gehört zum Fussball wie das Amen in der Kirche. Andererseits zähle ich es mit zu den Aufgaben eines Trainers, dem zwingend entgegenzuwirken, besonders der sich entwickelnden Eigendynamik und den damit verbundenen Automatismen. Auch wenn das naiv, dumm und herablassend klingen mag, so habe ich den Eindruck, dass dies nur unzureichend geschieht.

Wenn Basti Boenisch sich aufgrund seiner Unerfahrenheit jetzt täuscht, ob er seinen Gegenspieler im Griff hat, planlos nach vorne rennt und ein gefährlicher Konter entsteht, ist das zunächst ein individueller Fehler. Wenn es immer und immer wieder geschieht, KÖNNTE man TS dann takische Sturheit unterstellen, weil er die AV einfach immer nach vorn schickt...ICH sehe es so, dass es diese Anweisung nicht so weit aufzurücken zwar gibt, aber eventuell kriegt es TS nicht hin, Basti begreiflich zu machen, was er wirklich sehen will.
Ich weiss, das klingt vielleicht naiv, dumm und herablassend: Aber da sind wir doch schon am Punkt: Dann sind es doch drei (Kern-) Fragen, die ihn als Trainer beschäftigen müssten:
1.) Warum setzt der Spieler das nicht um?
2.) Wenn er es nicht umsetzen kann, muss ich dann nicht einen anderen bringen oder evtl. sogar das System umstellen (z. Bsp. wie ewig eine Raute spielen lassen, zu der nach und nach die Spieler nicht mehr passen?)
3.) Warum kann ich dem Spieler das nicht dauerhaft vermitteln? Was kann geändert werden?

Abgesehen davon würde mich mal interessieren, was genau eigentlich deine Vorstellung der Schaafschen Philosophie ist, da du dir ja immer so sicher bist. (Meine ich jetzt nicht als Angriff)
Wie ich schon oft genug geschrieben habe. ;) Aber das sind nur Vermutungen, woher soll ich`s auch wissen?

Genug der Besserwisserei! ;)
 
Zu dieser Diskussion, möchte ich nur noch Schaaf´s Aussage gestern nach dem Spiel anfügen:

"Wir haben sehr viele Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben, wir haben sehr kompakt gespielt. ..."

Es ist ja nichts Besonderes, was er da sagt. Aber es ist eben ausschlaggebend, dass die Anweisungen auch umgesetzt werden. Das wurde gegen Schalke eben nicht getan. Ob das letztlich in der Verantwortung des Trainers oder der Mannschaft liegt, das zu beurteilen, darf jeder für sich tun. Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft es auf dem Platz nicht umgesetzt hat, was sie sich dort vornahmen.

Daher kann ich die Kritik an Schaaf, in Bezug auf das Sonntagspiel gegen Schalke, auch nicht teilen. Kompakt zu spielen, heißt eben nicht, sich hinten rein zu stellen und auf die Angriffe des Gegners zu warten.
 
Zitat von Lothar Matthäus;763966:
Zu dieser Diskussion, möchte ich nur noch Schaaf´s Aussage gestern nach dem Spiel anfügen:

"Wir haben sehr viele Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben, wir haben sehr kompakt gespielt. ..."

Es ist ja nichts Besonderes, was er da sagt. Aber es ist eben ausschlaggebend, dass die Anweisungen auch umgesetzt werden.
...

Das habe ich in den letzten Interviews auch so wahrgenommen - nicht nur bei TS!

Die Äußerungen nach guten Spielen hören sich so an, als ob man umsetzten konnte, was man sich vorgenommen hat.
Die Interviews nach schlechteren Spielen hören sich so an, als hätte man die Geduld (oder was weiß ich) nicht aufgebracht, um die Vorsätze umzusetzen.
 
;)

Ist es eigentlich für die Mods möglich, auf leichte Art in der Datenbank zu checken, wer den längsten Beitrag des Jahres 2009 gepostet hat?

