Aktuelle Transferpolitik

ich glaube, du hast nicht so richtig Durchblick, wie sich dann die Erfolgsaussichten darstellen

Mit dem österreichischen Nationalspieler Prödl (in Normalform!) und dem finnischen Nationalspieler Pasanen sind wir in der Innenverteidigung immer noch besser aufgestellt als 14 - 16 unserer Mitbewerber in der Liga. Und wer Niklas Andersen in der U23 spielen sieht, der weiß, dass da ein sehr hoffnungsvolles Talent heranreift. Also ich in meiner "Durchblickslosigkeit" beurteile die Erfolgsaussichten als sehr ordentlich bis gut.
 
Alle diese Spieler würde die Konkurrenz mit Kusshand nehmen - Gott sei Dank stehen diese "Durchschnittsspieler" aber nicht zum Verkauf. :rolleyes:
Wer ist denn Deiner Meinung nach unsere Konkurrenz?
Wenn man die letzte Saison als Maßstab nimmt (denn unser Devensive hat sich seit dem nicht verändert) dürften die alle im Bereich +/- 2-3 Plätze von Platz 10 der Abschlusstabelle zu finden sein!

Da hätte ich mir doch eher Konkurenz um die 1. 3 Plätze gewünscht!
Aber ist Werder da wirklich konkurrenzfähig?
Ich würde es mir wünschen aber...... :confused:
 
Gute Transfers wodurch Werder in dieser Saison die CL erreicht und es sich dann in der nächsten Saison erlauben kann einen richtigen Knaller für das DM zu holen.
 
Mit dem österreichischen Nationalspieler Prödl (in Normalform!) und dem finnischen Nationalspieler Pasanen sind wir in der Innenverteidigung immer noch besser aufgestellt als 14 - 16 unserer Mitbewerber in der Liga. Und wer Niklas Andersen in der U23 spielen sieht, der weiß, dass da ein sehr hoffnungsvolles Talent heranreift. Also ich in meiner "Durchblickslosigkeit" beurteile die Erfolgsaussichten als sehr ordentlich bis gut.

Dir ist schon bewusst, dass es hier um die "reale" Welt geht und nicht um "In meinem Traum habe ich etwas gesehen"?

Und ein hoffnungsvolles Talent, was da heranreift, ist noch lange nicht reif!!!

Und als Zusatz: Eine vierer Abwehrkette besteht nicht nur aus zwei Innenverteidigern! Da gehören auch zwei AV dazu! Und hier hätten wir drinkendst Bedarf gehabt! (schon letzte Saison!)
 
Mit dem österreichischen Nationalspieler Prödl (in Normalform!) und dem finnischen Nationalspieler Pasanen sind wir in der Innenverteidigung immer noch besser aufgestellt als 14 - 16 unserer Mitbewerber in der Liga. Und wer Niklas Andersen in der U23 spielen sieht, der weiß, dass da ein sehr hoffnungsvolles Talent heranreift. Also ich in meiner "Durchblickslosigkeit" beurteile die Erfolgsaussichten als sehr ordentlich bis gut.

Konkurrenzfähig sollten wir zu den Mitbewerbern u die Plätze 1-5 sein. Dabei beschränkt sich die Problematik nicht lediglich auf die IV.

Die Sorge ist vielmehr, dass bei Ausfall von Fritz und/oder Bö die Vertreter Prödl und Pas auf den AV- Positionen sind.

Dieses Szenario finde ich - gelinde ausgedrückt - deprimierend.

Zu Andersen kann ich ehrlich gesagt nicht Stellung nehmen. Wenn er ein überdurchschnittlicher AV ist, stellt sich allerdings die Frage, warum er hier nicht zumindest 2. Wahl ist
 
Wer ist denn Deiner Meinung nach unsere Konkurrenz?
Wenn man die letzte Saison als Maßstab nimmt (denn unser Devensive hat sich seit dem nicht verändert) dürften die alle im Bereich +/- 2-3 Plätze von Platz 10 der Abschlusstabelle zu finden sein!

Da hätte ich mir doch eher Konkurenz um die 1. 3 Plätze gewünscht!
Aber ist Werder da wirklich konkurrenzfähig?
Ich würde es mir wünschen aber...... :confused:

Unsere Konkurrenz sind zunächst einmal alle anderen 17 Bundesligamannschaften.

