Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Tja Meister, Erfahrung ist der beste Koch. Dazu bedarf es keiner Polemik. Schau mal in das gelbe Programm. Und denk Dir das schwarze dazu. :wild:


Das gelbe Programm ist doch gar nicht verkehrt. Zunächst ist die FDP in den Koalitionsverhandlungen in einer ziemlich guten Ausgangslage, weil ohne FDP muss die CDU wieder mit der SPD regieren und dass möchte die CDU partout nicht. Deshalb kann die FDP viele Vorschläge einbringen und in den Koalitionsverhandlungen durchsetzen.

Demnach werden Familien, die Mittelschicht und mittelständischen Unternehmen steuerlich entlastet. Das Einkommen von Familien beispielsweise bleibt bis zu einem Grundeinkommen von EUR 41.000 steuerfrei. Des Weiteren wird ein einfacheres Steuersystem eingeführt. Verantwortliche Manager sollen für unternehmerische Fehler persönlich und finanziell haften. Die Banken- und Finanzaufsicht muss unabhängiger und proffesioneller werden. Der Staat soll sich aus wirtschaftlichen Angelegenheiten weitestgehend raus halten und lediglich die Rahmenbedingungen und Anreize dafür schaffen, um ein Unternehmen in unserem Land zu gründen. Bürgerrechte werden gestärkt, in dem keine Kennzeichen auf deutschen Autobahnen gespeichert werden (was durch das Mautsystem möglich wäre bzw. ist) und es werden keine verdachtsunabhängigen Daten auf Vorrat gespeichert. Zu dem gelten gleiche Rechte für Lebenspartnerschaften. Die FDP setzt auf einen chancengerechte Bildung und den Aufbau eines Stipendiensystems. Man möchte sich verstärkt um Forschung und Entwicklung kümmern und es ausländischen Fachkräften leichter machen, um nach Deutschland einzureisen. Die privaten Krankenversicherung werden NICHT abgeschafft und damit fallen die Altersrückstellungen in Milliardenhöhe der Versicherten auch nicht in den Schoss der Regierung. In der Aussenpolitik setzt man auf einen Dialog mit anderen Staaten und die FDP fordert die Abschaffung der Wehrpflicht und Gründung eine Berufsarmee.

Ich denke man sollte der FDP eine Chance geben, denn ich bin der Meinung, dass die FDP eine der wenigen Parteien ist, die in Deutschland den Mut hat etwas zu bewirken und auch umzusetzen, damit es uns allen wieder besser geht. Damit es allen besser geht? Hä? Dann müsste ich doch für die Linke sein? NEIN, weil die Linke polemisch (Wir wollen keinen Krieg! Ach nee, ich auch noch, aber sollen wir Afghanistan den Taliban überlassen und zu sehen, wie Menschen ermordet werden) und unstrukturiert ist. Ferner möchte die Linke das einzig richtige System, die soziale Markwirtschaft, über Bord werfen. Alle Unternehmer würden ins Ausland gehen oder gleich ihr Gewerbe abmelden und dann können wir den Laden Deutschland dicht machen und dann Sayonara Tante Klara!!!!
 
warum versteift ihr euch alle so auf die umweltpolitik ??? die ist zwar ein wichtiges thema. aber garantiert nicht das wichtigste. für mich steht vor allem die bildungspolitik an nr. 1. wenn hier nicht schlagartig was in die gänge kommt, verabschiedet sich deutschland für die kommenden 50 jahre von der bildfläche.

Die Bildung ist mit Sicherheit auch wichtig, das stimmt, aber sowieso nicht so schlecht, wie sie immer gemacht wird. Meiner Meinung nach ist die Umweltpolitik aber ein sehr wichtiger Wachstumssektor in den kommenden Jahrzehnten, wo Deutschland zwingend eine Vorreiterrolle spielen sollte. Wir sind nach wie vor sehr abhängig von der Autoproduktion, also gilt es, dort die Entwicklungen neuer Antriebsarten und effizienter Mobilität nicht zu verschlafen. Damit verbunden sind Innovationen in der Energiewirtschaft (zB Eneuerbare Energien, Smart Grid) sowie in der Verkehrspolitik (zB neue intelligente Systeme zur Vermeidung von Staus etc). Das sind alles Bereiche, wo Deutschland große Potentiale hat, um nachhaltig Wirtschaftswachstum zu generieren. Denn den brauchen wir angesichts der anderen Probleme, die uns in Zukunft noch sehr viel Geld kosten werden, wie zB die von dir angesprochene Bildung, aber auch der Gesundheitssektor, Renten, Schulden und noch sehr vieles mehr :)
 