;)
 
Das habe ich in den letzten Interviews auch so wahrgenommen - nicht nur bei TS!

Die Äußerungen nach guten Spielen hören sich so an, als ob man umsetzten konnte, was man sich vorgenommen hat.
Die Interviews nach schlechteren Spielen hören sich so an, als hätte man die Geduld (oder was weiß ich) nicht aufgebracht, um die Vorsätze umzusetzen.

Nach den (milde ausgedrückt), schlechteren Spielen der letzten Saison sagte TS immer das Gleiche: "Uns fehlt die Konstanz"
An den guten Vorsätzen oder mangeldender Geduld lag/liegt es nicht ;)
 
Mick, ich habe deine Beiträge oft sehr gern gelesen und ich teile vielfach auch deine Meinung, aber jetzt bin ich doch etwas enttäuscht, dass jemand, der jedem 2. User hier vorwirft, seine Beiträge nicht richtig zu lesen/ zu verstehen, sich offenbar nicht die Mühe macht, dies umgekehrt ähnlich bei den anderen zu versuchen.
Vielleicht mag das daran liegen, dass du mich nicht als hinreichend kompetent empfindest, da ich mich nicht in wortreichen Ergüssen über taktisches Verhalten, Systemauslegung, Fußballtheorie usw. usw. verausgabe. Dann solltest du deine Beiträge aber auch nicht als "Anregung zur Diskussion" deklarieren, wenn du dies nur mit einem bestimmten Klientel beabsichtigst.

Bisher habe ich dir bei denen Ausführungen über immer wiederkehrende Fehler und schlechte Saisonphasen ja zugestimmt...worüber ich mit dir diskutieren wollte, ist das WARUM (nach dem du im Übrigen im obigen Beitrag ja selbst fragst)

Du schiebst es letztendlich ja auf TS´ fehlende Bereitschaft langfristig von seiner "Philosophie" abzurücken. Daher meine Frage, welche die denn deiner Meinung nach genau ist. Darauf ein..

Wie ich schon oft genug geschrieben habe. ;) Aber das sind nur Vermutungen, woher soll ich`s auch wissen?

...ist in keinster Weise eine wirkliche Antwort auf meine Frage. Du sprichst immer wieder vom "One-Touch-Fußball, den TS favorisiert", vom "schnellen Kombinationsfußball", von "kluger Spieleröffnung" usw. usw. Das hast du in der Tat sehr oft geschrieben und ich gebe ich dir durchaus Recht, nur wo soll sich das nicht mit einer gezielten, auf den Gegner zugeschnittenen Taktik vertragen? Anders gefragt: denkst du, dass es auch zu Schaaf´s Philosophie gehört gegen jeden Gegner mit der gleichen Spielauffassung anzutreten?
Natürlich kann man jedem Menschen nur vor die Stirn schauen, aber darüber hast du dir doch sicher schon deine Gedanken gemacht. Und die wollte ich nur mal lesen.
Sicher wird TS niemals Cottbuser Beton-Fußball spielen lassen, das ist mir durchaus klar. Aber wir haben doch diese Saison gesehen wie man unser hervorragendes Offensivspiel effizienter nutzen kann und mir stellt sich einfach bei sehr vielen deiner Beiträge die Frage, wieso du so vehement ablehnst, dass genau das ja vielleicht auch seine Ideallösung sein könnte.

Bitte komm mir jetzt nicht mit Aufzählungen, wie oft er das aber nicht hinbekommen hat, denn darüber sind wir uns ja einig. Mir ist schlicht und ergreifend die Erklärung "TS ist einfach zu stur" zu einfach. Auch wenn du es schön philosophisch mit einem "wir kehren immer zu alten Strukturen zurück" widerlegen wolltest, bleibt weiterhin die Frage: Wieso sollte ausgerechnet das Schaaf´s Idealvorstellung von Fußball sein? Und ich bleibe dabei, dass du ihm damit schon reichlich Begriffsstutzigkeit unterstellst.

