Das hat mir unter Werner z.B. echt gut gefallen hat, dass man unter ihm mutig offensiv (mit) gespielt hat.Dazu kommt die viel zu defensive Spielweise.
Es wird viel zu viel zur Seite und nach hinten gespielt.
Bälle hin- und herschieben hat nur bedingt mit Fußball zu tun.
Es fehlen schnelle offensive Aktionen. Wenn ich immer wieder sehe, dass sogar Freistöße nach hinten getreten werden, dann frage ich mich, was das bitte soll.
Auch das Umschalten , beginnend im Torraum, ist kein Umschalten, sondern eher lahmes Warten, dass der Gegner sich endlich hinten positioniert und wieder sicher steht.
Wir brauchen (mindestens) einen Stürmer, ja.
Aber: wir brauchen noch viel wichtiger eine offensivere Spielweise, denn wenn vorn so gut wie keine Bälle ankommen, welche sollen die Stürmer denn dann verwerten?
Die Rückkehr zur 5er/3er-Kette ist meiner Meinung nach eine gute Sache, da wir mit der 4er-Kette zu viele Gegentore gefangen haben und mit einem Kapitän auf LV. Ich denke, dass wird sich auch deutlich bessern, aber:
Die defensivere Ausrichtung momentan unter Horst Steffen vergisst unseren eh schon schlechten Offensivfußball, der derzeit überhaupt nicht stattfindet. Die 3er/5er-Kette muss sich erst Mal wieder finden und Abläufe müssen stimmen. Lynen und Stage müssen wieder schnell in ihre "alten" Rollen rein. Das wird sicherlich kein Problem sein, außer, dass man nun wieder anfängt einen Wöber auf die linke Schiene zu stellen oder Friedl. Schmidt muss da zocken!
Nun kommt aber unsere Offensivabteilung, die seit mehreren Spielen kaum bis gar nichts "auf die Kette" bekommt. Keiner macht mal Tiefenläufe, es wird abgedreht, schlechtes und mieses Passspiel im letzten Pass und absolute Ideenlosigkeit. Derzeit stehen mit Schmid und Puertas zwei angeblich Kreative auf dem Platz von denen aber NICHTS kommt. Ein Schmid ist nach wie vor völlig falsch in dieser 10er-Rolle, da müsste eher Puertas hin und Schmid in den Halbraum auf die Außen. Ein Schmid, den ich nach wie vor sehr mag, braucht eine Pause: Bei ihm häufen sich die Fehlpässe am laufenden Band und oftmals steht da nur ein großes Fragezeichen. Da frage ich mich, wie so ein Offensivtraining unter Horst Steffen aussieht?
Da Vorne kann derzeit auch kein Spieler mal einen Ball halten, denn: Es fehlt auch mindestens 1 Zielspieler. Njinmah ist bspw. schnell und Grüll etwas wuchtiger, aber die sind KEINE echten Stürmer.
Ein Topp hat keine Bundesligatauglichkeit, ist zu langsam, zu zaghaft im Kopfballduell und im Zweikampf und zu limitiert im Passspiel sowie "Ball mal festmachen."
Man weiß derzeit auch nichts mit Mbangula anzufangen, denn für das derzeit aktuelle System gibt es für ihn eigentlich keine Position, die er inne hat.
Horst Steffen lässt Spieler auf Positionen spielen, die nicht ihrem Profil entsprechen, obwohl man positionsgetreu aufstellen kann.
Als Bonus gibt's dann gefühlt jede Woche Horrornachrichten aus dem Training, dass sich jemand wieder verletzt hat. Gestern hat Backhaus eine Platzwunde erlitten.
Das ist auch nicht das erste Mal, dass sich Spieler im Training verletzen. Ich frage mich wirklich, wohin Horst Steffen mit dieser harten Gangart im Training hin will.
Einsatz und Willen sind schön und gut, wenn diese aber im Spiel nur bis zum gegnerischen 16er reicht, ist das nichts. Der einzige, der dann mal abzieht, ist Yuki - unser defensiver rechter Schienenspieler.
"Wenn keiner mehr kommt, sind wir trotzdem gut aufgestellt. Wir haben Jungs im Kader, die diese Positionen spielen können und schon spielten." Dies liegt und lag in den Worten von Horst Steffen drin. Mit Steffen haben sich FritzMeyer einen "Ja-Sager" ins Boot geholt.
Menschlich ist Steffen echt ein Top-Typ, aber die Bundesliga und Werder, in dieser Situation, sind mMn ihm eine Hausnummer zu groß!