Das ist eine Frage der realen Informationspolitik. Meines Wissens nach importieren wir mehr Strom als wir exportieren. Ein Großteil kommt aus den Beneluxländern und Skandinavien. Diese wiederum setzen auf Atomstrom.

Das ist definitiv nicht so. Importiert werden z.b. Öl und Gas (die allerdings nicht aus Skandinavien ;) ). Aber: Wir exportieren Strom, der zum großen teil aus Kernenergie gewonnen wird. DAS wiederum ist definitiv so.
 
@ bademeister: du hast ja recht was die umweltpolitik angeht. auch ich bin ein befürworter von erneuerbaren energien. und auch ich könnte jedes mal aufs neue ausflippen, wenn diese chance links liegen gelassen wird, zugunsten der atomenergie.

zum thema afghanistankrieg: hier muss ein sofortiger abzug her. was haben wir in afghanistan verloren ??? was bringt unsere anwesenheit, außer noch mehr chaos ??? warum halten wir uns in afghanistan auf, aber nicht im sudan ??? usw. usf. alles, was dort passiert, ist der größte blödsinn. wer in den letzten beiden wochen den stern und den spiegel gelesen hat, der hat wahrscheinlich, wie auch ich, die hände über dem kopf zusammengeschlagen. die ausbildung der polizeikräfte will man vornehmen. das ich nicht lache. viel zu wenig personal, falsches, kaputtes und zu wenig material. es ist doch eine farce, wie man das auch noch dem volk beibringen möchte. brücken und brunnen bauen. das ist das einzige, was da passiert. irgendwann wird es den abzug eh geben. allein aus kostengründen. und ich prophezeie jetzt schon den rückfall afghanistan´s in ein talibanregime. abgesehen davon, dass sogar kazai mittlerweile eingesehen hat, dass er die taliban mit in die regierung einbinden muss. im übrigen frage ich mich, wer schlimmer ist. die taliban oder kazai und seine verwandten, die sich die bezirke untereinander aufteilen, wo korruption herrscht bis der arzt kommt und wo man sehenden auges das opium auf quadratkilometer großen flächen anbaut, um es dann richtung hollnad und co. zu verschiffen. ab in ein land n paar kilometer weiter westlich: im nachhinein betrachtet muss man sogar sagen, dass unter saddam hussein, so ein widerliches a.......loch dieses dreckschwein auch war, kein solch großes chaos im irak geherrscht hat wie heutzutage. es gibt leider länder, wo man nur mit harten besen kehren kann. warum sich dort alle ethnien die köpfe einschlagen müssen, bleibt deren geheimnis. ich lauf ja auch nicht prügelnd durch die strassen bayerns. :)
 
Butthuber - auch wenn Dirks Transfer nun nicht super sachlich war, höre ich trotzdem immer nur Verneinungen, um zu kontern.
Sag doch einfach mal, wie du es dir vorstellst, was für schwarz-gelb spricht und was deiner Meinung nach - andere können sich auch beteiligen - die Vorteile dieser Regierung sind.
 
@ bademeister: du hast ja recht was die umweltpolitik angeht. auch ich bin ein befürworter von erneuerbaren energien. und auch ich könnte jedes mal aufs neue ausflippen, wenn diese chance links liegen gelassen wird, zugunsten der atomenergie.

