Horst Steffen (z. Zt. vereinslos)

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Natürlich Möglich. Also Mbangula dann links und Njinmah rechts. Puertas in der Mitte und dann einen MS dazu oder Grüll im ZOM und dann einen MS dazu? Meinst Du so?

Ich würde tatsächlich klassisch beginnen mit Mbangula rechts und Grüll links, dazu Puertas im ZOM und einen MS davor. Will ich jetzt nicht alles aufschreiben, würde nen Haufen Umstellungen im Game zulassen. Alleine schon wenn Grüll und Mbangula auf einmal die Seiten Wechseln und wir auf einmal Innen durchbrechen statt außen. Dazu könnte man flexibel wechseln mit Njinmah und Schmid ...
Puertas auf die 10 und Grüll/Musah/Topp auf die 9. glaube darauf hätte Grüll mehr Bock als LV oder RV zu spielen.
 
Puertas auf die 10 und Grüll/Musah/Topp auf die 9. glaube darauf hätte Grüll mehr Bock als LV oder RV zu spielen.
Da die Jungs ja lieber 3er Kette spielen wollen, habe ich mal das gebastelt...

l
 
Wenn du Puertas an Stelle von Schmid setzt (der braucht dringend eine Pause) und Schmidt auf die linke Schiene, dann könnte was gehen. :)
Könnte man auch mal versuchen, aber warum unser stärkster offensiver Spieler (Schmid) eine Pause brauchen sollte verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Er ist immens wichtig für unser Spiel, auch wenn man das nicht immer direkt sehen kann. Aus meiner Sicht ist Puertas leistungstechnisch deutlich hinter Schmid anzusiedeln, und beide hatten ja nun eine kleine Winterpause ;-)
Man könnte Puertas gegen Schmidt ersetzen, der hat mit Mbangula in den kurzen gemeinsamen Einsatzzeiten ziemlich gut harmoniert (offensiv jedenfalls).
 
Da die Jungs ja lieber 3er Kette spielen wollen, habe ich mal das gebastelt...

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Also Links außen würde ich auf keinen Fall Puertas aufstellen, der wird ja gefressen. Viel zu langsam im Raum. Ich würde Schmid ebenfalls ne Pause gönnen, er fällt zwar viel auf, weil er überall emsig mitdreht, das ist aber zumeist sehr ineffektiv und tlw. sehr ungenau. Von daher Puertas in die Mitte hinter die Spitzen. (Schmidt auf links)

Rest OK. Mit Mbangula und Grüll hat man ordentlich Tempo und auch gute Techniker, die den Ball sichern können und Spielverständnis haben. Wenn jetzt nicht noch nen Super Stürmer kommt, wäre das wohl 1a Lösung. Auch unsere Wechsel wären dadurch gut bis sehr flexibel, weil Schmid nicht unbedingt so spielt wie Puertas. Wenn man da wechselt guckt der Gegner erstmal dumm. Außerdem kann man auch Schmid und Njinmah als Doppelspitze bringen (beide haben ebenfalls Tempo, schwer für den Gegner 90 Min. gegen zwei Powertandems) und Covic fürs gesamt MF. Wie gesagt wenn Puertas hinter den Spitzen spielt wäre das für mich eine Ausgezeichnete Startelf! (Hein bei Verletzung Backhaus versteht sich)
 
Jetzt mal Butter bei die Fische, das wird doch nicht ernsthaft jemand anders haben wollen, auch wenn das definitiv ein Punkt ist.
Lieber fehlgeschlagener Offensivfußball als ergebnisorientierter Antifußball. Zumindest in meinen Augen. Ich habe eine starke Abneigung gegenüber all diesen Vereinen, die genau das spielen und davon gibt es schon zuviele in der Liga.
Deine dahingehende Denkweise ist mir zu schwarz-weiß. Sicherlich ist fehlgeschlagener Offensivfußball schöner anzusehen. Aber damit gewinnt man beim Fußball ebenso keinen Blumenpott wie mit, wie du es nennst, Antifußball. Denn im Profi-Fußball geht nicht um schön oder hässlich, sondern um sportlichen Erfolg und der damit einhergehenden Weiterentwicklungen von Spielern, um damit kontinuierlich die wirtschaftliche wie sportliche Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Diese sind bei Werder bekanntermaßen stark eingeschränkt, eben weil hier über zu viele Jahre lang an dem von dir und anderen Fans präferierten fehlgeschlagenen Offensivfußball festgehalten und somit der grün-weiße Karren mit Vollgas sportlich und wirtschaftlich an die Wand gefahren wurde. Und dessen Folgen bis heute zu sehen / spüren sind. Daher erreicht man v.g. elementaren Ziele nicht mit fehlgeschlagenem Offensivfußball sondern v.a. mit einer klugen und weitsichtigen Transferpolitik, wozu u.a. die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive gehört.


