Bremen
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Dass Werders Merchandising wird zu einem nicht unbeträchtlichen Teil durch NF generiert wird, ist unbestritten. Doch das sind nur ein paar Tropfen auf den heißen Stein. Weil über Werders Trikotverkäufe keine Zahlen bekannt sind, nur mal so als Referenzwerte: Bayern und Real verkaufen an ihre globale Fan-Schar jeweils insgesamt (!) ca. 3 Mio.Trikots im Jahr. Wie viele Jerseys verkauft Werder im Verhältnis zu diesen Zahlen? Bzw. viele Jerseys müssten verkauft werden, damit diese einen elementaren Anteil zur Lösung von Werders Geldproblemen leisten können?NF ist derzeit das Gesicht des SVW, Merchandising wird zu einem nicht unbeträchtlichen Teil über seine Person stattfinden. In welcher Höhe weiß auch nur der entsprechend Verantwortliche. Fällt der weg, fehlen die Einnahmen in Höhe X. Man kann nur dringend davor warnen zu glauben, dass alleine über sportlichen Erfolg sich die Geldprobleme lösen lassen.
Womit sollen sich die Geldprobleme denn sonst lösen lassen wenn nicht durch sportlichen Erfolg? Weniger in Bezug auf Einmalinvestitionen wie das eh auf Eis liegende Projekt NLZ - hierfür werden die Mittel aus Anteilsverkäufen geeignet - sondern vielmehr im steten Kreislauf des Tagesgeschäfts, in dem es u.a. darum geht, die Mannschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln und somit die sportliche wie wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in der 1. Bundesliga aufrechtzuhalten. Denn für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit ist für Clubs wie Werder der sportliche Erfolg elementar. Weil dieser generiert nicht nur mehr TV-Gelder, sondern bringt auch noch andere finanzielle Synergieeffekte mit sich: z.B. Erfolgsprämien von aktuellen Sponsoren, bessere Verhandlungspositionen bei Verlängerung von laufenden bzw. neuen Sponsorenverträgen und höhere Erlöse durch Merchandising - denn das Werders Merchandising wird zu einem nicht unbeträchtlichen Teil durch NF generiert wird, hängt auch damit zusammen, dass NF eine persönlich sportlich erfolgreiche Saison spielt, oder?

Vor allem aber steigt mit dem sportlichen Erfolg der Marktwert des Kaders und somit der von mehr einzelnen Spielern, was wiederum die Chance auf höhere Transferüberschüsse bietet. Wie hätte es denn z.B. der SC Freiburg sonst schaffen sollen, in dieser Saison um die CL mitzuspielen, wenn nicht durch sportlichen Erfolg und den daraus resultierenden Transferüberschüssen (hier dargestellt) kontinuierlichen Kreislauf des Tagesgeschäfts?
Die weitere Geschichte ist nicht durch einen angeblichen Irrglauben, dass der sportliche Erfolg die Geldprobleme löst, entstanden. Sondern an dem Irrglauben, dass der sportliche Erfolg und somit der daraus generierende Geldfluss Selbstläufer geworden wären, so dass in Folge dessen in den Entscheidungs- und Kontrollebenen viele schwerwiegende Fehlentscheidungen getroffen wurden. Wurde mit ein paar Jahren Abstand ja auch so u.a. so kommuniziert.Man kann nur dringend davor warnen zu glauben, dass alleine über sportlichen Erfolg sich die Geldprobleme lösen lassen. Diesem Irrglauben ist Werder Anfang des Jahrtausends, als man extrem erfolgreich war vgl. Double 2004, aufgesessen. Die Älteren erinnern sich, dass Werder der Verein war, der am meisten von diesem sportlichen Erfolg sprich Fernsehgeld abhängig waren. Man hat sich auf KATS verlassen und die weitere Geschichte ist bekannt.




