Whisk(e)y

Mosgaard Palo Cortado Cask
Batch 2

https://mosgaardwhisky.bemakers.shop/de/products/whisky-batch-2-palo-cortado-cask

53% vol.
NAS - aber mindestens 1,5 Jahre in den Palo Cortados
Single Malt
ohne Farbstoff
Preis: ca. 75 € für 0,5l

Aroma: Pflaume, Trauben, Leder
Geschmack: Pflaume, Rosinen
Abgang: trocken, Trauben

Fazit: Aufgrund der verwendeten Casks ein tiefer dunkler Sherry-Geschmack. Muss man mögen. Ein guter Whisky, aber für mich auf gar keinen Fall eine 95,5% wie sie Jim Murray gegeben hat.
Und ist wie der Smögen aus Schweden (vermutlich vor allem aufgrund der hohen Alkoholbesteuerung in Skandinavien) leider auch zu teuer für das Gebotene.
Aber auf jeden Fall kommen aus Skandinavien immer mehr gute Whisky-Anbieter. :top:
 
Aber auf jeden Fall kommen aus Skandinavien immer mehr gute Whisky-Anbieter. :top:
:tnx: Mein persönlicher Favorit aus Skandinavien ist die dänische Brennerei Stauning, v.a. wegen der aromatischen Vielfalt. Stauning produziert Whiskys aus Gerstenmalz und Roggen, sowohl ohne als auch mit Rauch. Und hat dabei interessante Cask-Finish, die woanders nicht all zu häufig sind, z.B. Wermut, Oranenlikör und Mezcal-
 
zitat-der-allgemeine-glaube-dass-whisky-im-alter-besser-wird-ist-wahr-je-alter-ich-werde-desto-mehr-ronnie-corbett-260364.jpg

:D :D :D
 
Heute habe ich im Glas:

Turntable Blending House Bittersweet Symphony 46%vol.

Was ist denn das? :confused:

Nun Turntable ist ein neuer unabhängiger Abfüller auf dem Whisky-Markt, der sich jedoch nicht als Single-Malt-Abfüller versteht, sondern wie die Bezeichnung Blending House es vermuten lässt, veschiedende Whiskys miteinander vermählt - und dabei auch auf Grain-Whisky zurückgreift.
Der Name Turntable ist dabei bewusst gewählt, weil die Whiskys nach bekannten Songs benannt sind, in diesem Fall nach "Bittersweet Symphony" von The Verve - an dieser Stelle lieben Gruß an @SkankinPenguin :knutsch:

An Blended Scotch haftet das Stigma, dass es meistens billige Supermarkt-Massenware mit wenig Komplexität ist. Turntable hebt sich jedoch schon allein dadurch von dieser Fabrikware ab, dass Turntable- Whiskys über 46% vol. verfügen und weder kältegefiltert noch künstlich gefärbt sind. Und was mir hier schon vor dem Tasting auch sehr gut gefiel: Transparenz. Denn auf der Hompage von Turntable ist bei jedem Whisky die Zusammensetzung und die dabei verwendeten Fässer des jeweiligem Blend hinterlegt, wie z.B. hier https://turntablespirits.com/product/bittersweet-symphony dass der Bittersweet Harmony aus

22% Craigellachie PX Puncheon
17% Blair Athol Virgin Oak Barrel
21% Craigellachie Oloroso Butt
21% Balmenach PX Puncheon
19% North British Virgin Oak Barrel

besteht.



Nun gehts aber ans Tasting:

Farbe: ins tief dunkelrot gehendes Bernstein

Nase: intensiver Duft von Trockenobst, rote Beeren und dunkler Chili-Schokolade

Mund: malzige, komplexe Aromen (ja, bei diesem Blended Scotch ist das der Fall) von Kirschen, Datteln und Rosinen, geröstete Nüssen, Kakao sowie dunkler Chilli-Schokolade

Nachklang: feinherber Kakao, würzig-süßer Sirup und feinen Tanninen.

Fazit: Auch wenn wahrlich ich kein Single-Malt-Purist bin, so bin ich zugegeben nicht gänzlich vorurteilsfrei in das Tasting dieses Whiskys gegangen, zumal ca. 50 € für einen Blended Scotch schon eine Ansage sind. Aber der Stoff ist jeden einzelnen Cent wert, auch weil der Name Bittersweet Harmony hervorragend passt :love:
 
Lauders 25

https://lauderswhisky.com/25-yo/

42% vol.
Blended aus Malt und Grain
Preis: ca. 150 €

Aroma: Apfel, Leder, Malz
Geschmack: sehr weich, Apfel, Malz, Zitrone, Mandarine
Abgang: mittel, zitronig, etwas Kamille

Fazit: Sehr weicher und milder Whisky für jede Gelegenheit. Nett aufgemachte Verpackung und gefüllt in eine hübsche Keramikflasche. Insgesamt aber etwas enttäuschend für das Alter und insgesamt viel zu teuer.
 
