Gesamtsituation der Mannschaft

Natürlich will ein Trainer immer die beste Elf auf den Platz schicken. Das ist sein Auftrag, daran wird er gemessen – Woche für Woche, Spiel für Spiel. Doch für Vereine wie Werder Bremen, die keinen Global Player oder Scheich im Hintergrund wissen, greift dieser Anspruch allein zu kurz. Wer strukturell auf Transfererlöse angewiesen ist, kann es sich schlicht nicht leisten, die Nachwuchsförderung dem kurzfristigen Tabellenplatz zu opfern.

Genau hier liegt das Dilemma, in dem Werder derzeit steckt. Zwei sportlich ordentliche Spielzeiten, Europa schien greifbar – und dennoch ist die finanzielle Basis so fragil, dass das erreichte Niveau perspektivisch kaum zu halten, geschweige denn ausgebaut werden kann. Unter diesen Vorzeichen überrascht es kaum, dass der Club in dieser Saison wieder im Abstiegskampf steckt. Wer ausschließlich auf das Hier und Jetzt setzt, riskiert die Substanz von morgen. q.e.d.

Sportlicher Erfolg vor Ausbildung darf deshalb keine Maxime sein. Beides muss Hand in Hand gehen. Denn nachhaltiger Erfolg entsteht nicht nur durch kluge Verpflichtungen, sondern vor allem durch die Weiterentwicklungen von Nachwuchsspielern. Das viel zitierte Beispiel des SC Freiburg zeigt seit rund einem Jahrzehnt eindrucksvoll, dass Kontinuität, Geduld und eine klare Ausbildungsphilosophie keine Gegensätze zum sportlichen Abschneiden sind – im Gegenteil: Sie bedingen einander. Freiburg steht für Stabilität in der Bundesliga, für kluge Kaderplanung und für Transferüberschüsse, die gezielt reinvestiert werden. Tugenden, die einst auch Werder in den erfolgreichen Jahren auszeichneten.

Das ist kein romantischer Idealismus, sondern betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Wer Talente entwickelt, schafft Vermögenswerte. Wer Transfererlöse erzielt, gewinnt Handlungsspielraum. Und wer diesen strategisch nutzt, erhöht die sportliche Wettbewerbsfähigkeit. Für Klubs mit begrenzten Mitteln führt kein Weg am entschlossenen Sowohl-als-auch vorbei. Nicht das Entweder-oder zwischen Erfolg und Ausbildung sichert die Zukunft – sondern ihre kluge Verbindung.

In übrigen steckt beim SC Freiburg der halbe Kader von Werders ex Spielern. Alles Spieler die von manchen User als angeblich nicht Bundesliga tauglich verkannt.

Soweit dazu.
 
In übrigen steckt beim SC Freiburg der halbe Kader von Werders ex Spielern. Alles Spieler die von manchen User als angeblich nicht Bundesliga tauglich verkannt.

Soweit dazu.
Der halbe Kader?! Nicht ganz oder?
Eggestein, Osterhage, Beste, Philipp (Kurzauftritt).
Noch jemanden vergessen?
Eggestein ist da Stammspieler und den hätte man auch gerne gehalten, ordentlicher Bundesligaspieler, Osterhage und Beste waren vor hundert Jahren hier und da hat man wohl das Talent übersehen, passiert.
 
Natürlich will ein Trainer immer die beste Elf auf den Platz schicken. Das ist sein Auftrag, daran wird er gemessen – Woche für Woche, Spiel für Spiel. Doch für Vereine wie Werder Bremen, die keinen Global Player oder Scheich im Hintergrund wissen, greift dieser Anspruch allein zu kurz. Wer strukturell auf Transfererlöse angewiesen ist, kann es sich schlicht nicht leisten, die Nachwuchsförderung dem kurzfristigen Tabellenplatz zu opfern.

