Gesamtsituation der Mannschaft

Was soll denn da kippen?
Selbst beim Abstieg wurde das doch achselzuckend zur Kenntnis genommen.

In den 80er 90er gab es bei uns so ein Publikum. Erfolgsorientiertes Publikum Pfiffe und Buhrufe gab es zu hauf wenn ein Spiel nicht lief.
Ich bin einer der ins Stadion geht nicht um Stunk zu machen. Ich verlasse auch ganz selten früher das Stadion. Aber es gibt einige die das schon deutlich eher als 90. min. das Stadion verlassen. Aber ich bin auch einer der dann auch Buh rufe macht, aber nur dann wen es angebracht ist. Und auf den Rängen sind viele Fans die ähnlich ticken wie ich. Nur man hört es nicht. Die Ultras übertönen dieses. Die Ultras gehen aber nicht ins Stadion um das Spiel zu schauen sondern um Stimmung zu machen und sich selbst zu feiern. Erfolg oder Misserfolg ist denen egal. Warum wir derzeit nicht gewinnen interessiert denen nicht.

Hier im Forum kipt die Stimmung doch auch ganz schnell. Eine Niederlage oder nur ein Punkt in Überzahl und schon ist die Saison vorbei. Andersherum dauert es dann schon etwas länger. 2-3 Spiele ohne Niederlage schon werden die Rufe oder Träumereien von Europa wieder laut. Diese Saison wäre es der Mannschaft durchaus zu zutrauen das es mit Europa auch klappt. Auch jetzt noch, wenn nun die Wende zum besseren kommt.
 
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Was soll denn da kippen?
Selbst beim Abstieg wurde das doch achselzuckend zur Kenntnis genommen.
Na ja, in den 2010er Jahren gab es schon ein paar Pfeiffkonzerte bzw. Trainer-Raus-Rufe, wenn auch nur in bescheiden Rahmen und später als bei anderen Vereinen. Und beim Zweitliga-Heimspiel gegen Paderborn schallten unüberhörbare Baumann-Raus-Rufe, die bis in die umliegenden Kleingarten-Gebiete zu hören waren.
 
In den 80er 90er gab es bei uns so ein Publikum. Erfolgsorientiertes Publikum Pfiffe und Buhrufe gab es zu hauf wenn ein Spiel nicht lief.
Japp . Ich erinnere mich an Heimspiel 1985 gegen Leverkusen, welches nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung von Werder 2:2 endete. Nachdem die Pillen den Ausgleich erzielten, schallte es von Süd- und Nordtribüne höhnisches "Zugabe, Zugabe", obwohl es für Werder um die Meisterschaft ging. Was dem damaligen Sportchef des Weser Kuriers, Heinz Fricke, zu der Anmerkung verleitete, dass selbst das verwöhnte Publikum des Meisterschaftsrivalen FC Bayern ihren Club im Titelkampf besser unterstütze als die Zuschauer im Weserstadion den SV Werder.
 
Im Prinzip wurden alle positiven,. als auch negativen Aspekte vielfach aufgelistet, Schwachstellen benannt und die irritierenden Leistungsschwankungen der Mannschaft artikuliert. Auch wenn ich schon vieles gesehen habe und meine Emotionen nicht mehr so leicht hochkochen wie noch vor Jahren, die ersten 60 Minuten gegen Dortmund haben mich wirklich wütend gemacht und das nicht, weil Dortmund deutlich spielerisch überlegen war, sondern elementare Dingen bei Werder nicht funktionieren wollten und man sich fragen musste, weshalb Profis, die die meiste Zeit der Woche mit Training der eigenen Fertigkeiten verbringen, selbst die einfachsten Pässe nicht gelingen wollten, man phlegmatisch und ohne Impulsgeber, sei es auf dem Spielfeld oder von der Seitenlinie, auftrat. Die Wut hat sich gelegt und gleichzeitig aufgezeigt, dass die Mannschaft für den nächsten Schritt noch nicht bereit, der federführende Spieler noch nicht für Werder spielt.