zum thema afghanistankrieg: hier muss ein sofortiger abzug her. was haben wir in afghanistan verloren ??? was bringt unsere anwesenheit, außer noch mehr chaos ??? warum halten wir uns in afghanistan auf, aber nicht im sudan ??? usw. usf. alles, was dort passiert, ist der größte blödsinn. wer in den letzten beiden wochen den stern und den spiegel gelesen hat, der hat wahrscheinlich, wie auch ich, die hände über dem kopf zusammengeschlagen. die ausbildung der polizeikräfte will man vornehmen. das ich nicht lache. viel zu wenig personal, falsches, kaputtes und zu wenig material. es ist doch eine farce, wie man das auch noch dem volk beibringen möchte. brücken und brunnen bauen. das ist das einzige, was da passiert. irgendwann wird es den abzug eh geben. allein aus kostengründen. und ich prophezeie jetzt schon den rückfall afghanistan´s in ein talibanregime. abgesehen davon, dass sogar kazai mittlerweile eingesehen hat, dass er die taliban mit in die regierung einbinden muss. im übrigen frage ich mich, wer schlimmer ist. die taliban oder kazai und seine verwandten, die sich die bezirke untereinander aufteilen, wo korruption herrscht bis der arzt kommt und wo man sehenden auges das opium auf quadratkilometer großen flächen anbaut, um es dann richtung hollnad und co. zu verschiffen. ab in ein land n paar kilometer weiter westlich: im nachhinein betrachtet muss man sogar sagen, dass unter saddam hussein, so ein widerliches a.......loch dieses dreckschwein auch war, kein solch großes chaos im irak geherrscht hat wie heutzutage. es gibt leider länder, wo man nur mit harten besen kehren kann. warum sich dort alle ethnien die köpfe einschlagen müssen, bleibt deren geheimnis. ich lauf ja auch nicht prügelnd durch die strassen bayerns. :)

Ich glaube nicht, dass im Spiegel oder Stern kazai steht, der wird Karsai geschrieben. Die Bundeswehr ist damals nach dem 11.09 aufgrund einer Abstimmung im Bundestag auf Antrag der rot-grünen Regierung im Dezember 2001 in Afghanistan angekommen. Ohne die Bundeswehr und das weiß ich von einem Freund, der noch Verwandte in Afghanistan hat, würde es allen Menschen, die nicht der Taliban angehören, viel viel schlechter gehen und müssten noch mehr um Ihr Leben fürchten. In dem Land versucht man mit Hilfe von Soldaten Demokratie einzuführen, die einzig gerechte Staatsform auf diesem Planeten, und Sicherheitskräfte, Soldaten und Polizisten dementsprechend auszubilden, damit das Land in ein paar Jahren auf eigenen Beinen stehen kann und dieses dann ohne Hilfe von fremden Soldaten aus aller Herren Länder. Das Land würde, wenn die Truppen abgezogen werden, in ein totales Chaos verfallen und dann kann nicht eine einzige Brücke, keine Schule und kein einziger Brunnen gebaut werden. Da würde Mord und Totschlag sein und alle Hilfe und Bemühungen wären umsonst gewesen. Im Bundestag hat man es 2001 so entschieden und Truppen für Afghanistan und der Loseisung vom Talibanregime bereit gestellt. Zu dieser Entscheidung muss man nun stehen und dafür die Verantwortung übernehmen und nicht eine Entscheidung fallen, um wenig später zu sagen: Ätsch, bätsch, war gar nicht unsere Absicht das Land aufzubauen. Wir überlassen Afghanistan den Stärkeren! Diese Haltung wäre unverantwortlich und unmenschlich.

Übrigens Vetternwirtschaft und Korruption gibt es selbst in europäischen Ländern, manchmal sogar vor der eigenen Haustür.
 
Butthuber - auch wenn Dirks Transfer nun nicht super sachlich war, höre ich trotzdem immer nur Verneinungen, um zu kontern.
Sag doch einfach mal, wie du es dir vorstellst, was für schwarz-gelb spricht und was deiner Meinung nach - andere können sich auch beteiligen - die Vorteile dieser Regierung sind.


Vorteile:

Im Gegensatz zu CDU-SPD müssen CDU-FDP nicht ständig sowohl mit als auch gegeneinander arbeiten, das was sie sich vorstellen kann besser verwirklicht werden. Das WAS sie sich vorstellen ist doch nicht schlecht, die CDU wäre so oder so dabei gewesen, FDP will gute Dinge, natürlich ist sie keine "Volkspartei" aber sie vertritt gute Dinge in Sachen Steuerpolitik sowie bei den Menschenrechten (im Gegensatz allerdings zur CDU), Bürokratieabbau -> Das ganze soll für den Bürger auch wieder verständlich werden, keine Neuverschuldungen mehr, Förderung von Mittelständischen Unternehmen zur Krisenbewältigung. Dagegen steht natürlich jetzt kein Mindestlohn usw.