Mal davon abgesehen war ich die letzten Jahre durchaus zufrieden mit der Entwicklung der Attraktivität und das Echo von Medien und anderen Fans war auch durchweg positiv. Weiss gar nicht wieso du und auch andere das immer wieder anders sehen.
Ja, in den letzten Jahren waren ansehnliche Spiele häufiger zu sehen als in den Jahren vor dem Gastspiel in der 2. Liga (jedoch sollte das für einen Bundesliga-Dino wie Werder nicht der Maßstab sein, oder?) Aber zum Gesamtbild gehört leider auch, dass z.B. trotz der letzten 10 Spiele in der Vorsaison die Balance zwischen Defensive und Offensive oft nicht stimmte. Und es gibt auch Fans wie meine Wenigkeit, die eben nicht nur monokausal auf die aktuellen Ereignisse blicken. Sondern z.B. auch darauf achten, in wie weit die jeweils aktuellen Ereignisse perspektivisch Chancen bieten, dass junge Spieler so weiteremtwickelt werden, dass sie den Kader verstärken bzw. als geschaffene Kadermehrwerte gewinnbringend verkauft veräußert werden könnten, um die wirtschaftliche wie sportliche Wettbewerbsfähigkeit weiterhin zu gewährleisten. Oder im Idealfall Werder auf dem Transfermarkt auch in ein höheres Regal greifen kann, ohne dass diese Spieler eine Verletztenakte mit sich herumschleppen, die dicker ist als eine Gesamtausgabe der Encyclopædia Britannica. Und / oder trotz aller Bekundungen von Werders sportlichen Geschäftsführern, wie wichtig der zwischenmenschliche Aspekt doch sei, menschlich doch nicht zu Werder pass(t)en. Dahingehend gab es in den letzten Jahren wenig positives Echo von Medien und Fans anderer Vereine; sondern mehrheitlich Kritik von den einen und ja Gusto Mitleid oder Häme von den anderen.
 
Deine dahingehende Denkweise ist mir zu schwarz-weiß.
Ich mag das ja selbst nicht, sehe aber hier nur zwei Möglichkeiten, um in der Liga was zu reißen. Entweder man sucht sein Heil in der Offensive und versucht schönen Fußball zu zeigen, mit Hoffnung auf Erfolg oder man spielt zerstörerischen Antifußball. Dazwischen gibt es zwar Abstufungen, aber die funktionieren in meinen Augen nicht mehr. Mir fällt auch kein Beispiel aus den letzten 10 Jahren ein, wo es mal anders war.
Ja, in den letzten Jahren waren ansehnliche Spiele häufiger zu sehen als in den Jahren vor dem Gastspiel in der 2. Liga (jedoch sollte das für einen Bundesliga-Dino wie Werder nicht der Maßstab sein, oder?)
Ich sagte ja auch Entwicklung. Da sind wir beim Thema Geduld. Der Weg war gut.
 
Ich würde Schmid gar nicht unbedingt eine Pause gönnen, nur anders einsetzen.



So ungefähr von der Raumaufteilung.
Ich weiß und verstehe ehrlich gesagt nicht mehr, wie man Schmid wider besserer Erkenntnis und der Erfahrungen der letzten Jahre (aber vor allem der Hinrunde) immer wieder offensiv einegesetzt sehen will?! Ist das Autosuggestion, dass es schon irgendwann klappen wird? Die Torungefahr und Fehlpassqueen in Person! Was der an Offensivaktionen verschleppt und/oder verschludert, geht auf keine Kuhhaut mehr. Hatte es in einem früheren Beitrag geschrieben, ich sehe Schmid im defensiven MF neben Lynen, Stage davor, dahinter 5er Kette (Schmidt, Coulibali, Friedl, Pieper, Sugawara - die Außen sehr offensiv, wie es ihren Stärken entspricht), vorne links (und zwar NUR dort) Mbangula und rechts Njinmah. Stage bei Offensivaktionen im 16er. Schmid mit der klaren Ansage, nach Ballgewinnen SOFORT den freien Mitspieler über 5-10m anzuspielen (das sollte unfallfrei klappen). Und schon hast Du überall Dreiecke, um einen vernünftigen Spielaufbau im MF zustande zu kriegen. Ferddich.

