Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Ob es gut war eigene Spieler gegen Jugend- und Leihspieler auszutauschen dürfte sich schon bald zeigen. Letzte Saison ist das haarscharf nochmals gut gegangen, ein Ritt auf der Rasierklinge, so erneut vorzugehen, nachdem die letzte Saison ein deftiger Warnschuss war.
Das war ja in der letzten Saison nicht wirklich das Problem. Backhaus war Leistungsträger und Coulibaly war stabil. Es war eher wild, dass zugunsten von Coulibaly ein Friedl als LV ran musste, aber auch das war kein zentrales Problem der vergangenen Saison, sondern nur ein paar Spiele. (Und selbst da war es nicht ausschlaggebend für die miese Leistung).

Bei Keke glaube ich nicht, dass das grundsätzlich der Plan war. Ducksch wollte man nicht für lau abgeben und man wollte einen gestandenen Stürmer und bekam keinen, weswegen dann Boniface kam.
 
Das war ja in der letzten Saison nicht wirklich das Problem. Backhaus war Leistungsträger und Coulibaly war stabil. Es war eher wild, dass zugunsten von Coulibaly ein Friedl als LV ran musste, aber auch das war kein zentrales Problem der vergangenen Saison, sondern nur ein paar Spiele. (Und selbst da war es nicht ausschlaggebend für die miese Leistung).

Bei Keke glaube ich nicht, dass das grundsätzlich der Plan war. Ducksch wollte man nicht für lau abgeben und man wollte einen gestandenen Stürmer und bekam keinen, weswegen dann Boniface kam.

Aber Boniface war doch ein riesiger Fehlgriff, nur Ballast, von dem man uns beinahe die gesamte Saison vorschwärmte, er würde, wenn erst wieder fit, eine Bude nach der anderen machen. Wir sind ohne Sturm angetreten und als man dann sehr spät nachbesserte, war das leider auch ein Fehlgriff. Werder stand kurz vor dem Abgrund und das hätte viel, viel mehr gekostet, als von Beginn an Geld für einen gesunden Stürmer in die Hand zu nehmen.
 
Aber Boniface war doch ein riesiger Fehlgriff, nur Ballast, von dem man uns beinahe die gesamte Saison vorschwärmte, er würde, wenn erst wieder fit, eine Bude nach der anderen machen. Wir sind ohne Sturm angetreten und als man dann sehr spät nachbesserte, war das leider auch ein Fehlgriff. Werder stand kurz vor dem Abgrund und das hätte viel, viel mehr gekostet, als von Beginn an Geld für einen gesunden Stürmer in die Hand zu nehmen.
Das mag ja alles sein, hat aber nichts mit der obigen Strategie zu tun.
 
Nur um das mal festzuhalten -> Filbry bestätigt in dem Artikel exakt das, was wir hier gesagt haben. 15-17 Mio. Defizit jedes Jahr müssen ausgeglichen werden, ob nun sportlich oder durch Transfers. Alles darüber kann für Transfers und EK-Erhöhung genutzt werden.

Da man sportlichen Erfolg nicht erzwingen kann und vor allem nicht einplanen, geht das nur über Verkäufe.
Fürs laufende Geschäftsjahr sind wir safe. Es müssen im nächsten Jahr also keine 40 Mio. eingenommen werden, sondern je nach sportlichem Abschneiden 0-15 Mio.€. Das scheint realistisch.
 
Nur um das mal festzuhalten -> Filbry bestätigt in dem Artikel exakt das, was wir hier gesagt haben. 15-17 Mio. Defizit jedes Jahr müssen ausgeglichen werden, ob nun sportlich oder durch Transfers. Alles darüber kann für Transfers und EK-Erhöhung genutzt werden.

Da man sportlichen Erfolg nicht erzwingen kann und vor allem nicht einplanen, geht das nur über Verkäufe.
Fürs laufende Geschäftsjahr sind wir safe. Es müssen im nächsten Jahr also keine 40 Mio. eingenommen werden, sondern je nach sportlichem Abschneiden 0-15 Mio.€. Das scheint realistisch.

Filbry und der WP Bericht besagen nur das, was ich ich mehrfach geschrieben habe. Rund 20% Transfererlöse, woanders ist nichts zu holen.
 