Wirklich verzettelt hast du dich doch dann aber als ich dich frage, ob deiner Meinung nach Anweisungen immer zu 100% umgesetzt werden.
Sehr interessant ist schon mal das du genau diese Aussage selbst zitierst:

Zitat von Torsten Frings:
"Der Trainer hat gesagt, die wollen uns auskontern und wir Idioten fallen drauf rein"

Da gab es also klare Anweisungen, die das Team erhalten hat, aber nicht 100% umsetzen konnte. Du sagst selbst:

Das klappt im ganzen Leben ganz, ganz selten.

Komisch, dass es für dich dann ein Widerspruch zu meiner Aussage ist, die ja im ursprünglichen Zusammenhang beinhaltete, dass TS sehr wohl die richtigen Anweisungen gibt, aber die leider in der Vergangenheit sowie auch in der aktuellen Saisonphase nicht richtig umgesetzt wurden.

Daraufhin dann:
Ist es daraufhin so falsch zu fragen, wenn das tatsächlich wahr wäre, wovon ich persönlich nicht ausgehe, dann nach der Eignung zu fragen?
Wie? Jetzt ist es doch nicht mehr wahr, dass Schaaf´s Anweisungen nicht 100% auf den Platz gebracht werden? Wenn du bei jedem Trainer, auf den dies zutrifft, die Eignungsfrage stellen möchtest, wird es bald noch mehr Arbeitslose geben.
(Ich weiß, dass du das so nicht gemeint hast, aber offenbar weigerst du dich ja auch meine Beiträge so aufzufassen wie sie gemeint sind)

Andererseits zähle ich es mit zu den Aufgaben eines Trainers, dem zwingend entgegenzuwirken, besonders der sich entwickelnden Eigendynamik und den damit verbundenen Automatismen. Auch wenn das naiv, dumm und herablassend klingen mag, so habe ich den Eindruck, dass dies nur unzureichend geschieht.

Genau das gehört für mich unter anderem zu den menschlichen (=im Wesen Schaaf´s begründeten) Fehlern, die ich meinte und die für mich weniger etwas mit der Treue zu seiner Philosophie zu tun haben. Das wären Punkte, die man mMn durchaus kritisieren könnte.

Ebenso sind diese Fragen auf mein Beispiel mit Boenisch...
1.) Warum setzt der Spieler das nicht um?
2.) Wenn er es nicht umsetzen kann, muss ich dann nicht einen anderen bringen oder evtl. sogar das System umstellen (z. Bsp. wie ewig eine Raute spielen lassen, zu der nach und nach die Spieler nicht mehr passen?)
3.) Warum kann ich dem Spieler das nicht dauerhaft vermitteln? Was kann geändert werden?

...genau die Fragen, die durchaus berechtigt sind und die ich mir auch stelle. Es ist wirklich irritierend, dass du jetzt um mich zu widerlegen genau Dinge aufführst, die ich meinte, denn auch das (bis auf Punkt2) hat für mich nichts mit der von dir propagierten System-Sturheit zu tun.
Bei all diesen Fragen gilt es aber auch zu bedenken, dass "eventuell" gerade dieses lange Festhalten an Spielern auch wieder ein Hauptgrund für die guten Entwicklungen vieler Spieler unter TS ist.
 
@Kastemato
Von dem Begriff "Sturheit sollten wir uns allmählich loslösen, in Anbetracht der Tatsache, dass TS in diesem Kalenderjahr taktisch schon so viel variiert und hervorragend hinbekommen hat. Dies hatte ich bereits Karlotto gesagt. Hier geht es lediglich um die eklatanten Rückfälle der letzten 6 Wochen.