Genau hier liegt das Dilemma, in dem Werder derzeit steckt. Zwei sportlich ordentliche Spielzeiten, Europa schien greifbar – und dennoch ist die finanzielle Basis so fragil, dass das erreichte Niveau perspektivisch kaum zu halten, geschweige denn ausgebaut werden kann. Unter diesen Vorzeichen überrascht es kaum, dass der Club in dieser Saison wieder im Abstiegskampf steckt. Wer ausschließlich auf das Hier und Jetzt setzt, riskiert die Substanz von morgen. q.e.d.

Sportlicher Erfolg vor Ausbildung darf deshalb keine Maxime sein. Beides muss Hand in Hand gehen. Denn nachhaltiger Erfolg entsteht nicht nur durch kluge Verpflichtungen, sondern vor allem durch die Weiterentwicklungen von Nachwuchsspielern. Das viel zitierte Beispiel des SC Freiburg zeigt seit rund einem Jahrzehnt eindrucksvoll, dass Kontinuität, Geduld und eine klare Ausbildungsphilosophie keine Gegensätze zum sportlichen Abschneiden sind – im Gegenteil: Sie bedingen einander. Freiburg steht für Stabilität in der Bundesliga, für kluge Kaderplanung und für Transferüberschüsse, die gezielt reinvestiert werden. Tugenden, die einst auch Werder in den erfolgreichen Jahren auszeichneten.

Das ist kein romantischer Idealismus, sondern betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Wer Talente entwickelt, schafft Vermögenswerte. Wer Transfererlöse erzielt, gewinnt Handlungsspielraum. Und wer diesen strategisch nutzt, erhöht die sportliche Wettbewerbsfähigkeit. Für Klubs mit begrenzten Mitteln führt kein Weg am entschlossenen Sowohl-als-auch vorbei. Nicht das Entweder-oder zwischen Erfolg und Ausbildung sichert die Zukunft – sondern ihre kluge Verbindung.
Diesbezüglich stimme ich dir ja auch voll und ganz zu.

Aber...

Zu deinem Beispiel Freiburg: Man muss hier auch anerkennen, dass dieser Verein Mehrwerte generiert, da dort fähige Scouts junge Spieler entdecken, die tatsächlich Talent aufweisen und sehr oft die Fähigkeiten besitzen, letztendlich auch Bundesligaspieler zu werden.

Bei uns habe ich hingegen immer den Eindruck, dass die Jungen erstmal für die U23 verpflichtet werden und dann gehofft und gebetet wird, dass diese sich so gravierend positiv entwickeln, dass sie zu Bundesligaspielern reifen. Und dann wird total überrascht festgestellt, dass diese 3 Ligen höher auf einmal gar nicht mehr so talentiert sind.

Wir benötigen einfach sehr gute Scouts. Denn selbst gute Trainer können aus durchschnittlichen Kickern einfach keine Bundesliga-Stammspieler zaubern.
 
Sportlicher Erfolg vor Ausbildung darf deshalb keine Maxime sein.
Sportlicher & wirtschaftlicher Erfolg durch Ausbildung. Das wäre eine mögliche Handlungsleitlinie.
Dann müsste auch die U23 etwas professioneller durchstrukturiert werden, von dem Rahmenbedingungen her ebenso wie vom verantwortlichen Personal. Sonst wird das nichts.

Die Einführung einer eigenen U21-Liga (wohl neben dem regulären Spielbetrieb) erscheint mir als ein Schritt in die richtige Richtung:
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu deinem Beispiel Freiburg: Man muss hier auch anerkennen, dass dieser Verein Mehrwerte generiert, da dort fähige Scouts junge Spieler entdecken, die tatsächlich Talent aufweisen und sehr oft die Fähigkeiten besitzen, letztendlich auch Bundesligaspieler zu werden.
Das ist korrekt, Der feine „Riecher“ der Scouts des SC Freiburg gilt ligaweit als exzellent. Dennoch doch sie sind auch ""nur" ein Zahnrad in einem präzise abgestimmten, langfristig angelegten System.