Wenn es gelingt, die fehlende Konstanz (Siege gegen die "Großen", Niederlagen gegen die "Kleinen") und das Defensivverhalten der Mannschaft insgesamt gegenüber der letzten Saison zu verbessern, dann sehe ich uns mit dem vorhandenen Kader um die Plätze 1 - 5 spielen. Und unter den dafür in Betracht zu ziehenden Mannschaften wüsste ich nicht, wessen Innenverteidigung nun soviel stärker wäre als die "Zweitbesetzung" Pasanen/Prödl als dass wir uns in einem solchen Fall ins Hemd machen müssten?

Wie gesagt, im modernen Fussball beginnt die Defensive mit den vordersten Stürmern!
 
Ja, aber die Defensive besteht nicht nur aus den Außenverteidigern, sondern im modernen Fußball aus dem Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft! Was zu vielen vermeidbaren Gegentoren in den drei (!) vergangenen Saisons geführt hat, war das mangelhafte Umschalten von Offensive auf Defensive bei einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung. Das ist keine primäre Frage der individuellen Klasse einzelner Spieler, sondern der taktischen Disziplin. Da erkenne ich in dieser Saison (außer gegen Frankfurt) deutliche Verbesserungen. Das macht Hoffnung.


Es lag aber nicht nur am mangelhaftem Umschalten von Offensive auf Defensive. Owo und Petri waren oft verletzt, bei Womé lag es in der Tat an der individuellen Klasse, Boenisch ist noch der Lernphase, Fritz hat über Monate ein Formtief und hinzu kam die oft phlegmatische Einstellung gegen die sog. kleinen Gegner, die vermeidbare Gegentore begünstigten. Wir können froh sein, daß wir mit Merte und Naldo das beste IV-Duo der Liga haben, ansonsten hätte Werder sich noch mehr Buden eingefangen.

Trotz der beiden Zu-Null-Spiele gegen Mönchengladbach und in Aktobe gibt die Defensive noch keinen Anlaß zur Euphorie, denn es gab ja nicht nur gegen Frankfurt drei Gegentore, sondern auch gegen Aktobe und die beiden Treffer von Hertha „Berliner Sturm Chaos“ fielen unter die Kategorie vermeidbar. Die Hoffnung auf Besserung besteht natürlich, aber damit diese auch in die Tat umgesetzt werden kann, reicht es nicht, darüber philosophieren, was die Mannschaft leisten könnte, sondern sie muß diese Leistung auch tatsächlich bringen und dazu ist es unbedingt erforderlich, daß die gesamte Mannschaft ihr Defensivverhalten ändert, Fritz endlich zur alten Form zurückfindet sowie ein „6er“ in den Kader kommt, der seit dem Karriereende von Frank Baumannn fehlt.
 
Konkurrenzfähig sollten wir zu den Mitbewerbern u die Plätze 1-5 sein. Dabei beschränkt sich die Problematik nicht lediglich auf die IV.

Die Sorge ist vielmehr, dass bei Ausfall von Fritz und/oder Bö die Vertreter Prödl und Pas auf den AV- Positionen sind.

Dieses Szenario finde ich - gelinde ausgedrückt - deprimierend.

Zu Andersen kann ich ehrlich gesagt nicht Stellung nehmen. Wenn er ein überdurchschnittlicher AV ist, stellt sich allerdings die Frage, warum er hier nicht zumindest 2. Wahl ist

Weder sehe ich Prödl überhaupt als ernsthaft AV Alternative noch Pasanen als Alternative für die linke AV Position. Das war auch nicht das Thema. Eher würde ich Tosic oder Andersen als Backup für die Linke AV Position und Bönisch bzw. Pasanen als Backup für die rechte AV Position sehen.

Ich hätte es auch begrüßt, wenn es gelungen wäre, noch einen starken AV - bevorzugt für die linke Seite - zu verpflichten. Es ist aber nicht gelungen, deshalb verfalle ich aber weder in Depressionen noch rufe ich den Untergang des Abendlandes aus oder rede große Erfolge wie den Gewinn des DFB Pokals oder das Erreichen des UEFA Cup Finales klein.

