Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Langweiliger Thread!

Gewinnen wir die Spiele, sagt hier kaum einer was, verlieren wir nach über 20 Spielen mal wieder, stehen die ganzen Besserwisser wieder bereit.
Das habe ich zu Rehagelzeiten auch schon immer geliebt!;)
 
T. Schaaf bekommt seit Jahren von K. Allofs richtig gute Spieler (Ismael, Micoud, Naldo, Mertesacker, Klose, Diego, Özil, Pizarro, Marin...) auf dem Silbertablett serviert. Aus psychologischer Sicht ist er sicherlich ein guter Trainer, taktisch gesehen für mich allerdings eine Katastrophe. Und das fiel dem aufmerksamen, nüchternen Betrachter auch schon während der Meistersaison 2003/04 auf. Ich sage es nochmal: Magath muss mit bescheideneren Mitteln und weniger begabten Spielern arbeiten. Schalke ist vom Personal gesehen keine Mannschaft für die ersten Fünf und wird dort am Ende dennoch mindestens stehen. Warum? Sie haben einen Trainer, der mit seiner ganz eigenen Art den Spielern taktische Vorgaben einimpfen kann und zu verhindern weiß, dass diese lethargisch und lustlos agieren. Der Vater der Erfolge der letzten Jahre ist für mich ganz klar Klaus Allofs, obgleich ich T. Schaaf seinen Anteil nicht absprechen möchte. Werder sollte die Chance für einen sauberen Abgang nach der Saison nutzen. :svw_applaus:
 
T. Schaaf bekommt seit Jahren von K. Allofs richtig gute Spieler (Ismael, Micoud, Naldo, Mertesacker, Klose, Diego, Özil, Pizarro, Marin...) auf dem Silbertablett serviert. Aus psychologischer Sicht ist er sicherlich ein guter Trainer, taktisch gesehen für mich allerdings eine Katastrophe. Und das fiel dem aufmerksamen, nüchternen Betrachter auch schon während der Meistersaison 2003/04 auf. Ich sage es nochmal: Magath muss mit bescheideneren Mitteln und weniger begabten Spielern arbeiten. Schalke ist vom Personal gesehen keine Mannschaft für die ersten Fünf und wird dort am Ende dennoch mindestens stehen. Warum? Sie haben einen Trainer, der mit seiner ganz eigenen Art den Spielern taktische Vorgaben einimpfen kann und zu verhindern weiß, dass diese lethargisch und lustlos agieren. Der Vater der Erfolge der letzten Jahre ist für mich ganz klar Klaus Allofs, obgleich ich T. Schaaf seinen Anteil nicht absprechen möchte. Werder sollte die Chance für einen sauberen Abgang nach der Saison nutzen. :svw_applaus:

weiss nicht welcher smiley hier richtig ist!

hier mal ne auswahl:

:lol:

:rolleyes:

:stirn:

:wall:
 
Ich dachte, einige Stunden Abstand dazwischen würden helfen. Das Gegenteil ist der Fall. Kann mich lange nicht mehr erinnern, wann mir auf den 300 km Heimfahrt vom Weserstadion dermaßen die Worte fehlten wie gestern.

Es ist nicht mal so die Tabellensituation, es sind auch nicht einzelne Leistungen der Spieler, das ist alles im Saisonschnitt völlig okay. Aber der Frust über immer gleiche Spiele, immer gleiche Fehler gegen die selben Kontrahenten und die selben Trainer - und noch schlimmer - das damit verbundene Nichtreagieren auf offensichtliche Entwicklungen, sitzt unglaublich tief.

Nun kommt allerdings das grosse Aaaaaaber:
Denn dabei darf nicht vergessen werden, dass es hier gilt, abzuwägen, was besser ist.
a) Festhalten an der grossen Kontinuität, die solche "schablonenhaften" Spiele wie gestern eben immer wieder hervorbringt und hervorbringen wird und uns in der Endkonsequenz bessere Platzierungen zumindest - allerdings jeweils nur in der subjektiven Betrachtung der jeweiligen Spielzeit - kostete/kosten wird, aber auf der anderen Seite auch für eine sensationell gute Entwicklung seit 1999 steht.
oder
b) inwieweit es sinnvoll wäre, dass da mal was Neues mit neuen Ideen passiert. Nur könnte ebenso, wie ein neuer Trainerstab und ggflls eine komplett andere sportliche Leitung vielleicht kurzfristig alles durcheinanderwirbeln und mit dem zweifelsohne guten Personal auch kurzfristig mehr erreichen würden, es ebenso langfristig, und das meist viel schneller, abwärts gehen.