Dort folgt man seit Jahren einem klaren Prinzip: Gesucht werden Spieler, die sich noch unter dem Radar der finanzstarken Topklubs bewegen. Dank kurzer Entscheidungswege und klar definierter Zuständigkeiten gelingt es dem SCF regelmäßig, vielversprechende Akteure frühzeitig und vergleichsweise günstig zu verpflichten. Im nächsten Schritt steht deren gezielte sportliche Entwicklung im Mittelpunkt – mit dem Ziel, sie bei entsprechender Leistungssteigerung gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Die daraus erzielten Transferüberschüsse fließen konsequent zurück in den Kader. So wahrt der Verein nicht nur seine wirtschaftliche Stabilität, sondern schafft sich zugleich sportliche Handlungsspielräume. Dieses Modell ermöglicht es den Breisgauern sogar, punktuell Spieler höherer Qualität zu verpflichten – jedoch mit Augenmaß und ohne unkalkulierbares Risiko. Anders als bei Werder, wo mit Keita und Boniface zwei Spieler mit großen Namen, aber auch mit Verletztenakten im Umfang von jeweils einer Gesamtausgabe der Encyclopædia Britannica verpflichtet wurden.

In Freiburg hingegen setzt man bewusst auf sorgfältige Prüfung und nachhaltige Kaderplanung – ein Ansatz, der wirtschaftliche Vernunft und sportlichen Ehrgeiz miteinander verbindet: strategisch, nachhaltig – und mit klarer Identität. In allen Instanzen, beginnend mit dem vor dir wähnten Scouting.
 
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Dort folgt man seit Jahren einem klaren Prinzip: Gesucht werden Spieler, die sich noch unter dem Radar der finanzstarken Topklubs bewegen. Dank kurzer Entscheidungswege und klar definierter Zuständigkeiten gelingt es dem SCF regelmäßig, vielversprechende Akteure frühzeitig und vergleichsweise günstig zu verpflichten. Im nächsten Schritt steht deren gezielte sportliche Entwicklung im Mittelpunkt – mit dem Ziel, sie bei entsprechender Leistungssteigerung gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Die daraus erzielten Transferüberschüsse fließen konsequent zurück in den Kader. So wahrt der Verein nicht nur seine wirtschaftliche Stabilität, sondern schafft sich zugleich sportliche Handlungsspielräume. Dieses Modell ermöglicht es den Breisgauern sogar, punktuell Spieler höherer Qualität zu verpflichten – jedoch mit Augenmaß und ohne unkalkulierbares Risiko. Anders als bei Werder, wo mit Keita und Boniface zwei Spieler mit großen Namen, aber auch mit Verletztenakten im Umfang von jeweils einer Gesamtausgabe der Encyclopædia Britannica verpflichtet wurden.

In Freiburg hingegen setzt man bewusst auf sorgfältige Prüfung und nachhaltige Kaderplanung – ein Ansatz, der wirtschaftliche Vernunft und sportlichen Ehrgeiz miteinander verbindet: strategisch, nachhaltig – und mit klarer Identität. In allen Instanzen, beginnend mit dem vor dir wähnten Scouting.
In Bremen wird das erst gut funktionieren können, wenn die GmbH&Co. KGaA sich finanziell ausreichend saniert hat, also nicht mehr bloß einen oder zwei Schritte von der Insolvenz entfernt ist und das handelnde Personal auf allen Ebenen wirklich professionell arbeitet.
Mit einem Praktikanten-Trainee (War das Studium ein Fernstudium mit etwas Präsenz? Kann so etwas eine gute Vernetzung in der Szene, die offenbar auch dem GF Finanzen nicht so richtig gelingt, ersetzen?) wird Werder das m.E. nicht bewältigen.
 