Fussball ist ein Spiel, dass von Mensche gespielt wird und von Unwägbarkeiten lebt (deshalb kann es von keinem noch so gut programmierten Computerspiel abgebildet oder gar ersezt werden), oder wie hätte sonst Wolfsburg Meister werden können. Das gelang nicht, weil sich Wolfsburg zu einer Übermannschaft entwickelt hätte, sondern weil die Konkurrenz in der vergangenen Saison einfach unter ihren erwarteten Möglichkeiten blieb. Siehe Werder. Neue Saison, neues Speil, neues Glück.
 
Es lag aber nicht nur am mangelhaftem Umschalten von Offensive auf Defensive. Owo und Petri waren oft verletzt, bei Womé lag es in der Tat an der individuellen Klasse, Boenisch ist noch der Lernphase, Fritz hat über Monate ein Formtief und hinzu kam die oft phlegmatische Einstellung gegen die sog. kleinen Gegner, die vermeidbare Gegentore begünstigten. Wir können froh sein, daß wir mit Merte und Naldo das beste IV-Duo der Liga haben, ansonsten hätte Werder sich noch mehr Buden eingefangen.

Trotz der beiden Zu-Null-Spiele gegen Mönchengladbach und in Aktobe gibt die Defensive noch keinen Anlaß zur Euphorie, denn es gab ja nicht nur gegen Frankfurt drei Gegentore, sondern auch gegen Aktobe und die beiden Treffer von Hertha „Berliner Sturm Chaos“ fielen unter die Kategorie vermeidbar. Die Hoffnung auf Besserung besteht natürlich, aber damit diese auch in die Tat umgesetzt werden kann, reicht es nicht, darüber philosophieren, was die Mannschaft leisten könnte, sondern sie muß diese Leistung auch tatsächlich bringen und dazu ist es unbedingt erforderlich, daß die gesamte Mannschaft ihr Defensivverhalten ändert, Fritz endlich zur alten Form zurückfindet sowie ein „6er“ in den Kader kommt, der seit dem Karriereende von Frank Baumannn fehlt.


Das ist mir jetzt zu hoch:

1. Weder Owo noch Womé haben in der Saison 08/09 noch bei uns gespielt. Petri war lange verletzt, deshalb musste Fritz trotz Formkrise spielen, weil auch Tosic nicht die Leistung brachte um eine Alternative zu Bönisch zu sein, der wiederum eine Alternative für rechts gewesen wäre. Aber die Mehrzal der Tore die wir bekommen haben resultierten aus zu langsamen Umschalten auf die Defensive bei Ballverslust in der Vorwärtsbewegung. So war es auch beim 0:1 gegen Frankfurt zu Beginn dieser Saison. Daran muss gearbeitet werden und das wird es auch.

2. Baumann hat gerade erst seine Karriere beendet, er fehlt also seit sechs Pflichtspielen, von denen 4 gewonnen wurden und nur eines verloren wurde. Wo ist das Problem? Frings ist ein sehr guter "6er", ob Borowski die Idealbesetzung im DM ist oder nicht doch besser im OM aufgehoben ist, werden wir im Verlaufe der Saison sehen.

3. Fritz spielt imho in den Spielen der bisherigen Saison bereits jetzt wesentlich besser als in der vorigen Saison. Auch hier heißt es abwarten.

4. In einem Punkt sind wir einer Meinung: Das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft muss verbessert werden, mehr hin zur "kontrollierten" Offensive der Rehagel Ära und der Double Saison.
 
sondern auch gegen Aktobe und die beiden Treffer von Hertha „Berliner Sturm Chaos“ fielen unter die Kategorie vermeidbar. Die Hoffnung auf Besserung besteht natürlich, aber damit diese auch in die Tat umgesetzt werden kann, reicht es nicht, darüber philosophieren, was die Mannschaft leisten könnte, sondern sie muß diese Leistung auch tatsächlich bringen und dazu ist es unbedingt erforderlich, daß die gesamte Mannschaft ihr Defensivverhalten ändert, Fritz endlich zur alten Form zurückfindet sowie ein „6er“ in den Kader kommt, der seit dem Karriereende von Frank Baumannn fehlt.
Beim ersten Tor gegen Aktobe gebe ich dir recht. Die anderen beiden waren direkte Freistöße, wobei einer dann im Nachschuss saß. Gegen Berlin hatten wir eine sehr verbesserte Defensivarbeit. Guckt ihr euch eigentlich die Spiele an, wenn ihr dauernd nach Verbesserungen auf den Außenverteidigerpositionen und im defensiven Mittelfeld fordert? Das erste Tor von Berlin geht eindeutig auf die Kappe von Christian Vander. Und das zweite wäre unter normalen Umständen niemals passiert, aber es war ja so oder so egal. Die Mannschaft hat einfach abgeschaltet, da wir in der 91. Minute waren und nur eine Minute Nachspielzeit angezeigt wurde.

