Nicht generell, nein. Aber ich würde mit dir wetten (wenn es denn beweisbar wäre), dass viele Tore auf die Saison gesehen weniger Gegentore bedeuten. Wird nicht in jedem Spiel so laufen, aber insgesamt dürfte es sich bemerkbar machen.
Unter der Voraussetzung, dass die
Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt, ist deine These richtig. Das ist auch das, was ich dir erklärt habe. Aber
alleine wird eine starke Offensive viele Gegentore auf Dauer nicht verhindern können, so dass es öfters zu "Eishockeyergebnissen" kommt. Siehe z.B. letzte Saison die Hopps, die zwar 66 Tore schossen, aber ebenfalls 66 Tore kassierten.
Die meisten Vereine sch.eissen sich in die Hose bei den Bayern und deswegen kassiert Bayern dann auch weniger Gegentore.
Auch die Bayern haben schon lange erkannt, dass für sie ohne eine entsprechende defensive Grundordnung schwierig wird, ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Während ihrer Serienmeisterschaften war die Balance auch stimmig, jedoch in der letzten Saison nicht, so dass für sie 23/24 in die (Leder-)Hose ging:
Ihre 94 erzielten Tore waren zwar Ligaspitzenwert, sie kassierten aber gleichzeitig auch 45 Tore, die, nur so nebenbei angemerkt, a) die höchste Anzahl an Gegentoren der Top-6 Teams 23/24 gewesen ist und b) die Bayern mehr Tore zuletzt in 95/96 (46) kassierten. Und trotz dieser
phänomenalen +49 Tordifferenz mit 10 Siegen mit 3 oder mehr Toren Unterschied (darunter je 1x 7:0, 8:0 + 8:1 sowie 3 Auswärtserfolgen mit 4 Toren Differenzen) standen sie am Ende mit leeren Händen da. Warum? Vor allem deswegen, weil sie in 13 (!) Buli-spielen mindestens 2 Tore kassierten. Eine solche Häufung an für bajuwarische Verhältnisse vielen Gegentoren ist auch für starke Offensiven ein dickes Brett, welches sich nicht beliebig oft durchbohren lässt. Dementsprechend konnte der FCB von diesen 13 Spielen lediglich 3 für sich entschieden, weitere 3 endeten Remis und 7 (!) gingen verloren.
Dementsprechend hat der FCB im Sommer auf dem Transfermarkt reagiert und holte für 23,5 Mio. € den IV Ito aus Stuttgart sowie für 51 Mio. € den DM Palhinha aus Fulham.