Was bei uns auch dazukommt,sind die Polizeikosten für Hochrisikospiele die der Verein trägt.

Hansa Rostock war bis vor kurzem auch mit rund 12 Millionen verschuldet.Der Gläubiger verzichtet auf rund 9 Millionen, das Glück muß man haben.
Dann wurde man kreativ, ua gab der Rostocker Rapper Marteria ein Open Air Konzert und stellte die Einnahmen zur Verfügung.

Hallo Jan Delay ,Flo Mega,Versengold,Sarah Connor. :wink:
 
Wurde eigentlich mal was dazu gesagt, warum man nicht das Weserstadion mal zwischendurch für andere Sachen wie Konzerte nutzt? Geht es da nur um den Rasen?

Müsste man vielleicht mal kreativ sein mit Dingen, die den Rasen nicht so sehr belasten.

Und mit dem Geld, was man da im Sommerloch einnehmen würde, könnte man den Rasen zehnmal neu verlegen.
 
Wurde eigentlich mal was dazu gesagt, warum man nicht das Weserstadion mal zwischendurch für andere Sachen wie Konzerte nutzt? Geht es da nur um den Rasen?

Müsste man vielleicht mal kreativ sein mit Dingen, die den Rasen nicht so sehr belasten.

Und mit dem Geld, was man da im Sommerloch einnehmen würde, könnte man den Rasen zehnmal neu verlegen.
Ja, waren schon lange keine Open Airs mehr. Wahrscheinlich sind die Mietkosten zu hoch.
 
Die Vermietung von Fußballstadien für Nicht-Fußball-Events wie Konzerte oder Messen generiert in der Regel keine nennenswerten Deckungsbeiträge zur Kostendeckung und führt oft zu finanziellen Verlusten. Es gibt einen Aufsatz der TU Dortmund die dies belegt, üblicherweise erhält der Stadionbetreiber nur einen Anteil von rund 10 % der Nettomieteinnahmen des Veranstalters. Dieser Betrag deckt meist nicht die hohen Investitions- und Betriebskosten des multifunktionalen Stadions.

Alternativen dieser Art kann man also nicht für die Verringerung von Werders Problemen nutzen.
 
Die Vermietung von Fußballstadien für Nicht-Fußball-Events wie Konzerte oder Messen generiert in der Regel keine nennenswerten Deckungsbeiträge zur Kostendeckung und führt oft zu finanziellen Verlusten. Es gibt einen Aufsatz der TU Dortmund die dies belegt, üblicherweise erhält der Stadionbetreiber nur einen Anteil von rund 10 % der Nettomieteinnahmen des Veranstalters. Dieser Betrag deckt meist nicht die hohen Investitions- und Betriebskosten des multifunktionalen Stadions.

Alternativen dieser Art kann man also nicht für die Verringerung von Werders Problemen nutzen.
Gilt dann natürlich nur für externe Konzerte und co. und nicht für Events, die Werder selbst veranstaltet.
 
Die Vermietung von Fußballstadien für Nicht-Fußball-Events wie Konzerte oder Messen generiert in der Regel keine nennenswerten Deckungsbeiträge zur Kostendeckung und führt oft zu finanziellen Verlusten. Es gibt einen Aufsatz der TU Dortmund die dies belegt, üblicherweise erhält der Stadionbetreiber nur einen Anteil von rund 10 % der Nettomieteinnahmen des Veranstalters. Dieser Betrag deckt meist nicht die hohen Investitions- und Betriebskosten des multifunktionalen Stadions.

Alternativen dieser Art kann man also nicht für die Verringerung von Werders Problemen nutzen.
Das ist so pauschal nicht haltbar. Der TU-Dortmund-Aufsatz belegt keineswegs, dass die Vermietung für Nicht-Fußball-Events „in der Regel“ zu finanziellen Verlusten führt. Er weist vielmehr darauf hin, dass die Wirtschaftlichkeit von der jeweiligen Kosten- und Vertragsstruktur abhängt.

Auch die genannten rund 10 % der Nettomieteinnahmen sind kein allgemeingültiger Beleg für einen Verlust: Entscheidend ist, welche Einnahmen und Kosten dem Stadionbetreiber tatsächlich zugeordnet werden. Zudem generieren Konzerte und andere Veranstaltungen neben der reinen Miete weitere Erlöse, etwa aus Catering, Hospitality, Parken oder sonstigen Dienstleistungen. Und nur als kleine Randnotiz: die Wertschöpfung außerhalb der Stadien für Hotellerie, Gastronomie, Handel etc. sollte auch nicht gänzlich unter den Teppich gekehrt werden.