Für einen Blended ist das in der Tat schon ziemlich happig.
Wollte zu Weihnachten mal etwas neues und für mich unbekanntes anbieten. Das die Flasche bis heute abend überlebt hat spricht eher gegen sie. Hab gleichzeitig den 2023er Loch Gorm im Angebot gehabt. Dagegen konnte der Lauders nur verlieren. ;) Zumal es wegen der Rauchigkeit des Loch Gorm am gleichen Abend kein zurück mehr zum Lauders geben kann. :D

Aber der Preis für Whisky ist in den letzten Jahren schon arg explodiert. Aber glaube die Preise für die Standardabfüllungen werden sich wieder einpendeln.
Aber bei potentiellen Sammlerstücken besteht immer die Chance das die Preise noch weiter steigen. Das wird leider auch schon von vornherein mit eingepreist. Da sind dreistellige Preise leider schon normal heuzutage. :(
Zwei Flaschen kaufen, eine trinken und eine ins Regal stellen (und dann irgendwann doch selber austrinken. :D)
 
Letztes Wochenende am St. Patricks Day kredenzte unser Gastgeber einen Irish Whiskey, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Dingle Single Malt Single Cask Batch 6 46,5% 0,7l

nicht gefärbt, nicht kältegefiltert

Allein diese Bezeichnung hat mich schon vor dem ersten Dram angefixt. 1. weil die Dingle-Halbinsel an der südlichen Westküste aufgrund ihrer Ursprünglichkeit zu einer der schönsten Ecke Europas gehört, wo man an Slea Head (einem der westlichsten Punkte Europas) stehend auf die Blasket Islands blickst und weißt, dass in diese Richtung die nächste Stadt New York ist 2. Single Malt aus der Republik Irland eher seltenvorkommen und 3. ein Alkoholgehalt um 46% meine bevorzugte Trinkstärke handelt.

Ebenfalls angefixt hat mich seine an dunklem Bernstein erinnernde Farbe und vor allem als ich las, dieser Whiskey ausschließlich (!) in Port Cask reifte.

Farbe: dunkles Bernstein

Nase: verführerisches Waldbeeren-Kompott mit Ahornsirup, Karamell und Butterscotch

Mund: Voller, komplexer Geschmack von Pflaumen, Waldfrüchten, dunkler Schokolade, würzige, Lebkuchen mit Noten von Kandis und Orangen

Nachklang: cremig mit Noten von Honig und Datteln (?), süß und würzig zugleich, durch die dreifache Destillation weich und harmonisch

Fazit: Geiler Stoff! Liegt mit ca. 65 € jedoch über meinem persönlichen Limit von 50 €, zudem ist dieser Single Cask rar geworden. Wenn ich ihn irgendwo entdecken würde, könnte ich trotz des Preises schwach werden.
 
Für einen Blended ist das in der Tat schon ziemlich happig.
Wollte zu Weihnachten mal etwas neues und für mich unbekanntes anbieten. Das die Flasche bis heute abend überlebt hat spricht eher gegen sie. Hab gleichzeitig den 2023er Loch Gorm im Angebot gehabt. Dagegen konnte der Lauders nur verlieren. ;) Zumal es wegen der Rauchigkeit des Loch Gorm am gleichen Abend kein zurück mehr zum Lauders geben kann. :D
:top:


Aber der Preis für Whisky ist in den letzten Jahren schon arg explodiert. Aber glaube die Preise für die Standardabfüllungen werden sich wieder einpendeln.
Schön wärs, auch für meinen Geldbeutel, jedoch werden die Preise sich wohl mindestens auf dem Niveau halten. Die globale Nachfrage nach Whisky ist hoch und wird durch die Schwellenländer vermutlich noch weiter steigen.


Zwei Flaschen kaufen, eine trinken und eine ins Regal stellen (und dann irgendwann doch selber austrinken. :D)
So und nicht anders :D
 
Heute möchte ich euch einen leichten, für den Sommer idealen Whisky vorstellen:


Isle of Raasay Single Malt Lightly Peated 46.4%

nicht gefärbt, nicht kältegefiltert

Isle of Raasay? WTF is this? Nun, Raasay ist eine ca. 60 km² große, zwischen dem schottischen Festland und der Isle of Skye, gelegene und karg besiedelte Insel der Inneren Hebriden. Wie in nahezu ganz Schottland wurde auch auf Raasay über Jahrhunderte illegal Whisky gebrannt, ehe 2017 die inhabergeführte Isle of Raasay Distillery mit der legalen Destillation auf der Insel begann.

Farbe: mittelhelles Bernstein

Nase: komplexe Aromen von Aprikosen, süßen Kirschen, dunklen Beeren, Roggen, Kräutern und würzigem Meersalz

Mund: Vielschichtiger, cremiger Geschmack von Grapefruit, Aprikose und Cassis mit Karamell, Anis und salzig- pfeffrigen Kräutern sowie ausgewogene Tannine.

Nachklang: feine Noten von kandiertem Obst, leicht salziger Lakritze und milden Rauch.

