Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Da könnte man sich dann direkt mal auf die bestehenden Arbeitsplätze konzentrieren und zusehen, daß beispielsweise Krankenschwestern, Polizisten und Altenpfleger vernünftig bezahlt werden. Denn DAS sind die Leistungsträger unserer Gesellschaft. Keine Sau vermisst die Aktienanalysten und Immobilienmakler, wenn die morgen alle tot umfallen.

Das sind sicherlich auch Leistungsträger, aber nur mit diesen Jobs kommt bestimmt kein Wohlstand für alle zusammen - die o.g. verwalten das Land (im positiven Sinne), sind aber sicherlich nicht für den Fortschritt verantwortlich. Hier denken leider noch ziemlich viele in alten Grenzen, aber Deutschland ist keine Insel mit endlosem Wachs- und Reichtum. Die Märkte der Zukunft liegen in Asien und wir (wie ganz Europa) können unseren Wohlstand (und dazu zähle ich nicht nur materielle Dinge) nur halten (von weiterentwickeln möcht ich gar nicht sprechen), wenn Zukunftstechnologien und Wissen unsere oberste Priorität bekommen.

B.
 
Kündigungsschutz
Mutterschutz
Schwerbehindertenschutz
betriebliche Mitbestimmung
usw.

alles gesetzliche Regelungen, die in Zeiten eingeführt worden sind, als die FDP in Regierungsverantwortung war

ALG II
Rente mit 67
usw.

alles Regelungen, als die FDP in der Opposition war

zugegeben, es ist etwas plakativ und polemisch - doch wer bitte will ernsthaft erzählen, dass mit der FDP jetzt die soziale Kälte herein bricht?
 
westerwelle soll innenminister machen... außenminister wäre nur peinlich.. die äußerung in dem video lässt böses über seine englich kentnisse ahnen
 
Nochmal: Deutschland hat demokratisch gewählt. Die Mehrheit hat eine schwarz-gelbe Regierung gewollt. Und jetzt haben wir eine schwarz-gelbe Regierung. Ob die Entscheidung richtig war, werden letztlich die kommenden 4 Jahre zeigen. Aber dieses Propaganda-Geschwätz gegen zwei demokratische Parteien der Mitte ist völlig unangebracht! Hier wird ja mittlerweile stellenweise so getan, als wären Merkel und Westerwelle zwei Teufel in Menschengestalt, die jetzt alles niederreissen. Fakt ist, dass Rot-Grün 7 Jahre an der Macht war und sich dann selber eingestehen musste, dass sie nicht regieren können. Die Linkspartei ist nicht regierungsfähig, eine große Koalition ist nur eine Ausnahme-Lösung. Eine wirkliche Alternative zu Schwarz-Gelb gab es also nicht.

Guck dir das Wahlprogramm der FDP an, dann weißt du wie die Ängste der Leute hier zustande kommt.
Wieso kann rot-grün nicht regieren? Die haben in der Wirtschaftspolitik zumindest langfristige Maßnahmen ergriffen, die dazu geführt haben, dass der Sozialstaat durch viel zu hohe Arbeitslosigkeit nicht den Bach runter geht. Die Loorberen hat nur leider schwarz-rot geerntet.
Die letzte Kohlregierung hat genau das Gegenteil hinterlassen.

Das sind sicherlich auch Leistungsträger, aber nur mit diesen Jobs kommt bestimmt kein Wohlstand für alle zusammen - die o.g. verwalten das Land (im positiven Sinne), sind aber sicherlich nicht für den Fortschritt verantwortlich. Hier denken leider noch ziemlich viele in alten Grenzen, aber Deutschland ist keine Insel mit endlosem Wachs- und Reichtum. Die Märkte der Zukunft liegen in Asien und wir (wie ganz Europa) können unseren Wohlstand (und dazu zähle ich nicht nur materielle Dinge) nur halten (von weiterentwickeln möcht ich gar nicht sprechen), wenn Zukunftstechnologien und Wissen unsere oberste Priorität bekommen.

B.

Genau das wird es unter schwarz-gelb aber nicht geben... ich sage nur Studiengebühren, Verbot des Bundes von Direktzahlungen an die Länder für Bildung und Ausstieg aus dem Atomausstieg.

Allesamt wird Technologien in Zukunftsbranchen bremsen.
 
Also ich finde auch, Westerwelle als Außenminister passt nicht. Der soll lieber Innen oder Finanz/Wirtschafts-minister werden.
 
Kündigungsschutz
Mutterschutz
Schwerbehindertenschutz
betriebliche Mitbestimmung
usw.

alles gesetzliche Regelungen, die in Zeiten eingeführt worden sind, als die FDP in Regierungsverantwortung war

ALG II
Rente mit 67
usw.

alles Regelungen, als die FDP in der Opposition war

zugegeben, es ist etwas plakativ und polemisch - doch wer bitte will ernsthaft erzählen, dass mit der FDP jetzt die soziale Kälte herein bricht?

