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Langweiliger Thread!
Gewinnen wir die Spiele, sagt hier kaum einer was, verlieren wir nach über 20 Spielen mal wieder, stehen die ganzen Besserwisser wieder bereit.
Das habe ich zu Rehagelzeiten auch schon immer geliebt!![]()
T. Schaaf bekommt seit Jahren von K. Allofs richtig gute Spieler (Ismael, Micoud, Naldo, Mertesacker, Klose, Diego, Özil, Pizarro, Marin...) auf dem Silbertablett serviert. Aus psychologischer Sicht ist er sicherlich ein guter Trainer, taktisch gesehen für mich allerdings eine Katastrophe. Und das fiel dem aufmerksamen, nüchternen Betrachter auch schon während der Meistersaison 2003/04 auf. Ich sage es nochmal: Magath muss mit bescheideneren Mitteln und weniger begabten Spielern arbeiten. Schalke ist vom Personal gesehen keine Mannschaft für die ersten Fünf und wird dort am Ende dennoch mindestens stehen. Warum? Sie haben einen Trainer, der mit seiner ganz eigenen Art den Spielern taktische Vorgaben einimpfen kann und zu verhindern weiß, dass diese lethargisch und lustlos agieren. Der Vater der Erfolge der letzten Jahre ist für mich ganz klar Klaus Allofs, obgleich ich T. Schaaf seinen Anteil nicht absprechen möchte. Werder sollte die Chance für einen sauberen Abgang nach der Saison nutzen. :svw_applaus:



Zitat von Lothar Matthäus;757008:Mit der individuellen Einstellung der Werderspieler, wäre gestern auch Magath mit seiner Taktik nicht weitergekommen.
Ganz genau. Stimmt zu 100%. Die Frage ist bloß, ob es unter Magath an diesem Tag zu dieser Gesamteinstellung gekommen wäre. Das wage ich sehr zu bezweifeln. Schalke war gestern einfach geiler auf den Sieg. Damit ist schon alles gesagt.
Schaaf ist ein Klasse-Trainer mit Format und genau der Richtige für Werder. Eine Trainer Diskussion ist völliger Wahnsinn!

Magath muss mit bescheideneren Mitteln und weniger begabten Spielern arbeiten.
Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass immer mehr drin war als letztlich erreicht wurde.


@Sly
Die Asymetrie wurde Werder attestiert vor der jetzigen Phase und traf auch bis zum Bochum-Spiel zu. Da stimmte alles - taktisch geschicktes Verschieben, Beherrschung des Raumes, Gegnerkontrolle. TS hatte bis dahin eine tolle Entwicklung genommen. Wie gesagt, scheint dies aber nicht seiner wirklichen Philosophie zu entsprechen und das Ergebnis des Verlassens von diesem Weg erleben wir gerade. Was Du mit Deinen Eindrücken beschreibst, widerspiegelt das nur zu gut. Wenn eine Mannschaft spätestens nach einer halben Stunde merkt, dass an einem solchen Tag spielerisch wenig geht, weil auch der Gegner absolut nicht will, müssen andere Mittel her. Hier geht es ja darum, einem solchen Gegner die Konzentration zu nehmen, nicht unnütz zu marschieren, auch einmal mehr hinten rum zu spielen, selbst wenn`s noch so gähnend wirkt. Zur Not muss dann auch mal der eine Punkt mitgenommen oder eben ein hässliches 1:0 erzwungen werden. Aber das will der Trainer nicht, er will "etwas anbieten". Und so passierte das, was wir in der zweiten Halbzeit erlebten. Das Ergebnis dieser Spielweise war, dass Schalke endlich die Lücken bekam, die sie brauchten, ohne von ihrer Philosophie des "Verwaltens" abrücken und selbst viel Aufwand betreiben zu müssen. Werder selbst fehlten dann erst recht die Mittel, um auf diese defensive Variante modernen Fussballs, denn nichts anderes war das, reagieren zu können. Das Ganze zu ändern wurde über mehr Leute vor dem Ball gesucht mit dem Resultat, dass es noch enger und unmöglicher wurde, für Flankenwechsel oder Doppelpässe meist der Raum fehlte, der vorher nicht geschaffen wurde. Gab es diese von Dir beschriebenen Räume tatsächlich einmal, wurden sie inzwischen wegen der steigenden Verärgerung der Spieler über die eigene Ausweglosigkeit auch nicht mehr erkannt. Der Gegner kontrollierte längst das Spiel.