Du willst wissen, welche Philosophie ich meine, die TS bevorzugen könnte? Meiner Vermutung nach ist es in etwa das, was Werder zwischen 2003 und 2006 nahe am Optimum führte, das, worauf KATS ab 1999 konsequent hinarbeiteten. Das schnelle Direktspiel mit wenigen Kontakten. Gutes, ballorientiertes Verschieben und konsequentes Pressing bereits in Gegner` s Hälfte, alles zum Zwecke der Balleroberung. Das Spiel in die Vertikale. Dabei das Vernachlässigen des Flügelspiels, was ich per se als nicht mal so schlimm sehe, denn wie wir seit Otto wissen, ist konsequentes Spiel über die Außen selten schön und selten überraschend. Ich will aber nun nicht zum zigten Male die Raute erklären wollen, so wie ich dieses System sehe, denn offensichtlich wird auch das nicht ernst genommen – oder als naive und dumme Ansicht erachtet. Ganz sicher hält TS dieses Spiel mit Raute immer noch für außerordentlich wirkungsvoll und sehr modern. Das sehe ich genauso. Was die Funktionalität des Systems – und damit verbunden der Schaafschen Spielphilosophie - angeht, hat Werder sich allerdings, dieses Saison mal ausgenommen, in den letzten Jahren ziemlich weit vom Optimum entfernt. Was letztlich ja auch der meistgenannte Kritikpunkt war.

Hierfür stimmten mit dem vorhandenen Spielermaterial gewisse Vorraussetzungen nicht, wie a) dass ein Übergewicht an Ballbesitz nicht weiter schlimm ist, es aber darauf ankommt, mit wie vielen Ballkontakten und über wie viele Spieler dieser häufige Ballbesitz geführt wird, also auf das gesunde Verhältnis Ballbesitz und Effizienz b) dass das Spiel in die Breite verlagert, statt in die Senkrechte und damit dem Ganzen die wichtigste Vorraussetzungen genommen wurde. So Spieltempo sowie Überraschungsmoment verloren gingen und zusätzlich das eigentlich nicht notwendige Flügelspiel plötzlich notwendig wurde. Für letzteres hatten wir und haben auch heute nicht das Personal, weil unser System dafür nicht ausgelegt ist/ nie ausgelegt war. Dass es trotzdem gnadenlos durchgezogen wurde, mag vielleicht oder gerade daran liegen, dass TS es eben – wie wir auch - als Ideal betrachtete.
Was Du in der Diskussion verkennst - ich wollte nie behaupten, dass sich das System nicht mit einer gegnerorientierten Taktik vereinbaren liesse, sondern lediglich sagen, dass es mir rein auf die (machbare) Funktionalität dieser Philosophie in Vereinbarkeit mit dem System und damit verbunden auf die Ein- und Aufstellung des Teams durch den Coach ankommt. Und an dieser Stelle vermisste ich und vermisse auch heute noch die Flexibilität bei Schaaf, wenn es darum geht, Philosophie und System 1.) dem vorhandenen Personal anzupassen und 2.) dies in Verbindung mit Mehrfachbelastung und Spielweise des Gegners zu tun. Mein Eindruck ist schon, dass es zu Schaaf` s Philosophie gehört, gegen jeden Gegner mit derselben Spielauffassung anzutreten.

Fast alle Trainer sind hinsichtlich ihrer Spielphilosophie nicht großartig flexibel, Du erkennst praktisch immer wieder die gleichen Handschriften, egal wo sie tätig sind. Der Unterschied ist aber a) der Führungsstil und b) die Reaktion auf die jeweilig vorgegebenen Umstände.