 
Ich weiß und verstehe ehrlich gesagt nicht mehr, wie man Schmid wider besserer Erkenntnis und der Erfahrungen der letzten Jahre (aber vor allem der Hinrunde) immer wieder offensiv einegesetzt sehen will?! Ist das Autosuggestion, dass es schon irgendwann klappen wird? Die Torungefahr und Fehlpassqueen in Person! Was der an Offensivaktionen verschleppt und/oder verschludert, geht auf keine Kuhhaut mehr. Hatte es in einem früheren Beitrag geschrieben, ich sehe Schmid im defensiven MF neben Lynen, Stage davor, dahinter 5er Kette (Schmidt, Coulibali, Friedl, Pieper, Sugawara - die Außen sehr offensiv, wie es ihren Stärken entspricht), vorne links (und zwar NUR dort) Mbangula und rechts Njinmah. Stage bei Offensivaktionen im 16er. Schmid mit der klaren Ansage, nach Ballgewinnen SOFORT den freien Mitspieler über 5-10m anzuspielen (das sollte unfallfrei klappen). Ferddich.

Wäre auch eine denkbare Variante. ;)
 
Als ob es im Fußball nur um sportliche Erfolge ginge und die Fans, zwecks notwendiger, optischer und vokaler Beimischung, gar nichts mehr zu erwarten hätten. Das mag auf anspruchslose Mitläufer zutreffend sein, die Mehrheit hingegen dürfte für die 75 EUR Karte, entsprechenden
Unterhaltungswert erwarten. Dreizehn der bisherigen Spiele waren aus Sicht von Fußballästheten eine einzige Beleidigung und die dabei erzielten 13 Punkte, konnten nicht eine Sekunde Glücksgefühle auslösen. Welche sportliche Leitung auch immer meinen sollte, Punkte zählen wäre wichtiger, als das eigentliche Produkt (Spiel), wird durch seine eigene Ignoranz zwangsläufig untergehen (müssen).

Es ist die Illusion der Fußballwelt zu glauben, man könne der tumben Masse schlechte Kost auf Dauer präsentieren, solange nur der gewohnte Rhythmus beibehalten bliebe, verkennt die Tatsache, dass eine Liebe auch einmal enden oder zumindest ausgesetzt werden könnte.

Horst Steffen bietet den Fans üblen Fußball und ich befürchte, dass der Sturm (der Entrüstung) morgen Nachmittag noch ein Stück größer werden wird, in Hoffenheim weiß man, wie man seine Fans verwöhnt.
 
Als ob es im Fußball nur um sportliche Erfolge ginge und die Fans, zwecks notwendiger, optischer und vokaler Beimischung, gar nichts mehr zu erwarten hätten. Das mag auf anspruchslose Mitläufer zutreffend sein, die Mehrheit hingegen dürfte für die 75 EUR Karte, entsprechenden
Unterhaltungswert erwarten. Dreizehn der bisherigen Spiele waren aus Sicht von Fußballästheten eine einzige Beleidigung und die dabei erzielten 13 Punkte, konnten nicht eine Sekunde Glücksgefühle auslösen. Welche sportliche Leitung auch immer meinen sollte, Punkte zählen wäre wichtiger, als das eigentliche Produkt (Spiel), wird durch seine eigene Ignoranz zwangsläufig untergehen (müssen).

Es ist die Illusion der Fußballwelt zu glauben, man könne der tumben Masse schlechte Kost auf Dauer präsentieren, solange nur der gewohnte Rhythmus beibehalten bliebe, verkennt die Tatsache, dass eine Liebe auch einmal enden oder zumindest ausgesetzt werden könnte.

Horst Steffen bietet den Fans üblen Fußball und ich befürchte, dass der Sturm (der Entrüstung) morgen Nachmittag noch ein Stück größer werden wird, in Hoffenheim weiß man, wie man seine Fans verwöhnt.
Sind wir mal einer Meinung?

