Gesamtsituation der Mannschaft

Es kommt darauf an, WER denn die Neubesetzung ist.
Wie der @Exil-Ostfriese schon mehrmals schrieb: Steidten und Merte wäre keine schlechte Idee.
Allerdings sollte auch HHG überdacht werden.
Selbst wenn die auf viel Gehalt verzichten, Topleute werden relativ wenig Antrieb haben, bei uns zu arbeiten. Wir haben massive Probleme bei Spielertransfers, das gilt gleichermaßen für Personal neben dem Platz. Traumjob Kaderplaner des SVW - ziehe jedes Jahr Geld aus dem Kader ohne dabei abzusteigen.
 
Gegen Heidenheim wird die eigene Chancenauswertung nicht so hart bestraft wie gegen andere Teams, da man zu mehr Chancen gekommen ist.
Wenn wir aber in Zukunft so viele 100%tige liegen lassen, dann wird es schwer werden Punkte einzufahren.
Hoffe das wird Thioune auch nochmal gezielt ansprechen.
Thioune hat gesagt,das die Mannschaft sich freuen darf weil sie ja auch lange gelitten hat , aber ich kann das einordnen.
Und das wird er sicher weitergeben.Und alle Profis können die Tabelle lesen.
Der Sieg war der Grundstein weiter im Geschäft zu sein ,nicht mehr...

Und wie du schreibst , ein besserer Gegner hätte wahrscheinlich auch ein Tor erzählt und umgekehrt hätten wir wenige Chancen.
 
Ich glaube aber, dass Ole Werner aus der Mannschaft eben das Optimum heraus geholt hat. Klar hätte es reichen können, wenn es um 2 Tore mehr oder weniger geht oder wir uns gegen Heidenheim nicht so angestellt hätten.
OW hätte aus der Mannschaft in der Konstellation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht das Optimum geholt. Weil a) bei den Neuzugängen in dieser Saison HS wahrscheinlich ein Mitspracherecht hatte und b) OW bei allen Meriten, die er sich hier verdiente, die Nachwuchsförderung nicht dazugehörte ;)
 
Das zweite ist, das fehlende Geld was bei vielen User hier übersehen das es ein Reales Problem ist und kein Vorgeschobener Grund für wenig Handeln oder gar nicht Handeln.
Den Eindruck, dass das fehlende Geld bei vielen Usern hier übersehen wird, teile ich nicht. Denn dieses länger bekannte Problem wurde und wird hier seit mehreren Jahren rauf- und runterdiskutiert - inkl. der Tatsache, dass das fehlende Geld überwiegend eine selbstverschuldete Baustelle ist.
 
Den Eindruck, dass das fehlende Geld bei vielen Usern hier übersehen wird, teile ich nicht. Denn dieses länger bekannte Problem wurde und wird hier seit mehreren Jahren rauf- und runterdiskutiert - inkl. der Tatsache, dass das fehlende Geld überwiegend eine selbstverschuldete Baustelle ist.

Dann möchte ich mal so ausdrücken, viele User denken, das ein anderes Management plötzlich Dinge möglich machen, die nicht Realistisch sind.

Und doch es gibt hier einige, die das Problem zwar kennen aber nicht als Problem sehen sondern als Ausrede.

Das Problem wird aber eine komplett neue Vereinsführung lösen können.

Wir müssen Langfristig nach Europa. Doppelbelastung und Risiken hin oder her.

Ja, wir stecken diese Saison im Abstiegskampf. Das Obwohl wir uns nicht für Europa Qualifiziert haben. Das hätte wohl nichts mit unserer jetzigen Situation geändert.

Nächste Saison müssen wir wieder unter den Top 9 vertreten sein.

Ich träume nicht von Europa aber ich weiß dad wir ohne Europa nicht mehr lange überleben. Da rede ich nicht nur vom verbleib in der ersten Liga sondern der Existenz des Vereins.
 
Dann möchte ich mal so ausdrücken, viele User denken, das ein anderes Management plötzlich Dinge möglich machen, die nicht Realistisch sind.

Und doch es gibt hier einige, die das Problem zwar kennen aber nicht als Problem sehen sondern als Ausrede.

Das Problem wird aber eine komplett neue Vereinsführung lösen können.

Wir müssen Langfristig nach Europa. Doppelbelastung und Risiken hin oder her.