Sportlicher & wirtschaftlicher Erfolg durch Ausbildung. Das wäre eine mögliche Handlungsleitlinie.
Dann müsste auch die U23 etwas professioneller durchstrukturiert werden, von dem Rahmenbedingungen her ebenso wie vom verantwortlichen Personal. Sonst wird das nichts.

Die Einführung einer eigenen U21-Liga (wohl neben dem regulären Spielbetrieb) erscheint mir als ein Schritt in die richtige Richtung:
Für die Nachwuchsförderung des gesamten deutschen Profifußballs könnte die U21-Liga durchaus ein Schritt in die richtige Richtung werden. Würde aber mMn gerade in Hinblick auf internationale Wettbewerbe nur dann zum gewünschten Ziel führen, wenn in der Ausbildung der jüngeren Altersstufen (U16 und jünger) mehr Wert auf spielerische Aspekte wie Ballkontrolle, Passgenauigkeit, schnelles und richtiges Antizipieren,
Augen für die Mitspieler zu haben etc. gelegt wird. Hier hinkt Deutschland Nationen wie Spanien, England, Frankreich und Niederlande noch ziemlich weit hinterher, auch wenn der Rückstand zuletzt kürzer geworden ist.
 
Das ist korrekt, Der feine „Riecher“ der Scouts des SC Freiburg gilt ligaweit als exzellent. Dennoch doch sie sind auch ""nur" ein Zahnrad in einem präzise abgestimmten, langfristig angelegten System.

Dort folgt man seit Jahren einem klaren Prinzip: Gesucht werden Spieler, die sich noch unter dem Radar der finanzstarken Topklubs bewegen. Dank kurzer Entscheidungswege und klar definierter Zuständigkeiten gelingt es dem SCF regelmäßig, vielversprechende Akteure frühzeitig und vergleichsweise günstig zu verpflichten. Im nächsten Schritt steht deren gezielte sportliche Entwicklung im Mittelpunkt – mit dem Ziel, sie bei entsprechender Leistungssteigerung gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Die daraus erzielten Transferüberschüsse fließen konsequent zurück in den Kader. So wahrt der Verein nicht nur seine wirtschaftliche Stabilität, sondern schafft sich zugleich sportliche Handlungsspielräume. Dieses Modell ermöglicht es den Breisgauern sogar, punktuell Spieler höherer Qualität zu verpflichten – jedoch mit Augenmaß und ohne unkalkulierbares Risiko. Anders als bei Werder, wo mit Keita und Boniface zwei Spieler mit großen Namen, aber auch mit Verletztenakten im Umfang von jeweils einer Gesamtausgabe der Encyclopædia Britannica verpflichtet wurden.

In Freiburg hingegen setzt man bewusst auf sorgfältige Prüfung und nachhaltige Kaderplanung – ein Ansatz, der wirtschaftliche Vernunft und sportlichen Ehrgeiz miteinander verbindet: strategisch, nachhaltig – und mit klarer Identität. In allen Instanzen, beginnend mit dem vor dir wähnten Scouting.
Alles korrekt.

Ich wollte nur äußern, dass Kadermehrwerte durch Talente nur erzielt werden können, wenn unsere Scouts vorab sehr gute Arbeit geleistet haben und nicht dadurch, dass ein Trainer einfach junge Durchschnittskicker versucht im Team zu integrieren und regelmäßig spielen lässt. Dies kostet lediglich Punkte, verschlechtert die Platzierung und reduziert somit die Einnahmen durch die DFL.
 
In Bremen wird das erst gut funktionieren können, wenn die GmbH&Co. KGaA sich finanziell ausreichend saniert hat, also nicht mehr bloß einen oder zwei Schritte von der Insolvenz entfernt ist und das handelnde Personal auf allen Ebenen wirklich professionell arbeitet.
Mit einem Praktikanten-Trainee (War das Studium ein Fernstudium mit etwas Präsenz? Kann so etwas eine gute Vernetzung in der Szene, die offenbar auch dem GF Finanzen nicht so richtig gelingt, ersetzen?) wird Werder das m.E. nicht bewältigen.
Zynisch formuliert: darauf werden wir wohl lange, wenn nicht sogar vergeblich warten...
 