Das Spiel gegen Frankfurt war bedenklich, aber auch hier hat bereits Bremer28259 auf die widrigen Umstände hingewiesen. Danach hat sich Werder im Defensivbund stark verbessert gezeigt.
 
Also ich hab das Spiel gg Berlin und auch die Partien davor gesehen und kann nur einen sehr eindeutigen Trend feststellen:
Der Schlendrian der letzten Saison, der schon einer gewissen Arroganz/Überheblichkeit gleichkam, ist fast nicht mehr zu erkennen.
Da rackert jeder nach seinen besten Möglichkeiten ohne angezogene Handbremse! Das macht wirklich Mut für diese Saison. Vor allem wenn man mit Pizarro, Özil und Marin drei wirkliche Fussballkünstler in seinen Reihen hat.

Vllt hängt dieser neu entdeckte Ehrgeiz auch mit Diegos Abgang zusammen. Ob bewusst oder unterbewusst, in der letzten Saison hatte sich oft jeder nur auf ihn verlassen. Das ging in den Pokalwettbewerben gut, weil er da seine Spiele des Lebens abgeliefert hatte, war aber in der BuLi fatal!

Ich freue mich auch ohne weitere Zugänge auf diese Saison. :svw_schal:
 
Bremer28259, Gustav Jacobi, Diggler: :tnx:
Außerdem ist es doch so:
Werder bekommt sein Jahren "vermeidbare Gegentore" bzw. schon seit Jahren gibt das Defensivverhalten Anlass zur Kritik, durchaus teilweise zu recht.

- Was aber oft vernachlässigt wird, ist, dass ein relativ großer Anteil der Gegentore auf das Konto von Werders offensiver Ausrichtung geht. Da sind Gegentore gewissermaßen systemimmanent.
Hinzu kommt, dass Gegentore bei einer offensiven Mannschaft oft aus konterähnlichen Situationen fallen, der Gegner hat viel Raum usw. Da sehen Gegentore m.E. immer vermeidbar aus, allein, weil man sich fragt, warum so viele vorn und so wenig hinten sind.

- Ein ebenso großer Anteil der Tore fällt wegen Unaufmerksamkeiten. Besonders in der letzten Saison war das Problem, dass häufig die Abstimmung fehlte, dass die Mannschaftsteile nicht gut miteinander verknüpft waren, dass die mannschaftliche Geschlossenheit fehlte. Man kann darüber spekulieren, was der Grund dafür war (Motivationsprobleme, Sattheit, irgendwelche Differenzen in der Mannschaft, Abnutzungseffekte usw.)
Es ist ja natürlich auch klar, dass eine Mannschaft tendenziell umso besser spielt, je besser sie besetzt ist. Aber eben nur tendenziell.
Oben genannte Phänomene sind nicht primär die Folge, dass Werder zu schlecht besetzt gewesen wäre (nochmal der Hinweis darauf, dass dies nicht wirklich das Problem gewesen sein kann, wenn man sieht, wie Werder einerseits oft gegen schwache Gegner Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) hat, wie aber auf der anderen Seite starke Gegner mit sehr guten Leistungen besiegt wurden).
Man sollte also den Focus eher auf die Mischung in der Manschaft, auf das Umschalten von Offensive auf Defensive, auf das Defensivverhalten und auf das taktische Verhalten insgesamt richten.
Und das ist keine Sache, die einfach mit Neuzugängen zu lösen wäre.

- Schließlich zeigt die jüngere Geschichte, dass Konzentrationsfehler, suboptimales Defensivverhalten und daraus resiltierene vermeidbare (oder vermeidbar aussehende) Gegentore auch keineswegs ein Hinterungsgrund für Erfolg sein müssen. Auf die Mischung kommt es an.