Ja, wir stecken diese Saison im Abstiegskampf. Das Obwohl wir uns nicht für Europa Qualifiziert haben. Das hätte wohl nichts mit unserer jetzigen Situation geändert.

Nächste Saison müssen wir wieder unter den Top 9 vertreten sein.

Ich träume nicht von Europa aber ich weiß dad wir ohne Europa nicht mehr lange überleben. Da rede ich nicht nur vom verbleib in der ersten Liga sondern der Existenz des Vereins.
Boah, wir haben gegen den letzten Zuhause Gewonnen die anderen Punkten, hinter uns steht Wolfsburg mit einen baldigen Trainerwechsel und Du sprichst von der nächsten Saison in der Bundesliga im oberen Drittel?? Evtl.in der Realität des knallharten Abstiegskampf ankommen. Bei der Mannschaft scheint der ernst der Lage angekommen zu sein bei einigen Anhängern noch lange nicht.
 
Ich träume nicht von Europa aber ich weiß dass wir ohne Europa nicht mehr lange überleben. Da rede ich nicht nur vom verbleib in der ersten Liga sondern der Existenz des Vereins.
Verein. Sportverein.
Schach = Tabellen Siebter
Frauenhandball = 2te Bundesliga 9. mit 1 Spiel weniger
U19 = amtierender DFB Pokalsieger
E-Sport = demnächst in Hamburg Achtelfinale gegen Bayern München
Tischtennis = Bundesliga Tabellen Zweiter
Leichtathletik = durchwachsen bis gut
usw.

Ach ja Profi-Fußball - bevor die Taliban die Weltordnung bestimmen und Fußball verbieten, wird das nicht so schlimm werden.
Das Schlimmste, was in meiner Zeit als Werderaner passierte, war, als das Stadion modernisiert wurde und es die Stadiongaststätte nicht mehr gab, wo man gepflegt in der Halbzeitpause Kaffee (in einer Porzellantasse)und echten Cognac bekam, ohne VIP sein zu müssen.
 
Boah, wir haben gegen den letzten Zuhause Gewonnen die anderen Punkten, hinter uns steht Wolfsburg mit einen baldigen Trainerwechsel und Du sprichst von der nächsten Saison in der Bundesliga im oberen Drittel?? Evtl.in der Realität des knallharten Abstiegskampf ankommen. Bei der Mannschaft scheint der ernst der Lage angekommen zu sein bei einigen Anhängern noch lange nicht.

So du glaubst also, bei mir ist der ernst der Lage nicht bewusst?

Das sehe ich ganz anders. Wir hatten jetzt einen Negativtrend, der uns in diese Lage versetzt hat. Ja, wir stehen auf dem Abstiegsplatz ( Relegation gehört für mich dazu) Trotzdem vertraue ich der Stärke des Kaders, das der Klassenerhalt nun nur noch Formsache ist und eine Frage der Zeit.

Wir sind auf den Abstiegsplatz geraten weil wir wenig Tore geschossen haben und dadurch in den Spielen davor wenig Punkte geholt haben. Jetzt wird der Ban gebrochen sein. Jetzt geht es deshalb auch wieder Bergauf und raus aus dem Keller.
 
Verein. Sportverein.
Schach = Tabellen Siebter
Frauenhandball = 2te Bundesliga 9. mit 1 Spiel weniger
U19 = amtierender DFB Pokalsieger
E-Sport = demnächst in Hamburg Achtelfinale gegen Bayern München
Tischtennis = Bundesliga Tabellen Zweiter
Leichtathletik = durchwachsen bis gut
usw.

Ach ja Profi-Fußball - bevor die Taliban die Weltordnung bestimmen und Fußball verbieten, wird das nicht so schlimm werden.
Das Schlimmste, was in meiner Zeit als Werderaner passierte, war, als das Stadion modernisiert wurde und es die Stadiongaststätte nicht mehr gab, wo man gepflegt in der Halbzeitpause Kaffee (in einer Porzellantasse)und echten Cognac bekam, ohne VIP sein zu müssen.
Sehr schöne Aufzählung.

Doch vergisst du leider warum das Stadion nach 2004 umgebaut wurde.

Und eines ist Gewiss, wenn Werder in den nächsten 5 Jahren nicht International dabei sein wird, dann nützen uns die anderen toĺen Sportabteilungen auch nichts mehr. Dann geht es nur noch sbwärts und Werder wird in der Versenkung verschwinden.
 