Zu b): In Bezug auf das letzte Bundesligaspiel war von vornherein klar, dass ein Team wie S04 keine Partie würde gestalten können und eine von Magath trainierte Mannschaft, lauf- und kraftaufwendigen Fussball mit langen Bällen und Konter bevorzugt. Damit war die Ausgangslage gegeben: Werder hatte die besseren Einzelspieler und intelligenteren strategischen Möglichkeiten auf dem Platz. Nun ging es darum, diese auszunutzen, aber auch so zu variieren, dass es zum Gegner passt. In Bezug darauf stellten sich mir ein paar Fragen. Wie:

1.) ein Sturmduo Marin/Almeida passt nicht zum bevorzugten Kombinationsspiel, da der eine ein glänzender Einzelspieler, aber (noch) kein Teamplayer ist und der andere einzig seine Stärken im Kopfballspiel und im Abschluss auf der Distanz, nicht aber in der Ballverarbeitung oder im Laufen lassen des Spielgerätes hat. Damit war das Direktspiel in vorderster Linie praktisch ad acta gelegt, welches aber wichtig gewesen wäre, um ein etwaiges Überraschungsmoment, gerade gegen eine destruktive Mannschaft, verwerten zu können. Da Pizarro nun mal nicht von Anfang an spielen sollte und die Alternativen begrenzt sind, muss doch die Frage erlaubt sein, warum dann nicht mit einer Spitze und dahinter bspw. drei Offensivspielern, die wir zur Verfügung hatten sowie einer Doppelsechs agiert wurde. Damit gäbe es bspw. den Vorteil von zwei offensiven, zur Grundlinie stossenden Außen, die dann Almeida als Mittelstürmer hätten beflanken/ bedienen können, ihn insgesamt gemäß seiner Stärken hätten einsetzen können.

2.) Frings ist weniger ein spielintelligenter Sechser, der den Ball in die Tiefe wählt oder ein Spiel über eine Zwischenstation schnell macht, im Sinne der Verlagerung hin zu den freieren Räumen, so wie Baumann es immer konnte. Seine Eröffnung besteht insbesondere im direkten langen Ball in die Spitze, was gegen im Zentrum nicht rausrückende Schalker und mit Almeida/Marin ein nahezu untaugliches Mittel darstellt. Jensen dagegen ist einer, der das anders, variabler spielt. Selbst wenn eine Doppelsechs Frings/Jensen nicht wie vor genannt und die Raute bevorzugt worden wäre, so darf die Frage erlaubt sein, weswegen eine Verschiebung Frings-Jensen nicht möglich ist. Dies hätte speziell gegen S04 den Vorteil haben können, dass Frings` s Lauf- und Zweikampfstärke sowie Balleroberung, was auf der Halbposition absolut primär ist, gegen die Schalker voll zum Tragen gekommen wäre und zumindest den Nachteil der in diesem Bereich aggressiveren Schalker hätte ausgleichen können. Während Jensen seine strategische Übersicht im Zentrum besser hätte ausspielen können.

Genau genommen hatten wir so, wie es gespielt wurde, vorne einen auf Flügelspiel angewiesenen Stürmer, ohne dass Flügelspiel machbar war, der sich zudem mit einem anderen Halbstürmer (Marin) teilweise im Zentrum blockierte. Dann einen kampf- und einsatzstarken Spieler (Frings) im hinteren, kreativen Zentrum der Raute, während ein eigentlich auf Zentrumsspiel geeichter Stratege (Jensen) auf der Halbposition kämpfte und ausserdem für sein Direkt-Spiel, ebenso wie Özil, vorne kaum einen Abnehmer fand. Dazu ein normalerweise mit kreativem Passspiel ausgestatteter Hunt, der auf der Halbposition gegen einen destruktiven Gegner ebenfalls Bälle erobern musste, statt z. Bsp. in einer offensiven Dreierreihe dieses hätte besser einbringen können. Dies liesse sich übrigens problemlos auf das Spiel in Köln übertragen, wo ähnliche Vorraussetzungen bestanden und schliesslich ähnlich hilflos vorgegangen wurde – wie auch zu früheren Zeiten, als uns öfter die mangelnde Variabilität Punkte kostete.