Diese Gesetze wurden zwar in den 50er Jahren von der FDP in Regierungsverantwortung mitgetragen, aber Du vergißt, daß für diese Gesetze maßgebend die Union verantwortlich war, deren linker Flügel damals im Vergleich zu heute einen sehr großen Einfluß hatte, was sich auch in den „Düsseldorfer Leitsätzen“ (auf denen das CDU-Wahlprogramm 1949 beruhte) widerspiegelte, denn die Union lehnte den “Liberalismus unsozialer, monopolistischer Prägung“ vehement ab und setzte sich für eine “sozial gebundene Verfassung der gewerblichen Wirtschaft, in der die Leistung freier und tüchtiger Menschen ... ein Höchstmaß von wirtschaftlichem Nutzen und sozialer Gerechtigkeit für alle bringt“ ein.

Die FDP war dagegen in den Gründerjahren der BRD eine konsequente Vertreterin von Marktwirtschaft und Liberalismus und hatte zudem durch die Unterwanderung von Alt-Nazis einen starken nationalistischen Flügel (durch den die FDP gegen Union und SPD dem Entnazifizierungsgesetz nicht zustimmte und die Freilassung von Kriegsverbrechern forderte), dem sie sich erst nach dem Naumann-Skandal entledigen konnte, so daß hier wohl kaum Platz für soziale Thesen gewesen ist.

Im übrigen hat aber die FDP genauso in der letzten schwarz-gelben Bundesregierung das Gesetz mitgetragen, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu kürzen, welches nach einer Streikwelle zurückgenommen wurde.
 
zugegeben, es ist etwas plakativ und polemisch - doch wer bitte will ernsthaft erzählen, dass mit der FDP jetzt die soziale Kälte herein bricht?

Ob mit der FDP die soziale Kälte hineinbrechen wird, sei mal dahingestellt. So groß sind die Unterschiede zwischen den Parteien tatsächlich nicht. Aber die Wahlprogramme - und von denen muss man ja ausgehen - haben schon andere Prioritätensetzungen.

Die FDP war für mich aus drei Gründen nicht wählbar.

Erstens hat die FDP mit radikalen Steuersenkungen für die obere Einkommenschicht geworben. Ich habe nichts gegen eine weitere Senkung des Spitzensteuersatzes, aber wo soll das Geld denn herkommen? Da gibt es eigentlich nur zwei Lösungen. Entweder kürzt man radikal bei der Bildung, bei Zukunftstechnologien und im sozialen Bereich. Oder man erhöht die Neuverschuldung immer weiter. Dann wird die Zinslast den Staat irgendwann erdrücken, zukünftige Regierungen müssten - um den Staatsbankrott zu vermeiden - zwangsläufig die Steuern erhöhen und den Sozialabbau betreiben.

Zweitens halte ich es für falsch, die Laufzeiten alter Atomkraftwerke noch mal zu erhöhen. Die großen Energiekonzerne werden sich über die damit verbundenen Milliardengewinne freuen. Dem Staat entstehen dagegen hohe Kosten durch die Endlagerung, für die sich ja immer noch keine Lösung abzeichnet, und die Castortransporte. Und wenn mal wirklich was passiert, z.B. durch einen Terroranschlag, hat der Staat ebenfalls die Arschkarte, denn keine Versicherung der Welt ist bereit Atomkraftwerte zu versichern.
Vor allem aber wird die Wachstumsbranche der erneuerbaren Energien gebremst und damit auch die Schaffung von Arbeitsplätzen. Andere Länder werden Deutschland auf diesem Gebiet überholen. Am Montag sind die Aktien deutscher Solarunternehmen schon mal deutlich gefallen. So viele Zukunftstechnologien haben wir in Deutschland nicht, dass wir es uns leisten könnten, die erneuerbaren Energien zu vernachlässigen.

Drittens waren die Rezepte der FDP mit ursächlich für die Finanzkrise. Die FDP steht für Deregulierung und Privatisierung. Sie hat noch vor kurzem eine Lockerung der Banken- und Finanzmarktaufsicht gefordert. Jetzt weiß man, dass nicht eine Lockerung der Banken- und Finanzmarktaufsicht angesagt war, sondern eine Verschärfung der Regeln. Ich bin alles andere als ein Befürworter des "starken Staats", aber der Staat darf sich auch nicht aus allen Dingen in der Wirtschaft heraushalten. Banken, Versicherungen und Unternehmen der öffentlichen Daseinvorsorge benötigen Regeln und Kontrolle. Die deutsche Wirtschaft leidet nämlich, wenn die Kapitalmärkte zum Spielcasino ohne Regeln werden. Und auch der deutsche Steuerzahler leidet, wenn Gewinne privatisiert und Verluste verstaatlicht werden müssen, wie es gerade bei der Finanzkrise der Fall ist.

Es gibt auch Politikbereiche, in denen ich mit der FDP einer Meinung bin, aber die Prioritätensetzung der Partei halte ich für falsch.
 
Die einzige Alternative zu Schwarz-Gelb war eine Regierung mit den Linken. Und wenn man bedenkt, dass die noch hartgesottene Kommunisten in ihren Reihen haben, kann ich zum Wahlausgang nur sagen, Gott sei Dank!
 
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