MFG dkbs
 
Beim ersten Tor gegen Aktobe gebe ich dir recht. Die anderen beiden waren direkte Freistöße, wobei einer dann im Nachschuss saß.

Wobei aber auch der zweite Freistoß durch schlechte Zweikampfführung entstanden ist. Das selbe gilt im übrigen für das 3:2 der Berliner.

Gegen Berlin hatten wir eine sehr verbesserte Defensivarbeit.

So überzeugt bin ich von unserem Spiel gegen Berlin nicht gewesen. Meiner Meinung nach hatten wir auch da große Löcher in der Mitte. Frings war Defensiv zwar ganz ordentlich gewesen, konnte diese aber auch nicht immer stopfen. Hertha ist derzeit auch an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Ich denke, dass eine andere Mannschaft diese Defizite viel stärker aufgezeigt hätte

Guckt ihr euch eigentlich die Spiele an, wenn ihr dauernd nach Verbesserungen auf den Außenverteidigerpositionen und im defensiven Mittelfeld fordert?

Meine Skepsis bzgl eines DM mit Boro und Frings hat sich meiner Meinung nach durch die Spiele bestätigt.

Das erste Tor von Berlin geht eindeutig auf die Kappe von Christian Vander.

Gebe ich dir recht. Aber eben nur zum Teil. Kacar darf da nicht einfach so durch unseren 16er marschieren. Das war mal wieder eine Verkettung von individuellen Fehlern

Und das zweite wäre unter normalen Umständen niemals passiert, aber es war ja so oder so egal. Die Mannschaft hat einfach abgeschaltet, da wir in der 91. Minute waren und nur eine Minute Nachspielzeit angezeigt wurde.

Da waren wir einfach zu nachlässig. Gegen Dortmund hat uns das letztes Jahr allerdings 2 Punkte gekostet

Das Spiel gegen Frankfurt war bedenklich, aber auch hier hat bereits Bremer28259 auf die widrigen Umstände hingewiesen. Danach hat sich Werder im Defensivbund stark verbessert gezeigt.

Stark verbessert halte ich einfach noch für übertrieben. Gladbach und Hertha waren Fallobst. Gegen Minga wars allerdings sehr stark. Was mich aber positiv stimmt: Im letzten Jahr hat uns der vermeintliche Fallobst verdammt viele Punkte gekostet. Das scheint jetzt besser zu laufen. Ich hoffe einfach, dass Frankfurt der Weckruf zur rechten Zeit war.
 
- Was aber oft vernachlässigt wird, ist, dass ein relativ großer Anteil der Gegentore auf das Konto von Werders offensiver Ausrichtung geht. Da sind Gegentore gewissermaßen systemimmanent.
Hinzu kommt, dass Gegentore bei einer offensiven Mannschaft oft aus konterähnlichen Situationen fallen, der Gegner hat viel Raum usw. Da sehen Gegentore m.E. immer vermeidbar aus, allein, weil man sich fragt, warum so viele vorn und so wenig hinten sind.

Werder hatte in der letzten Saison 64:50 Tore
In der Meistersaison hatte Werder 79:38 Tore (9 Tore kassierte Werder in den letzten beiden Spielen, nachdem Die Meisterschaft sicher war!!!!

Fällt Dir da was auf?

Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass Werder 2003/2004 weniger offensiv gespielt hat! Könnte es evtl. doch an der Zusammenstellung der Manschaft liegen!
Zur Verdäutlichung: Ich finde, Werder ist im Großen und Ganzen gut / Sehr gut aufgestellt!
Nur auf den AV Positionen sehe ich das anders:
a) nicht genügend Potenzial
b) (fast) kein Konkurerenzkampf

Eine Manschaft kann nur sicher in der Offensive spielen, wenn die Abwehr wie eine Wand steht! (Mit Wiese, Naldo und Mertesacker haben wir schon ein sehr gutes Fundament)

Auch wenn die gesamte Manschaft auch defensiv mitarbeiten muß, so währe es doch leichter, wenn die Löcher hinten Links und Rechts kleiner währen!
 
Zum Berlinspiel

Und das zweite wäre unter normalen Umständen niemals passiert, aber es war ja so oder so egal.