Entschuldigung, dass ich nur diesen einen Satz zitiere, aber der hat es m.E. in sich.
Der Eindruck, dass man mehr hätte erreichen können ist nach meiner eigenen Auffassung einzig und allein der Vereinsbrille geschuldet.
Ich lese sehr häufig auch in anderen Foren und durch die Bank kann man dort eigentlich von dem "nicht ausgeschöpften Potenzial" der Mannschaft lesen. Nach dem Motto "Eigentlich sind wir viel besser, aber wir rufen das nicht ab!"
Ich persönlich glaube, dass es ein Trugschluss ist, da man eigenen Spieler besser kennt als die der anderen Mannschaften und daher sieht, was sie zwischendurch mal leisten und dann wieder nicht.[...]
fan eines vereins zu sein bedeutet fokussierung auf jenen. man engt seinen horizont nach außen hin ein und vergrößert ihn nach innen, eine verzerrung entsteht in den wahrnehmungen gegnerischer mannschaften im vergleich zur eigenen. oftmals in richtung positiverer betrachtung des eigenen potenzials, die der hoffnung nahrung gibt und damit verbundener kritischerer bewertung des aktuellen zustands, die zu der natürlichen unzufriedenheit des menschen führt, im glaube, dass es immer NOCH besser geht. dieses streben ist auch wichtig, doch überspannungsgefahr besteht! T. Schaaf bekommt seit Jahren von K. Allofs richtig gute Spieler (Ismael, Micoud, Naldo, Mertesacker, Klose, Diego, Özil, Pizarro, Marin...) auf dem Silbertablett serviert. [...]
Stimmt absolut nicht. Blättere mal ca. 15 Seiten zurück. Da haben wir 6:0 gewonnen.Gewinnen wir die Spiele, sagt hier kaum einer was, verlieren wir nach über 20 Spielen mal wieder, stehen die ganzen Besserwisser wieder bereit.
Da ist sicher sehr viel Wahres dran. Nur vergisst Du mMn den entscheidenden, immer wieder diskutierten Aspekt der fast schon chronischen Analogie bestimmter Abläufe. Dass es Niederlagen wie Samstag gegen Schalke eben auf diese Weise immer wieder gibt, dass es schier immer gleiche Saisonphasen mit nahezu identischen Ergebnissen gibt, dass es immer wieder die selben Fehler gibt. Einzig und allein DAS ist es, was der mMn berechtigten Frage, ob mehr möglich gewesen wäre, Nahrung gibt und uns eben genau von den anderen Bundesligaklubs unterscheidet.Ich lese sehr häufig auch in anderen Foren und durch die Bank kann man dort eigentlich von dem "nicht ausgeschöpften Potenzial" der Mannschaft lesen. Nach dem Motto "Eigentlich sind wir viel besser, aber wir rufen das nicht ab!"
Ich persönlich glaube, dass es ein Trugschluss ist, da man eigenen Spieler besser kennt als die der anderen Mannschaften und daher sieht, was sie zwischendurch mal leisten und dann wieder nicht.
…und genau DESWEGEN muss an hausgemachten Schwierigkeiten gearbeitet werden. Denn nichts anderes ist das. Schwer zu begreifen, warum das einfach nicht möglich ist…..Auch andere Mannschaften schlafen nicht und "nur" ....
Auch das habe ich ebenso gesehen wie Du.Nun mir stellt sich noch ne andere Frage dabei. Wenn man sich unsere erste Mannschaft ansieht, dann stehen hinten relativ erfahrene Leute die gerade in der besten Phase ihres Fußballerlebens stehen (oder kurz davor sind). Abgesehen von Boenisch. Ebenso davor Frings. Unser Angriff, also die Leute die nach der Spieleröffnung durch Frings oder nen AV den Angriff weitertragen sollen sind relativ junge Spieler. (Mit der Außnahme von Jensen oder von Boro).
Deshalb bin ich in der Sache noch sehr unschlüssig. Ich fand unsere Abwehrreihe gegen Schalke eig. ganz gut, abgesehen von Boenisch eben. DIe Fehler wurden meistens vorher gemacht und waren dann leider nicht mehr auszubügeln.
Reicht das als Antwort?Neben Disziplin ist "Geduld" das Zauberwort.