Alles korrekt.

Ich wollte nur äußern, dass Kadermehrwerte durch Talente nur erzielt werden können, wenn unsere Scouts vorab sehr gute Arbeit geleistet haben und nicht dadurch, dass ein Trainer einfach junge Durchschnittskicker versucht im Team zu integrieren und regelmäßig spielen lässt. Dies kostet lediglich Punkte, verschlechtert die Platzierung und reduziert somit die Einnahmen durch die DFL.
Kommt letztlich auf die Sichtweise an bzw. wie gut bzw. wie schlecht gearbeitet wird. Unter kurzfristigen Gesichtspunkten ist dein Einwand berechtigt: Ein forcierter Einsatz von Talenten kann Punkte kosten – und damit am Saisonende auch einen schlechteren Tabellenplatz sowie geringere TV-Prämien nach sich ziehen.

Jedoch sind Profifußballklubs Wirtschaftsunternehmen und müssen wie Unternehmen in anderen Branchen auch strategisch denken und langfristig handeln. Gelingt es einem Verein, durch gezielte Talentförderung und kluge Transfers nachhaltig Kadermehrwerte zu schaffen, können anfängliche Einbußen bei den TV-Erlösen mehr als kompensiert werden. So erzielte der SC Freiburg mit sechs Neuverpflichtungen in den Jahren 2017 bis 2020 Transferüberschüsse von rund 60 Millionen € (hier nachzulesen). Um eine vergleichbare Summe allein über höhere Platzierungsprämien zu erwirtschaften, müssten Bundesligisten wie Werder, die bestenfalls gelegentlich im oberen Mittelfeld rangieren, über mehrere Jahre hinweg konstant im oberen Tabellendrittel abschließen – ein sportlich wie wirtschaftlich sehr ambitioniertes Unterfangen. Denn

iu


Selbstverständlich ist das kein Selbstläufer. Wie in anderen Branchen gilt: Wer investieren will, muss zunächst in Vorleistung gehen – und trägt unternehmerisches Risiko. Doch die Chancen erscheinen größer, als alles auf die Karte kurzfristiger Platzierungsprämien zu setzen und dabei die systematische Entwicklung von Kaderwerten zu vernachlässigen. Andernfalls droht eine Situation, wie sie sich aktuell bei Werder vorzufinden ist: Trotz höherer Platzierungsprämien für die Ränge 9 und 8 in den vergangenen beiden Spielzeiten fehlten im Sommer 2025 sowohl die finanziellen Spielräume als auch ausreichend entwickelte Talente im Profikader, um den Abgang von Leistungsträgern zumindest in Teilen adäquat aufzufangen. Die Folge ist ein erneuter Kampf um den Klassenerhalt – mit der realistischen Aussicht, dass selbst im Erfolgsfall die TV-Erlöse geringer ausfallen werden als jeweils in den beiden Jahren zuvor.

Und das in einer Phase, in der am 31. Juli 2026 die Rückzahlung der 2021 emittierten Anleihe über 18,2 Millionen Euro € – ein zusätzlicher finanzieller Kraftakt, der sich durch die 2025 emittierte Anleihe i.H. von 6,8 € Mio.€ nur in Teilen gedeckt werden kann - der strategische Weitsicht der Führungsgremien am Osterdeich nicht nur wünschenswert, sondern zwingend erforderlich macht.
 
Kommt letztlich auf die Sichtweise an bzw. wie gut bzw. wie schlecht gearbeitet wird. Unter kurzfristigen Gesichtspunkten ist dein Einwand berechtigt: Ein forcierter Einsatz von Talenten kann Punkte kosten – und damit am Saisonende auch einen schlechteren Tabellenplatz sowie geringere TV-Prämien nach sich ziehen.