Andererseits ist das nur meine „hätte, wenn, wäre“ –Theorie, das ist keine Verbal-Kritik an TS, Aber etwas, was ich mich hinsichtlich der Analyse von solchen Spielen eben frage.

Noch wichtiger ist m. E. aber a) und da sind wir an dem Punkt, den Du so gut beschrieben hast. Die Frage nach der Tragweite des antiautoritären Führungsstils von Schaaf. Du sagst, es ist eine normale Sache, dass er es menschlich nicht schafft, einige dieser Dinge dauerhaft zu vermitteln. Was Du missverstanden hast, war meine Frage nach dem Zusammenhang, in welcher Grössenordnung dies akzeptabel wäre. Wie akzeptabel ist denn, dass ein Frings nach einem Spiel zugibt, dass sie das nicht umsetzten, was der Trainer vorgab, das Ganze sich aber dann auch noch ein Jahr später an gleicher Stelle wiederholt, wonach TS kommentierte: „Wir geben nicht vor, nur nach vorne zu spielen.“ :o
Dazu folgendes:

Vom 27.09.2001:
http://www.planet-interview.de/thomas-schaaf-27092001.html

Zitat von Thomas Schaaf:
"Sicher, wenn einer individuell immer wieder die gleichen Fehler macht, dann muss man sich Gedanken darüber machen, ob man dort etwas verändert. Aber das ist bei uns eigentlich nicht der Fall gewesen, sondern wir haben sehr unterschiedliche Fehler gemacht. Vielleicht hat mal der eine geschlafen, oder der andere war mal nicht am Mann, so dass dort diese Saison bisher eine Quote zusammenkam, die nicht befriedigend ist. "
Das war 2001, da war es wohl richtig. Mittlerweile sind es aber doch die gleichen Fehler, und….? Schade, dass er den ersten Satz damals offenbar nur mal so daher gesagt hat ………

Zitat von FAZ:
Merkwürdig
So viele Leistungsträger verletzt, und dennoch gewinnt Bremen ansehnlich – Frank Heike (FAZ) führt das auf die Qualität des Bremer Trainers zurück: „Es kommt einiges nach bei Werder Bremen. Dass Schaaf seine jungen Profis gleich unter Wettkampfbedingungen testet, wird ihnen und Werder irgendwann zugutekommen. Boenisch und Hunt sind 21, Özil 19 Jahre alt. Bei Werder dürfen sie Fehler machen, wenn sie in der nächsten Szene wieder etwas wagen. Schaaf lässt sie nicht so schnell fallen. Das ist und bleibt eine Besonderheit in Bremen. (…) Schaaf redet ja nie groß über Taktik, und man vergisst deshalb manchmal, dass er einen ausgezeichneten Blick für das Spiel und die Fähigkeiten seiner Profis hat. Er durfte sich als Sieger des Nachmittags fühlen.“

Weiterhin:
http://www.petra-schomburg.de/Bilder/Thomas_Schaaf_Teambildung.pdf

Zur Abwechslung:
http://www.bild.de/BILD/sport/fussb...uemmste-truppe/immer-die-gleichen-fehler.html

Fazit: Es geht/ging stets darum, dass die Individualität der Spieler zählt, dass sie Fehler machen dürfen, dass sie ihre Fähigkeiten optimal einbringen dürfen, dass Schaaf einen Blick für Fähigkeiten Einzelner hat, dass Spieler selbst drüber nachdenken sollen (tun sie das?). Auf diese Weise hat TS wie kaum ein anderer Spieler zu Höchstleistungen gebracht, haben sie hier Ihr Optimum erreicht, die wenigsten haben das anderswo bestätigen können.

Was fehlt, ist die Auswertung, wie oft und immer wieder sie die gleichen Fehler machen dürfen, wie das zu optimieren wäre, wie es mit entsprechender Disziplinierung und demzufolge die Konsequenzen aussehen....