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Es geht in jedem Spiel darum, aus der Erfahrung der Begebenheiten auf dem Spielfeld heraus zu handeln. In dem Moment, wo Werder glaubt, mehr zu agieren, werden wir in Wahrheit selbst die reagierende Mannschaft und spielen Teams wie Schalke haargenau in die Karten. Zum zigten Mal haben wir so einem solchen Gegner den Gefallen getan. Auch wenn`s noch so langweilig ist, das Ziel bleibt stets das ständige Abwarten, kontrolliertes Verschieben der Mannschaftsteile, zum Zwecke des permanenten Auslotens der Schwächen des Gegners. Mit Strategen und abgezockten Spielern auf dem Platz wie Jensen und Frings, sowie ballsicheren Akteuren wie Hunt und Özil wäre das mMn ganz sicher möglich gewesen. Und ist Dir das erst mal gelungen, kannst Du a) mit schnellem variablen Passpiel auch wieder die Lücken nutzen, die Du selbst geschaffen hast und b) oben genannten und unnötig vielen Fouls entgehen, da direkte Zweikämpfe mehr und mehr vermieden werden. Viele Spiele auf hohem Niveau laufen so.
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Es geht nicht darum, dies durch mehr "Offensivleistung" auszugleichen, sondern durch ausgeklügelte Strategie. Unser Rautensystem, wenn es richtig gespielt wird, schafft und nutzt ja explizit genau diese 10-15m mehr Platz auf dem Feld. Insbesondere, wenn Du bei den Einzelspielern körperlich benachteiligt, aber weisst, dass diese bei Raumgewinn individuell klar im Vorteil sind, musst Du so spielen, dass irgendwann Räume entstehen können, selbst unter Berücksichtigung der Möglichkeit, das Du diese evtl. nie bekommen wirst. Aber auf keinen Fall so, wie wir es taten, dass zunehmend mit mehr Leuten vor den Ball um den Gegner ein breites Band gezogen wurde, wie eine Handballmannschaft in der Offensive. Das musste scheitern.
Genau! Wie oben beschrieben waren sie als optisch reagierendes Team in Wirklichkeit das agierende Team. Sie kontrollierten das Geschehen - im übrigen wie Köln vorige Woche auch schon - dann relativ mühelos. Spätestens ab dem Zeitpunkt, als Werder versuchte, wie früher mit mehr Leuten und hoher Quantität in Ballnähe Spielkontrolle zu bekommen, begann der eigentliche Kardinalfehler und spieltaktische Nonsens aus unserer Sicht.Wir mussten dem Ball viel zu viel hinterherlaufen, während die Schalker wesentlich weniger Laufarbeit bringen mussten und lediglich bei Stellungsfehlern das Tempo wesentlich erhöhten.
Aus meiner Sicht ganz wichtiger Aspekt, den Du hier ebenfalls richtig benennst. Logischerweise holen sich die Jungs zunehmend Frust ab, wenn ihr eigentlich engagiert vorgetragener Aufwand immer weniger einbringt. So sorgt diese Frustration für weitere Probleme im Spiel gegen und mit Ball und nicht nur das, es verhindert auch noch mehr, die wenigen Räume, die sich evlt. noch ergeben zu erkennen und nutzen zu können. Doch genau DAS muss nicht sein, würde vorher richtig auf dem Spielfeld gehandelt. Es ist nur ein weiteres leidiges Resultat dessen.Ich denke da spielt dann auch ein gewisser Frust mit, wenn man versucht die eigene technische Überlegenheit auszuspielen um schön nach vorne zu kommen, aber es durch eine gegnerische Mannschaft die taktisch gut aufgestellt ist nicht dazu kommt. Dann entstehen diese Frustmomente, Nachlässigkeiten etc. die wie eine Spirale das ganze Bremer Spiel nach unten zieht.
Ich denke das sind beides Faktoren, die eben zu so einem Ergebnis führten wie wir es gegen Schalke erlebt haben. Diese Probleme hatten wir gegen Wolfsburg, gegen Köln und gegen Dortmund. Dort waren es eben auch die Lichten Momente, Glück und individuelle Fertigkeiten die uns dort den Punkt gerettet haben, oder auch dilletantisches Verhalten der Gegner (insbesondere Köln vor dem gegnerischen Tor, aber die haben ja nicht ohne grund nur 6 Tore).

...Die Frage ist bloß, ob es unter Magath an diesem Tag zu dieser Gesamteinstellung gekommen wäre. Das wage ich sehr zu bezweifeln.
Für mich der Kern der Niederlage bzw. der nicht vorhandenen Einstellung.