Ich darf mich (noch) nicht beschweren, denn ich komme sozusagen aus soeinem Mittelständischen Unternehmen, wir sind zwar keine "Besserverdiener", als die Selbstständige immer abgestempelt werden (das ist wirklich nicht leicht: Nie Urlaub länger als 2 Tage, größere Urlaube ab 7 Tage ganz selten (ich bin nun 15 und ich war bis jetzt 3 mal im Urlaub, 1x 2 Wochen Türkei, 1x ne Woche Spanien, 1x Ne Woche Dänemark), dieses Jahr zu Weihnachten evtl. ein paar Tage nach Dänemark wieder., außerdem ist es nicht so, dass man sagen kann, um 4 Uhr mach ich Schluss, man muss auch Sonntags um 20 Uhr noch erreichbar sein für Kunden usw. ), aber natürlich profitieren wir von den Vorhaben der FDP. Wenn ich in ein paar Jahren studiere sieht das natürlich ganz anders aus. Ich spreche mich bei der FDP in so ziemlich allen Umweltfragen gegen sie aus. Außerdem einige Kleinigkeiten, die ich auch bei anderen Parteien gut finde, z.B. bei den Grünen dass den Soli abschaffen bzw. zur Hälfte in Bildung, zur anderen Hälfte in Schuldenbewältigung zu inverstieren. Wenn ich könnte würde ich die Hälfte FDP, die andere Hälfte Grüne nehmen, aber das geht ja nicht.
 
Die Konstellation CDU/CSU (1.Stimme) und FDP (2.Stimme) habe ich erstmalig so gewählt, bis zur letzten Bundestagswahl war es immer nur SPD (und wohl einmal Grün). So ändern sich die Zeiten, nachdem die SPD unter Schröder die klare Linie verlassen hat und den Mittelstand suchte, ohne seine Partei mitnehmen zu wollen oder können. Sein Münte hat den Niedergang nur vorangetrieben - dafür gibt es viele Beispiele. Während ein Schröder mich als Gutverdiener angesprach haben seine Nachfolger versäumt, eine klare Strategie des sozialen Ausgleiches zu fahren, also diejenigen nicht zu verprellen die die Kohle zahlen und andererseits den schwächerern der Gesellschaft ein Chance zu ermöglichen - perdu. Ich kann weder die träumerische Gleichmacherei (Grundeinkommen für alle, egal ob mit oder ohne Arbeit) der Linken ertragen (wir sind nicht alle gleich), noch akzeptiere ich die Machtbessenheit der SPD immer mitregieren zu wollen - wo bitte war der Schnitt zur CDU ? Die beiden o.g. Parteien vertreten da schon eher meine persönliche Interessen, auch wenn ich mir nicht einbilde, dass das Steuersystem jemals reformiert wird, das Bildungssystem besser wird, Themen von morgen und übermorgen angegangen werden - das alles geschieht vielleicht erst dann, wenn es 5 vor 12 ist - aber soweit ist es noch nicht.

Grundsätzliche Probleme in Deutschland werden nicht angegangen, lieber subventioniert man "alte" Industrien (Kohle, Automobilindustrie), als dass die Bildung gefördert wird. Wir haben keine Einwanderungspolitik, aber gerade die benötigen wir dringend wenn wir selber nicht genügend Kinder in die Welt setzen (aber bitte liebe Eltern auch darum kümmern).

Warum S/G besser für Deutschland ist - weil die Investitionsbereitschaft einfach grösser ist und eines brauch wir neben noch viel mehr - Arbeitsplätze mit ordentlicher Bezahlung.

B.
 
Zitat von Klose für Werder;638612:
Vorteile:

Im Gegensatz zu CDU-SPD müssen CDU-FDP nicht ständig sowohl mit als auch gegeneinander arbeiten, das was sie sich vorstellen kann besser verwirklicht werden. Das WAS sie sich vorstellen ist doch nicht schlecht, die CDU wäre so oder so dabei gewesen

Erstens ist das nun absolut kein Argument, die Wahl deiner Partei damit zu rechtfertigen, was am besten zur CDU passt. Oder wählst du so, dass sich die Parteien besonders gerne mögen? Also ich wähle, was mir inhaltlich zusagt.
Zweitens wirst du dich noch wundern, dass zwischen FDP und CDU längst nicht alles heile Welt ist.