Jedoch sind Profifußballklubs Wirtschaftsunternehmen und müssen wie Unternehmen in anderen Branchen auch strategisch denken und langfristig handeln. Gelingt es einem Verein, durch gezielte Talentförderung und kluge Transfers nachhaltig Kadermehrwerte zu schaffen, können anfängliche Einbußen bei den TV-Erlösen mehr als kompensiert werden. So erzielte der SC Freiburg mit sechs Neuverpflichtungen in den Jahren 2017 bis 2020 Transferüberschüsse von rund 60 Millionen € (hier nachzulesen). Um eine vergleichbare Summe allein über höhere Platzierungsprämien zu erwirtschaften, müssten Bundesligisten wie Werder, die bestenfalls gelegentlich im oberen Mittelfeld rangieren, über mehrere Jahre hinweg konstant im oberen Tabellendrittel abschließen – ein sportlich wie wirtschaftlich sehr ambitioniertes Unterfangen. Denn

iu


Selbstverständlich ist das kein Selbstläufer. Wie in anderen Branchen gilt: Wer investieren will, muss zunächst in Vorleistung gehen – und trägt unternehmerisches Risiko. Doch die Chancen erscheinen größer, als alles auf die Karte kurzfristiger Platzierungsprämien zu setzen und dabei die systematische Entwicklung von Kaderwerten zu vernachlässigen. Andernfalls droht eine Situation, wie sie sich aktuell bei Werder vorzufinden ist: Trotz höherer Platzierungsprämien für die Ränge 9 und 8 in den vergangenen beiden Spielzeiten fehlten im Sommer 2025 sowohl die finanziellen Spielräume als auch ausreichend entwickelte Talente im Profikader, um den Abgang von Leistungsträgern zumindest in Teilen adäquat aufzufangen. Die Folge ist ein erneuter Kampf um den Klassenerhalt – mit der realistischen Aussicht, dass selbst im Erfolgsfall die TV-Erlöse geringer ausfallen werden als jeweils in den beiden Jahren zuvor.

Und das in einer Phase, in der am 31. Juli 2026 die Rückzahlung der 2021 emittierten Anleihe über 18,2 Millionen Euro € – ein zusätzlicher finanzieller Kraftakt, der sich durch die 2025 emittierte Anleihe i.H. von 6,8 € Mio.€ nur in Teilen gedeckt werden kann - der strategische Weitsicht der Führungsgremien am Osterdeich nicht nur wünschenswert, sondern zwingend erforderlich macht.

Die Weitsicht hat die Führungsetage schon.

Nur sind eventuelle Rückschläge eben nicht einkalkuliert. Man hat auf das falsche Pferd (Trainer) gesetzt ansonsten würden wir diese Saison nicht um dem Abstieg spielen und wären bei der Jugendförderung auch erfolgreicher. Stattdessen muss die Jugendförderung wieder zurückstehen, weil man leider ein Topp nicht zutraut die nötigen Tore zu schießen. ( er selbst versaut sich es, weil er sich das erzwingen möchte.)
 
Jedoch sind Profifußballklubs Wirtschaftsunternehmen und müssen wie Unternehmen in anderen Branchen auch strategisch denken und langfristig handeln.
Und genau dies erfolgt seit mindestens 15 Jahren im Talentebereich sehr erfolglos.

Eine Ausnahme hätte Woltemade sein können. Was aus Backhaus und Coulibaly wird, bleibt noch abzuwarten.

Vielleicht sollte man für den Bereich Scouting mal etwas mehr Geld in die Hand nehmen und gutes, erfolgreiches Personal von anderen Clubs abwerben und dieses mit einem zukunftsorientierten Plan anlocken.
 
Die Weitsicht hat die Führungsetage schon.