Das hauptsächliche Problem- mal von einem dummen und naiven User gesagt - besteht m.E., darin, dass vieles erkannt, angesprochen wird, sich aber dennoch in schöner Regelmäßigkeit wiederholt. Das macht es für mich und für andere auch – glaube ich – schwieriger zu verstehen.
 
@Karlotto
Ehrlich gesagt, sind es insbesondere diese Aussagen: "wir haben es umgesetzt" oder wie im Montagskicker "wir haben unsere gewohnte Leistung nicht abrufen können", die ich schon schlimm fand, als es noch einigermaßen annehmbar war, als diese Fehler noch nicht in dem mittlerweile gewohnten Rhytmus auftraten.

Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft es auf dem Platz nicht umgesetzt hat, was sie sich dort vornahmen.
Da bin ich eigentlich vollkommen Deiner Meinung. Nur kann ebenso jeder für sich bewerten, ob das auch noch nach dem vierten oder zehnten Spiel gegen den gleichen Gegner, dessen Spielweise obendrein hinlänglich bekannt ist, als Grund gelten darf.

Im übertragenen Sinne könnten wir dann ja auch 2013 noch erzählen, dass "die Mannschaft es auf dem Platz nicht umgesetzt hat" und dann erneut verwundert die Augen reiben, oder die Spieler geben erneut die gleichen Interviews, wo sie das nicht verstehen können.

Kompakt zu spielen, heißt eben nicht, sich hinten rein zu stellen und auf die Angriffe des Gegners zu warten.
Nach meiner Einschätzung gehört dazu im wesentlichen die Gegneranalyse, die Reaktion auf Begebenheiten während des Spiels, die Reaktion auf die eigene Tagesform etc., nicht das von Beginn an und bis zum Ende "mit-aller-Macht-durchdrücken-wollen-des-eigenen-Spiels".

Werder hat die Mittel, hat auch ein hochflexibles System, welches einiges zuliesse - und scheitert dennoch in bestimmten Spielen immer wieder auf die gleiche Weise.

@Karlotto und @Kastemato
Morgen HSH Nordbank Arena, bin auf Osttribüne, Block C2. Wer will mit analysieren? ;)...unter eisigen Bedingungen....

In Hamburg wird`s einfacher. Den Schuss vor den Bug von letzten Samstag, das "leichte Spiel vom Mittwoch", ein Tag länger Pause und genug Eigenmotivation der Spieler wegen des Derby`s.....
 
Vielleicht werde ich alt, aber mir wird von manchen Postings schwindelig. Ich finde solch ein gekonntes Verstecken von Aussagen unter einem Berg von Sätzen wirklich fies.
 
@Kastemato
Von dem Begriff "Sturheit sollten wir uns allmählich loslösen, in Anbetracht der Tatsache, dass TS in diesem Kalenderjahr taktisch schon so viel variiert und hervorragend hinbekommen hat. Dies hatte ich bereits Karlotto gesagt. Hier geht es lediglich um die eklatanten Rückfälle der letzten 6 Wochen.

Das ist doch der Punkt, Mick. Es geht um die letzten Wochen, nicht um Grundsätzliches. Ich finde es schon erstaunlich, dass Du mangelnde taktische Flexibilität unterstellst, Du sagst wörtlich:
...Nur kann ebenso jeder für sich bewerten, ob das auch noch nach dem vierten oder zehnten Spiel gegen den gleichen Gegner, dessen Spielweise obendrein hinlänglich bekannt ist, als Grund gelten darf.