FDP will gute Dinge, natürlich ist sie keine "Volkspartei" aber sie vertritt gute Dinge in Sachen Steuerpolitik sowie bei den Menschenrechten (im Gegensatz allerdings zur CDU), Bürokratieabbau -> Das ganze soll für den Bürger auch wieder verständlich werden, keine Neuverschuldungen mehr, Förderung von Mittelständischen Unternehmen zur Krisenbewältigung. Dagegen steht natürlich jetzt kein Mindestlohn usw.

Da wären erstens die Steuersenkungen. Steuersenkungen bedeuten, dass man damit die Bürger entlastet. Der Sinn des Zwecks liegt also darin, dass man Geld ausgibt zur Zufriedenheit der Bürger. Ich persönlich zahle ja lieber etwas mehr Steuern um dann die gewissheit zu haben, dass ich dafür - zum Beispiel - ein vernünftiges Bildungssystem bekomme, wovon meine Kinder und gesamte Generationen profitieren können.
Zweitens müssen die Steuersenkungen irgendwo her kommen und refinanziert werden.
Ich sage dir eine Sache. Politisch sind wir ganz anderer Meinung, trotzdem finde ich es gut, dass du dich überhaupt für Politik interessierst. Hättest du aber gewählt, dann wäre es womöglich die FDP geworden. Dann erzähl mal, was du über die Refinanzierung der liberalen Steuersenkungen weißt.

aber natürlich profitieren wir von den Vorhaben der FDP.

Solange, wie sie es aufrecht erhalten können.


Wenn ich in ein paar Jahren studiere sieht das natürlich ganz anders aus. Ich spreche mich bei der FDP in so ziemlich allen Umweltfragen gegen sie aus. Außerdem einige Kleinigkeiten, die ich auch bei anderen Parteien gut finde, z.B. bei den Grünen dass den Soli abschaffen bzw. zur Hälfte in Bildung, zur anderen Hälfte in Schuldenbewältigung zu inverstieren. Wenn ich könnte würde ich die Hälfte FDP, die andere Hälfte Grüne nehmen, aber das geht ja nicht.

Das geht wirklich nicht. Nicht, weil es unvereinbar wäre, zwei Lager miteinander zu kombinieren, sondern weil das Konzept des Green New Deals aufeinander aufbaut. Ein liberaler Wirtschaftsmarkt innerhalb dieses Konzeptes würde die komplette Refinanzierung der Investitionen der Grünen sprengen.
 
So ändern sich die Zeiten, nachdem die SPD unter Schröder die klare Linie verlassen hat und den Mittelstand suchte, ohne seine Partei mitnehmen zu wollen oder können. Sein Münte hat den Niedergang nur vorangetrieben - dafür gibt es viele Beispiele. Während ein Schröder mich als Gutverdiener angesprach haben seine Nachfolger versäumt, eine klare Strategie des sozialen Ausgleiches zu fahren, also diejenigen nicht zu verprellen die die Kohle zahlen und andererseits den schwächerern der Gesellschaft ein Chance zu ermöglichen - perdu.

Definitive Fehler in der SPD, ja. Kann man so stehen lassen.

Ich kann weder die träumerische Gleichmacherei (Grundeinkommen für alle, egal ob mit oder ohne Arbeit) der Linken ertragen (wir sind nicht alle gleich),

Die Linke Idee, die gesellschaft sozialgerecht gleichzuschalten, kann und wird nicht funktionieren.

Die beiden o.g. Parteien vertreten da schon eher meine persönliche Interessen, auch wenn ich mir nicht einbilde, dass das Steuersystem jemals reformiert wird, das Bildungssystem besser wird, Themen von morgen und übermorgen angegangen werden - das alles geschieht vielleicht erst dann, wenn es 5 vor 12 ist - aber soweit ist es noch nicht.

Da klingt aber die Gewissheit raus, politische Konzepte der FDP mitgewählt zu haben, wohlwissend, dass vieles vorne und hinten nicht hinhaut.