Werder wird in der Versenkung verschwinden.
werder4031.png
 
Das sehe ich ganz anders. Wir hatten jetzt einen Negativtrend, der uns in diese Lage versetzt hat. Ja, wir stehen auf dem Abstiegsplatz ( Relegation gehört für mich dazu) Trotzdem vertraue ich der Stärke des Kaders, das der Klassenerhalt nun nur noch Formsache ist und eine Frage der Zeit.

Wir sind auf den Abstiegsplatz geraten weil wir wenig Tore geschossen haben und dadurch in den Spielen davor wenig Punkte geholt haben. Jetzt wird der Ban gebrochen sein. Jetzt geht es deshalb auch wieder Bergauf und raus aus dem Keller


So du glaubst also, bei mir ist der ernst der Lage nicht bewusst
Wenn du schon so fragst, ja.
 
OW hätte aus der Mannschaft in der Konstellation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht das Optimum geholt. Weil a) bei den Neuzugängen in dieser Saison HS wahrscheinlich ein Mitspracherecht hatte und b) OW bei allen Meriten, die er sich hier verdiente, die Nachwuchsförderung nicht dazugehörte ;)
Bitte diesen Mythos nicht weiter verbreiten oder wiederholen...
Auch ein OW konnte aus Sch... kein Gold machen. Oder warum genau darf unser großes MF Talent nun unter dem 2. Trainer dieser Saison demnächst erstmal wieder bei der U23 ran. Das hat OW doch alles erklärt. Entweder man will Erfolg auch mit jungen Spielern, dann kosten auch die recht viel Geld oder man steigt halt ab.

Ich wiederhole es auch hier. OW lässt diese Saison bei RB den jüngsten Kader der BL zu Einsatzzeiten kommen. Und er macht auch dort einige Spieler wieder besser als sie es zu Beginn der Saison waren. Ein Coulibali war unter OW noch zu jung, wäre aber aufgrund der Verletztensituation auch unter ihm dann halt gesetzt gewesen. Ähnlich wohl bei Backhaus. Wobei ich da tatsächlich froh wäre, wenn im Abstiegskampf ab sofort Hein ins Tor gestellt wird. Wir werden Spiele maximal mit einem Tor Abstand gewinnen. Da darf sich der Torwart absolut keine Böcke - wie gg Pauli - leisten.
 
Als nach der verkorksten Hinrunde in der 2. Liga OW übernahm, gab es endlich wieder eine ruhige Phase in der man nicht eine Sekunde an den Abstieg denken musste. Nachdem 2x knapp das Ziel Europa gerissen wurde, spürte man im Verein schon wieder eine beunruhigende Selbstgefälligkeit, gepaart mit einer überzogenen Erwartungshaltung, OW müsse neben dieser Konsolidierung auch noch Wunder im Jugendbereich bewirken, gleichzeitig Europa erreichen und keine Ansprüche an eine Verbesserung der finanziellen Möglichkeiten stellen.

Werder hat unter OW den Namen des Vereins auf ein Niveau gehoben, dass den Gegnern wieder den nötigen Respekt einflößte und auf "alte" Zeiten hoffen ließ. Die Vereinsführung war so ignorant zu glauben, dass der Tausch des Trainers ein Selbstläufer würde, anstelle dem erfolgreichen Trainer eine entsprechende Perspektive zu bieten. Was hätte Werder Besseres passieren können, als einen jungen, erfolgreichen und ehrgeizigen Trainer im Kader zu haben, mit dem man eine neue Erfolgsstory hätte schreiben können. Dafür aber waren die Kleingeister gar nicht in der Lage erkennen zu können, welche Möglichkeiten sich ergeben hätten.

OW wird noch eine gewichtige Rolle im Deutschen Fußball spielen und Werder weiter mit unterdurchschnittlichem Personal die Geschicke des Vereins "lenken".
 
Zuletzt bearbeitet:
Bitte diesen Mythos nicht weiter verbreiten oder wiederholen...
Auch ein OW konnte aus Sch... kein Gold machen. Oder warum genau darf unser großes MF Talent nun unter dem 2. Trainer dieser Saison demnächst erstmal wieder bei der U23 ran. Das hat OW doch alles erklärt. Entweder man will Erfolg auch mit jungen Spielern, dann kosten auch die recht viel Geld oder man steigt halt ab.