Aus der Tatsache, dass die Einnahmen aus einer einzelnen Veranstaltung nicht die gesamten Investitionskosten eines Stadions decken, folgt daher keineswegs, dass die Veranstaltung selbst keinen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaftet. Hier werden offenbar Deckungsbeitrag, Gewinn und Amortisation der Gesamtinvestition miteinander vermischt.

Wenn behauptet wird, solche Veranstaltungen führten „oft zu finanziellen Verlusten“, müsste dafür zunächst eine belastbare empirische Grundlage vorgelegt werden – der bloße Verweis auf den TU-Aufsatz reicht dafür nicht aus.
 
Das ist so pauschal nicht haltbar. Der TU-Dortmund-Aufsatz belegt keineswegs, dass die Vermietung für Nicht-Fußball-Events „in der Regel“ zu finanziellen Verlusten führt. Er weist vielmehr darauf hin, dass die Wirtschaftlichkeit von der jeweiligen Kosten- und Vertragsstruktur abhängt.

Auch die genannten rund 10 % der Nettomieteinnahmen sind kein allgemeingültiger Beleg für einen Verlust: Entscheidend ist, welche Einnahmen und Kosten dem Stadionbetreiber tatsächlich zugeordnet werden. Zudem generieren Konzerte und andere Veranstaltungen neben der reinen Miete weitere Erlöse, etwa aus Catering, Hospitality, Parken oder sonstigen Dienstleistungen. Und nur als kleine Randnotiz: die Wertschöpfung außerhalb der Stadien für Hotellerie, Gastronomie, Handel etc. sollte auch nicht gänzlich unter den Teppich gekehrt werden.

Aus der Tatsache, dass die Einnahmen aus einer einzelnen Veranstaltung nicht die gesamten Investitionskosten eines Stadions decken, folgt daher keineswegs, dass die Veranstaltung selbst keinen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaftet. Hier werden offenbar Deckungsbeitrag, Gewinn und Amortisation der Gesamtinvestition miteinander vermischt.

Wenn behauptet wird, solche Veranstaltungen führten „oft zu finanziellen Verlusten“, müsste dafür zunächst eine belastbare empirische Grundlage vorgelegt werden – der bloße Verweis auf den TU-Aufsatz reicht dafür nicht aus.

Schön wäre es, wenn Du den Gegenbeweis mit den entsprechenden Verweisen auf Aufsätzen/Studien anträtest, bisher habe ich von Dir noch nichts konkretes vernommen.

Benenne doch von mindestens einem der typischen Fußballstadien den Reingewinn den der Eigentümer dieses Stadions p.a. nachweislich erzielt hat. Oder benenne einfach eine passende Studie die etwas anderes belegt als das von mir Beschriebene.

Die Frage lautet weiterhin, ob die Vergabe von Events - in diesem Fall durch die BWS - einen signifikanten Beitrag für die Verbesserung der Einnahmesituation des Vereins sorgte. Es ist selbstverständlich, dass wir über den Reingewinn dieser Vermietung sprechen. Diese Events können gerne aus vielen kleineren Seminaren, bis hin zu Großveranstaltungen bestehen, nur muss am Ende eine nachvollziehbare Darlegung stehen, dass sich diese Events lohnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Benenne doch von mindestens einem der typischen Fußballstadien den Reingewinn den der Eigentümer dieses Stadions p.a. nachweislich erzielt hat. Oder benenne einfach eine passende Studie die etwas anderes belegt als das von mir Beschriebene.

Schalke generiert pro Konzert einen Gewinn zwischen 500.000 und 1.000.000 Euro. Hauptsächlich über das Catering.
2024 waren es im Jahr etwas über 10 Millionen.

Allerdings wird nach Bremen wohl kaum Rammstein, AC/DC, PUR oder Taylor Swift kommen. Weiteres Problem: Die Nachbarschaft. Auf Schalke schiebt man das Dach zu und hat damit einen Großteil des Lärmpegels gut im Griff. In Bremen nicht möglich.