Grundsätzliche Probleme in Deutschland werden nicht angegangen, lieber subventioniert man "alte" Industrien (Kohle, Automobilindustrie)
,

In der Energiepolitik ist schwarz.gelb zu konservativ um Nachhaltigkeit voranzutreiben. Da man auf (mehr oder weniger) bewährte Technologien setzt, subventioniert man auch die Kohlekraftwerke.

Und bei der Automobilindustrie ist das so eine Sache: Guttenberg hat für eine Nichtrettung Opels plädiert. Das ist nunmal der Marktradikale in ihm. das sind Punkte, wo CDU und FDP sicherlich in der Krise noch aufeinander prallen. Andererseits ist die Rettung von Opel in manchen Bereichen auch sinnvoll.

Wir haben keine Einwanderungspolitik, aber gerade die benötigen wir dringend wenn wir selber nicht genügend Kinder in die Welt setzen (aber bitte liebe Eltern auch darum kümmern).

Naja, wir brauchen die Einwanderungspolitik nicht, um Ausländer als Gebährmaschienen für Deutsche einzusetzen. Stattdessen brauchen wir Integrationspolitik, um die soziale Unterschicht - in die (nicht als Klischee gemeint) nunmal leider auch ein großteil Ausländer fällt - zu integrieren. Da lässt man a) Humankapital liegen, baut b) Konfliktpotential auf und garantiert einen zuünftigen Bedarf an Sozialhilfen. Geht nicht, ein absolutes Eigentor. Da muss man ran, genau wie an das gesamte Bildungswesen. Da passiert aber unter schwart-gelb nichts.

Warum S/G besser für Deutschland ist - weil die Investitionsbereitschaft einfach grösser ist und eines brauch wir neben noch viel mehr - Arbeitsplätze mit ordentlicher Bezahlung.
Investitionen ja, damit das Geld wieder rein kommt. Die Investitionen setzen aber dort an, wo größtenteils gar keine Nachhaltigkeit gewährleistet wird.
Schöne Idee, die Mittelschicht zu fördern, wenn die Mittelschicht dabei ausstirbt. (um es drastisch zu formulieren)
 
"...Naja, wir brauchen die Einwanderungspolitik nicht, um Ausländer als Gebährmaschienen für Deutsche einzusetzen. Stattdessen brauchen wir Integrationspolitik, um die soziale Unterschicht - in die (nicht als Klischee gemeint) nunmal leider auch ein großteil Ausländer fällt - zu integrieren. Da lässt man a) Humankapital liegen, baut b) Konfliktpotential auf und garantiert einen zuünftigen Bedarf an Sozialhilfen. Geht nicht, ein absolutes Eigentor. Da muss man ran, genau wie an das gesamte Bildungswesen. Da passiert aber unter schwart-gelb nichts..."

Sehe ich komplett anders, meine Erwartungshaltung ist, dass die Qualität der Zuwanderung - also die Ausbildung der Menschen - mehr abgefragt bzw. Anforderung sein muss. Dass das in der Schweiz (und natürlich Uebersee) gut funktioniert ist unbestritten. Integration setzt den Wunsch voraus, sich auch integrieren zu wollen und nicht, dass das ausschliesslich vom Einwanderungsland zu leisten ist.

B.
 
Integration setzt den Wunsch voraus, sich auch integrieren zu wollen und nicht, dass das ausschliesslich vom Einwanderungsland zu leisten ist.

B.

Das is eine oft gehörte Floskel. Klar kann die beste Integrationspolitik niemanden integrieren, der nicht möchte. Da ist aber kein schwarz-weiß denken angebracht a la "Wer sich integrieren möchte schafft das, wer es nicht möchte nicht". Ist nicht so.
Und dass nicht nur Ausländer in der Unterschicht sind, ist auch klar. Integration bezieht sich allgemein vom Beispiel gelöst auf die komplette Unterschicht (ich mag dieses Wort nicht).

Liest du gerne politische oder soziologische Bücher?
Ich empfehle dir "Aufstand der Unterschicht" von Inge Kloepfer.
 