Das "Projekt" Werder, das KATS und der Verein aufgebaut haben, widerspricht b) absolut. Ich denke, dass hier das Ziel ist, nicht ständigen Fortschritt anzustreben, sondern das Erreichte abzusichern. Weil die wahre Gefahr für Werder mehr in der Abkehr von der Ebene seriöser Planung bestehen könnte, als in Verlusten einzelner Spieler oder in der Reaktion auf schematische oder kurzzeitig schlechte Tabellsituationen. Thomas Schaaf wird kein langfristig denkender Stratege mehr werden, dafür ist ihm die eigene Philosophie zu wichtig. Aber er hat andere Qualitäten und es gehört sicherlich zur oben genannten perspektivischen Planung, den Trainer machen zu lassen, so wie er`s für richtig hält. Weil auch die Risiken, die b) birgt, enorm hoch sind.

Es geht also darum, zu verstehen, dass a) eigentlich nur der einzige Weg für Werder Bremen sein kann. Dazu gehört dann leider, nicht nur Spiele wie gestern zu akzeptieren, sondern dass solche Spiele auch in Zukunft auf die selbe Art und Weise laufen werden. Was letztlich vielen, inklusive mir, immer wieder sehr schwer fallen wird. Andererseits müssen wir uns wohl irgendwie damit abfinden, denn am Ende stehen wir immer für Werder ein - bei allem Frust.

Zitat von Lothar Matthäus;757008:
Mit der individuellen Einstellung der Werderspieler, wäre gestern auch Magath mit seiner Taktik nicht weitergekommen.
:tnx: Ganz genau. Stimmt zu 100%. Die Frage ist bloß, ob es unter Magath an diesem Tag zu dieser Gesamteinstellung gekommen wäre. Das wage ich sehr zu bezweifeln.

Schalke war gestern einfach geiler auf den Sieg. Damit ist schon alles gesagt.
:tnx: :tnx: :tnx:
Mehr gibts zur Einstellung und Ausrichtung beider Teams auf dieses Spiel tatsächlich nicht zu sagen.


@Sly
Die Asymetrie wurde Werder attestiert vor der jetzigen Phase und traf auch bis zum Bochum-Spiel zu. Da stimmte alles - taktisch geschicktes Verschieben, Beherrschung des Raumes, Gegnerkontrolle. TS hatte bis dahin eine tolle Entwicklung genommen. Wie gesagt, scheint dies aber nicht seiner wirklichen Philosophie zu entsprechen und das Ergebnis des Verlassens von diesem Weg erleben wir gerade. Was Du mit Deinen Eindrücken beschreibst, widerspiegelt das nur zu gut. Wenn eine Mannschaft spätestens nach einer halben Stunde merkt, dass an einem solchen Tag spielerisch wenig geht, weil auch der Gegner absolut nicht will, müssen andere Mittel her. Hier geht es ja darum, einem solchen Gegner die Konzentration zu nehmen, nicht unnütz zu marschieren, auch einmal mehr hinten rum zu spielen, selbst wenn`s noch so gähnend wirkt. Zur Not muss dann auch mal der eine Punkt mitgenommen oder eben ein hässliches 1:0 erzwungen werden. Aber das will der Trainer nicht, er will "etwas anbieten". Und so passierte das, was wir in der zweiten Halbzeit erlebten. Das Ergebnis dieser Spielweise war, dass Schalke endlich die Lücken bekam, die sie brauchten, ohne von ihrer Philosophie des "Verwaltens" abrücken und selbst viel Aufwand betreiben zu müssen. Werder selbst fehlten dann erst recht die Mittel, um auf diese defensive Variante modernen Fussballs, denn nichts anderes war das, reagieren zu können. Das Ganze zu ändern wurde über mehr Leute vor dem Ball gesucht mit dem Resultat, dass es noch enger und unmöglicher wurde, für Flankenwechsel oder Doppelpässe meist der Raum fehlte, der vorher nicht geschaffen wurde. Gab es diese von Dir beschriebenen Räume tatsächlich einmal, wurden sie inzwischen wegen der steigenden Verärgerung der Spieler über die eigene Ausweglosigkeit auch nicht mehr erkannt. Der Gegner kontrollierte längst das Spiel.