Schau dir mal an wie Ebert auf das Tor zuspaziert. Irgendein Bremer trabt noch 1,2 Schritte nach und lässt ihn dann laufen. Ebert hat alle Zeit der Welt, die gesamte Hintermannschaft macht es ihm da sehr einfach - wenn er dagegen unter Druck gesetzt wird, ist es gleich 10x so schwer so zu schießen - nur so nebenbei...

Die Mannschaft hat einfach abgeschaltet, da wir in der 91. Minute waren und nur eine Minute Nachspielzeit angezeigt wurde.

Selbst Borowski hat nach dem Spiel gesagt: Das ist eben Bremer Art, also passt das schon... Da stellt's einem doch die Haare auf. Das passt überhaupt nicht! Bremen hat mit solchen Fehlern schon zu oft Spiele aus der Hand gegeben. Gegen Berlin war's egal, aber wer weiß wie lange es dauern wird, bis es wieder einmal nicht egal ist.
 
Werder hatte in der letzten Saison 64:50 Tore
In der Meistersaison hatte Werder 79:38 Tore (9 Tore kassierte Werder in den letzten beiden Spielen, nachdem Die Meisterschaft sicher war!!!!

Fällt Dir da was auf?!

Naja, ich habe ja nicht behauptet, dass Werder immer gleich viele Tore reingekriegt hat (oder dass ich eine statistisch-mathematisch wissenschaftliche Untersuchung gemacht hätte)
Aber Werder stand 2004 auch auf Platz 1, 2009 auf 'Platz 10. Von daher finde ich den Unterschied von 12 Toren nicht sooo sensationell groß. Außerdem hatte Werder 2004 auch 15 Tore mehr geschossen. Ich würde allso vermuten, dass sich in der Zahl der Tore und der Gegentore mehr oder weniger das erfolgreiche und das weniger erfolgreiche Abschneiden widerspiegeln.
2008 war Werder beispielsweise Vizemeister mit 45 Gegentoren. Und auch sonst ist Werder zumindest nicht durch auffällig wenige Gegentore aufgefallen in den letzten Jahren.


Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass Werder 2003/2004 weniger offensiv gespielt hat! Könnte es evtl. doch an der Zusammenstellung der Manschaft liegen!
Zur Verdäutlichung: Ich finde, Werder ist im Großen und Ganzen gut / Sehr gut aufgestellt!
Nur auf den AV Positionen sehe ich das anders:
a) nicht genügend Potenzial
b) (fast) kein Konkurerenzkampf?!
Das kann man ja auch so sehen. Aber ich möchte trotzdem daran erinnern, dass es auch schon 2003/04 genauso laute Kritik an den Außenverteidigern gab: Stalteri spielerisch schwach und offensiv ohne Wirkung, Magnin defensiv überfordert, von Wehlage ganz zu schweigen. Ansatzweise anders war das bei Davala, dem aber auch regelmäßig seine mangelnde Schnelligkeit und seine offensiven "Schwächen" vorgehalten wurden.
Was auffällt, ist natürlich, dass Werders AV damals defensiver ausgerichtet waren als heute, zumindest 3 von 4 (Davala, Stalteri, Schulz). Das mag eine Rolle bei der Zahl der Gegentore spielen. Aber damals gab es dann eben die gleiche Art von Diskussion über die Tatsache, dass die drei offensiv nichts auf die Reihe bringen.
Seitdem hat Werder auf diesen Positionen munter gewechselt und noch Spieler wie van Damme, Nery, teilweise Pasanen, Owomoyela, Wome, Tosic bis hin zu Boenisch und Fritz ausprobiert. Manche davon hatten defensiv ihre Stärken, manche offensiv. Auf ungeteilte Zustimmung ist niemand gestoßen. Und das, obwohl darunter u.a. ein brasilianischer Nationalspieler und ein Mann mit vielen Jahren Italien-Erfahrung war, einige deutsche Nationalspieler, jedenfalls einige Spieler, die woanders diese Position offenbar zur Zufriedenheit gespielt haben oder inzwischen wieder spielen.
Denn den AV, der international erfahren ist und großes Potential hat und der vor allem offensiv und defensiv gleich gut ist, muss man mit der Lupe suchen und mit hohen Summen bezahlen.
Und diese jüngere Gechichte zeigt mir auch, dass es bei Werders Spielsystem ein systemimmanentes Problem mit den Außenverteidigern gibt, weil ihre Funktion bei Werder (aber auch generell) sehr anspruchsvoll ist, Denn sie werden sowohl gekreuzigt, wenn über ihre Seite ein Tor fällt, als auch wenn sie nicht genügend Tore vorbereiten. Sie müssen also im Prinzip gleichzeitig Angreifer und Verteidiger sein.
Insofern stelle ich die These mit dem mangelnden Potential einfach mal infrage. Ich sehe ja die Mängel bei Boenisch und Fritz auch, aber immerhin war der eine Stammspieler der Nationalmannschaft und der andere ist Stammspieler der U21 Nationalmannschaft, obwohl ihn nicht wenige Fans noch vor kurzem für bundesligauntauglich hielten.