Nur sind eventuelle Rückschläge eben nicht einkalkuliert. Man hat auf das falsche Pferd (Trainer) gesetzt ansonsten würden wir diese Saison nicht um dem Abstieg spielen und wären bei der Jugendförderung auch erfolgreicher. Stattdessen muss die Jugendförderung wieder zurückstehen, weil man leider ein Topp nicht zutraut die nötigen Tore zu schießen. ( er selbst versaut sich es, weil er sich das erzwingen möchte.)
Korrekt, seit nunmehr 15 Jahren dauert diese Misere an – 15 lange Jahre ohne nachhaltige Besserung. Und immer dann, wenn ein Hoffnungsschimmer aufkam, wurde er wenig später wieder erstickt. Das ist längst kein vorübergehendes Tief mehr, sondern ein strukturelles Problem. Und betrifft somit sich auch die aktuelle Führungsriege.

Zutreffend ist auch der Hinweis, dass Rückschläge offenbar nie realistisch einkalkuliert wurden. Dabei gehören sie im Profifußball zum Geschäft. Schon Klaus-Dieter Fischer räumte als früherer Geschäftsführer vom Werde ein, man sei lange dem Irrglauben erlegen, erfolgreiche Jahre würden sich gewissermaßen automatisch fortschreiben. Doch Erfolg ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis kluger Entscheidungen – und der Fähigkeit, Risiken mitzudenken. Nicht nur bezüglich der Nichtberücksichtigung von etwaigen Rückschlägen in der Nachwuchsförderung, sondern generell in allen Bereichen, denn Profifußball ein komplexes System mit verschiedenen Komponenten.

Dass aus diesen Erkenntnissen offenbar keine nachhaltigen Konsequenzen gezogen wurden, wirft Fragen auf. Die naheliegende Erklärung lautet: Durch zu enge persönliche Verbindungen forcierte Betriebsblindheit.
 
Diesbezüglich stimme ich dir ja auch voll und ganz zu.

Aber...

Zu deinem Beispiel Freiburg: Man muss hier auch anerkennen, dass dieser Verein Mehrwerte generiert, da dort fähige Scouts junge Spieler entdecken, die tatsächlich Talent aufweisen und sehr oft die Fähigkeiten besitzen, letztendlich auch Bundesligaspieler zu werden.

Bei uns habe ich hingegen immer den Eindruck, dass die Jungen erstmal für die U23 verpflichtet werden und dann gehofft und gebetet wird, dass diese sich so gravierend positiv entwickeln, dass sie zu Bundesligaspielern reifen. Und dann wird total überrascht festgestellt, dass diese 3 Ligen höher auf einmal gar nicht mehr so talentiert sind.

Wir benötigen einfach sehr gute Scouts. Denn selbst gute Trainer können aus durchschnittlichen Kickern einfach keine Bundesliga-Stammspieler zaubern.
Genau DAS ist eines der aller größten Probleme beim SV Werder Bremen.
 
Korrekt, seit nunmehr 15 Jahren dauert diese Misere an – 15 lange Jahre ohne nachhaltige Besserung. Und immer dann, wenn ein Hoffnungsschimmer aufkam, wurde er wenig später wieder erstickt. Das ist längst kein vorübergehendes Tief mehr, sondern ein strukturelles Problem. Und betrifft somit sich auch die aktuelle Führungsriege.

Zutreffend ist auch der Hinweis, dass Rückschläge offenbar nie realistisch einkalkuliert wurden. Dabei gehören sie im Profifußball zum Geschäft. Schon Klaus-Dieter Fischer räumte als früherer Geschäftsführer vom Werde ein, man sei lange dem Irrglauben erlegen, erfolgreiche Jahre würden sich gewissermaßen automatisch fortschreiben. Doch Erfolg ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis kluger Entscheidungen – und der Fähigkeit, Risiken mitzudenken. Nicht nur bezüglich der Nichtberücksichtigung von etwaigen Rückschlägen in der Nachwuchsförderung, sondern generell in allen Bereichen, denn Profifußball ein komplexes System mit verschiedenen Komponenten.