@Fink
Ähnliche Gedanken hatte ich auch schon. Du solltest dabei aber nicht vergessen, dass TS auch viel aus den Spielern rausholt und sie oft erst zu dieser Qualität bringt. Trotz seiner zweifellos taktischen Schwächen. Für mich steht KA auch außerhalb der Kritik.
 
@Mick_666: Hut ab, super Analyse. Deine Ausführungen entsprechen exakt auch meinen Überlegungen. Lässt man die Schaaf-Ära an sich vorüberziehen, dann kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Resultate am Ende meist (Ausnahme 2003/04) suboptimal waren. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass immer mehr drin war als letztlich erreicht wurde. Und gerade dann kommt man auf deinen Punkt b) und überlegt, ob mit einem anderen Trainer und einer entsprechend anderen taktischen Ausrichtung mehr möglich wäre. Ich stimme dir zu, dass das kurzfristig vermutlich möglich wäre (bei dem Spielerpotenzial). Mittel- und langfristig wäre diese Variante allerdings mit sehr großen Risiken behaftet, so dass ich, genau wie du, deine Variante a) favorisiere. Schaaf garantiert auch langfristig eine gewisse Qualität bei Werder. Auch wenn solche Spiele wie gestern dabei immer wieder vorkommen werden.
 
Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass immer mehr drin war als letztlich erreicht wurde.

Entschuldigung, dass ich nur diesen einen Satz zitiere, aber der hat es m.E. in sich.
Der Eindruck, dass man mehr hätte erreichen können ist nach meiner eigenen Auffassung einzig und allein der Vereinsbrille geschuldet.
Ich lese sehr häufig auch in anderen Foren und durch die Bank kann man dort eigentlich von dem "nicht ausgeschöpften Potenzial" der Mannschaft lesen. Nach dem Motto "Eigentlich sind wir viel besser, aber wir rufen das nicht ab!"
Ich persönlich glaube, dass es ein Trugschluss ist, da man eigenen Spieler besser kennt als die der anderen Mannschaften und daher sieht, was sie zwischendurch mal leisten und dann wieder nicht.
Ich habe den Eindruck, dass viele (auch mich) die Saison 2003/04 sehr geprägt hat. Da haben wir mit einer, sagen wir es vorsichtig, "Durchschnitts-Bundesligamannschaft etwas geschafft, was uns zuvor keiner zugetraut hat. Das und der "Zukauf" von besseren Spielern haben unsere Erwartungen immer weiter gesteigert, so dass auch bei mir der Eindruck entstanden ist, dass wir seitdem mindestens einen Meistertitel verspielt haben.
Aber mal ehrlich: Wir spielen, ausgenommen die letzte Saison, in der wir den Pokal geholt haben und europäisch im Endspiel standen (!!!), seit der letzten Meisterschaft immer oben mit, sind mittlerweile der beliebteste Club in Deutschland, haben bei Auswärtsspielen auch eine stattliche Anzahl Fans mit dabei und haben unseren Bekanntheitsgrad auch über Deutschland hinweg deutlich steigern können. Und das wurde alles mit Allofs und Schaaf erreicht!
Was soll denn da noch mehr drin gewesen sein?
5 Meisterschaften und Pokalsiege oder der Gewinn der CL?

Auch andere Mannschaften schlafen nicht und "nur" weil man einen Diego oder Klose oder ... oder ... oder geholt hat, heisst das noch lange nicht, dass man mit der Mannschaft automatisch den Titel holt. Mannschaften sind immer Schwankungen unterworfen, aber das kann man in den "Tiefs" eines Teams eher schlecht akzeptieren!;)
Manchmal kann die Abnahme der Vereinsbrille Wunder bewirken!:)
 