Das is eine oft gehörte Floskel. Klar kann die beste Integrationspolitik niemanden integrieren, der nicht möchte. Da ist aber kein schwarz-weiß denken angebracht a la "Wer sich integrieren möchte schafft das, wer es nicht möchte nicht". Ist nicht so.
Und dass nicht nur Ausländer in der Unterschicht sind, ist auch klar. Integration bezieht sich allgemein vom Beispiel gelöst auf die komplette Unterschicht (ich mag dieses Wort nicht).

Liest du gerne politische oder soziologische Bücher?
Ich empfehle dir "Aufstand der Unterschicht" von Inge Kloepfer.

Das ist keine Floskel, sondern mein Verständnis von Integration. Ich habe selber viele Jahre im Ausland gelebt und immer versucht mich im Gastgeberland "einzupassen". Sprache vorausgesetzt, Wunsch mich auf Neues einzulassen mitgebracht und natürlich Arbeit gehabt. Habe dabei nicht unbedingt den Kontakt zu Deutschen, sondern zu den Eingeborenen gesucht, Parallewelten schaffen niemals Integration - also bitte nicht von Floskeln reden. Ich habe auch nicht von ausländischer Unterschicht gesprochen, sondern von Integrationswille - muss sich nicht unbedingt ausschliessen. Hast Du gestern die WAMS gelesen - Schäuble vs. Scheffer, das war eine m.E. korrekte Wiedergabe der verlogenen Integrationslüge.

Aber natürlich muss erwähnt bleiben, dass es ganz besonders die CDU unter Kohl war, die Deutschland als Einwanderungsland nicht sehen wollte.

B.

B.
 
Du kommst auch aus einer stabilen Gesellschaft und kannst dich besser integrieren als solche, auf die das nicht zutrifft. Integration der Bedürftigen - auch Deutsche - bedeutet 2 Sachen. Einerseits hilfst du den Menschen, andererseits kommt es auch wieder Deutschland zu Gute. Das ist eine eifnache Faustregel, die wirklich mal ausnahmslos gilt.
 
Hier wird mir so langsam zuviel neben der Sache diskutiert. Die permanenten Versuche, dieses Wahlergebnis auch noch schön zu reden, geht auf keine Kuhhaut mehr. Wir werden alle erleben, was Westermerkel und wie die Beliebigen alle heißen für uns parat haben. Irgendwann hat auch der letzte begriffen, was diese Neue-Welt-Schnacker so drauf haben. Es sind genau diese Band****, die uns diese verdammte Bankenkrise eingebrockt haben, die sich nun als großer Reformer von den Ausgebeuteten als Heilsbringer feiern lassen. Da kriegt man echt zuviel. Ich verabschiede mich aus diesem Thread und beschränke mich auf die sportliche Ebene. Da scheint mir doch insgesamt mehr Kompetenz vorhanden zu sein.:mad:
 
Hier wird mir so langsam zuviel neben der Sache diskutiert. Die permanenten Versuche, dieses Wahlergebnis auch noch schön zu reden, geht auf keine Kuhhaut mehr. Wir werden alle erleben, was Westermerkel und wie die Beliebigen alle heißen für uns parat haben. Irgendwann hat auch der letzte begriffen, was diese Neue-Welt-Schnacker so drauf haben. Es sind genau diese Band****, die uns diese verdammte Bankenkrise eingebrockt haben, die sich nun als großer Reformer von den Ausgebeuteten als Heilsbringer feiern lassen. Da kriegt man echt zuviel. Ich verabschiede mich aus diesem Thread und beschränke mich auf die sportliche Ebene. Da scheint mir doch insgesamt mehr Kompetenz vorhanden zu sein.:mad:

Man kanns auch echt übertreiben. Aber renn mal ruhig weiter der Bildzeitung hinterher.

Ich kann mit dem Ergebnis gut leben, weil es meiner Meinung nach die Lösung geworden ist, die unserem Land in den nächsten 4 Jahren die größte Handlungsfähigkeit gibt. Auf lange Sicht wäre mir aber ein Schwarz-Grünes Bündnis lieber. Da ich meine Wahlentscheidung immer sehr stark von Personen und somit Spitzenkandidaten abhängig mache, war die Wahlentscheidung dieses mal verhältnismäßig leicht im Vergleich zu vorhergehenden Wahlen.
 
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