Ich wiederhole es auch hier. OW lässt diese Saison bei RB den jüngsten Kader der BL zu Einsatzzeiten kommen. Und er macht auch dort einige Spieler wieder besser als sie es zu Beginn der Saison waren. Ein Coulibali war unter OW noch zu jung, wäre aber aufgrund der Verletztensituation auch unter ihm dann halt gesetzt gewesen. Ähnlich wohl bei Backhaus. Wobei ich da tatsächlich froh wäre, wenn im Abstiegskampf ab sofort Hein ins Tor gestellt wird. Wir werden Spiele maximal mit einem Tor Abstand gewinnen. Da darf sich der Torwart absolut keine Böcke - wie gg Pauli - leisten.
Das ist kein Mythos, sondern erklärt sich bei nüchterner, objektiven Betrachtung von selbst: Mit Ausnahme von Nick Woltemade, der nach seiner Rückkehr aus Elversberg zumindest zeitweise Vertrauen erhielt, blieben junge Spieler bei Werder Bremen in den vergangenen Jahren meist Statisten. Wenn überhaupt, reichte es für Kurzeinsätze, die nicht ausreichten, um Talente auf Erstliga-Niveau zu hieven.

Sicherlich zählt die Nachwuchsriege bei Werder nach Erstliga-Maßstäben nicht zu den Besten. Doch der pauschale Verweis auf mangelnde Qualität greift mMn zu kurz. Spieler mit dem Profil eines Karim Coulibaly z.B. etwa bringen auf ihren Positionen durchaus vergleichbare Potentiale mit, diese jedoch von den Trainern erkannt und ausgeschöpft werden müssen. Wie beim v.g. Beispiel KC.

Auch der Hinweis, OW lasse in Leipzig den jüngsten Kader der Liga auflaufen, taugt nur bedingt als Gegenargument. Denn der Vergleich mit RB Leipzig ist nicht einmal einer von Äpfeln und Birnen, sondern von Johannisbeeren mit Kokosnüssen. Denn die Talente bei den Sachsen werden gezielt rekrutiert, international gescoutet und aufgrund ihres für die jeweilige Altersklasse überdurchschnittlichen Leistungsvermögens verpflichtet. Sie profitieren von einem außergewöhnlichen Talentniveau, so dass ein Trainer weniger als Regulativ eingreifen muss als bei Nachwuchsspielern mit bestenfalls durchschnittlichen Fähigkeiten. Es ist im Prinzip wie in der Schule: Die Klassenbesten brauchen weniger Hilfestellungen als die Schwächeren.

Bei Werder jedoch mangelte es jungen Spielern zuletzt vor allem an einem: nachhaltigem Vertrauen. Eben dieses Vertrauen in die eigenen Talente bildete einst den Wesenskern der Nachwuchsförderung von Werder Bremen, die bis Mitte der 2000er-Jahre zu den vorbildlichsten im deutschen Profifußball zählte. Am Osterdeich jedoch hat man sich dieses Fundament in den vergangenen zwei Jahrzehnten selbst eingerissen – auch wenn sich die Verantwortlichen den Begriff „Ausbildungsverein“ immer wieder gern ans Revers hefteten. Ohne nachhaltiges Vertrauen aber bleibt selbst das größte Potenzial nichts weiter als Theorie. Und ist somit eines der Hauptgründe, warum Werder wieder einmal das Wasser sportlich wie finanziell Oberkante Unterlippe steht.
 
OW bei allen Meriten, die er sich hier verdiente, die Nachwuchsförderung nicht dazugehörte
Jeder Trainer wird immer die in seinen Augen beste Mannschaft aufstellen, um 1. erfolgreich zu sein und natürlich auch 2. um seinen Job zu sichern. Der letzte Punkt dürfte bei jedem Trainer an erster Stelle stehen. Und dabei spielt dann eben die Förderung von jungen Spielern absolut keine Rolle, auch wenn man als Verein auf Transfererlöse angewiesen ist.

Wenn ein Trainer keine Fantasien hat, dass ein junger Spieler die Mannschaft jetzt, zumindest als Alternative von der Bank, oder zukünftig weiterbringen kann, entscheidet dieser sich eben immer wie Ole oder auch Horst und Daniel im Bezug auf Covic.

Unser "Talente" sind eben auch null vergleichbar mit den tatsächlichen Talenten von Leipzig.

Ole hat in seiner Situation absolut das Richtige entscheiden, bei den Einsatzzeiten unserer "Talente", sowie bei seinen Wünschen bezüglich der Weiterentwicklung des Vereins und seinem daraus resultierenden Abgang.