@Sly
Die Asymetrie wurde Werder attestiert vor der jetzigen Phase und traf auch bis zum Bochum-Spiel zu. Da stimmte alles - taktisch geschicktes Verschieben, Beherrschung des Raumes, Gegnerkontrolle. TS hatte bis dahin eine tolle Entwicklung genommen. Wie gesagt, scheint dies aber nicht seiner wirklichen Philosophie zu entsprechen und das Ergebnis des Verlassens von diesem Weg erleben wir gerade. Was Du mit Deinen Eindrücken beschreibst, widerspiegelt das nur zu gut. Wenn eine Mannschaft spätestens nach einer halben Stunde merkt, dass an einem solchen Tag spielerisch wenig geht, weil auch der Gegner absolut nicht will, müssen andere Mittel her. Hier geht es ja darum, einem solchen Gegner die Konzentration zu nehmen, nicht unnütz zu marschieren, auch einmal mehr hinten rum zu spielen, selbst wenn`s noch so gähnend wirkt. Zur Not muss dann auch mal der eine Punkt mitgenommen oder eben ein hässliches 1:0 erzwungen werden. Aber das will der Trainer nicht, er will "etwas anbieten". Und so passierte das, was wir in der zweiten Halbzeit erlebten. Das Ergebnis dieser Spielweise war, dass Schalke endlich die Lücken bekam, die sie brauchten, ohne von ihrer Philosophie des "Verwaltens" abrücken und selbst viel Aufwand betreiben zu müssen. Werder selbst fehlten dann erst recht die Mittel, um auf diese defensive Variante modernen Fussballs, denn nichts anderes war das, reagieren zu können. Das Ganze zu ändern wurde über mehr Leute vor dem Ball gesucht mit dem Resultat, dass es noch enger und unmöglicher wurde, für Flankenwechsel oder Doppelpässe meist der Raum fehlte, der vorher nicht geschaffen wurde. Gab es diese von Dir beschriebenen Räume tatsächlich einmal, wurden sie inzwischen wegen der steigenden Verärgerung der Spieler über die eigene Ausweglosigkeit auch nicht mehr erkannt. Der Gegner kontrollierte längst das Spiel.


Nun mir stellt sich noch ne andere Frage dabei. WEnn man sich unsere erste Mannschaft ansieht, dann stehen hinten relativ erfahrene Leute die gerade in der besten Phase ihres Fußballerlebens stehen (oder kurz davor sind). Abgesehen von Boenisch. Ebenso davor Frings. Unser Angriff, also die Leute die nach der Spieleröffnung durch Frings oder nen AV den Angriff weitertragen sollen sind relativ junge Spieler. (Mit der Außnahme von Jensen oder von Boro).

Deshalb bin ich in der Sache noch sehr unschlüssig. Ich fand unsere Abwehrreihe gegen Schalke eig. ganz gut, abgesehen von Boenisch eben. DIe Fehler wurden meistens vorher gemacht und waren dann leider nicht mehr auszubügeln. Ich denke das natürlich Schaaf einerseits ein offensives Spiel wünscht (Zitat: Wenn man im Weserstadion während der Spielzeit keine Wurst kaufen gehen kann dann machen wir alles richtig), aber andererseits auch diesen jungen Spielern eine gewisse Abgezocktheit fehlt um den Ball mal elegant durch die eigenen Reihen laufen zu lassen. Das zum Beispiel fiel mir gegen Schalke auch auf. Wir mussten dem Ball viel zu viel hinterherlaufen, während die Schalker wesentlich weniger Laufarbeit bringen mussten und lediglich bei Stellungsfehlern das Tempo wesentlich erhöhten.

Ich denke da spielt dann auch ein gewisser Frust mit, wenn man versucht die eigene technische Überlegenheit auszuspielen um schön nach vorne zu kommen, aber es durch eine gegnerische Mannschaft die taktisch gut aufgestellt ist nicht dazu kommt. Dann entstehen diese Frustmomente, Nachlässigkeiten etc. die wie eine Spirale das ganze Bremer Spiel nach unten zieht.

Ich denke das sind beides Faktoren, die eben zu so einem Ergebnis führten wie wir es gegen Schalke erlebt haben. Diese Probleme hatten wir gegen Wolfsburg, gegen Köln und gegen Dortmund. Dort waren es eben auch die Lichten Momente, Glück und individuelle Fertigkeiten die uns dort den Punkt gerettet haben, oder auch dilletantisches Verhalten der Gegner (insbesondere Köln vor dem gegnerischen Tor, aber die haben ja nicht ohne grund nur 6 Tore).
 