Im übertragenen Sinne könnten wir dann ja auch 2013 noch erzählen, dass "die Mannschaft es auf dem Platz nicht umgesetzt hat" und dann erneut verwundert die Augen reiben, oder die Spieler geben erneut die gleichen Interviews, wo sie das nicht verstehen können.

andererseits aber erkennst Du an, dass zum einen die Raute ein höchst flexibles System ist, dieses wohl aber nicht auf den Gegner angewandt wird

Nach meiner Einschätzung gehört dazu im wesentlichen die Gegneranalyse, die Reaktion auf Begebenheiten während des Spiels, die Reaktion auf die eigene Tagesform etc., nicht das von Beginn an und bis zum Ende "mit-aller-Macht-durchdrücken-wollen-des-eigenen-Spiels".

dann wieder bist Du der Meinung, dass Thomas Schaaf doch recht flexibel und aktibisch arbeitet

Von dem Begriff "Sturheit sollten wir uns allmählich loslösen, in Anbetracht der Tatsache, dass TS in diesem Kalenderjahr taktisch schon so viel variiert und hervorragend hinbekommen hat. Dies hatte ich bereits Karlotto gesagt. Hier geht es lediglich um die eklatanten Rückfälle der letzten 6 Wochen.

Ich bin ein wenig gefangen, in Deiner Argumentation, die einerseits die mangelnde taktische Flexibilität unterstellt, mit immer den gleichen Fehlern gegen die gleichen Gegner, andererseits attestierst Du dem Trainer, dass er es doch besser kann und auch schon gezeigt hat. Wenn also der Trainer gegen unterschiedlichste Gegner schon alles richtig gemacht hat, warum sollte er das gegen Schalke anders machen? Warum soll er die Flexibilität aufgeben und sich auskontern lassen? Macht er das vielleicht vorsätzlich? Das alles deutet doch vielmehr darauf hin, dass die Mannschaft es gegen Schalke nicht umgesetzt hat, was der Trainer vorgab - dies aber schon gegen andere Gegner tat. Woran das liegt - darüber kann und sollte man diskutieren. Nicht aber, dass alles was auf dem Platz geschieht, vom Trainer zu 100% steuerbar ist. Es gibt den Begriff des Angstgegners. Bei Schalke habe ich weniger das Gefühl, dass wir auf taktische Finessen hereinfallen, als dass in diesen Spielen eine psychische Blockade, das Spielverhalten beeinflusst. Der Gedanke "die liegen uns irgendwie nicht" spukt offenbar in den Köpfen rum, wie auch gegen z.B. Gladbach oder Stuttgart. Das ist ja alles nicht neu - auch im Profibereich. So liegt bspw. die Hertha oder Gladbach, möglicherweise auch Werder, den Hamburgern nicht. (was sich heute hoffentlich bemerkbar macht) Was auf den Amateurbereich zutreffend ist, kann man auch nicht für den Profibereich ausschließen. Ganz gleich, ob bis zum nächsten Spiel, vielleicht 5, 6 oder 8 andere Spieler auf dem Platz stehen.
 
Irgendwie habe ich jetzt auch keine Lust wieder ein Essay zu verfassen...das macht die Diskussion etwas schwierig.
Mick, mir scheint nur, dass du zu viel Theorie und zu wenig Praxis in deine Analysen einbeziehst.
Z.B. klingen deine Systemumstellungen für das Schalke Spiel auf dem Papier schon ganz nett, aber wäre das so machbar gewesen? Oder hätten die Spieler länger gebraucht, um sich darauf einzustellen?
Zudem war Jensen lange verletzt, man muss also Ausreißer nach unten in seinem Leistungsvermögen einkalkulieren...wäre das Risiko da auf dieser Schlüsselposition nicht noch größer gewesen?

Bitte jetzt auch keine ellenlangen Ausführungen "das muss man von einem Profi doch erwarten können"...erwarten kann man viel, nur wenn es nicht so kommt, haben wir trotzdem verloren. Wer trägt dafür die Verantwortung?

;) Danke für die Einladung, aber in Hamburg schaue ich sicher kein Spiel von der Tribüne
 
Vergesst lieber nicht, nachher den Sportclub auf NDR zu schauen, Ihr Streithammel ;) . Und natürlich auch alle anderen können dort gebannt den Worten unseres Trainers lauschen.
 
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