Stage hätte ich diese Position durchaus zugetraut, endlich schien er das Tor nicht mehr meilenweit zu verfehlen, ein Kämpfer wie er im Buche steht und jetzt wieder ein deutlicher Leistungsabfall, so wird das nichts mit der spielentscheidenden Personalie.

Bei Friedl sieht es ähnlich aus, nach der Sperre ebenfalls der Fall in ein tiefes Loch und ein weiterer Hoffnungsträger, der seine Leistungen nicht über einen längeren Zeitraum hochzuhalten vermag.

Wäre da noch Ducksch gewesen, der zwar immer mal wieder durch ein unerwartetes Tor oder tolle Vorlage herauszuragen vermag, die meiste Zeit jedoch erheblich hinter der an ihn gestellten Erwartungshaltung scheitert. Hinzu kommen unnötige Meckereien, Fallsucht und die nötige Robustheit, sich dort wo er spielt, häufiger durchsetzen zu können.

OW ist ein ordentlicher Trainer, der durch seine ruhige Art souveräner wirkt, als es seine Entscheidungen dann in der Realität sind. Sehr vermutlich ist er Gefangener der an ihn gestellte Erwartungshaltung, möglichst viele Punkte holen zu müssen und den Abstieg zu vermeiden. Diese Grundhaltung trägt nicht nur er deutlich auf der Brust, Fritz & Co. strahlen die gleiche Vorsicht (Nichtabstieg) aus, was auch sehr gut nachvollziehbar ist. Die Anleihe wird Ende Juli 2026 fällig und mangels außergewöhnlicher Einnahmequellen, wird diese Linie auch keinesfalls geändert werden.

Die Mannschaft hat das Potential die Plätze 7 - 10 zu erreichen, aber nach Dortmund, Augsburg und Heidenheim fehlt mir der Glaube, dass dies ab sofort auch wieder abgerufen wird. Mainz wird eine harte Nuss, vielleicht überrascht uns OW mit einer geänderten, für den Gegner unerwarteten Aufstellung. Ein paar Positionswechsel sind dringen notwendig, Werder viel zu durchsichtig, das muss der Trainer erkennen und handeln.

Tolle Zusammenfassung und 100% Zustimmung! :top:
 
Was soll denn da kippen?
Selbst beim Abstieg wurde das doch achselzuckend zur Kenntnis genommen.
Na ja, wir hatten ja in den letzten 15 Jahren zahlreiche Trainer, da kann ich mich schon an das eine oder andere Pfeiffkonzert erinnern. Werder ist im übrigen während Corona abgestiegen. Das wäre sonst im Stadion schon ungemütlich geworden. So war es so ruhig das man selbst den Furz einer Mücke hätte hören können .... es wirkte total surreal auf mich bis heute. Erstmal der Abstieg und dann die Ruhe. das war komisch!
 
Wir sind wieder zurück in der Spur und haben allen Widerständen heute standgehalten als Mannschaft.
Das war nach den letzten Auftritten enorm wichtig.
Zu den DFB Schiedsrichtern äußere ich mich nicht, das sollen andere tun.
Ich freue mich einfach nur über diese so verdammt wichtigen drei Punkte, das war eine richtig gute, dreckige Leistung und das bringt uns weiter.
Geiler dreckiger Sieg, der zwar einiges gekostet hat, ABER nicht die drei Punkte.
 