Eine Manschaft kann nur sicher in der Offensive spielen, wenn die Abwehr wie eine Wand steht! (Mit Wiese, Naldo und Mertesacker haben wir schon ein sehr gutes Fundament)
Die Frage ist aber, inwiefern das mit einem begrenzten Budget zu verwirklichen ist.
2003/2004 könnte man sagen, dass es funktioniert hat. Aber meist mit AVs, die überwiegend defensive Aufgaben hatten, sodass sie trotzdem in der kritik standen. Die Offensive hat trotzdem funktioniert, weil ailton die Saison seines Lebens gespielt hat, weil alle 100%ig konzentriert dabei waren, aber auch, weil die Gegner auf Werders offensiven Wirbel noch nicht gut eingestellt waren und es viele Räume gab, die speziell Micoud mit seinen Pässen geöffnet hat. Aber einen Micoud hat Werder genausowenig mehr wie einen Ailton, und vor allem stehen die Gegner inzwischen viel massiver. Selbst mit Micoud und Ailton wäre es inzwischen viel schwerer, durch die Mitte Tore zu erzielen.
Wenn man das kompensieren will, muss man die Außen mehr einbinden. Und wenn das nicht Weltklassespieler für zweistellige Millionenbeträge sind (aber selbst da bin ich mir nicht sicher), bezahlt man halt mit Lücken in der Defensive.

Und da sind wir m.E. beim eigentlichen Punkt. Die Hintermannschaft ist m.E. individuell personell heute eindeutig besser besetzt als 2004. Aber was letzte Saison nicht mehr so stimmte wie seinerzeit, war das gesamte Verhalten der Mannschaft bzw. vor allem das Defensivverhalten. Und das ist weniger eine Frage der individuellen Qualität als der Einstellung, der Motivation und der taktischen Disziplin.

Auch wenn die gesamte Manschaft auch defensiv mitarbeiten muß, so währe es doch leichter, wenn die Löcher hinten Links und Rechts kleiner währen
Vielleicht ein wenig. Aber ich würde fast behaupten, dass die Probleme im Prinzip völlig die Gleichen wären, auch wenn man irgendwelche Wunsch-Weltklasse-Supeduper-Spieler auf die Außenpositionen setzen würde. Weil wenn die sich taktísch falsch verhalten oder eben so, wie es Werders Spielsystem erfordert, dann fallen eben die Gegentore und verhindert wird vielleicht eins, wo ein Weltklassespieler aufgrund seiner Schnelligkeit gerade noch rechtzeitig an den Ball kommt.
Abgesehen davon behaupte ich, dass die Kategorie von Spielern, die vielleicht wirklich aufgrund ihrer individuellen Klasse für eine gewisse Abhilfe bei Werders Defensivschwächen sorgen würden, sowieso unbezahlbar sind.
Von den ganzen Kandidaten, die immer wieder hier diskutiert werden, ist das aber nicht zu erwarten. Da ist vielleicht der eine einen Tick besser oder der andere einen Tick schwächer. Oder der eine passt gar nicht zur Spielweise oder der andere besser. Aber allein der Blick auf die lange Liste der unterschiedlichsten AVs seit 2004 zeigt, mir zumindest, dass das Problem nicht oder nur am Rande damit zu tun hat, dass Werder blind ist für Außenverteidiger und dass es jede Menge von ihnen gibt, die man nur holen müsste und die Defensivprobleme wären gelöst.

MFG dkbs
 
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