Ich kann den Begriff "Talent" im Bezug auf Werder auch wirklich nicht mehr hören.

Wer hier schon alles diese Einordnung hatte:

Topp, Covic, Malatini, Hansen-Aaroen, Opitz, Chiarodia, N. Schmidt, Salifou, Goller, Mai, Park, J. Eggestein, Mbom, Chong, Straudi, Goller, Beijmo, Bauer, Sternberg, Aycicek, Lorenzen, Manneh, F. Kroos, Yildirim, Öztunali, Thy, Husic, Hartherz, Trybull, Stevanovic, Röcker, Wurtz, Kobylanski, Affolter, Ayik, Trinks,...

Wenn ich mich nicht irre, war keiner davon jemals Stammspieler bei einem deutschen Erstligaclub oder in einer vergleichbaren Liga nach dem Abgang bei Werder. Wie sollen solche jungen Spieler somit einen nachhaltigen Mehrwert für Werder erzielen? Und bei diesen Spielern lag es auch nicht an den Trainern von uns, wie man der nachfolgenden Karriere ja entnehmen kann.

Aber vielleicht definiere ich den Begriff "Talent" auch zu anspruchsvoll? Vielleicht würde die Bezeichnung "Junger-Fußballer-der-günstig-war-und-wir-die-Hoffnung-haben-dass-wir-unfassbares-Glück-haben-und-durch-irgendeinen-großen-Zufall-ein-guter-Bundesligaspieler-daraus-wird-Spieler" besser passen.
 
Jeder Trainer wird immer die in seinen Augen beste Mannschaft aufstellen, um 1. erfolgreich zu sein und natürlich auch 2. um seinen Job zu sichern. Der letzte Punkt dürfte bei jedem Trainer an erster Stelle stehen. Und dabei spielt dann eben die Förderung von jungen Spielern absolut keine Rolle, auch wenn man als Verein auf Transfererlöse angewiesen ist.
Natürlich will ein Trainer immer die beste Elf auf den Platz schicken. Das ist sein Auftrag, daran wird er gemessen – Woche für Woche, Spiel für Spiel. Doch für Vereine wie Werder Bremen, die keinen Global Player oder Scheich im Hintergrund wissen, greift dieser Anspruch allein zu kurz. Wer strukturell auf Transfererlöse angewiesen ist, kann es sich schlicht nicht leisten, die Nachwuchsförderung dem kurzfristigen Tabellenplatz zu opfern.

Genau hier liegt das Dilemma, in dem Werder derzeit steckt. Zwei sportlich ordentliche Spielzeiten, Europa schien greifbar – und dennoch ist die finanzielle Basis so fragil, dass das erreichte Niveau perspektivisch kaum zu halten, geschweige denn ausgebaut werden kann. Unter diesen Vorzeichen überrascht es kaum, dass der Club in dieser Saison wieder im Abstiegskampf steckt. Wer ausschließlich auf das Hier und Jetzt setzt, riskiert die Substanz von morgen. q.e.d.

Sportlicher Erfolg vor Ausbildung darf deshalb keine Maxime sein. Beides muss Hand in Hand gehen. Denn nachhaltiger Erfolg entsteht nicht nur durch kluge Verpflichtungen, sondern vor allem durch die Weiterentwicklungen von Nachwuchsspielern. Das viel zitierte Beispiel des SC Freiburg zeigt seit rund einem Jahrzehnt eindrucksvoll, dass Kontinuität, Geduld und eine klare Ausbildungsphilosophie keine Gegensätze zum sportlichen Abschneiden sind – im Gegenteil: Sie bedingen einander. Freiburg steht für Stabilität in der Bundesliga, für kluge Kaderplanung und für Transferüberschüsse, die gezielt reinvestiert werden. Tugenden, die einst auch Werder in den erfolgreichen Jahren auszeichneten.

Das ist kein romantischer Idealismus, sondern betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Wer Talente entwickelt, schafft Vermögenswerte. Wer Transfererlöse erzielt, gewinnt Handlungsspielraum. Und wer diesen strategisch nutzt, erhöht die sportliche Wettbewerbsfähigkeit. Für Klubs mit begrenzten Mitteln führt kein Weg am entschlossenen Sowohl-als-auch vorbei. Nicht das Entweder-oder zwischen Erfolg und Ausbildung sichert die Zukunft – sondern ihre kluge Verbindung.

 
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