Natürlich gibt es dort Fans, die uns mögen und solche, die uns nicht mögen. Ich denke, über mehrere Spieler, teilweise Vereinsikonen, die für beide Vereine gespielt haben, besteht möglicherweise sogar eine gewachsene Beziehung zwischen den Vereinen. Ich denke da an Namen wie Burdenski, Assauer, Fichtel, Ailton, Ernst, Krstajic, Özil und.a.. Das mag für einige Nostalgiker tatsächlich zur Entwicklung einer gewissen Sympathie für den jeweils anderen Verein geführt haben, was ja auch nicht verwerflich ist.
Ich war nie Fan von Schalke 04, habe die auch nicht gehasst, die gehörten für mich zur Bundesliga-Tradition wie Frankfurt, Köln, Hamburg, Dortmund. Antipathie hegte ich als Werder-Fan eher gegen Bayern München und Stuttgart, Sympathien für Gladbach. Schalke war mir egal. Bis zu deren "Großangriff" auf unser Erfolgsmodell, mitten in der Double-Saison 2003/2004. Vor dem Hintergrund deren finanzieller Situation schon damals war das völlig absurd. Deren Erfolge nach der Großoffensive waren trotz auch kommunikativer Aufrüstung der Schalker mehr als überschaubar, die Jagd nach einem Meistertitel blieb weiter erfolglos. Am Ende ist deren "Aufblasen" sportlich verpufft, hat stattdessen ein eklatantes finanzielles Desaster herraufbeschworen, das aus meiner Sicht eher Mitleid und Kopfschütteln auslöst als Hass oder Ähnliches.
Was ich innerhalb eines Werderforums ganz sicher nicht brauche, ist der Vorwurf eines Schalke-Fans, "neidisch" zu sein, wenn ich feststelle, dass Nürnberg in Gelsenkirchen seit Jahren die Punkte freiwillig abliefert. Aus der Aussage spricht eine Arroganz, die meiner Meinung nach komplett unangebracht ist, vielfach aber exemplarisch für dieses "aufgeblasene Selbstverständnis" des Gelsenkirchener Arbeiterklubs steht. Worauf sollte man neidisch sein? Und warum?
Wir sind Werder Bremen, mit allen Höhen und Tiefen. Und das ist gut so.