Und Jan Delay wird wohl kaum ein Stadion voll bekommen.

Die Miete der Schalke Arena für externe Veranstaltungen beträgt übrigens 200.000 Euro. Also quasi nichts.

Es ist im echten Leben wie im Fussball: Die guten Zeiten sind lange vorbei in Bremen.
 
Schalke generiert pro Konzert einen Gewinn zwischen 500.000 und 1.000.000 Euro. Hauptsächlich über das Catering.
2024 waren es im Jahr etwas über 10 Millionen.

Allerdings wird nach Bremen wohl kaum Rammstein, AC/DC, PUR oder Taylor Swift kommen. Weiteres Problem: Die Nachbarschaft. Auf Schalke schiebt man das Dach zu und hat damit einen Großteil des Lärmpegels gut im Griff. In Bremen nicht möglich.

Und Jan Delay wird wohl kaum ein Stadion voll bekommen.

Die Miete der Schalke Arena für externe Veranstaltungen beträgt übrigens 200.000 Euro. Also quasi nichts.

Es ist im echten Leben wie im Fussball: Die guten Zeiten sind lange vorbei in Bremen.
Jo, ich hab so viele geile Open Airs im Weserstadion gesehen..
Guns and Roses,Bryan Adams, Bon Jovi, Depeche Mode...
Das waren noch Zeiten..
Heute kommt noch nicht mal Helene Fischer..
 
Frankfurt schafft es auch sein Stadion für, teilweise mehrtägige, Großveranstaltungen (Metallica, Onkelz, etc.) zu vermieten. Des Weiteren fanden dort auch schon Livestreams von Europapokalabenden oder Konzerten statt, deren Veranstaltungsort entweder für eine Vielzahl der Fans nur unter dem Einsatz von hohen Kosten besuchbar gewesen wäre oder weil die Nachfrage nach Tickets für Spiele/Konzerte deutlich über dem lag, was an Eintrittskarten zur Verfügung stand. Da wurde das jeweilige Event über den dortigen "Videowürfel" gestreamt und die Besucher saßen oder standen auf den Stadionrängen.
Ich glaube, dass auch die örtliche Lage von Bremen in Deutschland ein Nachteil sein kann, dass im Weserstadion, außer Fussball, keine nennenswerten Evente mehr stattfinden. Frankfurt, Dortmund, Gelsenkirchen liegen bspw. zentraler, so dass anreisende Besucher deutlich kürzere Anfahrtswege haben, als wenn jemand, bspw. vom Bodensee nach Bremen zum Konzert fahren würde. Zudem ist das Einzugsgebiet/die Bevölkerungsdichte in NRW oder Hessen größer/höher.
 
Frankfurt schafft es auch sein Stadion für, teilweise mehrtägige, Großveranstaltungen (Metallica, Onkelz, etc.) zu vermieten. Des Weiteren fanden dort auch schon Livestreams von Europapokalabenden oder Konzerten statt, deren Veranstaltungsort entweder für eine Vielzahl der Fans nur unter dem Einsatz von hohen Kosten besuchbar gewesen wäre oder weil die Nachfrage nach Tickets für Spiele/Konzerte deutlich über dem lag, was an Eintrittskarten zur Verfügung stand. Da wurde das jeweilige Event über den dortigen "Videowürfel" gestreamt und die Besucher saßen oder standen auf den Stadionrängen.
Ich glaube, dass auch die örtliche Lage von Bremen in Deutschland ein Nachteil sein kann, dass im Weserstadion, außer Fussball, keine nennenswerten Evente mehr stattfinden. Frankfurt, Dortmund, Gelsenkirchen liegen bspw. zentraler, so dass anreisende Besucher deutlich kürzere Anfahrtswege haben, als wenn jemand, bspw. vom Bodensee nach Bremen zum Konzert fahren würde. Zudem ist das Einzugsgebiet/die Bevölkerungsdichte in NRW oder Hessen größer/höher.
Es finden ja auch weiterhin Open Airs statt,nur an anderen Stellen. Galopprennbahn zB. Aber hier in der Region sind die Städte wie Oldenburg,Bremen außen vor.Stattdessen findet viel auf dem Land statt. Aurich,Papenburg,Wittmund usw.Wahrscheinlich sind die Mieten da günstiger.
 
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