Spiel ist übrigens abgesagt.
 
Ich mag das ja selbst nicht, sehe aber hier nur zwei Möglichkeiten, um in der Liga was zu reißen. Entweder man sucht sein Heil in der Offensive und versucht schönen Fußball zu zeigen, mit Hoffnung auf Erfolg oder man spielt zerstörerischen Antifußball. Dazwischen gibt es zwar Abstufungen, aber die funktionieren in meinen Augen nicht mehr. Mir fällt auch kein Beispiel aus den letzten 10 Jahren ein, wo es mal anders war.
Dann verstehst du, mit Verlaub, den heutigen Fußball nicht. Denn die Zeiten, in den man sein Heil (nahezu) ausschließlich in der Offensive bzw. in der Defensive suchen bzw. finden konnte, sind schon seit Jahrzehnten vorbei. So hatte z.B. Otto Rehhagel nach Jahren eines bedingungslosen Offensivfußballs beginnend mit der Saison 87/88 die von ihm sprachlich geprägte "Kontrollierte Offensive" eingeführt. Und nahezu zeitgleich fing man in Italien an, den nur auf Zerstörung bedachten Catenaccio einzustampfen.

Ebenfalls in diese Zeit wurde Johan Cruyff Trainer vom FC Barcelona (1988), wo er elementare Weichen im Fußball stellte, die auch in der Gegenwart Gültigkeit haben. Einer dieser elementaren Weichen war und ist die, dass zur Absicherung von Offensivaktionen eine defensive Grundordnung zwingend erforderlich ist - und somit im Umkehrschluss auch Offensivkräfte in die Defensivarbeit eingebunden sind. Oder anders formuliert: Feldspieler müssen so flexibel sein, dass sie auch Aufgaben übernehmen müssen, die nicht ihrer grundsätzlichen defensiven bzw. offensiven Grundausrichtungen entsprechen. An diesen Grundprinzipen hat sich nichts verändert, auch wenn der Fußball sich in den 10 Jahren zweifelsfrei weiterentwickelte. Übrigens: Cruyff war u.a. auch ein Verfechter dafür, dass Ausbildung Vorrang vor kurzfristigem Erfolg hat, damit Talente unterschiedliche Spielprinzipen erlernen und verstehen als an starre Systemen festzuhalten.
 
Als ob es im Fußball nur um sportliche Erfolge ginge und die Fans, zwecks notwendiger, optischer und vokaler Beimischung, gar nichts mehr zu erwarten hätten. Das mag auf anspruchslose Mitläufer zutreffend sein, die Mehrheit hingegen dürfte für die 75 EUR Karte, entsprechenden
Unterhaltungswert erwarten. Dreizehn der bisherigen Spiele waren aus Sicht von Fußballästheten eine einzige Beleidigung und die dabei erzielten 13 Punkte, konnten nicht eine Sekunde Glücksgefühle auslösen. Welche sportliche Leitung auch immer meinen sollte, Punkte zählen wäre wichtiger, als das eigentliche Produkt (Spiel), wird durch seine eigene Ignoranz zwangsläufig untergehen (müssen).

Es ist die Illusion der Fußballwelt zu glauben, man könne der tumben Masse schlechte Kost auf Dauer präsentieren, solange nur der gewohnte Rhythmus beibehalten bliebe, verkennt die Tatsache, dass eine Liebe auch einmal enden oder zumindest ausgesetzt werden könnte.

Horst Steffen bietet den Fans üblen Fußball und ich befürchte, dass der Sturm (der Entrüstung) morgen Nachmittag noch ein Stück größer werden wird, in Hoffenheim weiß man, wie man seine Fans verwöhnt.
Nein, das sehe ich anders, zumindest den Teil mit den Fans.
Für mich ist es ein Irrglaube zu denken, das schwache Auftritte irgendeine Auswirkung auf das Fanverhalten haben, vielleicht wenn man 5 Jahre am Stück absolute, erfolgrose Rotze spielt aber das ist unrealistisch.
Das Stadion wird immer voll sein und so ein Kackvogel wie ich ohne Mitglied zu sein wird auf normalem Wege selbst gegen Heidenheim keine Chance auf eine Karte haben.
Es geht den meisten doch um das Erlebnis Stadion, da spielt der gezeigte Fussball immer mehr eine untergeordnete Rolle.
 