Entschuldigung, dass ich nur diesen einen Satz zitiere, aber der hat es m.E. in sich.
Der Eindruck, dass man mehr hätte erreichen können ist nach meiner eigenen Auffassung einzig und allein der Vereinsbrille geschuldet.
Ich lese sehr häufig auch in anderen Foren und durch die Bank kann man dort eigentlich von dem "nicht ausgeschöpften Potenzial" der Mannschaft lesen. Nach dem Motto "Eigentlich sind wir viel besser, aber wir rufen das nicht ab!"
Ich persönlich glaube, dass es ein Trugschluss ist, da man eigenen Spieler besser kennt als die der anderen Mannschaften und daher sieht, was sie zwischendurch mal leisten und dann wieder nicht.[...]

:tnx: fan eines vereins zu sein bedeutet fokussierung auf jenen. man engt seinen horizont nach außen hin ein und vergrößert ihn nach innen, eine verzerrung entsteht in den wahrnehmungen gegnerischer mannschaften im vergleich zur eigenen. oftmals in richtung positiverer betrachtung des eigenen potenzials, die der hoffnung nahrung gibt und damit verbundener kritischerer bewertung des aktuellen zustands, die zu der natürlichen unzufriedenheit des menschen führt, im glaube, dass es immer NOCH besser geht. dieses streben ist auch wichtig, doch überspannungsgefahr besteht!

was werder in den letzten jahren erreicht hat, entspricht meiner meinung nach nahezu dem limit!

T. Schaaf bekommt seit Jahren von K. Allofs richtig gute Spieler (Ismael, Micoud, Naldo, Mertesacker, Klose, Diego, Özil, Pizarro, Marin...) auf dem Silbertablett serviert. [...]

all diese spieler haben doch erst unter der leitung schaafs zu ihrem außergewöhnlichen leistungsvermögen gefunden und konnten dieses weder zuvor (özil, micoud, ismael, naldo, klose, diego, pizarro), noch danach (micoud, ismael, klose, diego) erreichen! alles zufall?
 
Gewinnen wir die Spiele, sagt hier kaum einer was, verlieren wir nach über 20 Spielen mal wieder, stehen die ganzen Besserwisser wieder bereit.
Stimmt absolut nicht. Blättere mal ca. 15 Seiten zurück. Da haben wir 6:0 gewonnen.

Ich lese sehr häufig auch in anderen Foren und durch die Bank kann man dort eigentlich von dem "nicht ausgeschöpften Potenzial" der Mannschaft lesen. Nach dem Motto "Eigentlich sind wir viel besser, aber wir rufen das nicht ab!"
Ich persönlich glaube, dass es ein Trugschluss ist, da man eigenen Spieler besser kennt als die der anderen Mannschaften und daher sieht, was sie zwischendurch mal leisten und dann wieder nicht.
Da ist sicher sehr viel Wahres dran. Nur vergisst Du mMn den entscheidenden, immer wieder diskutierten Aspekt der fast schon chronischen Analogie bestimmter Abläufe. Dass es Niederlagen wie Samstag gegen Schalke eben auf diese Weise immer wieder gibt, dass es schier immer gleiche Saisonphasen mit nahezu identischen Ergebnissen gibt, dass es immer wieder die selben Fehler gibt. Einzig und allein DAS ist es, was der mMn berechtigten Frage, ob mehr möglich gewesen wäre, Nahrung gibt und uns eben genau von den anderen Bundesligaklubs unterscheidet.

Schalke krankt seit langem an der spielerischen Armut, sie schaffen es nicht, durch gezielte Zukäufe dem zu begegnen, sie haben keinen KA. Gegen Gegner wie uns reicht ihnen zwar immer wieder eine angemessene Spielführung und geschicktes Taktieren, um zu triumphieren, gegen Gegner wie Freiburg oder Hertha meistens nicht. Dortmund stürzte zwischendurch aufgrund unseriösen Wirtschaftens schwer ab, Leverkusen wegen Zurückfahrenmüssens des Etats ebenso.

Das alles ist mMn aber viel schwieriger abzuwägen bzw. zu ändern, als auf bestimmte, immer wiederkehrende Probleme (was uns irgendwann auch der Lächerlichkeit preisgibt) zu reagieren und letztlich ist es doch genau DAS, was die allgemeine Verärgerung hervorruft. Weisst Du, wenn wir wüssten, dass es nicht ginge, wär `s vielleicht einfacher, zu verstehen. Aber Schaaf beweist immer mal wieder über einen kurzen Zeitraum, dass er`s kann.