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Wir sind wieder zurück in der Spur und haben allen Widerständen heute standgehalten als Mannschaft.
Das war nach den letzten Auftritten enorm wichtig.
Zu den DFB Schiedsrichtern äußere ich mich nicht, das sollen andere tun.
Ich freue mich einfach nur über diese so verdammt wichtigen drei Punkte, das war eine richtige gute, dreckige Leistung und das bringt uns weiter.
Geiler dreckiger Sieg, der zwar einiges gekostet hat, ABER nicht die drei Punkte.
Abgesehen vom ersten Teilsatz - denn mMn reicht ein geiler Dreckssieg alleine nicht aus, um davon zu sprechen / schreiben, dass wir wieder in der Spur sind, auch weil spielerisch v.a. in der 2. HZ noch viel Luft nach oben vorhanden war - 1899% Zustimmung. Denn die Truppe hat heute Abend die elementaren Tugenden gezeigt, die erforderlich sind, um eine Sieglos-Serie zumindest zu unterbrechen und somit die drei mega wichtigen Punkte hierzubehalten.
:schal::wdance::trommel::beer::party:
 
30-Punkte-Marke geknackt. Jetzt bitte möglichst schnell die 40 Punkte anpeilen.

Derzeit haben wir Verletzungs- und Sperren-bedingt eine gewisse Fluktuation im dünn besetzten Team. Die Aufstellung für München dürfte eine Herausforderung werden.
Dennoch ist es die Chance für die Jungs aus der 2. Reihe, auf sich aufmerksam zu machen. Bittencourt hat mir diesbezüglich gut gefallen.

Die mannschaftliche Geschlossenheit ist gegeben. Sollte man die aufrechterhalten können könnte in dieser Saison noch einiges möglich sein.
 
l

...so gegen München...
 
Ich schreib nur kurz weil ich lieber nicht mehr schreiben sollte. Aber eines ist klar ... dieser Verein braucht Druck und Adrenalin und nicht Ruhe und Harmonie. Immer wenn es bei Werder um alles geht sind sie da. Das die das nicht begreifen begreife ich nicht..
 
Die 2. HZ kam Werder beinahe gar nicht mehr zum Zug, zwar konnte man die 3 Punkte noch über die Zeit retten, aber mir wäre hier etwas mehr eigene Ballbesitzphasen lieber gewesen, als sich nur noch (mit einer Ausnahme) in eine Abwehrschlacht zu begeben. Hätte Mainz nicht die ersten 20 Minuten aus mir unerfindlichen Gründen so passiv gespielt, es wäre mit Sicherheit anders gelaufen. Allein das Mainzer Pressing, deren Kondition und auch Passgenauigkeit waren beeindruckend, Werder hat das 20 Minuten super gemacht, dann aber wie auch gegen andere Mannschaften ihre Dominanz einfach abgegeben und sich auf die Reaktion anstelle eigener Aktionen konzentriert.

Schmid zurück in Glanzform, Ducksch leider nicht. Am Ende hat man sich die gelb/roten Karten auch irgendwie "verdient", da wurde sichtlich auf Zeit gespielt und man konnte bei Petersen wissen, dass der nicht lange fackeln würde. OW hat sich im Nachgang bei ihm entschuldigt und Friedl war auch recht aufdringlich, natürlich im Eifer des Gefechts, aber eben auch nicht besonnen, so wie es hier notwendig gewesen wäre.

Die Punkte sind glücklich, wenn auch nicht unverdient, aber der Preis mit 2 gesperrten Abwehrspielern, dürfte OW nächsten Freitag vor einige Probleme stellen.
 
Ich schreib nur kurz weil ich lieber nicht mehr schreiben sollte. Aber eines ist klar ... dieser Verein braucht Druck und Adrenalin und nicht Ruhe und Harmonie. Immer wenn es bei Werder um alles geht sind sie da. Das die das nicht begreifen begreife ich nicht..
Es gibt zwei Arten von menschlichen Reaktionen in Drucksituationen: entweder darunter zusammenzubrechen oder so wie gestern durch das Zeigen von Widerstand diese zu bestehen. Letzteres ist ganz klar die bessere Variante. Aber noch besser wäre es, solche Drucksituationen gar nicht erst entstehen zu lassen, in dem man sich durch vier verstolperten Spiele zuvor und einer unzureichender 2. HZ sich in größten Teilen selbst hineinmanövriert hatte.
 
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