Dass aus diesen Erkenntnissen offenbar keine nachhaltigen Konsequenzen gezogen wurden, wirft Fragen auf. Die naheliegende Erklärung lautet: Durch zu enge persönliche Verbindungen forcierte Betriebsblindheit.

Ganz genau ein Strukturelles Problem.

Etwas was sich durch Satzungsänderung ändern lässt und dann erst durch Personal.

Derzeit würde es überhaupt nichts bringen Personal etwas zu ändern auf der Führungsebene wenn nicht zu gleich die Strukturen geändert werden.

Es sind glsube ich derzeit 3 Personen für den Fußball zuständig. Es würde eine Person für den Profifußball Männlich und Weiblich reichen. Oder meinetwegen im Frauenberrich ein eigenes Management. Dann einer für die Jugendarbeit.

Zusätzlich muss wieder ein Scoutsystem aufgebaut werden ohne Entscheidungshiheit. Nur mit Selbständigen Handeln. Unter Berücksichtigung von Aufträgen vom Sportchef. Zumbeispiel wir brauchen ein Spieler oder Talent mit diesen Fähigkeiten.

Das wäre zumindest meine Idee.

Im übrigen stimme ich dir zu.
 
Was hat das Alles mit der Gesamtsituation der Mannschaft zu tun?
Ich lese da allgemeine Werderprobleme raus, die aber auch jedem bekannt sind.

Ich dachte, man geht hier auf die aktuelle Truppe und deren gegenwärtiger Form und Zusammensetzung ein?
Naja, dass ausgerechnet ich (der sich kaum mal an das Topic hält) sich da beschwert überrascht mich selber, weitermachen !
 
Was hat das Alles mit der Gesamtsituation der Mannschaft zu tun?
Ich lese da allgemeine Werderprobleme raus, die aber auch jedem bekannt sind.

Ich dachte, man geht hier auf die aktuelle Truppe und deren gegenwärtiger Form und Zusammensetzung ein?
Naja, dass ausgerechnet ich (der sich kaum mal an das Topic hält) sich da beschwert überrascht mich selber, weitermachen !
Dann schreibst du demnächst was werderspezifisches in den OFF Topic Bereich,dann gleicht sich das aus..
* Zwinker *
 
Die Gesamtsituation ist die Folgende: Wir haben letzten Samstag eine wirklich ganz zarte Blume gepflanzt, nach ganz langer Zeit, und auch irgendwie einen Plan dazu, wie wir sie anständig groß kriegen. Es muß sich jetzt ganz stark um diese zarte Blume gekümmert werden mit vollster Leidenschaft, denn sie braucht regelmäßig Wasser und Dünger, sonst geht sie wieder ein..... also weiterhin aufopferungsvoll anständigen Nährboden schaffen!
 
Die Gesamtsituation ist die Folgende: Wir haben letzten Samstag eine wirklich ganz zarte Blume gepflanzt, nach ganz langer Zeit, und auch irgendwie einen Plan dazu, wie wir sie anständig groß kriegen. Es muß sich jetzt ganz stark um diese zarte Blume gekümmert werden mit vollster Leidenschaft, denn sie braucht regelmäßig Wasser und Dünger, sonst geht sie wieder ein..... also weiterhin aufopferungsvoll anständigen Nährboden schaffen!
Ich wollte tatsächlich was ganz ähnliches schreiben, das ist Alles sehr fragil!
Sicher, du hast gewonnen und bist weiterhin im Rennen, du weißt also das es geht, der Gegner ist da höchstens zweitrangig.
Jetzt ist die Frage, wie du bei Union auftrittst, ganz schwierig da eine Prognose abzugeben, Union ist auch lange nicht gerettet, verlieren die das sind die mittendrin.
Wird ne harte Nummer
 
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