Auch andere Mannschaften schlafen nicht und "nur" ....
…und genau DESWEGEN muss an hausgemachten Schwierigkeiten gearbeitet werden. Denn nichts anderes ist das. Schwer zu begreifen, warum das einfach nicht möglich ist…..

Nun mir stellt sich noch ne andere Frage dabei. Wenn man sich unsere erste Mannschaft ansieht, dann stehen hinten relativ erfahrene Leute die gerade in der besten Phase ihres Fußballerlebens stehen (oder kurz davor sind). Abgesehen von Boenisch. Ebenso davor Frings. Unser Angriff, also die Leute die nach der Spieleröffnung durch Frings oder nen AV den Angriff weitertragen sollen sind relativ junge Spieler. (Mit der Außnahme von Jensen oder von Boro).

Deshalb bin ich in der Sache noch sehr unschlüssig. Ich fand unsere Abwehrreihe gegen Schalke eig. ganz gut, abgesehen von Boenisch eben. DIe Fehler wurden meistens vorher gemacht und waren dann leider nicht mehr auszubügeln.
Auch das habe ich ebenso gesehen wie Du. :tnx:
Zu Deiner Frage aus dem Spieltagsthread:
Neben Disziplin ist "Geduld" das Zauberwort.
.....
Es geht in jedem Spiel darum, aus der Erfahrung der Begebenheiten auf dem Spielfeld heraus zu handeln. In dem Moment, wo Werder glaubt, mehr zu agieren, werden wir in Wahrheit selbst die reagierende Mannschaft und spielen Teams wie Schalke haargenau in die Karten. Zum zigten Mal haben wir so einem solchen Gegner den Gefallen getan. Auch wenn`s noch so langweilig ist, das Ziel bleibt stets das ständige Abwarten, kontrolliertes Verschieben der Mannschaftsteile, zum Zwecke des permanenten Auslotens der Schwächen des Gegners. Mit Strategen und abgezockten Spielern auf dem Platz wie Jensen und Frings, sowie ballsicheren Akteuren wie Hunt und Özil wäre das mMn ganz sicher möglich gewesen. Und ist Dir das erst mal gelungen, kannst Du a) mit schnellem variablen Passpiel auch wieder die Lücken nutzen, die Du selbst geschaffen hast und b) oben genannten und unnötig vielen Fouls entgehen, da direkte Zweikämpfe mehr und mehr vermieden werden. Viele Spiele auf hohem Niveau laufen so.
...........
Es geht nicht darum, dies durch mehr "Offensivleistung" auszugleichen, sondern durch ausgeklügelte Strategie. Unser Rautensystem, wenn es richtig gespielt wird, schafft und nutzt ja explizit genau diese 10-15m mehr Platz auf dem Feld. Insbesondere, wenn Du bei den Einzelspielern körperlich benachteiligt, aber weisst, dass diese bei Raumgewinn individuell klar im Vorteil sind, musst Du so spielen, dass irgendwann Räume entstehen können, selbst unter Berücksichtigung der Möglichkeit, das Du diese evtl. nie bekommen wirst. Aber auf keinen Fall so, wie wir es taten, dass zunehmend mit mehr Leuten vor den Ball um den Gegner ein breites Band gezogen wurde, wie eine Handballmannschaft in der Offensive. Das musste scheitern.
Reicht das als Antwort?

Wir mussten dem Ball viel zu viel hinterherlaufen, während die Schalker wesentlich weniger Laufarbeit bringen mussten und lediglich bei Stellungsfehlern das Tempo wesentlich erhöhten.
Genau! Wie oben beschrieben waren sie als optisch reagierendes Team in Wirklichkeit das agierende Team. Sie kontrollierten das Geschehen - im übrigen wie Köln vorige Woche auch schon - dann relativ mühelos. Spätestens ab dem Zeitpunkt, als Werder versuchte, wie früher mit mehr Leuten und hoher Quantität in Ballnähe Spielkontrolle zu bekommen, begann der eigentliche Kardinalfehler und spieltaktische Nonsens aus unserer Sicht.