Fazit: Hammer! Durch die Reifung in Rye-, Virgin Oak- und Rotwein-Fässern verfügt der Isle of Raasay über eine erstaunlich breite Aromen-Vielfalt und ist zudem ein hervorragend für diejenigen, mit torfig-rauchigen beginnen möchten bzw. Islay-Whiskys zu intensiv sind. Bei diesen großen Geschmacksvolumen sind ca. 50-55 € sehr gut investiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstes Türchen vom neuen Adventskalender aufgemacht.
Zusammengestellt vom Bruder meines Vertrauens. :D

Macallan – A Night on Earth 2023
Leider nur ein Sample. ;)

https://www.themacallan.com/de/single-malt-scotch-whisky/a-night-on-earth

Aroma: Vanille, Apfel, Gebäck
Geschmack: cremig, weich, vanillig, etwas zu viel Alkohol (wahrscheinlich ein recht hoher junger Anteil dabei)
Abgang: recht kurz, weich, karamell

War o.k., aber für den Preis wäre mir eine Flasche viel zu teuer (EUR 130).
Da gibt es ähnliches bereits zu einem Drittel des Preises.
Da fliesst wohl ein Großteil in das Marketing, z.B. in die Verpackung.
 
Erstes Türchen vom neuen Adventskalender aufgemacht.
Zusammengestellt vom Bruder meines Vertrauens. :D

Macallan – A Night on Earth 2023
Leider nur ein Sample. ;)

https://www.themacallan.com/de/single-malt-scotch-whisky/a-night-on-earth

Aroma: Vanille, Apfel, Gebäck
Geschmack: cremig, weich, vanillig, etwas zu viel Alkohol (wahrscheinlich ein recht hoher junger Anteil dabei)
Abgang: recht kurz, weich, karamell

War o.k., aber für den Preis wäre mir eine Flasche viel zu teuer (EUR 130).
Da gibt es ähnliches bereits zu einem Drittel des Preises.
Da fliesst wohl ein Großteil in das Marketing, z.B. in die Verpackung.

Macallan ist ein guter Stoff. Dennoch - mein subjektiver Eindruck - zahlt man hierbei den Namen mit. Daher würde ich, wenn ich jemals auf die abstruse Idee kommen sollte, ca. 130 Tacken für einen Whisky auszugeben, zu etwas anders greifen. Z.B. zu einer Cask Strength Collection von Signatory.
 
Macallan ist ein guter Stoff. Dennoch - mein subjektiver Eindruck - zahlt man hierbei den Namen mit. Daher würde ich, wenn ich jemals auf die abstruse Idee kommen sollte, ca. 130 Tacken für einen Whisky auszugeben, zu etwas anders greifen. Z.B. zu einer Cask Strength Collection von Signatory.

Ja, grundsätzlich mag ich Macallan. Aber da darf man immer den Namen, die Verpackung und den Prunkbau mit bezahlen. Hatten da bei unserer Whiskyrundreise sogar eine Tour gemacht. Macht schon was her. Nicht so schäbig wie bei Bunna.
Muss mal wieder nach Schottland, vor allem nach Islay.
Wo wir gerade beim Thema sind.

Port Askaig 17 - 2023

Aroma: Rauch, Maritim, Menthol
Geschmack: rauchige Zitrone, Kräuter mit etwas Salz
Abgang: rauchig maritim, etwas Zitrus

Islay passt bei mir immer. :opa:
Lässt sich trotz seiner 50,5% gut trinken.
Ich vermute, das es ein Caol Ila ist. :denk:
Ist also noch etwas Luft nach oben im Kalender. :D
 
Port Askaig 17 - 2023

Aroma: Rauch, Maritim, Menthol
Geschmack: rauchige Zitrone, Kräuter mit etwas Salz
Abgang: rauchig maritim, etwas Zitrus

Islay passt bei mir immer. :opa:
Lässt sich trotz seiner 50,5% gut trinken.
Ich vermute, das es ein Caol Ila ist. :denk:
Ist also noch etwas Luft nach oben im Kalender. :D


Port Askaig ist ein guter Stoff mit fairem Preis; habe mal den 8y und 100% probieren dürfen. Vermute auch, dass dort, wie auch in so manchen Islay-Blends, Caol Ila enthalten ist. Ist ja schließlich die größte Islay-Brennerei, deren Ausstoß meines Wissens so hoch ist wie der von Bowmore, Bruichladdich und Bunnahabain zusammen.
 
Geräucherte Elefantenscheiße aus Namibia

Ondjaba – The Namibian Whiskey

https://ondjaba.com/editions/p/ondjaba-classic


Aroma: Sehr würzig und mit etwas Fruchtigkeit, die aber für mich recht schwer zuzuordnen ist. Soll aus Brandy, Sherry und Rotweincasks kommen.
Geschmack: Vanille, Karamell und leicht rauchig
Abgang: leicht (immer noch nicht identifizierbare) Fruchtigkeit und leicht rauchig

Triple Grain Whisky mit Perlhirse. :denk:
70 Euro kostet die Buddel dann aber auch. Kann man für den Gag mit der Elefantenscheiße auf jeden Fall mal probieren. :D
 
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