Und wie sieht es mit der Geduld gegenüber HS aus? ;)
Beim einen Thema gab es eine positive Entwicklung, beim anderen geht es kontinuierlich bergab. ;)
Ich hab Horst Steffen Zeit gegeben bis ungefähr zum 10. Spieltag. Ab dem Zeitpunkt habe ich Fortschritte erwartet. Stattdessen ging es in die Gegenrichtung. Da ist die Geduld also definitiv am Ende. Und wir werden alle sehen, dass es auch in den nächsten Wochen keine Fortschritte geben wird.

Ansonsten rudere ich da gerne zurück.
 
Nein, das sehe ich anders, zumindest den Teil mit den Fans.
Für mich ist es ein Irrglaube zu denken, das schwache Auftritte irgendeine Auswirkung auf das Fanverhalten haben, vielleicht wenn man 5 Jahre am Stück absolute, erfolgrose Rotze spielt aber das ist unrealistisch.
Das Stadion wird immer voll sein und so ein Kackvogel wie ich ohne Mitglied zu sein wird auf normalem Wege selbst gegen Heidenheim keine Chance auf eine Karte haben.
Es geht den meisten doch um das Erlebnis Stadion, da spielt der gezeigte Fussball immer mehr eine untergeordnete Rolle.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Klar, wenn die Ergebnisse stimmen, aber die sind ja nicht mal mit Zerstörer-Gekicke auf Dauer sicher, siehe Union.
 
Dann verstehst du, mit Verlaub, den heutigen Fußball nicht. Denn die Zeiten, in den man sein Heil (nahezu) ausschließlich in der Offensive bzw. in der Defensive suchen bzw. finden konnte, sind schon seit Jahrzehnten vorbei. So hatte z.B. Otto Rehhagel nach Jahren eines bedingungslosen Offensivfußballs beginnend mit der Saison 87/88 die von ihm sprachlich geprägte "Kontrollierte Offensive" eingeführt. Und nahezu zeitgleich fing man in Italien an, den nur auf Zerstörung bedachten Catenaccio einzustampfen.

Ebenfalls in diese Zeit wurde Johan Cruyff Trainer vom FC Barcelona (1988), wo er elementare Weichen im Fußball stellte, die auch in der Gegenwart Gültigkeit haben. Einer dieser elementaren Weichen war und ist die, dass zur Absicherung von Offensivaktionen eine defensive Grundordnung zwingend erforderlich ist - und somit im Umkehrschluss auch Offensivkräfte in die Defensivarbeit eingebunden sind. Oder anders formuliert: Feldspieler müssen so flexibel sein, dass sie auch Aufgaben übernehmen müssen, die nicht ihrer grundsätzlichen defensiven bzw. offensiven Grundausrichtungen entsprechen. An diesen Grundprinzipen hat sich nichts verändert, auch wenn der Fußball sich in den 10 Jahren zweifelsfrei weiterentwickelte. Übrigens: Cruyff war u.a. auch ein Verfechter dafür, dass Ausbildung Vorrang vor kurzfristigem Erfolg hat, damit Talente unterschiedliche Spielprinzipen erlernen und verstehen als an starre Systemen festzuhalten.
Du redest da irgendwie am Thema vorbei. Man kann defensiv solide stehen und dennoch schönen Fußball zeigen. Das hat Ole Werner auch in der Rückrunde zuletzt hinbekommen.
DAS ist der von Werder gewünschte Weg.
Für Clubs mit wenig Kohle ist das selbstverständlich deutlich schwerer zu erreichen als für die Topclubs, manche Clubs scheitern komplett daran und steigen ab.

Da ist der Weg über Antifußball der deutlich risikoärmere und das machen die meisten kleinen Clubs, schon allein um überhaupt eine Chance gegen die Großen zu haben.

Und genau hier kommen wir wieder in den Meinungsbereich und den Ausgangspunkt - ich würde die Risikovariante mit schönem Fußball immer bevorzugen, auch wenn die Gefahr besteht, dass man scheitert und absteigt.

Ich finde schon das hohe Angriffspressing heutzutage absolut furchtbar anzusehen. Das macht leider so ziemlich jeder und ist die schlimmste Änderung im modernen Fußball in meinen Augen.
 
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