Ich denke da spielt dann auch ein gewisser Frust mit, wenn man versucht die eigene technische Überlegenheit auszuspielen um schön nach vorne zu kommen, aber es durch eine gegnerische Mannschaft die taktisch gut aufgestellt ist nicht dazu kommt. Dann entstehen diese Frustmomente, Nachlässigkeiten etc. die wie eine Spirale das ganze Bremer Spiel nach unten zieht.
Aus meiner Sicht ganz wichtiger Aspekt, den Du hier ebenfalls richtig benennst. Logischerweise holen sich die Jungs zunehmend Frust ab, wenn ihr eigentlich engagiert vorgetragener Aufwand immer weniger einbringt. So sorgt diese Frustration für weitere Probleme im Spiel gegen und mit Ball und nicht nur das, es verhindert auch noch mehr, die wenigen Räume, die sich evlt. noch ergeben zu erkennen und nutzen zu können. Doch genau DAS muss nicht sein, würde vorher richtig auf dem Spielfeld gehandelt. Es ist nur ein weiteres leidiges Resultat dessen.

Ich denke das sind beides Faktoren, die eben zu so einem Ergebnis führten wie wir es gegen Schalke erlebt haben. Diese Probleme hatten wir gegen Wolfsburg, gegen Köln und gegen Dortmund. Dort waren es eben auch die Lichten Momente, Glück und individuelle Fertigkeiten die uns dort den Punkt gerettet haben, oder auch dilletantisches Verhalten der Gegner (insbesondere Köln vor dem gegnerischen Tor, aber die haben ja nicht ohne grund nur 6 Tore).
:tnx:
@Sly: Alles hervorragend beobachtet und gewertet!!! Das muss ich wirklich sagen. :svw_applaus: :svw_applaus: :svw_applaus:
 
...Die Frage ist bloß, ob es unter Magath an diesem Tag zu dieser Gesamteinstellung gekommen wäre. Das wage ich sehr zu bezweifeln.
:tnx: Für mich der Kern der Niederlage bzw. der nicht vorhandenen Einstellung.
Es ist unangebracht zu sagen "Mit der individuellen Einstellung der Werderspieler, wäre gestern auch Magath mit seiner Taktik nicht weitergekommen"
Denn Magath sorgt kontinuierlich dafür, daß solch eine Einstellung, die bei uns seltsamerweise nich nur einen, sondern im Grunde die gesamte Mannschaft erfasste, gar nicht erst vorkommt.
Das ist sicherlich kein Zufall.
Ebenso kann ich nicht mehr an "einen schlechten Tag" oder gar zufall glauben, wenn wir in genau solchen Partien, was die Einstellung betrifft, genau so Auftreten wie am Sonntag geschehen.
Und das nicht zum ersten Mal, wenn es gegen Schalke, oder generell gegen Zweikampfstarke und lauffreudige Teams geht.
Unser Coach macht zweifellos vieles richtig. Vieles, nicht alles.
 
@ Mick_666 und Sly:

Eure Beiträge finde ich sehr schlüssig und gefallen mir, seid ich das Forum hier beobachte.

Ich würde es gerne aber noch um eine Sache ergänzen, falls ich es irgendwo überlesen haben sollte, tuts mir leid^^

Es geht mit um die Personalie Pizarro. Für mich ein wichtiger Faktor, dass unser Angriffspiel in der Bundesliga immer mehr flöten ging, denn ich behaupte, dass wir mit ihm aus den letzten Spielen mindestens 5 Punkte mehr geholt hätten, da er mit seinem Charakter und Spielaufbau großen Anteil hatte und gleichzeitig in absoluter Knipsermanier seine Buden gemacht hat, die den Gegner immer in eine Situation gezwungen haben, die wir ausser gegen Freiburg und Dortmund auch hatten. Wir mussten einer Führung hinterherrennen.

Es stimmt zwar nicht, dass wir in den Remis keine Tore geschossen haben, nur glaube ich, dass wir mit Pizza das erste Tor des Spiels gemacht hätten und die Ausgangssituation eien andere gewesen wäre, oder wir mit ihm mindestens ein Tor mehr gemacht hätte als unser Gegner.

soweit von mir^^
 
Womit ich immer noch hadere ist mit der Aussage des Trainers : Wir müssen unser Spiel durchbringen und orientieren uns nicht am Gegner.

Ich habe den Eindruck dass andere Trainer da anders ticken und gegen Werder gezielt auf das Ausschalten unserer Stärken setzen.

Dagegen hält TS ( stur ? konsequent ? ) an einer Linie fest.

Ist da was dran ?
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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